BauertothePeople (B2P)

Wilhelm Geiger

B2P086 Christian Bachler – Das Wunder der Weihnacht und die Morgen danach

Oder die eine Folge vor der nächsten Folge

03.12.2023 137 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

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In dieser Ausgabe des BauertotehPeople Podcasts spricht Willy mit dem steirischen Bergbauern Christian Bachler. Und wer an dieser Stelle an das „Ups he did it again“ von der Spears Brittney denkt, der denkt richtig. Der Christian ist sowas wie unsere unregelmäßige Regelmäßigkeit oder vielleicht sollte man besser sagen, die unkonventionelle Konvention, die alle Jahre wieder im BauertothePeople Podcast auftaucht. Nachdem die ganze Idee zu BauertothePeople an genau diesem Tisch entstanden ist, ergibt das ganze schon aber durchaus Sinn.

Als wir vor über drei Jahren die erste Folge mit dem Christian aufgezeichnet haben, da war schon klar, dass der junge Mann ein bisserl speziell und um klare Worte definitiv nicht verlegen ist. Aber keiner von uns konnte damals ahnen, was noch alles geschehen sollte. Ihr kennt die Geschichte: Weihnachtswunder, Kinofilm, Buch, Praktikum. Und wenn ihr sie noch nicht kennt, dann könnt ihr sie in dieser und den anderen Folgen mit dem Christian nachhören. Die Links dazu findet ihr gleich im Anschluss.

Im heutigen Gespräch steigen wir ein, als klar wurde, dass die Rettungsaktion noch viel größer wird, als ursprünglich geplant. Und wir sprechen darüber, was seither passiert ist. Mit dem Hof, vor allem aber mit dem Christian.

INFOS ZUR FOLGE

B2P001 Christian Bachler - Wutbauer oder Mutbauer?: https://podcast.bauertothepeople.at/episode/b2p001-christian-bachler-wutbauer-oder-mutbauer

B2P016 Christian Bachler - Mutbauer: https://podcast.bauertothepeople.at/episode/b2p016-christian-bachler-mutbauer Bergerhof Krakauebene: https://www.bergerhof-krakauebene.at/

Bergerhof Krakauebene: https://www.bergerhof-krakauebene.at/

VERNETZEN 
 
 
MUSIK 
Leit hoits zamm – Haindling 
Power to the People – Junior Kelly 
 
 
… und ein bisserl selbst gesungen 😊 
 
Durchs Reden kommen die Leut´ zamm! 

Transkript

Nein, wenn Unrecht zurecht wird, wird Widerstand zur Pflicht und das halte ich hoch, weil das hat mein Vater einmal gesagt, man hat zwar so nicht so viel verbunden, aber derzeit passiert sehr, sehr viel Unrecht. Und wenn wir alle immer nur wegschauen und immer, kommen wir nicht weiter. Versuchen vernünftig, oder muss man vernünftig sein, sagen wir mal. Und wie ist man vernünftig? Der alte Vomisoren. Das ist mein Job, ich muss dich fragen. Warum hast du keine Angst, wenn du auf der Bühne stehst? Weil das ist das, was die meisten Menschen wahrscheinlich am allermeisten Angst macht. Warum macht dir das dann keine Angst? Wahrscheinlich auch nicht so, eigentlich fast mehr oder weniger nur ein positiver Ding, oder irgendwie ein mutlicher, vielleicht irgendwie auch wie eine Flucht nach vorne in der Vergangenheit. Kann vielleicht auch sein, oder? Und von was hast du Angst? Hm. Meine allergrößte Angst ist allein sein. Es geht glaube ich schon, unterm Strich geht es um die Angst. Freiheit, Angst. Angst vor der Freiheit. Freiheit vor der Angst irgendwann einmal, weil er schlecht ist. Ja, genau. Genau. Ihr habt wahrscheinlich ein bisschen ein Problem mit... Autorität? Das ist das gescheite Wort, genau. Wie hat sich jetzt eigentlich, und das interessiert vielleicht auch viele Menschen, die Freundschaft von Bauer und dem Bobo weiterentwickelt? Plant ihr schon gemeinsame Urlaube oder eine WG im Alter oder fliegen schon wieder die Fetzen? Wie schaut's aus? Eine WG im Alter? Ja, kann das sein? Kleinkumpaklermann macht heute das WG? Nein! Heutzutage! Music. Bauer to the People, der Podcast für Perspektiven rund um Essen, Menschen und Landwirtschaft. Weil nur durchs Reden kommen die Leute zusammen. Music. Griaß eich! In dieser Ausgabe des Bauer to the People Podcast habe ich mit dem steirischen Bergbauern Christian Bachler gesprochen. Und wir an dieser Stelle an das Ups! He did it Gein von der Spears-Britney denkt, der denkt richtig. Der Christian, der ist sowas wie unsere unregelmäßige Regelmäßigkeit oder vielleicht sollte ich besser sagen unsere unkonventionelle Konvention, die alle Jahre wieder bei uns im Podcast auftaucht. Nachdem die ganze Idee zu Bauer zu der Bibel, aber auch an genau diesem Tisch, an dem wir heute wieder sitzen, entstanden ist, ergibt das Ganze schon auch ein bisserl Sinn. Als wir vor über drei Jahren die erste Folge mit dem Christian aufgezeichnet haben, da war definitiv schon klar, dass der junge Mann ein bisschen speziell und um klare Worte definitiv nicht verlegen ist. Aber keiner von uns hat damals irgendwie auch nur ahnen können, was noch alles kommen sollte. Ihr kennt die Geschichte, Weihnachtswunder, Kinofilm, Buch, Praktikum und so weiter. Und wenn ihr die Geschichte noch nicht kennt, dann könnt ihr sie in dieser und in den anderen Folgen mit dem Christian bei uns nachhören. Die Links dazu findet ihr in den Shownotes. Im heutigen Gespräch steigen wir ein, als klar wurde, dass die Rettungsaktion noch viel größer werden sollte als geplant. Und wir sprechen darüber, was seither passiert ist. Mit dem Hof, vor allem aber auch mit dem Christian. Und wie immer, auch dieses Mal viel Freude beim Reinhören. Ja, leicht optimieren, jetzt geht es zu deiner... Jo, jetzt haben wir es geschafft, das war der kürzeste Podcast. Reicht das so, oder? Weil so bin ich, da bin ich im Büdel, da bist du. Mir ist das in der Radio gesichert, mir ist das egal. Sehr schön, sehr schön, sehr schön, sehr schön. So, die Fragen darfst du natürlich nicht sehen, nicht schauen. Bist du bereit, lieber Christian? Wie läuft das jetzt ab? Ich frage dich was und du sagst was. Machen wir das so. Dann starten wir wieder mit der wievielten Folge eigentlich des Bauer zu die Bibel Podcasts? Ich kann eigentlich nur sagen, grüß euch, hallo Christian. Wir haben hier auf diesem Hof vor vielen vielen Jahren bereits den ersten ja die erste Folge des Podcasts aufgezeichnet, also Folge 000. Du warst Gast in der Folge 001 und dann auch wieder in der Folge 016, also in der Folge 16. Das heißt, wir haben da fast schon ein bisschen eine Biografie von dir erstellt. Das letzte Mal haben wir uns gesehen, da warst du, ja, das war ganz kurz nach dem Wunder, wie es so schön heißt, nach dem Weihnachtswunder, kurz vor Weihnachten. Da haben wir quasi angeschlossen so in der Zeit kurz kurz danach und nachdem uns jetzt schon sehr sehr viele Menschen gefragt haben, wann gibt es denn einmal eine Fortsetzung mit dem Christian Bachler, was hat sich da oben eigentlich getan, haben wir uns gedacht, wir machen das einfach jetzt in der Folge, wir wissen es nicht, aber so plus 80. Also es ist inzwischen... Okay, also eher überfällig. Ziemlich überfällig würde ich sagen. Und wir sind eigentlich, damals haben wir gesagt, wir reden am jahr wieder, das haben wir nicht ganz geschafft. Da ist uns Corona und so ein bisschen dazwischengekommen. Ja, da ist viel dazwischengekommen, würde ich sagen. Und jetzt fast zwei jahre später sitzen wir wieder da und jetzt werden wir gemeinsam, wenn du Lust hast, aber jetzt hängst du eh schon da. Jetzt bin ich eh schon, ich komme eh nicht weg. Jetzt werden wir einfach mal ein bisschen schauen, noch einmal vielleicht zurück im ersten Blick, was das damals war, also dieses weihnachtswunder und was seither geschah. Das war so der Plan. Siehst du das also. Du stellst so Fragen. Ich stelle so Fragen, so zu sagen, genau. Und vielleicht rekapitulieren wir einfach noch einmal, was damals passiert ist, in wenigen Worten. Du hast den Kollegen Klenk in Wien wegen eines Co-Urteils ein bisschen ein wenig, wie sagt man denn? Wie würdest du denn sagen? Über meinen Unmut bekundet. Deinen Unmut bekundet. Genau. Und woraufhin das irgendwie in einem Praktikum gemündet ist. Der Florian hat dann mitgekriegt über sieben Ecken, dass dein Hof damals zur Pfändung stand und hat beschlossen etwas zu tun. Aus diesem Beschluss ist dann eine, wie sagt man denn, eine Rettungsaktion geworden. Und bei der dann kurz vor Weihnachten 2021 um die 400.000 Euro zusammengekommen sind zur Rettung. 20? 20 war es. Das war jetzt schon 3 Jahre. Schon 3 Jahre? 2020 war das. Alter Schwede. Das ist eine Zeit verkehrt. Das waren noch Zeiten, ja. Du hast die Kamera noch auf dem Stand gestanden. Da haben wir mit dem Radiogesicht noch wirklich behaupten können, inzwischen zieht es uns. Genau, jetzt ist das schon. Ja, genau. Und da sind einfach kurz vor Weihnachten ziemlich viel zusammengekommen. Ich war jetzt alle völlig überwältigt. 400.000 Euro, glaube ich, waren es dann im Endeffekt. Der Bachlerhof, wie er immer gesagt hat, also der Bergerhof mit dem Christian Bachler und der Mama, war gerettet und da wollen wir jetzt ein bisschen einsteigen. Und zwar im ersten Teil, vielleicht einfach mit der Zeit wirklich kurz danach, wie es soweit war, wie du dann da gesessen bist und irgendwie mitverfolgt hast, wie es soweit kommt. Wie war das damals für dich und wie ist es euch da gegangen, dir und der Mama? Ja, das was du jetzt da zusammengefasst hast, das ist ja relativ stark vereinfacht und im Schnelldurchlauf, das ist so die Version, die halt ein bisschen den Bekanntheitsgrad dann erreicht hat. Ganz so easy war das nicht. Was vorher passiert, ich hab wirklich die Schnauze voll gehabt von dem ganzen Scheiß, wollte den Hut drauf hauen und hab gesagt, okay, wir gehen jetzt unter, aber mit wehenden Fahnen und wir gehen nicht so unter, wie alle anderen, die so lange Bauplätze verkaufen, bis der Bauernhof gar ist. Und dann halt irgendwie vom Nächsten übernommen werden, sondern wir hatten noch ein paar lustige Aktionen im Bett. Das hat sich dann irgendwie doch anders ergeben. Durch diverse Umstände ist irgendwie der Kampfgeist wieder ein bisschen erwacht und zurückgekommen. Jetzt sind wir doch schon relativ weit gekommen in der Kasperl-Landwirtschaft, wie wir sie mal nennen, und jetzt dann nur drauf an ist eigentlich auch blöd. Was ist dann passiert? Wir haben gesehen, okay, wir müssen uns für einen Teil vom Betrieb, also das sind Anteile einer Agrargemeinschaft, trennen. Mit dem können wir die Forderung, die meine ehemalige Hausbank haben wollte, unbedingt abdecken. Die hat dann in einer Verhandlungsrunde, ja, das hat ihre Pläne ein bisschen durchkreuzt sozusagen. Und die hat dann gesagt, okay, damit das Sie umschulden können zu einer neuen Bank legen wir noch nach. Also es müssen noch einmal 100.000 mehr her. Diese 100.000 wollten wir. Noch viel hin und her, zuerst eigentlich über ein Crowdfunding, über ein ganz klassisches machen und haben dann aber gesehen, dass so ein Crowdfunding für so einen Micky-Maus-Betrieb organisatorisch, fast, nicht zum Umsetzen ist. Die Agenturen, die sowas professionell machen, haben gesagt, du, das kannst du auch reinreiben, da läuft sowieso nix. Da kommt mit viel Rückenwind 20.000, 25.000 Euro rein, aber nicht mehr. Die Profis gesagt. Genau, die Profis gesagt und sie wollten dann halt da noch, glaube ich, auch 25 Prozent oder so mitschneiden. Und dann haben wir irgendwie, ja, ich wollte jetzt partout nicht, also das war für mich absolut undenkbar, da quasi so ein Fundraising, wie man es auf Neudeutsch heute nennt, da sowas zu starten. Habe mich dann aber relativ kurzfristig überzeugen, mit ein paar ganz interessante Argumente, wie ich finde. In der Diskussion ist damals einfach gestanden, die Kunden, die Leute, die sich bei uns um den Dumm treiben, sagen sehr sehr oft, das was ihr da macht, gehört eigentlich unterstützt. Und mit dem Argument hat man mich damals eigentlich gefangen, dass man gesagt hat, okay, jetzt drehen wir den Spieß einmal um und machen wir die Probe. Also zum Beispiel ist das jetzt wirklich nur die Reherei, Also die klassische kognitive Dissonanz beim Einkaufen. Ich kaufe eh nur Bio und zahle aber die Kleberpaletten Müllkase. Ja, so haben wir das dann probiert. Das ganze ist dann mit einem Slot im ORF und mit ein paar Geschichten in anderen Medien relativ kurzfristig, Corona war dort, Lockdown gerade, zustande gekommen. Es ist dann innerhalb von ein paar Tagen rundherum, und da bin ich Florian wirklich dankbar, der hat da halt seine Kontakte spielen lassen und war da, ja da ist ein bisschen sein Schweißhund-Gen ausgekommen, also wenn er sich in was verbeißt, dann lässt er nicht locker. Und geplant war das ganze dann eben so, dass man das einen Monat laufen lässt. Start wäre gewesen Anfang November und so auf die Art im Advent setzt man das um. Ja, oder halt mit der Advent beginnt, so war der Start gewesen und das ganze ist dann explodiert, komplett. Der Moment, wo du das gemerkt hast? Ja, wir haben relativ lange geglaubt, dass sie uns irgendwie die Accounts gehackt haben, oder dass da jetzt technisch irgendein Problem dahinter ist, weil das eigentlich keiner für möglich gehalten hat. Ein Grosshacker. Genau, sozusagen. Und dann ist das halt, ja im wahrsten Sinne des Wortes, wie heißt das, ein Candystorm, ne? Und das dann halt... Ein Candystorm, sagt man da. Anscheinend, ja. Okay. Und ja, das ist dann durch die Decken gegangen. Sie haben sich dann immer größere, quasi, Kanäle auf alle Social-Media-Plattformen dazugeschalten. Und es ist dann irgendwie so ein kollektives das schaffen wir entstanden. Ja, und dann ist eh wie ein Märchen, und dann ist sowieso drunter und drüber gegangen. Spannend war ja im Endeffekt, dass du irgendwann einmal, so habe ich das gelesen, irgendwann einmal auf den Knopf gedrückt hast und gesagt hast, das reicht jetzt. Das war ungefähr bei den 400.000 Euro oder sowas, weil da wäre ja noch mehr gekommen oder sowas, oder? Ja, das ist lustigerweise eben nicht abgeappt, sag ich einmal. Also wie man das Spendenziel von 100.000 oder ja das Ziel sozusagen von 100.000, war ja am ersten Tag, am späten Vormittag oder Mittag dann schon geschafft. Und dann ist das weitergegangen und dann ich glaube so nach 40 Stunden ungefähr, war man dann auf der Summe, die meine ehemalige Hausbank in Gänse wieder zurück haben wollte. Und ja mehr brauch ich nicht. Natürlich, ja, also für mich war es komplett normal. Natürlich war heute, das ist, sagt man vielen auch wie vor, für Unverständnis, was sagst du, das sind in der Stunde immer noch 10.000 Euro reingekommen. Aber wie gesagt, für uns war oder für mich war das Ziel reicht, mehr brauche ich nicht. Fertig. Genau. War nicht schwer? Nein, überhaupt nicht. Dann waren die 400.000 und da spenden, du hast den Knopf gedrückt, das war vorbei, erster Moment danach, wie ist es da gegangen? Ja, das kannst du nicht greifen, ich glaube, das ist so wie ein Lotter Sechser, das schreibt die Leute rund um dich viel mehr um einen Dummes als um dich selber. Also du kannst dir irgendwie nicht glauben, es ist so surreal, da kann man nicht irgendwie in Worte fassen. Die Schiffsfahrer und so sagen dann, ich muss den Sieg jetzt realisieren. Und genau das ist es und an dem Pfeil bin ich immer noch dran. Also du realisierst es noch immer? Nö, das ist surreal. Das ist, also, das kann man nicht... Also heute noch nicht? Nicht wirklich. Das ist ein komisches Gefühl, also kann ich nicht. Beschreib mir mal so die ersten A2 Monate nach der Aktion. Was tut man da? Geht man da und denkt man dann jetzt 2 Jahre zurück und dann mache ich ganz normal weiter? Oder fängt man da zum Planen an oder denkt man dann ganz was anderes? Oder wie ist das? Naja, du kommst die erste Zeit bei sowas dann, dadurch dass das wirklich in allen Medien und fast kollektive österreichische Geschichte war überweitet ist. Wärst du da eh wie der bunte Hund durchs Dorf trieben. Man hat natürlich schon irgendwie, ja schon ein bisschen Angst irgendwie, dass man denkt, was ist, wenn ich jetzt bunter werde, das war nur ein Traum. Wirklich? Ja, das ist schon, also es ist nicht greifbar. Dass das wieder wegnehmen oder? Dass das wieder weg ist oder? Ja. Dass was kommt oder was? Weißt du, jetzt Black Sock, es ist ja nix da, da sind jetzt alle im Computer oder auf Papier. Für mich hat sich nix und alles geändert, sozusagen. Also es ist ganz eine komische Gefühlslage. Kann man nicht so einfach umreißen. Wie waren die Reaktionen von außen? Mit was hast du in dieser Zeit, nehmen wir mal die ersten zwei, drei Monate, oder was halt für dich ein relevanter Zeitraum ist, den du abgrenzen kannst, mit was hast du in der Zeit nicht gerechnet, was da passiert ist? Ich habe nicht damit gerechnet, wieviel das in ähnliche Situationen stecken, also was da so rundherum abläuft, was für eine Konstellationen es in solchen wirtschaftlich prekären Verhältnissen gibt und wieviel komplette Arsgeier und, Das will ich jetzt da nicht sagen, was ich von den Menschen halt als gebe. Hat das überrascht? Die Masse schon, ja. Wie waren die Reaktionen oder was hat dir da geholfen? Ich meine, du weißt kein konkretes Beispiel, aber beschreib das mal. Ist das Neid oder ist das... Nein, es haben sich einfach extrem viel gemeldet, die gesagt haben, mir geht es ähnlich, keine Ahnung, oder mir ist es ähnlich gegangen, oder wir stecken gerade in ähnlicher Situation. Und das ist ziemlich ausweglos und so weiter. Da bist schon hin und her gerissen. Weil, ja, ich bin ja quasi Einzelkämpfer, bei mir ist das alles halb so schlimm. Aber wenn sich jetzt da Familien auf die Straßen setzen und so weiter, durch irgendwelche Geschichten, ja, boah, kriegst du fast ein schlechtes Gewissen, dass du jetzt quasi da da irgendwie Hilfe gekriegt hast und Angriffszeichen und andere nicht. Man muss natürlich bei den Sachen im Nachhinein reden wir immer leicht, gell. Das Thema, man darf nicht vergessen, dass wir vorher schon, glaube ich, seit fast zehn Jahren relativ aktiv nicht nur gegen den Strom geschwommen, sondern auch mit guter Wirt probiert haben, auf die Probleme, die es in dem Geschäft gibt, aufmerksam zu machen. Es waren da natürlich sehr, sehr viele Nachahmer, unter Anführungszeichen. Und das ist fast täglich nach wie vor noch, dass man so denkt, wie können wir das machen, wie habt ihr da dauernd? Du musst einfach sagen, das war der 10.000-Guldenschuss. Und du musst einfach sagen, wenn du jetzt irgendwo kreuz und quer in Österreich sitzt auf deinem Bauernhof und dich kennt niemand, dann ist das völlig sinnlos oder völlig eine Illusion sowas zu starten, weil du kriegst 50 Euro von der Oma. Also man darf die Dimensionen, die Reichweite, da ist natürlich Social Media ein absoluter Segen gewesen. Ansonsten wäre das ja keinem interessiert. Im alten Oido hätt's, ob's uns da gibt oder nicht, das hätt's uns doch überhaupt nirgends gejuckt. Das heißt, dass dir das passiert ist, das war auf der einen Seite natürlich ein riesen Klick, weil Wunder hat immer mit viel, man beschreibt es ja als Wunder, Wunder haben ja die Eigenschaft, dass man es nicht wirklich planen kann, sondern die kommen halt und man weiß nicht oft wieso. Aber du glaubst da, dass quasi so wie du kommuniziert hast vorher, und das kann man ja auf Facebook und auf deinen Kanälen nachschauen, was in der Zeit davor so von dir gekommen ist, du warst ja vorher schon nicht ganz unaktiv. Und das heißt, das hat natürlich das ermöglicht, zum großen Teil, diese Reichweite, oder? Das ist natürlich ein Thema. Und dann halt, ja, ich mein, dass ich damals halt in der Verzweiflung oder so halblustig die Nerven gehabt hab und den Florian da angeschossen hab, das war natürlich das Tüpfelchen auf der Miehe, weil da hast du dann die großen Kaliber an der Backe. Aber natürlich kann man so eine Aktion halt auch ins andere. Was war denn deine Motivation damals, wie du sagst, den Florian angeschossen hast? Hast du irgendwie schon gedacht, dass das Medien, dass da so ein Aufschrei kommt? Oder hat dir einfach nur das Kuhurteil damals geärgert? Oder warst du schon strategisch in deiner Überlegung? Das Kuhurteil hat mich massiv geärgert, weil es uns einfach wirklich stark betrifft. Und mich hat halt eben auch geärgert, dass es wieder so eine Geschichte ist, wo die Agrarpolitik und viele Akteure in dem ganzen Geschäft vor die wirklichen Probleme wieder ablenken können. Das Kuh-Teil ist das gleiche wie Wolf und viele andere Sachen. Das ist für den Einzelbetrieb verheerend, aber für das große Ganze ist das ein kompletter Nebenschauplatz. Aber die Politik profitiert davon, dass wir wieder uns gegenseitig die Schädel reinhauen und uns gegenseitig den Grund und Boden haten quasi. Depp und keine Ahnung was alles. Und im Hintergrund die wirklichen Probleme werden nicht angegriffen. Und das zieht mich einfach nicht nur in der Landwirtschaft, sondern das ist einfach generell ein Zeichen der Zeit, dass wir uns mit komplett sinnlosen Themen beschäftigen, aber auf die wirklichen Sachen gar nicht mehr hingeheim. Ja, aber habt ihr oder du oder ihr damals nicht quasi auch mit eingestimmt in diesen Schaukampf da da auf einer Nebenbühne ein bisschen? Nein, die Überlegung war, das ist ja nicht allein auf meinen Missgewachsenen, da waren ja schon ein paar Leute eben im Hintergrund. Die angestockelt haben? Nein, die ja da sehr konstruktiv, das ist ja nicht so einfach. Du musst irgendwie probieren, dass der jeden Tag eine Morddrohung kriegt, der kriegt jeden Tag Werte angeschossen, rund um und um. Du musst dir irgendwie das schaffen, genau mit dem Gefühl, dass er darauf reagiert und dich nicht sofort sperrt. Oder irgend so was. Und das ist halt da lustigerweise geglückt. Aber es war eben das Thema, mich hat das angezapft, dass die Kommunikation eben auch in die landwirtschaftlichen Medien, die halt sehr stark politisch beeinflusst sind, klarerweise, immer dieses Stadt-Land-Irgendwas-Auseinander-Dividieren, Und man redet wieder übereinander und miteinander und man denkt, okay, jetzt probieren wir es nochmal mit einem anderen Medium, weil mit unseren eigenen kann man nicht spawnen. Und das ist, ja, das ist auch da geglückt. Du hast jetzt vorher gesagt, es haben dich viele Leute dann angeschrieben, die was in ähnlichen Situationen sind, schwierige Schicksale, etc. Was sagt man denen dann, oder wie geht man damit um? Weil du kannst jetzt nicht hergehen und jedem helfen. Also da brauchen ja alle Geld, im Prinzip. Was tut man da im ersten Moment? Also schreibt man da alle zurück? Telefoniert man da mit denen, oder wird einem das dann irgendwann nochmal zu viel? Und wie geht man, was tut man da? Ja, bei mir wird das definitiv zu viel. Also das ist sehr, sehr schwierig. Das ist belastend. Bei mir ist das sehr, sehr belastend. Das bin ich einfach zu empathisch, sage ich einmal. Ja, man rekrutiert irgendwie da und eh rundherum schon ein bisschen ein Netzwerk. Man lernt auch aus den eigenen Fehlern oder aus eigenen Dingen. Man lernt rundherum Leute kennen, die, wie soll ich sagen, Beratungen, Hilfeleistungen in alle Dingen beruflich machen sozusagen und die eigentlich für sowas da wären, da tut man die Leute halt dann ein bisschen hinvermitteln und halt oft ist glaube ich einfach das zuhören, das Ausreden bei wildfremden Leuten, die man gar nicht kennt oder zumindest nicht persönlich, einmal ein erster wichtiger Schritt, dass irgendwas in Bewegung kommt. War dann auch Verständnis da, dass du halt jetzt nicht finanziell helfen kannst, dass du jetzt kein Wunder wiederholen kannst oder ihnen ein Wunder schicken kannst oder sowas, war dann da ein Verständnis da oder ist es dann halt auch traurig? Ja, es gibt natürlich, ja, es sind natürlich Sachen, die sich halt da wunder erwarten, ich weiß nicht, ob das wahr ist, du musst einfach sagen, was du. Ja, ich habe im Rahmen meiner Möglichkeiten, das tue ich nach wie vor, wirklich ein paar einzelne Dinge finanziell helfen probiert, aber es ist halt überschaubar. Ein paar tausend Euro sind für mich ein Haufen Geld, aber für einen anderen kannst du vielleicht gerade die Delosierung verhindern. Und wenn das irgendwie geht, dann probiert man es eh. Aber man entwickelt keine Routine damit offensichtlich, oder? Das heißt, es geht ja immer noch. Das Grundproblem ist immer das selbe, aber es geht dann halt nahe, weil die menschlichen... Die Schicksale dahinter sind... nehmen wir noch mit. Was war denn in der Zeit danach besonders schön in den zwei, drei Monaten oder wie auch immer danach? Was sind so schöne Erlebnisse gewesen in der Zeit? Oh super, der Lockdown. Ruhe. Schon bitter. Der Lockdown, ja. Ja, äh, ja, was denn? Wenn man über dich geredet hätte, hätte es nicht geholfen. Natürlich auch extrem viel Feedback, die sagen, du, keine Ahnung, okay, wir haben sie zwar die Bude wegversteigert, aber zumindest einer hat einmal eine auf der Leg, alle miteinander. Wir haben einmal was quasi, ähm, ähm, was bewegen können. Und das Thema, glaube ich, auch wenn jetzt gerade wieder ein bisschen verrückte Zeiten sind rundherum, Ich kann das nur immer wiederholen, ob es uns da gibt oder nicht, das ist komplett wurscht, das interessiert ich überhaupt nicht. Die Signalwirkung, die das Ganze gehabt hat, dass wenn wir uns quasi auf den Backel hauen, wir wirklich was bewegen können. Jeder einzelne, auch mit einem Mini-Beitrag, das war ja das Spannende, der durchschnittliche von meinen Aktionären, der ist ja irgendwo bei 10 Euro gewesen. Deine Aktionäre, also die Menschen, die unterstützt haben. Da sind ja keine großen, da ist jetzt nicht irgendwer geheim und hat da 100.000 eingebrannt. Sondern das waren ja wirklich Mikro-Geschichten sozusagen. Und das hat natürlich schon Spuren hinterlassen, dass sie wissen, dass wir uns eben wie gesagt auf den Backel hauen, Konsument, Produzent, Staat, Land, wie auch immer. Ja, wir sind mehr. Hast du da so Rückmeldungen gekriegt, weil jetzt haben wir vorher gesagt, wo du nicht helfen hast können, wo du es probiert hast, wo es natürlich schwierig ist, hast du Rückmeldungen gekriegt, hey, das hat mir Mut gemacht und deswegen habe ich mein Schicksal nochmal umgesetzt oder sowas? Ja, definitiv, definitiv, definitiv. Baut einem das dann wieder auf? Natürlich, das ist doch cool. Ist das? Absolut. Das gleicht das dann aus, was halt oft gruselige Sachen auch sind. Also ich habe eine Zeit her immer Angst vor Weihnachten. Also das letzte Weihnachten sowas war schwierig. Ach so. Ja, also weil du dann echt nirgends... Ja, Weihnachten spült halt viele Probleme, kennen wir glaube ich alle, die halt im Privatleben oder irgendwo feigelt gerade ein bisschen, oder in der Familie, das spült Weihnachten nach oben. Und das war, letztes Weihnachten waren am heiligen Abend, Nachmittag, zwei, drei Telefonate, wo ich nicht ganz gewusst habe, aber da hätte es nicht so die Polizei einschalten. Also... Du bist durch die ganze Aktion auch schon das, was du vorher gemacht hast. Das Wunder hat das noch einmal, quasi noch einmal potenziert um ein Vielfaches, Aber im Endeffekt, du warst ja vorher schon so eine Art, sagen wir mal so, eine Galleonsfigur, die sich ein bisschen gewährt hat. Also ein Gallier, glaube ich, wenn man so sagen kann. Und durch das ist es natürlich noch viel stärker geworden. Jetzt bist du natürlich ein Symbol. Du bist, warst mal so wie eine politische Figur geworden. Die Veränderung, wo auch viele Erwartungen dann auf dich kommen. Wüsst du die Funktion überhaupt? Weil im Prinzip wolltest du es ja, weil du hast es ja damals vor der Zeit ja aktiv auf Facebook ja anvisiert. Also wenn man in den Wald reinschreit, kommt da was zurück im Endeffekt. Also du hast damit wahrscheinlich gerechnet. Aber willst du diese große Funktion da jetzt auch haben, weil jetzt bist du so quasi der Mutbauer, auf den viele Leute schauen und uns ein Beispiel nehmen und Erwartungen in dich setzen? Nein, da war gar nichts gewollt und da war gar nichts provoziert. Das ist auf gut steirisch alles beim Machen so geworden. Also das hat sich letztlich alles so ergeben. Und jetzt musst du mit gewissen Sachen halt leben. Das ist halt manchmal lustig und manchmal nicht so lustig. Aber grundsätzlich war da jetzt keine große Agenda. Ich wollte jetzt nicht da irgendwie da... Aber bist du mit der Rolle jetzt... steht der dir? Nein, ich bin mit der überfordert. Also die, die da gerade immer so auf dem Essen schneidet, da kann man nicht... Das ist ein sehr schmaler Grad. Die Verantwortung, oder? Die Verantwortung? Was ist denn die Verantwortung? Wie gehst du mit manchen Sachen um? Von dem jetzt viel Dross an wahrscheinlich, nicht? Ansonsten noch einen anderen Vaschee, aber es ist wahrscheinlich viel für einmal, oder? Ja, im Verhältnis sind das ja alles Luxusprobleme, nicht? Aber das ist halt irgendwie nicht so mein... Keine Ahnung, ich glaube nicht, dass ich jetzt irgendwie so eine offensichtliche narzisstische Persönlichkeitsstörung habe, dass ich das jetzt unbedingt brauche. Aber du kannst es auch nicht wirklich aussuchen, ob es was macht oder nicht. Das ist auf der anderen Seite noch ein bisschen... Part of the game. Part of the game, ja. Reden wir vielleicht, eine Konsequenz dieser ganzen Aktion war ja nicht nur quasi die... Weiß nicht, wie gehst du mit diesem Rettungsbegriff um? Weil man sagt, ich sage jetzt Rettung, das Bergerhof... Ist das okay, wenn man das so sagt? Oder würdest du es anders beschreiben? Nein, ist es. Ja. Ja. Oder würdest du es jetzt... In der Privatwirtschaft, in der normalen, würde man sagen, Ausgleich, ne? Nämlich eine Konsequenz des Ganzen war ja jetzt nicht nur die Rettung quasi, sondern auch die Aufmerksamkeit der Medien. Und Florian hat ein Buch geschrieben, den Bauer und den Bobo, Bestseller, also vielfach verkauft und dann ist es auch noch zum Film gekommen, der Bauer und der Bobo. Ich will kurz lang bleiben, war jetzt im Kino, war jetzt vor kurzem im Fernsehen, da kam Bremer nachher noch, da hat es sich dann auch wieder gescheiter erwischt im Endeffekt. Aber erzähl ein bisschen, wie ist es vor allem zu diesem Kinofilm gekommen? Hast du die Idee gehabt hat, wie hat die Idee gehabt und wie ist das? Erzähl mal ein bisschen. Die Idee zu der Geschichte, generell zu einer Art Filmprojekt, ist schon vor dem ganzen Theater unter Abwägungszeichen entstanden. Und da ist es halt eher gegangen auf die Art. Ja, aus den Themen sozusagen Hass und Hate im Netz und so, weil man sich dann gegenseitig kennenlernt und so weiter, da sind oft halt dann mehr verbindet und dass man halt im echten Leben ganz anders miteinander umgehen würde und dass man sich halt im Netz Sachen auf den Kopf schmeißt, die man im echten Leben nicht sagen würde. Über das Thema, und natürlich gerade das etwas kuriose Bauernhauptkonzept, wäre da der Film geplant gewesen. Das Ganze, was dann gekommen ist, das war ja dann, wie soll ich sagen, das war ja wie ein Bomben. Den Kurt habe ich kennengelernt. Kurt Langbein. Wie er dem Kameramann hinten nachgelaufen ist und der Kameramann ist mir hinten nachgelaufen, wie wir in Wien aus dem Taxi ausgestiegen sind. Also das war in der ganzen Geschichte hat der einfach ohne Finanzierung, ohne Konzept einfach einmal drauf los gefilmt, weil gesagt wird, Alter, sowas kannst, das können wir nicht neu nachspülen. Da muss man live dabei sein. Wie hast du beim Praktikum gewesen, oder wie war das? Nein, wie die ganze Geschichte quasi, wie dieses, und auch noch gesagt, ein Wunder passiert ist. Ja, kurz danach. Genau. Und da hat er einfach von, so dass er da auch das Konto auswählen hat, und hat einfach einmal seinen Kameramann losgeschickt, hat den dann verfolgt, wie er dich verfolgt hat und Zusatz. Genau, und so ist das dann. Die ersten paar Worte haben wir gerade beim ORF, wenn wir gerade in der Maske gesessen sind. Also passt genau zum Betriebskonzept, also es hat sich viel einfacher gegeben. Wie ist es dann weitergegangen? Dann war der ganze Zauber mal vorbei, dann ist halt irgendwie das Konzept entstanden einmal im Groben. Und dann jetzt eh, bis das alles, frag mich nicht, schieß mich da, bis das alles finanziert ist und keine Ahnung wie das geht. Und dann im Sommer 21, genau, Sommer 21 haben wir dann gefilmt. Okay, wie sind so Filmarbeiten? Kommt man da her, trabt man das dann einmal ab oder hast du dann einen Text dir aufgeschrieben was du sagen willst? Nein, das ist auch alles, das ist super machen zu wollen. Da gibt es halt die Grundsatzidee, was du ungefähr, was ich gerne haben, täten würde, keine Ahnung. Was war die? Jo, jeden Tag was anderes, ne, tut halt Unterschied. Jeden Tag was anderes. Ja. Jeden Tag was anderes. Ja, keine Ahnung, was weiß ich. Ein paar Debatten natürlich darum, das dämliche Kuhenteil über Würstchen machen, Schweineschlachten, Kartoffeln setzen, Kartoffeln ernten, Heu ernten, irgendwo, wunderbunt. Also ja, das ist relativ, also jetzt, leider nicht so mit Hubschrauber und Catering-Team, und Kamera-Kran und so, nein, ganz. In der Heimat haben wir auch immer selber Ich geh jetzt Hubschrauber und so, geizige Rechercheur, Produzent. Nein, blöd mal. Muss ich ehrlich sagen, für mich war das jetzt nicht so die Challenge grundsätzlich, weil wir in den Jahren vorher einfach schon relativ viele Sachen gemacht haben mit den Medien. Wir haben zwar Radio gesichert, aber grundsätzlich ist mir das komplett wurscht. Hat die Maske auch nichts geholfen? Nein, sie haben sich redlich bemüht, aber... Ja, Kopftransplantationen, das klingt halt erstmalig, aber naja, ausstrengend insofern natürlich, dass man... Oder lass mein Bier frieren. Das steht im Bild. Vor allem wenn es mit Tieren gefilmt wird, ist uns auch die Routine von x Sachen vorher schon zugute gekommen, was die besten Locations sind und so weiter. Da haben wir natürlich einen Startvorteil gehabt, weil die Routine schon ein bisschen da ist. Aber natürlich musst du dann liefern und dann sollst halt, auch wenn du die gleiche dämliche Szene zum 57. Mal hintereinander machst. Habt ihr das Gefühl, oft? Ja, natürlich, das gehört halt dazu. Inhaltlich richtig sein und halt die nie quasi im Down vergreifen oder halt schauen, dass das immer alles hundertprozentig richtig ist und dass das halt dementsprechend umgekommt, das ist schon anstrengend. Also die Hauptperiode, die wir gehabt haben, waren zehn Tage am Stück im Juli. Zehn Tage? Ja, also ich war danach auch am Blatt. Also das war ein Hartdarmlimit. Wie geht das neben der Landwirtschaft? Weil man konnte vergessen, dass nebenbei der Hof im Prinzip ganz normal weitergelaufen ist. Genau. Ja, das Das ist gut so, ne? Kriegt man auch Routine, wenn man das irgendwie hinkriegt. Aber es war schon... Weißt du, der mit dem Kopf immer voll da sein muss. Wie gesagt, wenn es keinen Text gibt, und was sollst du denn noch für einen Text haben? Ja, musst du dir da erzählen. Man sagt halt, da keine Ahnung, was tust du jetzt da für einen Scheiß, ne? Und dann erklärst du halt, wieso dass mir das so jemand anders, wie die anderen, und was das für einen Sinn hat, und hinter und vor. Und dann sagt er wieder, mein Fehler, jetzt hab ich die irgendwie nicht im Dings gehabt. Wieder von vorne, ne? und dann 17 mal hintereinander. Aber spannend, ein kompletter anderer Wirt, sehr sehr viele Parallelen, gleich wie bei den Medien, das Praktikum beim Väter, gleich wie in der Kinobranche oder Filmbranche, sehr sehr viele Parallelen zur Landwirtschaft, komplett abhängig von öffentlichen Geld, somit komplett erpressbar, was gefördert wird, wird gemacht und sonst stirbt. Und Riesen Strukturwandel, also Strukturwandel, Strukturbruch. Netflix und Co. bloßt alles weg. Die ganze Kino-Dings und so weiter, das war dann vor allem bei unserer Premiere... Ach so, ich darf das Bier wieder nicht da rumstellen. Das spielst du schon wieder, schön. Fang nachher mit der Kamera beim Spielen an, jetzt geht's rauf. Bei unserer Premiere-Tour da durch, keine Ahnung, wie viele Orte in Österreich. Gruselig, die Branche ist fertig. Also das ist wirklich schwer. Nicht, wenn die Kinobetreiber sagen, sie leben vom Popcorn verkaufen, weil da haben sie zum Teil 2000% Marsch drauf und alles andere quasi, sie leben von den Sachen rundherum und nicht mehr von den Kinokarten, weil wenn sie von den Kinokarten leben müssten, dann müssten die einen Fuchs verkosten oder so, ne? Also ähnliche Probleme. Gut, Sie sind ja im Journalismus auch zu Hause, das heißt, das Geld wird da sicher nicht hinten nachgeschmissen. Ja, aber es ist halt brutal, weil es wäre so wichtig, dass man Sachen aus sehr, sehr vielen Blickwinkeln betrachtet und dass man irgendwie Leuten, die sich für so Sachen halt interessieren, die Möglichkeit bietet, das relativ unabhängig zu machen. Also für mich ganz cool noch immer, das denke ich oft, die im Gartenbauer-Kino in Wien die, Premiere vom Film. Regisseur, Produzent, Dankesworter und sagt dann, ich bedanke mich ausgesprochen nicht bei der Stadt Wien, weil die hat uns nicht finanziert, bei dem, dem, dem, dem, dem, dieser und dieser und dieser Filmförderstelle. Stop! Stop! Ja, also schwierig, aber halt unterm Strich, wenn du nicht schon einen Namen hast und halt da rein, quer einsteigst, bist du erpressbar. Das heißt, auch selbst wenn so, sag ich jetzt mal, Kapazitäten, weil er hat ja schon einiges gemacht, der Kurt Langbein, ist es immer noch auch herausfordernd, so einen Film überhaupt einmal zu finanzieren? Ja, natürlich, wobei ich halt glaube, dass der ja schon die Kapazitäten dann auch hat durch 40 Jahre Tätigkeit in dem Ding. Also sag du im Zweifelsfall, ich glab an des und i beiß selber eini, ned? Aber heut als Rookie unter Anführungszeichen, duhst di halt sehr sehr hart, ned? Mhm, kann ich ein Lied davon singen, Bianca, gell? Also, ja. Aber man muss dranbleiben, im Endeffekt. Wann hast du den Film das erste Mal gesehen? Aber nicht in Gartenbau, oder? Nein, nein, nein, nein, nein. Vorher, das war, glaube ich, im März oder so. Wann war es in Gartenbau? Wann war Premiere? Im April. Im April, einen Monat vorher. Und? Wo hast du ihn gesehen? Mit wem hast du ihn gesehen? Da, da. Da haben wir ihn geschaut. Vor Premiere? Ja. Wer hat geschaut? Das geht euch alle nichts auf. Wie ist dir das gegangen? Ekelhaft. Ich mag mich selber nicht hören, geschweige denn sehen. Bei dir im Bad hängt auch kein Spiegel, oder? Ja, du mich auch. Ja, ungewohnt halt komplett. nicht? Komplett ungewohnt. Ja, wie Sneaker und Meier. Also ich bin, man macht das Filmen und so, das macht mir Spaß, das ist super. Aber das, ungewohnte Perspektive einfach. Aber warst du zufrieden mit dem Output oder mit der Message? So mit dem Grundzugguss vom Film? Ja, definitiv. Hast du dich wiedererkannt? Also nicht so... Ja, so haben sie mich hergerichtet, da sind wir wieder. Ja, ich habe ein bisschen Angst gehabt, dass der Film. Bauerunser zum Beispiel, den Film, also Herrn Schawus schätze ich sehr, bei dem war ich vorher auch, ach jetzt da Alpenland und so weiter, sein nächster Film rund um das ganze Thema, ist wirklich sehenswert, aber ich finde halt immer, man muss ein bisschen Hoffnung geben. Und vor allem bei manchen Filmen rund um die Landwirtschaft, das sind halt oft heiße Themen oder schwierige Themen, wo man dann rausgeht oder von der Couch aufsteht und sich denkt, boah, alles scheiße. Hat der Film zwar nachdenklich gemacht, aber finde ich die Botschaft versammelt, weil wir müssen immer Hoffnung geben. Weil das alles nicht so einfach ist, das wissen wir eh. Aber wir müssen, ich glaub, der Helmut Schmidt hat das einmal hat das zu seiner quasi Lehrlingin immer gesagt, wenn ich irgendwo rede, egal wo das ist, inhaltlich muss das 100-prozentig fix sein, was ihr sagt, und am Schluss müsst ihr Hoffnung geben. Und wenn ihr nicht Hoffnung gebt, kommt's halt als Debatt. Und dann das probieren wir immer ein bisschen zu halten. Man muss schon sagen, du, so schlecht ist die Welt nicht, auch wenn's wirklich gruselig ist, aber Unter dem Strich, morgen geht die Sonne wieder auf und es geht weiter. Also kritisieren, aber auch mit einem Lösungsvorschlag. Ja, aber sonst immer, keine Ahnung, sonst sind wir bei der letzten Generation oder bei irgendwelchen komischen Aktivisten im Kurkustilm, die die ganze Zeit nur Probleme aufzäunen, aber halt keine Lösung. Und das wird halt irgendwann langweilig, finde ich. Und habt ihr eine Lösung gefunden, im Film? Was würdest du sagen, ist die Hoffnungsperspektive, die der Film da mitgibt? Für alle, die es noch nicht gesehen haben vielleicht. Schaum Sache. Die Lösungsperspektive, glaube ich, ist halt das, dass man, ja genau das, das halt oft wirklich schwierig ist, aber dass schon in der Krise oft eine Chance wieder steckt. Und mit halt ein bisschen. Neugedenkaussätze oder dass halt die Krise immer eine Chance für Neuanfangen irgendwo ist. Ja, Also keine Ahnung, als du jetzt die Landwirtschaft zum Beispiel hernimmst, dann glauben wir immer so, ich bin jetzt keine Ahnung in der zweiten, dritten Generation da Milchbauer oder irgendein Krampf. Dann stellen wir viele Sachen in der Denke als quasi alternativlos dar. Wir haben das immer schon da und so weiter. Okay, dann nehmen wir uns das Google Earth oder Google Maps zum Auser. Wenn du in der Einbahn mit dem Auto steckst und nicht mehr weißt, wo du die vier Räder hinter kommst auf Google Maps, dann zoom aus und schau, wie's anders geht. Und wenn du außerzoomst, dann kommst du zum Beispiel bei uns im Betrieb drauf, den es vermutlich da seit circa 900 Jahren gibt, dass die Milchviehzeit nicht einmal 70 Jahre war. Es waren eigentlich nur knapp 60 Jahre. Das ist ja eine komplette Momentaufnahme in dem Ganzen. Und vorher haben sie ganz was anderes getan und jetzt tun sie halt wieder was anderes und vielleicht tun sie irgendwann wieder was anderes. Dass diese Anpassung sozusagen ja typisch eine bäuerliche Notwendigkeit, nicht nur du, wenn es eine Notwendigkeit war, eigentlich für uns alle. Und du siehst eh, wie wir uns jetzt alle, ist ja jetzt nicht nur in der Landwirtschaft so, sondern wir glauben jetzt ja auch, jetzt ist uns halt 32 Jahre wirklich gut gegangen und jetzt ändert sich's, uns geht's noch immer gut, aber wir kriegen total die Panik, weil wir das Anpassen verlernt haben. Und jetzt tun wir halt so wie, keine Ahnung, Letzte Generation und Co hat irgendein Problem außer Bicken, dass wir uns gegenseitig 17 mal erzählen, okay, das ist wichtig am Anfang, aber irgendwann müssen Lösungen folgen, weil sonst ist das auch scheiße. Und du glaubst dieses rauszoomen, das hinterschauen, was du so schön gesagt hast, das dann so ein bisschen so an die Zukunft erinnern, so schauen, was hat es vorher gegeben, was könnte da... Siehst du in der Vergangenheit Möglichkeiten für die Zukunft, kann man das so auch ein bisschen sehen, oder meinst du das allgemeiner, das rauszoomen? Sowohl als auch. Also ich meine das allgemein. Und keine Ahnung, es kann ja vielleicht sein, dass aus der bisschen Vogelperspektive, das was der Nachbar tut, oder der im übernächsten derfl eigentlich für mich besser passen als für das, was ich jetzt gerade im Sinn habe. Was hast du im Sumo gesehen? Ah, in der Totale? Ja, eben haben wir gesagt, dass wir diese Sachen, die wir so als Milchwirtschaft in der Region da quasi gottgegeben, dass das eine Momentaufnahme ist, zumindest in derzeitigen Form. Die ganzen Abhängigkeiten, dass sich das halt auch so ein bisschen wiederholt, früher waren wir halt von lustigen Leuten, die eh nicht mehr ganz schloss oder burgkweb haben, ein bisschen abhängig. Heute sind sie halt in so MAMA-Paläste mit so lustigen Logos drauf, mit so Automaten, wo man so bedruckte Zettel rauslassen kann, manches zulassen. Dass die Sachen sich halt wiederholen. Und das ist dann wieder ein bisschen... Ja, wie soll ich sagen? Muss man da einfach abwägen, dass man eben sieht, dass man gewisse Abhängigkeiten wiederholen soll. Das große Ganze halt einfach irgendwie. Dass nichts fix ist. Und dass man sich halt auch auf niemanden verlassen darf und kann. Also das ist, glaube ich, mal so die Zeit, dass man sich auf die Republik Österreich zum Beispiel oder die EU als Brötchengeber der Landwirtschaft verlassen kann, und ich glaube, die sind vorbei. Ist das abgesagt auf diese Strukturen oder ist es eher angesagt, so verlasst euch nicht drauf, dass die anderen richten für euch und wo geht das selber an oder wie würdest du das... Ja, aber das ist auch wohl eine Sache. Hoffentlich ein Abgesang für das derzeitige Schweinesystem. Und natürlich auch ein Ding, dass man sagt, du, ihr müsst kapieren, dass ihr manche Sachen, wenn ihr das ändern wollt, du musst selber in die Hand nehmen. Also das ist glaube ich schon, die Bauern sind ja mittlerweile durch diverse Formen, WhatsApp und so weiter, recht gut vernetzt. Und wenn man sich das mit ein bisschen Abstand so anschaut, wie da kommuniziert wird und was da so um und um geht, Dann kriegt man immer noch den Eindruck, dass auf die Art. Wir machen es richtig, wir sind arm oder wir sind gut oder wie auch immer, aber die rundherum, der soll sich verändern, damit dass wir unterm Strich gleich weitermachen können, wie wir jetzt gehen. Also es gehört was geändert, aber die anderen sollen anfangen. Genau und das ist eben selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen musst. Und du musst, der erste Schritt ist, dass du dich selber veränderst. Und wenn du das nicht tust, dann wird nichts werden. Aber der Courage ist halt schwer. Und das war bei mir so, das wusste ich auch vorher in der Milchbauernzeit, da hab ich auch mal gehört, die Milch kostet nichts. Das ist aber vielleicht ein komplett sinnloses Produkt, ein Zeug, das keiner braucht. Da können wir dann auf die Folge 16 glaube ich verweisen, wo wir ausführlich, und die erste Folge eigentlich, wo wir ausführlich darüber reden, wie du quasi aus der damaligen Zeit vom Milchviehbetrieb, oder du und die Mama, die Maria, in die Direktvermarktung gegangen seid. Jetzt sind auch Fragen von anderen Leuten gekommen, durch den Film. Viel Medienaufmerksamkeit, auch durch das Buch und du bist eine Zeit lang mit dem Florian oder immer noch, aber am Anfang halt sehr sehr intensiv durch die Bundesländer gedingelt, gedangelt oder wie sagt man, wurscht, seid ihr halt gefahren und du bist dann auf einmal auf einer Bühne gestanden. Wie war denn das? Weil du hast ja selber gesagt, du musstest dann auch mit einem, kommunizieren, ein bisschen mit einer Hoffnung verbinden. Bist du, jetzt sagen wir das natürlich, weil es so ist, ein Schweinebauer, die geborene Rampensau, oder stehst du da mit Lampenfieber oben? Wie geht's dir denn so, oder zumindest am Anfang, als Bühnen... Nein, mir hat's da vor über zehn Jahren bei meinem ersten Burnout ein Schalter im Schädel umgelegt. Das ist mir komplett wurscht. Also da eher Rampensau. Wirklich? Ja, es kostet mich ja ziemlich viel Energie. Also ich bin nach so einem 2-Stunden-Vortrag oder so. Den nächsten Tag gefühlt tot. Also ich kann das nicht so wie der Florian jeden Tag so Sachen aberzählen. Also die Routine, für das ist wahrscheinlich irgendwie einfach noch, ja, fehlt die Routine oder mit zu viel Leidenschaft, ich weiß nicht, keine Ahnung, musst mit der Energie vielleicht mehr haushalten. Aber das ist mir komplett egal. Ob das jetzt 10 Leute oder 1000 sind, das ist mir komplett wurscht. Natürlich bist du ein bisschen angespannt und sagst, okay, das gehen wir so tun. Musst natürlich schauen, hingehen und sagen, keine Ahnung. Ich bin halt halbwegs safe, was jetzt agrarpolitisch gerade die letzten Tage so los war. Das fordert natürlich ein bisschen Vorbereitung und ist natürlich was anderes, wenn ich vor fünf, sechs, sieben Jahren bei Gaudi bei irgendeiner Veranstaltung eingeladen war oder ob ich jetzt da oben bin. Kohle dafür krieg und performen muss. Das war am Anfang ein bisschen, aber jetzt musst du dich halt zusammenreißen. Ja, ich tu das gerne. Das erste Mal steht man da auf so einer Bühne, du mit deiner ganzen Geschichte. Alles was war, der Film war. Du stehst auf der Bühne und vor dir hucken 500 Leute, schauen dich an. Und haben eine Erwartung an dich. Wie ist das, wenn man da steht, da der Einzelne und auf einmal schaust in 500 Gesichter und wie ist das dann und die wollen jetzt was hören. Die wollen, dass du lustig bist und inspirierend bist und dass du bist. Geht das einfach? Ja. Geil, lehramt und. Ja. Okay, was waren so... Also das ist vielleicht eine der wenigen Fähigkeiten, die ich habe. Also das, glaube ich, Das geht ganz gut. Und natürlich, ich meine, so wie mit den Fahrern, wo wir auch oft streiten, aber wir sind im Grunde gleichkindig und das trennt dann ein bisschen der Schmäh. Hattest du einen Plan, was reden wird oder ist das eher improvisiert? Wir haben gefühlt 100 Sachen gemacht und das waren 103 unterschiedliche Auftritte. Also 103 bei 103, das macht definitiv Sinn. Was waren so die wichtigsten Erlebnisse oder was hast du da reaktionend auf diese Auftritte während der Nacht noch auftritt oder während noch auftritt. Wie hast du das wahrgenommen? Es fliegen relativ wenig BHs und Unterwäsche auf die Bühne, das macht mich ein bisschen traurig, aber nein, im Gegensatz auch wenig Stein. Also es fliegt überhaupt wenig auf die Bühne, oder? Genau, so gesehen ist das eigentlich kein ganz guter Kompromiss. Nein, Ja, ist halt irgendwie schon spannend. Erstens haben wir die vielen unterschiedlichen Leute, die vielen unterschiedlichen Geschichten, dass über das ganze Bundesgebiet oder überall eigentlich dieselben Probleme da sind, in unterschiedlichen Ausgestaltungen und Dingen. Dass bei sehr, sehr vielen Sachen eigentlich die Lösung auf der Hand liegt, oder sagst du, keine Ahnung, wenn wir ein bisschen zusammenstehen können, wird man das auf der Stelle ändern. Aber dann kommt bald wieder das österreichische, ne, ne, weißt du, weil du nicht. Dann merkst du, wie groß die Angst ist. Und das ist für mich eigentlich das Erschreckendste in dem Ganzen, wie man die Leute bewusst oder unbewusst mit Angst vor alle möglichen Sachen gefügig halten kann. Das heißt, keine Ahnung, bei den Bauern ganz klassisch, wenn ich bei der Molkereiversammlung teppert, dummer Wirbel, wenn ich irgendwo sag, das und das passt mir nicht und ich muss damit rechnen, dass irgendwann in den nächsten Monaten der Brief kommt, wo die Erkündigung von meinem Liefervertrag drinsteht, dann halte ich die Pappen. Wenn ich bei der Gewerkschaft auftrage und demonstrieren gehe und dummer Wirbel und sag, das und das und das. Passt nicht. Meine Firma, keine Ahnung, das und das sind die Probleme und ich hab jetzt gerade, wie wir am letzten Wochenende ein paar Gäste gehört haben, keine Ahnung, auf einmal 300, 400 Euro mehr Fixkosten im Monat. Überlege ich mir das doppelt und dreifach, ob ich es maul aufmache oder nicht. Und das ist schon, finde ich, eigentlich hätte man das ja schon überwinden müssen, nicht? Hast du das auf der Bühne überwunden? Mir ist das wurscht, ich hab schon so viel draufgezahlt, also pfff. Ich lebe seit 10 Jahren, es ist mir mal besser, mal schlechter mit einer Angststörung. Ich weiß, was Angst aus einem Mensch macht und das ist wahr. Aber du musst einfach aufhören, seine Angst zu haben. Das ist komisch. Angststörung ja, aufhören, Angst zu haben. Warum hast du keine Angst, wenn du auf der Bühne stehst? Weil das ist das, was den meisten Menschen wahrscheinlich am allermeisten Angst macht. Warum macht dir das dann keine Angst? Wahrscheinlich auch nicht so eigentlich, fast mehr oder weniger nur ein positiver Ding oder vermutlich auch vielleicht irgendwas wie eine Flucht nach vorne in der Vergangenheit. Kann vielleicht auch sein, nicht? Und von was hast du Angst? Hm, meine allergrößte Angst ist Allianz sein. Obwohl, die Zeit weiß die Menschen überhaupt nicht dafür. Ich mag keine Leute, aber Allianz will ich auch. Ja, genau. Also das ist ein absoluter... Ja, was hast du denn sonst noch gelernt auf der Bühne und aus diesen Auftritten, aus den Lesungen, was sind so die Videos? Das ist ja eine Frage, die ist gekommen von unseren Hörerinnen. Was lernt man da oder was hast du mitgenommen in der Zeit? Ähm... Boah, das ist echt eine gute Frage. Danke für die guten Input. Das ist echt eine gute Frage. Für mich habe ich gelernt, generell jetzt auch in der Corona-Zeit, bei uns ist Social Media ein großes Thema. Ich bin mir nach wie vor völlig unbewusst oder nicht bewusst, was für eine Macht das hat. Für mich ist das immer noch so, das geht nebenher. Wir leben davon, ist gar keine Frage. Also als Betrieb, wir verkaufen unsere Sachen in dem, dass wir halt da präsent sind. Ich muss natürlich auch dazu sagen, mittlerweile bringt auch Social Media an sich ein bisschen Trinkgeld nebenher. Ein absolutes Ausnahmeding, denke ich mal, in der Landwirtschaft. Und was das aber mit den Leuten zum überwiegenden positiven Teil aufführt, unter Anführungszeichen. Also wie viele Leute, da hab ich mich über das gefreut, wenn sie, keine Ahnung, während dem Kaffeetrinken ausgedeckte Geschichten lesen können, dass das so das kurze Motivationshighlight oder der Grinser ist, den sie vielleicht gerade brauchen. Wie viele zum Beispiel alte und kranke Leute, das war für mich total gruselig während Corona, Ich sag ihm, ich hab keine Ahnung, das hat zum Teil wirklich schräge Blüten angenommen. Ich sag ihm, ich hab keine Ahnung, die Oma und der Opa, die sind komplett fertig, aber am iPad, die Bergerhobseiten, anschauen jeden Tag, was der Next gibt, das ist ein Fixtermin. Und das bin ich mir überhaupt nicht bewusst gewesen und eigentlich nach wie vor nicht. Weil das für mich irgendwie so nebenher, das ist halt so eine Spülerei, das ist am Handy. Aber das abgeseits vom Fotos machen sozusagen, was ihm vorbeigehen geht normalerweise, ist das bei mir im Alltag nicht so präsent. Es ist schon Automatismus. Genau. Und ich bin jetzt auch nicht so, die Zeit kann und will ich mir nicht nehmen, so wie der Florian oder andere, das sagst du keine Ahnung, ich habe am Tag 3000 Kommentare auf unserer Kanäle, ich probiere da überall mit zu diskutieren und so, das geht einfach nicht mehr. Also da muss ich mich auch auseinander nehmen, das pack ich energetisch auch nicht, aber es geht einfach zeitmäßig auch nicht. Aber das war einfach, diese Wirkung kennenlernen, wie viele Leute du da wirklich erreichst, dass das nicht nur in Facebook, mit der Creator-Studio eine Statistik ist, sondern dass da echt Gesichter dahinter sind, das war schon spannend und beeindruckend. Und das waren die Gesichter, weil jetzt hast du eigentlich von der Online-Bühne, geredet, wo du merkst, dass die den Menschen... Genau, dass die dann aber in Offline auch gibt. Und die hast du dann quasi da gesehen. Genau. Und auch, keine Ahnung, dass man als Bergbauer am kompletten Popo der Welt... Schöner Popo. Schöner Popo, absolut. Gefällt mir gut. ...Leute inspirieren kann. Und ich glaub, dass das oft der Ding ist, was sehr, sehr oft abgeht, dass man sagt, wir müssen wieder ein bisschen inspirieren, eben Hoffnung geben, und sagen, du, keine Ahnung, wenn ich das da geschafft hab, dann schafft es jeder andere auch. Merkst du jetzt auf der Bühne, dass das Publikum inspiriert ist, oder wie merkt man das? Das merkst du dann gleich von der Stimmung einfach, die Energie, die dann da ist, und dann spätestens danach, wenn man sich ein bisschen unterhalten kann mit den Leuten. Natürlich ist auch das andere, man gestoßt natürlich komplett vor den Kopf, die halt in einer Entwicklung, in der persönlichen Dinge, sei es persönlich oder betrieblich, aber überschneidet sich halt meistens, noch auf einen anderen Stammpunkt sind. Wenn wir vor 15 Jahren oder 10 Jahren, ja 10 Jahre, 15 Jahre jemand gesagt hat, keine Ahnung, Milchwirtschaft hat keine Zukunft, diese Schnellerhöhe weiter, der, der mit den größten Kühen, besten Dings, das ist der Oberchef, und nur der hat Zukunft, wenn Für mich damals wäre das Gegenteil gesagt, ich wäre aufgestanden und gegangen. Also es ist halt eine persönliche Reise irgendwo. Und darum denke ich mir, dass man generell, wie es die Landwirtschaft jetzt angeht. Wir bilden die Leute extrem gut aus, die in dem Geschäft arbeiten. 99% sind aber völlig ungebildet. Das heißt, dass man sich einfach mal die Frage stellt, macht das Sinn, was ich tue? Zoom. Genau. Und dann muss man sehr, sehr viele Entscheidungen sagen, nein. Oder vielleicht eine kleine Kurskorrektur und dann macht es wieder Sinn. Aber einfach sich die Frage, ich vergleiche es immer mit dem Bergsteigen. Du kannst dich vor 17 Scherpas mit künstlichem Sauerstoff und einem Hubschrauber auf dem K2 aufschleifen lassen, bist oben gewesen, kriegst einen Stempel, aber sportlich völlig sinnlos, komplett deppert. Diese Hinterfragen haben wir halt ein bisschen verlernt, aber nicht nur in der Landwirtschaft, sondern generell. Wir laufen nicht mehr so wie der Esel der Karotten irgendwas nach, was halt gerade trend und cool und super ist. Wird man die wieder auf der Bühne sehen in der Zukunft, oder war das jetzt eine Phase, die quasi abgeschlossen ist, oder hast du Guster gekriegt, weil Angst hast du keine drauf? Nein, ich tue das gerne, ich kann mir buchen. Normalerweise hätte ich einen depperten Vertrag, ich darf da nichts aufstellen. Normalerweise hätte ich so einen Flipchart, einen kleinen, transparenten. Ja, wir haben sogar ein No-Name-Bier. Hier könntet eure Marke stehen. Genau. Brauertutelkübel. Nein, also das tue ich gerne. Und um diesen Blog, quasi Filmbuchbühne, speziell Film und Bühne abzuschließen, gibt es schon irgendwie Anfragen für Fortsetzung der Bauer und der nächste Bobo oder irgendwas in der Pipeline? Willst du wieder einen schnupfen? Was ist denn da der Plan? Ja, schauen, vielleicht die Plattform Only Farmers gründen nicht und da ein Podcast Projekt ist im Ding, so in meinem blöden, geschissenen As Usual. Warst dabei? Du darfst natürlich jetzt nicht sagen, wann es so war, aber warst dabei, wann es so war? Hättest du gerne eine Fortsetzung? Vorzützung, weiß ich nicht. Aber so Sachen machen, das ist lustig, oder? So Sachen? Ja, warum nicht? Wir buchen, wir blenden dann die Nummer. Wir haben ja gesagt, normal läuft jetzt der Hund vorbei, nicht? Mit so einem Aufsteller. Wo ist denn der überhaupt? Wo ist denn die Nesse? Nessi? Müsste schauen gehen. Normalerweise tritt er sehr gegen die Tiere. Normalerweise überhört man die Nessi nicht. Gehen wir wieder zurück zum Hof und schauen mal, was sich denn am Hof konkret geändert hat. Wir haben immer noch den Betrag in den Jahren 400.000 Euro. Was hast du jetzt am Hof verändert für alle, die noch nicht da waren und den auch noch nicht kennen? Steht durch jetzt der neue Stall, der Jacuzzi hinterm Stadel, der neue Traktor oder was ist jetzt quasi nach all dem, was hat sich da jetzt getan? Alles neu oder alles... Nein, da hat sich gar nichts getan. Also nicht, also... Ja, alles und nichts, aber es ist jetzt nicht so, dass wir jetzt da großartig irgendwie in Blech bauen oder irgend so einen Scheiß investieren oder irgendwas, das geht das Wir sind finanziell unabhängig, wir haben nichts. Für die Leute, die euch nicht kennen, die denken, was tut ihr jetzt mit dem Ganzen? Nein, das gehört, das ist zu meiner ehemaligen Hausbank gegangen. Das heißt, im Prinzip ist der Hof in seiner Art, in seiner Wirtschaftsweise gleich geblieben? Er ist de facto gleich geblieben, ja. Was hat sich dann geändert? Dass wir hier für uns arbeiten und nicht mehr für die Lenzherren. Ist das so? Wie fühlt sich das an? Das ist super. Das ist cool. Ohne so die imaginäre Kettnummern heißt das ist ganz praktisch. Aber man spürt es halt nur wenn man sich bewegt und die meisten bewegen sich nicht. Nein, Blödelei. Es hat sich de facto bei uns jetzt gar nicht großartig was geändert. Was die Vermarktung angeht und so weiter, haben wir Gott sei Dank relativ gute Nachfrage. Und an Anführungszeichen wahrscheinlich ein bisschen einen Promi-Bonus, dass wir bisher glaubt verfehlts nicht von diesen Verwerfungen betroffen sind, die andere zum Teil auch sehr langjährige Kollegen in der Direktvermarktung gerade mitmachen oder erleben müssen. Ich hoffe, das bleibt so. Kommt uns natürlich auch das Produktsortiment ein bisschen zugute, dass wir halt eigentlich fast nur Sachen haben, die es uns nirgendwo hat. Also konsequent andere Geschichten. Ja, die Thematik, wie gesagt, ist von der Dimension her ein bisschen größer geworden. Natürlich bringt uns jetzt schon auch wieder neugierige Herausforderungen mit, dass wir jetzt einfach merken, in mehrerer Hinsicht stehen wir an. Sollen wir jetzt den Schritt in den Bogen, dass man sagt, wir machen jetzt vielleicht irgendwie noch einen Intensivierungsschritt und stellen eine Arbeitskraft an. Wie das eigentlich, habe ich dann noch Zeit, dass ich hin und wieder einen Podcast aufnehme und vorher nachdenke und danach nachdenke und mir Gedanken mache, oder bin ich dann wieder in dem Radl, in dem ich schon einmal war? Weil das muss man natürlich auch, darf man nicht vergessen, dass die Direktvermarktung schon arbeitsintensiv ist. Also vor allem das letzte Jahr war jetzt wirklich die Sache, also da war man arbeitsmäßig wieder in den Bereichen von der ganz intensiven Milchviehzeit, sage ich mal. Ja, wie ist das? Du bist damals quasi durch einen Umstieg oder du bist, nein, der Burnout eigentlich hat dich in den Umstieg hineingetrieben, weil du damals Schweine geschenkt gekriegt hast quasi und ein Buch gelesen hast und nachdenken angefangen hast, weil du zu viel Zeit gehabt hast, weil es dir einfach zu viel geworden ist. Psychischer Druck, Arbeitsdruck, alles. Und Und jetzt im Endeffekt, wirklich, man hat jetzt so Bilder gesehen, hast du mal gepostet, jetzt nach dem Film, nachdem der Film im ORF war, haben sie euch ja mit Bestellungen quasi überhäuft. Ein Podcast machen musst, der Hof rennt weiter, das ist noch, ist das jetzt anders oder ist das jetzt schon wieder so die Überforderung, die schon wieder vor der Tür steht? Das war quasi Fluch und Segen aus dem Ganzen, oder? Ja, ist zum aufpassen, weil man wieder so ein schwimmender, langsamer Prozess ist und die Grenzen so verschwimmen, dass du halt dann zeitenweise wieder sehr am Limit bist eigentlich. Also ich glaube das ist so ein Kuriosum, über das haben wir im letzten Jahr ziemlich viel philosophiert und nachgedacht, alle miteinander, die da ein bisschen beteiligt sind. Wenn wir jetzt zum Beispiel hernehmen, so wie wir, mit dem 100% Direktvermarkten. Also wir machen halt die Arbeit selber. Wir haben keine Dienstleister, null. Keine Angestellten, gar nichts. Nichts, null. Natürlich dementsprechend viel Höfer und so weiter, Praktikanten und zum Teil im Sommer eben Hongs, das sind Freiwillige, das sind im Sommer zum Teil eben bezahlte Praktikanten und so weiter. Kooperationspartner, gar keine Frage, wo wir uns halt so probieren, gegenseitig unsere Schwächen mit unsere Stärken ausgleichen. Aber am Ende des Tages kommst du dann dahin, dass du siehst, verflucht, ich muss quasi bei manchen Sachen die Dimension, Tierbestand zum Beispiel, bewusst zurücknehmen, obwohl dass ich die Nachfrage hätte, bis Doppelte, ich muss aber ein bisschen zurückfahren, damit dass wir das arbeitsmäßig nach der Schau können. Und da kommst du nämlich dann irgendwann so in ein Dilemma, was ich persönlich ziemlich schräg empfunden habe, weil du kommst da nämlich dann bald ein bisschen so, wir fangen sich auch bald ein bisschen selber abwerten, weil du sagst, keine Ahnung, die Kollegen rund um und um, der hat die Doppelten viel höher oder noch mehr oder 12zig mehr, keine Ahnung. Aber da kommst du dann selber mit deinen paar Köpfen bald schlecht vor, weil du dich wieder bewusst daran erinnern musst, dass die ganze Wertschöpfungskette dann ja auch noch bei dir dabei ist. Das heißt, lange Rede, kurzer Sinn, es geht, wenn du das hundertprozentig wieder direkt vermarkten wirst oder direkt machen wirst oder selbst machen wirst, nehmen wir es so, dann kommst du auf Tierbestandsgrößen, wie es unsere Großeltern gehabt haben, die in der Subsistenzwirtschaft alles selber verarbeitet haben. Mehr da packst du nicht. Dann brauchst eben wieder mehr Leute, wie halt früher dann wahrscheinlich bei den großen Betrieben war. Aber es ist eine komplette Illusion, dass du heute glaubst, du kannst jetzt 50 Ringviecher selber direkt vermarkten. Nein, das geht nicht. Also das geht vielleicht ein Jahr. Aber du duplierst erst aus dabei. Das heißt, die Entscheidung für eine echte, ich sag jetzt mal echte, was immer echt heißt, Echte Direktvermarktung ist auch eine Entscheidung gegen Wachstum dann irgendwann, weil es direktvermarktende natürlich Obergrenze hat oder? Du meinst das wirklich zu 100% selber machst? Das hat da eine Obergrenze. Also du fangst ja wieder an, irgendwann bist du dann ein nicht abwertender Industriebetrieb oder so mit größeren Strukturen, Angestellten, bla bla bla und dann irgendwann... Wie gehst du da jetzt damit? Nachfrage ist da, ich hab die Paktl-Berge gesehen. Na, dann einkommen und steuern Bescheid, hat es leichter gemacht, dass wir ein bisschen weniger teuer sind. Steuern sollten wir auch mehr. Nein, das ist halt ein bisschen schwierig bei uns, weil wir halt rund um uns herum Sozialversicherung und so weiter ist ein Thema. Ja, da muss man halt irgendwie versuchen, muss man vernünftig sein, sag ich mal. Und wie ist man vernünftig? Ja, euer Frau, mich sagen. Das ist mein Job gerade, ich muss dich fragen. Wir sprechen sicher wahrscheinlich gerade beim Thema Direktvermarktung, werden wahrscheinlich viele Audioanspitzen. Also ich glaube, wenn du anfängst zu spielen, du hast das Ganze nirgends unter Kontrolle, hast. Und wenn du auch da wieder quasi ein bisschen Angst hast vor zum Beispiel Weihnachten. Ja, vor der Arbeit in dem Fall. Ja, dann musst du gescheiter auf dich weniger. Und lieber einmal, ein bisschen weniger, als wie dann komplett kaputt. Und warum kommt bei euch das weniger, weil momentan, wenn man die Bügel so sieht, hat man das Gefühl, es wird mehr. Ja, wir warten auch drauf. Das ist alles gut. Wie gesagt, das sind Luxusprobleme. Oder meine Kollegen rund um den Tum oder viele in ganz Europa, sag ich einmal, haben gerade ganz das andere Problem. Und da müssen wir jetzt halt einfach durch, fertig. Das ist ja gar kein Thema. Aber nur generell ist eben so, wir reden sehr, sehr oft direkt von Markt, du hast große Chance. Für viele als einzige Chance. Du darfst aber halt auch die Seiten der Arbeitsbelastung ... Erzähl das mal bitte auch. Erklär mal bitte, was so quasi auch der Nachteil ist, wenn du die hundertprozentige Wertschöpfungskette wieder zurück auf den Hof hälst. Auf was muss man da aufpassen? Es werden viele Leute sich überlegen, gerade jetzt während Corona ganz viel in die Direktvermarktung gegangen ist. Es ist wahrscheinlich ein schönes Bild auch, selbst direkt zu vermarkten, aber auf was muss man da aufpassen? Auf was muss man da schauen? Also in meiner Milchbauernzeit zum Beispiel habe ich so Probleme nicht gehabt, wie. Der Paketdienstleister hat 50 Packel irgendwo versammelt, wo keiner weiß, wo die sind und das kostet 4000 Euro. 50 Kunden rufen an, weil das Tracking von dem und dem Paket Dingsbums nicht funktioniert und sie nicht wissen, wo der Buckle ist. Du hast keine Sorgen mit Entsorgung, Verpackungsmaterial, dieses und jenes, Dings und Bums, Jeng und Jangen, Arsch und Eimer, Kreuz und Quer, das sind einfach Sachen, wie das das Ehren damals war, wenn das Müllauto später gekommen ist. Also man kommt dann schon irgendwo in die, arbeitet mit der eigenen Geschichte in Konflikt und sagt, du, das, was sie damals geläutet und demonstriert haben, dass die Milch und dass das alles eine Schweinerei ist und so, und dass sie da handeln und alle nach die Bauern sozusagen die Taschen voll machen, da muss man halt auch so ehrlich sein und sagen, Freunde, eigentlich ist das Produzieren der Omafache da. Ich weiß, das ist provokant und da werden sie jetzt mangelnd, Aber es ist so, eine Milchkuh, vollautomatisiert, da weiß sie, was sie erzeugen, das ist im Verhältnis, bis dann der fertige Käse oder das Joghurt ist, beim Endverbrauch halt ein Anfangeteil. Und an dem wird sich nichts ändern. Und an diesen Strukturen wird sich nichts ändern. Wie gesagt, es macht es interessant, wir haben so viele Sachen mit Lernen jeden Tag dazu, so viele Sachen, die immer wieder reinkommen, das macht es schon spannend. Also ich habe das halt gern. Für mich wäre der Tod jeden Tag das Gleiche. Und da ist halt natürlich so oft so, dass dafür kommt auch das Kann ich nicht einfach Milch gehaben? Also das sind so Sachen, wenn man das zusammenfasst, das sind einfach die Dinge, an die man am Anfang gar nicht denkt, wie Paketdienst. Und du musst mit 40 Kunden du telefonieren oder hin und her schreiben und das irgendwie nebenbei noch. Genau, das sind so Sachen, die man halt... Okay, ist wichtig, dass man da einfach den Fokus ein bisschen drauf hat. Hat sich die Art und Weise, wie du Landwirtschaft jetzt betreibst, also vom Tagesablauf, von dem was du machst, hat sich da etwas verändert oder ist im Prinzip, ist das gleich? Das ist eigentlich gleich geblieben, das hat sich vorher schon massiv verändert gehabt. Also da hat sich jetzt in dem Ganzen nicht wirklich... Du hast inzwischen mit der Haltung von Jax begonnen, das ist ja auch irgendwie so ein bisschen in die Zeit gefahren. Du hast irgendwann einmal im letzten Podcast gesagt, auch auf die Frage, was sich jetzt verändert hat, hast du gesagt, du hast jetzt wieder den Willhabenagenten für Jax und Bergschecken, glaube ich, aktiviert. Ist da was dazukommen? Ist da was gegangen? Ja, da hat sich schon was getan. Da hat sich schon was getan. Wir haben die Jagdherde relativ stark ausgebaut. Das ist eben ein Thema, was zum Betrieb ganz gut passt, was auch für das Marketing sehr, sehr dankbar ist und eben ein sehr, sehr gefragtes Produkt hervorbringt. Eine Kleinigkeit hat sich vielleicht ein bisschen geändert, dass man jetzt irgendwie probiert, Wir sind noch saisonaler geworden, sag ich mal. Also jetzt auch ein bisschen mehr im Rinderbereich. Also jetzt wenn das Frühjahr halbwegs gut ausschaut, bewusst noch Tiere zukaufen, sozusagen als so klassische Einsteller, die mit auf die Alm schicken, die wir dann im Weihnachtsgeschäft sozusagen vermarkten. Und bewusst dann probieren, eben, dass wir dann die Wintermonate ein bisschen ruhiger machen. Also dass wir da immer ein bisschen rausnehmen und dass wir uns auf das konzentrieren. Im Sommer sind wir sowieso viel unterwegs. Da passt es. Es passt auch zum Betrieb besser, weil wir mehr Weide als Flächen bis Winterfutter haben eigentlich, dass wir das quasi wirklich noch gezielter machen. Und wie gelingt euch das bis jetzt? Pff, ja. Ihr seid noch in der Umsetzung. Ja, das ist wohl mal besser, mal schlechter, aber grundsätzlich funktioniert das ganz gut. Ja, Umstellung Rinderrass ist gerade so im Endspurt. Die Bergschöckchen haben sie als ganz ganz brauchbar erwiesen. Passt ganz gut zum Betrieb, passt ganz gut zum Gelände. Was sind Bergschecken? Vielleicht haben wir noch etwas Neuanwirtschaftliches. Enstaller Bergschecken, die älteste Rinderrasse und südlichste Rinderrasse in Österreich und vermutlich die älteste im ganzen Ostalpenraum. De facto seit der Keltenzeit oder seit den Römern, also mindestens 2000 Jahre, unnähernd unverändert. Sehr sehr hohe Fleischqualität, sehr geländetauglich, sehr robust und vor allem 100% ein Weidetier. Das heißt, die einen zeitgemäßen Schlachtkörper mit 100% Grasfütterung zusammenkriegen. Also mit Gras, roher Silage, ohne Getreide, ohne irgendwas an Schaß. Was man erfahrungsgemäß heute halt auch mit den klassischen Zwangs-Nutzungsrindern, Fleckvieh und Co. nicht mehr zusammenbringt. Und das hat sich eben ganz gut bewährt. Also eher zierlich als Rind, eher kleiner, lebhafter. Aber ähnlich geländig wie die Jags? Ja, fast. Das heißt die passen auch gut? Genau, sie passen für unser Gelände optimal. Und für die Direktvermarktung, Fleischqualität? Genau. Du hast beim letzten Podcast gesagt, wenn ich mich frage, was du vorhast und was du machen willst, Du hast gesagt, du würdest das Wissen weitergeben, das ist da ein Anliegen, Wissen weiterzugeben, Leute zu motivieren, hast das vorher eh schon gesagt, und zwar an ihren eigenen Weg ein bisschen zu gehen. Ist dir das jetzt in der letzten Zeit gelungen und glaubst du, dass der Weg, den du jetzt gehst, ist das ein Weg, den man sich zum Vorbild nehmen kann, nicht muss, aber kann, oder ist der so eigen, den Weg, den du eingeschlagen hast, dass man jetzt nicht so sehr dem nacheifern sollte, wie es das du gemacht hast. Wie würdest du das sagen? Also wenn jetzt jemand sagt, Christian Bachle ist jetzt mein Idol, weil er hat das so gut gemacht mit der Direktvermarktung, das mache ich jetzt auch. Sagst du, ja passt, gib mir ein paar Tipps oder sagst du, puh, aufpassen, das geht bei mir so, aber du musst da einen anderen Weg gehen? Ja, schon eher zweiteres. Das Kopieren ist immer schwierig. Das Original ist immer besser. Aber ich glaube, das Thema, wir sind wieder bei der Inspiration, so blöd das das klingen mag für die Landwirtschaft, dass du siehst, du keine Ahnung, Sachen, die vielleicht hier sind im Moment, wir sind wieder bei Google Maps, die hier gerade im Moment als absoluter Nachteil erscheinen. Das kann mit ein bisschen einem anderen Blickwinkel ein kompletter Vorteil sein. Auf deinen Standort, auf deinen Betrieb, auf deine Flächen. Ist ein Vorteil, war ein Riesenachteil natürlich in der Landwirtschaft, dass wir so heterogen sind, dass keiner sich miteinander vergleichen kann. Jeder Betrieb hat andere Stärken, andere Schwächen und die geht es halt zum Finden. Aber wenn ich halt alles mit einem einheitlichen Raster drüber stülp, stülp, stülp, dann werde ich meine Stärken nie finden, sondern immer nur auf die Schwächen stoßen. Bei den meisten halt. Und das glaube ich, ja, haben wir doch eine nicht unerhebliche Zahl Leute da, die genau sozusagen auf dieser Richtungssuche gerade sind. Und dann sozusagen, das funktioniert bei uns, das funktioniert bei uns überhaupt nicht. Wie kannst du da wissen, weil du wolltest ja aktiv das wissen, das... Wenn du jetzt nicht aufgenommen hast, oder... Doch, habe ich, aber jetzt ist gerade, jetzt hat sich gerade eine Pause gemacht. Deswegen schalte ich das jetzt einfach wieder ein. Also ich mach mich fertig. Mein Stift hab ich jetzt wohin da. Auf dem sitz ich drauf, glaub ich. Ja, da ist er. Im Prinzip hat das jetzt nicht genau gepasst, weil das war jetzt im Endeffekt das Ende des letzten Blockes, was ein bisschen darum gegangen ist, wie es da jetzt auch mit der Vermarktung geht. Doch, bleiben wir noch ganz kurz bei der Vermarktung. Du hast vorher gesagt, exklusive Produkte, das hat mich dann schon interessiert, die kein anderer hat. Was ist das? Ja, keine Ahnung, wir arbeiten ja eigentlich ausschließlich mit irgendwelchen alten und seltenen und gefährdeten Nutztierrassen und da ist die Konkurrenz quasi sowieso schon relativ begrenzt. Dann ist es natürlich auch so, du hast in dieser Szene der große Teil sich ja eher auf die Zucht quasi konzentriert. Das heißt, die produzieren Zuchttiere. Die Vermarktung bleibt dann aber oft ein bisschen zurück. Und in dem Segment sehe ich das Betrieb eher daheim. Keine Ahnung, wo findest du denn heute noch wirklich fette, wirklich fette Specksauen? Also so zum Lado machen und so Geschichten. Wo kriegst heut noch... Jagdfleisch, Bergscheckenfleisch zum Beispiel. Wo kriegst heut so Geschichten wie, keine Ahnung, Jagdwollseife. Jagdwollseife, macht man aus der Seife. Ja, so mit Fädenstaub und Dingen wie da aus der Wolle. Also die Jagdsahne speziell, wenn ich jetzt bei dir eine Jagd kaufen will, wie lange muss ich darauf warten? Also nicht das Jagdsahne. Heuer wird es nichts mehr. Also wie lange ist da eine Warteliste? Also realistisch glaube ich, irgendwo in Richtung nächstes Weihnachten. Was sind die beliebtesten Produkte bei euch? Ich glaube das sind so ganz klassisch Hortwürstchen, Kaminwurzeln, die sind wirklich gut für die Orpenschweine und auch Mangaliza und so. Ein Produkt, das ich völlig unterschätzt habe, was meine Partnerbäuerin herstellt. Das ist die liebegrüßende Natalie, durch so eine Erklärung, Natalie ist der Christian, nur nicht weiblich. Jetzt krieg ich gleich wieder Angst vor. Aber es stimmt, es ist unglaublich. Okay, bitte in der nächsten Zeit schaut, dass die E-Card immer mit hat, weil wenn sie wieder wischt. Aber sie hat kein Radiogesicht. Wollte ich gerade sagen, sie ist definitiv die Schönere von euch zwei. Mit Abstand. Definitiv. Kaspersknödel, Speckknödel, Leberknödel. Zu tausenden. Hätte ich nie geglaubt. Halten meine Daumen die ganze Zeit vor, dass ich ein Tadel bin, weil ich sage, wenn einer so etwas macht, das geht doch nicht. Und dabei geht es lustigerweise wie blöd. Dann natürlich immer ein Thema sein, alles was mit Alkohol ist. Man kann aus allem Schnaps machen, nämlich. Genau, wir sind der Mutter Natur sehr dankbar, dass man aus fast allem Schnaps machen kann. Das ist immer ein Thema. Alles was im Glas ist, ist natürlich auch für den Versand sehr dankbar. Also Kramlschmalz, Kramlaufstrich, Kleberaufstrich, alles. Alles was es da so gibt. Und dann probieren wir halt vor allem in Richtung Weihnachten und so weiter, halt gerne auch ein bisschen Produkte machen, die wirklich ganz, ganz speziell sind. Zum Beispiel? Diverse, lufttrockene Salami, lufttrockener Speck, irgendein Schinken, Pastrami, alle möglichen Sachen. Also quasi was in die Nostalgieverwertung ganz gut eingepasst. Dass man halt auch schauen kann, Teile die sonst faschiert werden oder so. Mit dem Spielüben halt ganz gern, was kann man aus dem dann noch dementsprechend hochpreisig zum Anführungszeichen rausholen. Schauen wir noch einmal, jetzt haben wir vorher ganz am Anfang drüber geredet, über die kurzfristige Veränderung, was sie da kurzfristig getan hat. Jetzt schauen wir mal ein bisschen, was hat sie denn langfristig getan. Eine Frage, die ich mitgekriegt habe, Es war ja einiges an Kritik da, viele haben gesagt, der hat sich selber in die Scheiße reingekriegt und jetzt wird ihm geholfen auch noch. Wenn du jetzt zurückschaust und das alles ein bisschen verarbeitet hast, der Grant vielleicht auch ein bisschen weg ist, zu wie vielen Prozent haben die recht gehabt? Bitte gerundet auf zwei Nachkommastellen, wenn es geht. Und was würdest du dahingehend heute vielleicht anders machen? Das ist einfach eine schwierige Frage. Weil, was ich definitiv anders machen würde, ich verlasse mir auf überhaupt nichts mehr, was von Seiten der öffentlichen Hand an Geld ankommt. Also die Förderungen, die ich... Aber du kriegst noch Förderungen? Ich kriege ein paar Sachen, also ein Z-Impul für die Obenwirtschaft, aber ich habe eigentlich den größten Teil sozusagen, den ich an irgendwelchen zusätzlichen Maßnahmen lukrieren könnte, nicht mehr beantragt, weil das mittlerweile einfach ein bürokratisches Monster immer schon gewesen ist und jetzt wirklich ein bürokratisches Monster geworden ist. Für die paar Euro. Soll jetzt bitte nicht hochnässig oder irgendwas klingen, aber die kriegen sich sie gehalten. Und wenn sie weg sind, wie gesagt bei uns machen die, der Anteil der öffentlichen Gelder deutlich unter 10% aus, sollte das nimmer kommen, werden wir das auch aushalten. In der Vergangenheit hat das wie bei den meisten Betrieben anders ausgeschaut. Das war der größte Fehler, dass ich das als quasi fix und ja wirklich als fix sozusagen einkalkuliert habe, dass die Prämien ungefähr in der Höhe weiter kommen werden, wie sie vor 20 Jahren zum Beispiel angefangen haben, da waren. Dem war nicht so, aber das weiß, glaube ich, jeder, der in der Landwirtschaft ist, der gespürt das eh. Eine wesentliche Fehlentscheidung war, wie es dann bei der Fördergeschichte durch den Periodenwechsel die ersten großen Verwerfungen gegeben hat, alles daran gesetzt haben, in diesem System bleiben zu können, statt damals zu sagen, das geht daneben. Das war definitiv eine Fehlentscheidung, man kann natürlich auch sagen, keine Bauplätze verkauft, nicht schön langsam angefangen den Betrieb zu filetieren, so wie es halt Standard ist, mit dem eigenen Fenster, zwei Bauplätze weg. Also Grund einfach nach und nach quasi. Genau, steht halt auf die Art, das will keiner zugeben, aber vor allem durch die Länder oder durch die Gegend, wer so viel baut, wo kommt denn die Fläche her, das Bauernland. Und wenn es den Bauern so gut geht, dann... Natürlich, ich bin ein Low-Performer, was das angeht, und die anderen sind alle High-Performer, die mit den geilen Traktoren und so. Wo kommt die Kohle her? Und da finde ich, ist die Landwirtschaft schon langsam ein bisschen so Instagram-mäßig unterwegs. Also mit dem geilen Filter drüber, schaut alles super aus, Filter weg, Radio-Gesicht. Und eben das Thema, wo kommen die Flächen her, die hier jetzt verbaut werden? Die muss wer hergeben. Und ich glaube nicht, dass irgendein Bauer, wo der Betrieb stabil ist, und wo das alles super easy cheesy ist, sich jetzt einfach nur aus Jux und Tollerei in diesen Dimensionen, von denen wir derzeit reden, wenn man sagt, meine Grünlandfläche wird jeden Tag zubetoniert, die muss ich verkaufen. Da geht es ja um wirklich Kohle. Wenn es so gut wäre und nur ich der Versager wäre, dann dürfte das nicht passieren. Aber das wollen wir halt nicht wahrhaben, weil wir halt die großen Unternehmer sind. Gehen wir vielleicht nochmal ein bisschen auf die familiäre oder auf die persönliche Ebene. Ihr vermietet seit Ewigkeiten ein Zimmer und jetzt seid ihr durchaus bekannt und wie viele Leute kommen denn jetzt zusätzlich noch durch die Bekanntheit? Was hat sich denn da von der Zimmervermietung her auch verändert und wie sind die Erwartungen von den Gästen? Wie haben sich die über die Jahre, oder die Jahre ist jetzt gut gesagt, aber über die Zeit jetzt auch verändert? Also ich muss da nochmal nachhaken, dass das ganz klipp und klar ist. Ich bin als konventioneller Fullgasmilchbauer mit Bombengranaten gescheitert. Komplett. So wie quasi, ja, das ist... Okay, dann zurück. Das muss man immer ganz, ganz klar sagen. Das ist so, als wenn ich da eine Pleite hinkriegen kann mit der ersten Chefserie. Das hat nicht funktioniert. Ich darf mir aber sagen, dass ich von dem, was mir hier steht, einer der Besten bin. Ohne jetzt irgendwie da Selbstlob machen zu wollen. Und ich verstehe die Frustration, wenn ich gerade selber in dieser Situation bin, aber mir noch nicht eingestehen kann, dass ich selber in einer ausweglosen Situation stecke. weil meistens kommen diese Vorwürfe aus diesen Reihen. Das ist halt schwierig. Also es ist immer leichter, wenn ich selber grad in der Situation reinsteck und seh, verdammte Hitten, ich hab mich jetzt auf das Spiel einlassen, dass ich Fullgas für den Markt produziere, alles wird teurer, alles wird schwieriger, hinter den Vieren, ich komm aus dem nie mehr raus, und dann wird irgendein Anderen geholfen, dann bin ich auf deinem Päss, das ist menschlich, es ist abartig, aber das ist menschlich. Kann man nachvollziehen, ein bisschen, irgendwo ein bisschen. Ja, in der Situation kann man das schon nachvollziehen. Aber ist das ein Problem? Entschuldigung, und man blendet dann aus, durch wie viele Täler, das ist ja, also wenn auf mich wer neidisch ist, ich sag das immer bei den Vorträgen, dann wünsche ich ihm echt mein Beileid, weil dann hat er echt Probleme. Ich geb ihm einen Wuchen. Also so einfach ist das nicht. Ich hab meine besten 10 Jahre von meinem Leben für den Schaß wegg'schmissen. Wie am Kampf gegen Windmühlen, wo am Ende die anderen stärker gewesen wären. Du kannst ganz klipp und klar, und ich kann nur wirklich jedem sagen, seid's nicht so deppert wie ich war, seid's nicht so stur. Der hat's im Zweifelsfall musste einschneiden, im Zweifelsfall müssen ein paar Baublätze weg. Aber dann seid nicht so deppert und kauft er wieder einen scheiß Traktor, sondern hör auf mit dem Blunder und tu was anderes. Ja aber wie sollen die Leute das, wie erhilft einer dabei? Es ist nicht, jeder hat jetzt wahrscheinlich seine Geschichte und die Möglichkeiten oder die Idee in dem Moment, oder das Umfeld, wie kann man so einen Menschen dabei unterstützen? Weil wenn der einmal scheitert mit dem System, ist er oft ganz weg und da kann man nicht neu anfangen. Aber wenn er die Chance hat, wie erkennt man denn, dass ein Wechsel da ist? Wenn da rundherum vielleicht alle sagen, mach weiter oder du warst zu schwach oder du hast was falsch gemacht. Wie erkennt man das? Schauen wir auf den Chirurgen. Schau aufs Girokonto, zähl die Förderungen weg und dann rechnst du aus, wie viele Monate es her ist, dass das letzte Mal aus organischer Kraft sozusagen im Plus war. Also dass du einfach was erwirtschaftet hast ohne... Genau, und dann dividierst du das einmal so vorsichtig durch deine eingesetzten Stunden. Und dann tust du einmal ein paar Tage weinen und nachher machst du dir Gedanken. Ja, und dann habe ich das gemacht und es kommt raus, Scheiße, ich verliere eigentlich jedes Monat Geld und ich muss halt eigentlich demnächst wieder ein Stück Grund verkaufen, damit ich das Minus ausgleiche. Da hab i erst einmal Angst. Da bin i erst einmal so, scheiße, das funktioniert alles, ned? Und wann dann quasi die Lösung ist, hättst noch einmal alles umbauen, also investieren, oder alles ändern. Also nicht umbauen im Sinne von neu bauen, sondern ummodeln alles. Angst, oder? Ja, natürlich. Aber dann bist in dem Stadium quasi, wenn Kokain nimmer ballert, dann brauchst du Heroin. Und dann wird's immer blöder. Also dann muss ich sagen, kalter Entzug. Ich bereite es, dass sie das nicht tun haben. Ein paar Hektar weg, fertig, ein Schlussstrich ziehen mit dem Ding und im Zweifelsfall, so der Betrieb, steht er halt einmal 20 Jahre still. Arbeiten gehen einfach. Einfach mal Zeit, Auszeit nehmen. Ja, es wird ja nicht weniger. Beim Arbeiten, es ist leider heute wirklich so, das sind natürlich ganz, ganz harse Themen und ich weiß das doch jetzt dann bei den Zuhörern, die irgendwo am Traktor durch die Gegenschweißen manche ihrer Gebäude fast haben. Ich sehe das aber wirklich so. Es bringt nichts. Bei manchen Sachen, es gibt den blöden Witz, hat ein Osttiroler Bauer vor ein paar Jahren im Landwirtschaftskammer Wahlkampf plakatiert, was tut der Milchbauern, wenn er einen Lottosexer macht, nicht? Weitermilchen, bis es gut geht. Da ist schon was dran. Es ist einfach keine Kohle mehr in manchen Bereichen drin. Und ich kann jetzt, wir sind in dieser Spirale, die sich halt immer schneller anfängt dran. Man sagt, zum Teil aus der Gesellschaft berechtigt die Forderung, noch mehr Tierwolle, noch mehr irgendwas. Aber wenn die Einkommensseite nimmer passt, in diesen grenzenlosen Markt, in diesem Wahnsinnssystem, was man da rund um uns aufgebaut dann komme ich nicht aus. Dann muss ich einfach sagen, Patsch, Entzug, Ruhe. Und bei manchen Betrieben ist es halt so blöd, dass es ist, wenn ich einen Depp finde, so wie ich früher auch mal war, der mir das um 1000 Euro am Hektar gebracht hat, dann soll ich sich bei anderen ärgern, dann schau ich denen im Liegestuhl zu. Wer weiß, was in 20 Jahren ist. Grund und Boden ist noch da. Der Stahl ist dann auch schon alt. Okay. Das heißt wirklich, wenn du ausweglos bist, einfach mal... Ist jetzt bewusst provokant, aber ich hab quasi 40 Prozent sicherlich der Leute, die da herkommen und Alternativen suchen oder Ideen suchen. In der Ostdeutschland hat man gesagt, die Wiedereinrichter, wo der Betrieb in die LPGs war, dann ist privatisiert worden und die starten jetzt wieder. Und das sind jetzt Leute, die gute Jobs gehabt haben, sagen, okay, finanziell super, aber völlig sinnfrei, unterm Strich, aber ein paar Hektar Sachen sind da und die probieren es einfach wieder. Wo wir wissen, dass das im Polenwerk nicht gehen wird. Aber zumindest haben die dann wieder ein bisschen eine finanzielle Unabhängigkeit, sage ich mal, ein bisschen Reserve und starten mit einen anderen Blickwinkel in das Ganze hinein. Natürlich geht das sehr, sehr schwer. Nicht jeder ist so wie, du kennst Peter Habener an der Nordseeküste sozusagen, der von 500 Kühen auf 50 zurückgeht. 500 Kühe, der feuchte Traum jedes österreichischen Milchbauern. Und der sagt, gut, der Vieh nehme ich von ihm mit 50, mit 10 Prozent vom ganzen Ärgern gleich viel. Aber man rechnet dann mit dem, also den Sinn wiederfinden in der eigenen Landwirtschaft. Und wenn es notwendig ist, einfach zwischendrin. Das habe ich so auch noch nie gehört, dass man einen Hof einfach mal eine Zeit lang wirklich ruhig legt und sich quasi dann anderwärtig umschaut und dann wieder zurückkommt und überlegt, und jetzt fange ich vielleicht nochmal von vorne an. Also man kann einen Hof, wenn er mal steht, dann kann man wieder aktivieren. Weil irgendwann habe ich mal gehört, wenn so einmal, beim Milchvieh habe ich das gehört, wenn ein Milchviehbetrieb einmal steht, der fährt nicht mehr an. Ja, wer sagt, dass ich Milch gehaben muss? Unsere Betriebe, wenn ich die Geschichte hernehme, keine Ahnung, wo sie mit dem im 30-jährigen Krieg aufgeführt haben, bis da drinnen und drüber gegangen ist und die Jahrhunderte davor und danach. Also den, der hat 20 Jahre Stillstand, nix. Weißt du, jetzt ganz provokant, das ist jetzt sehr überspitzt, aber nur, dass man ein bisschen einen Boxer in die Dings kriegt. Wir neigen halt dazu, dass wir sagen, okay, ja, keine Ahnung. Die Medizin hilft zwar nicht, aber ich nehme die doppelte Dosis, weil ich keine Nebenwirkungen schaue. Also das ist meine Erfahrung. Jetzt gehe ich wieder zurück zu der Frage, die ich vorher gestellt habe. Nach dem Appell jetzt auch ein bisschen. Was hat sich bei den Gästen verändert seit der Zeit? Ich habe vorher Gäste gehabt, ich mache das seit 30 Jahren bald, oder sehr sehr lang auf jeden Fall. Die Legenden sagen, der Jesus war der erste Gast. Vorbei, wenn man die Geschichten von euch kennt, der Jesus war eh schon mal da. Ja, im Reserve haben wir schon mal noch gehabt. Im Reserve, Jesus war schon mal da. Aber ja, das ist eine andere Geschichte. Hat sich die Gästestruktur geändert? Sind mehr jetzt die, die quasi schauen kommen, wie die Welt quasi hinterm Kino ist? Ja, das ist natürlich ein bisschen dazugekommen, aber ist jetzt nicht signifikant anders geworden. Also das war eigentlich die Jahre davor, seitdem wir auf Social Media aktiv sind, hat sich das schon in so ein sehr interessantes, abwechslungsreiches Publikum entwickelt. Wie geht man damit um, wenn Leute jetzt einfach, sage ich jetzt mal unter Anführungszeichen Wutbauer, da magst du den Begriff nicht, schauen kommen, ist das schön, geht einem das irgendwie am Wecker oder ist das irgendwann mal zu viel oder wie geht man denn damit um? Ja, das ist die Masterfrage. Es gibt halt da auch das volle, wie gesagt, das sind jetzt wieder alles komplette Luxusprobleme. Ja, aber es sind halt deine Probleme und du bist halt jetzt der Podcast-Gast. Ja, es ist zum Teil schon anstrengend. Es sind zum Teil wunderschöne und wirklich geile Begegnungen und wirklich lustig und total tolle Leute und es gibt halt Sachen, wo du dir oft denkst, alter, schon schwierig. Also, es ist teilweise, das ist ein bisschen der Fluch von Social Media, dass natürlich die Leute, gefühlt die total kennen, für mich sind das aber Fremde. Und der kommt dann, die Augen sind wie wenn das Christkind kommt. Da hört sich die Nessi und das und das und das und das kennt alles. Das ist halt total lustig, das ist ja echt schön, aber es ist halt dann oft ein bisschen, die gesunde Distanz geht dann relativ schnell verloren. Weil man durch die Medien ein bisschen verloren gegangen ist. Genau, weil ich bin bei dem jeden Tag präsent, oder wir alle. Aber umgekehrt, es ist halt auch ein Einbauen. Und dann kommen da zum Teil halt schon ein bisschen schräge Begegnungen raus. Und wo du dann halt hin und her gerissen bist, zwischen, oder hau einfach ab, Oder ich muss jetzt professionell sein, ich lebe von dem, solange der mir was abkauft, muss ich das in Kauf nehmen, es ist alles gut. Das ist ein bisschen ein sehr, sehr schwieriger Spagat, der zeitenweise schwerfällt. Was natürlich dazukommt, wir haben Leute gehabt, wir haben Exkursionen gehabt, die sind mit dem Autobus angereist, die haben es nicht einmal der Mühe wert gefunden, dass sie Sonntagmittag, während wir beim Mittagessen sitzen. Kurz einmal sagen, dass sie da sind, sondern sie machen das selber, weil sie kennen das eh alles. Und da ist natürlich, wenn man dementsprechend, unter Aufführungszeichen, prominent ist, Oder halt a bissl bekannt, dass man immer so... Wir ham natürlich schon Angst, dass da irgendwann einmal einer von meine Aktivistenfreunde im Kuhkostüm irgendwo drunter is. Und wir wissen beim Bauernhof is einfach so, wir machen heut da draußen a Runde, wir können a Kampagne fürs Jahr Natürlichschwein schießen, und mit a paar coole Filter und a paar Dings irgendwo für meine speziellen Freunde a was. Das is halt Fluch und Segen. Und ich find's halt einfach, wenn i wo hinkimm, dann klopf i an und frag, keine Ahnung, i bin da sowieso, stell mi vor. A gewisse Grundnettigkeit sozusagen will i habn, auf des besteh. Da bin i vielleicht oldschool und i bin zum Beispiel wirklich so, i weiß, dass i stur und deppert, aber i scheiß meine Praktikanten samm, wenn sie wenn nicht grüßend. Umgekehrt will i als Bauer aber z'erst grüßt werden. Und wenn so wie heuer haben wir einen Autobus da gehabt, die sind zu 55 auf einen Sonntagmittag, wie wir geheik ham, da um den Tum geschwürt, eine kommerziell geführte Tour, die bei uns in die Felder um den Tum fliegen, weil wir halt wieder viel Blumen und so weiter haben, ist alles gut. Aber wenn dort dann dem Reiseleiter das nicht aufgeht, dass er sieht, dass ich da bin und sagt, du keine Ahnung, ich bin da sowieso, ist das eh kein Problem, oder? Es geht nur ums Fragen. Aber wenn das nimmer da ist, dann muss ich gehen. Ja, weil da brauche ich eine kurze Zinsschnur. Ich habe gesagt, ich tue das woanders auch nicht und das will ich bei mir haben. Was würdest du jetzt einem Gast, der dich besuchen will, der ist inspiriert oder sie ist inspiriert und sie wollen kommen und wollen mit dir reden und wollen dich einfach mal kennenlernen. Was würdest du denen sagen, wie sie es anwenden? Sollen sie einfach kommen und schauen, ob du da bist? Nein, bitte nicht. Ich frag genau, ich wusste es nicht. Aber was wäre für dich ideal? Was wären so die Verhaltenswünsche? Nein, das brauchen wir nicht weiterreden. Das ist alles gesagt, das passt alles. Wenn wer was wissen will, dann ruft er her oder schreibt vorher und dann macht man sich was aus, dann passt das. Also es ist halt einfach schwierig, so wie im Sommer, wenn halt viel Ding ist, ist das halt ein bisschen... Ja, ist das so ein schönes... Also ist wichtig, vorher zu sagen... Wenn du nur was einkaufen willst oder irgendetwas bittekommen, ist überhaupt kein Thema. Ist immer wieder. Aber wenn du wirklich mehr weiterführende Dinge hast, bitte um Verständnis, dass das nicht immer geht. Und das ist halt auch dann, ich tu das ja selber oft laut, jetzt haben die Leute mit Ach und Krach irgendwie eine Nacht gefunden, dass der da herkommen kann. Und dann feigelt sich bei uns irgendwas bei den Viechern oder irgendwas bricht oder irgendein Scheiß, und du kommst um 11 Uhr auf Nacht gefühlt hirntot ins Haus, weil du fertig bist. Und dann, du willst halt auch nicht jeden Tag Agrarpolitik diskutieren. Oder Podcast machen. Ja. Also, aber wie gesagt, das sind alles, aber das sind schon Sachen, die für mich zum Teil ein bisschen belastend sind. Das ist genau meine nächste Frage, weil du sagst, man kennt dich ja, und ich kenn dich ja auch, weil wir kennen uns ja auch schon eine Zeit lang jetzt, als interessierten Diskutierer, als jemanden, mit dem man lang und gut diskutieren kann, also die Idee Bauer, People, ist ja quasi genau da an dem Tisch entstanden, genau aus dem Aussehen, aus dem Diskutieren, jetzt ist es halt so, du bist ja jetzt bekannt, die Leute kennen dich, und jeder will halt mit dir über das diskutieren, verliert man dann irgendwann einmal selber die Lust, über die eigenen Themen, die was einem eigentlich so wichtig sind, dann irgendwie zu diskutieren? Oder wird einem das dann irgendwann zu viel, weil man es jetzt einfach zum hundertsten Mal diskutiert hat? Wie ist das? Ja, man muss sich oft schon ein bisschen, wie soll ich sagen, es geht natürlich im im Wesentlichen fast immer um die gleichen Themen. Und das ist dann halt, ich verstehe es auch, dass jeder, das ist ja voll cool, dass die Leute auch so mitfühlen und Ding, aber wir blödeln oft, jetzt bitte nicht falsch verstehen, aber das ist keine Ahnung. Dir hat der Ixte erzählt, dass 1964 beim Bau vom Fußballplatz in St. Wolfgang am Jauchensee, sein Großvater genau das passiert ist, mit der Volksbank oder irgendeiner anderen Bank, mit der Fläche für den Fußballding, mit dem Vater von Schwager, seinem Bruder, seinem Onkel, seinem Bürgermeister, seinem Bankdirektor und so weiter. Diese Geschichten ziehen sich einfach durch. Und das ist irgendwie spannend, über das habe ich jetzt viel nachgedacht in letzter Zeit, dass diese Traumata in der Familie. Dass das wirklich epigenetisch wird im Ankelding. Also sich innerhalb der eigenen, keiner Generation. Genau, also das zieht sich durch. Das zieht sich durch. Und ich denke, dass das nämlich der Franz Ramoser, deine Server, der beschäftigt sich gerade mit dem Traumata quasi oder unaufgelösten Traumata in der Landwirtschaft, was die für eine Folgen haben. Kollektive Traumata. Genau. Eben zum Beispiel immer dieses Gefühl, dass deine Arbeit nicht wertgeschätzt wird. Jeder andere weiß, was du falsch machst. Sagst du die ganze Zeit, du bist ein Tierquäler, ein Umweltvergifter, dein Traktor ist zu breit, wenn ich mit dem Radl unterwegs bin, wenn du mit dem Auto in die Alm fährst, starbst du mich viel, wenn ich da meinen Powerwalk mache, deine Silo-Bäume darfst du auch nicht mehr auf der Fläche lagern oder irgend so was. Aber ich nehme jetzt gerade eine lustige Anzeige, Tierschutzdings und so weiter wegen einer Pferdeweide, wo es dann einfach so... Die Leute fühlen sich einfach nicht wertgeschätzt. Und ich glaube, dass das ein großes Thema in der Landwirtschaft generell ist, also so ein unaufgelöstes Ding. Und eben solche Geschichten ziehen sich bei vielen Familien durch. Und würdest du jetzt gerne mit jedem, der das jetzt gehört hat, jetzt haben wir einen Podcast gehört und jetzt war das ein wichtiges Thema, ich möchte jetzt auch gerne mit dem Christian darüber reden. Ich verstehe es, dass das wichtig ist. Ich verstehe ja, dass jeder Einzelne vielleicht gerne mit dir reden will. Das Problem ist ja im Endeffekt immer, du bist der eine, du führst die Unterhaltung hundertmal und jeder, der zu dir kommt, führt es halt das eine Mal und für den ist das was Besonderes. Wie kannst du dieses Besondere bewahren? Geht das überhaupt, wenn es dann irgendwann einmal so alltäglich wird? Ja, es ist schwer zu sagen. Ich muss ganz ehrlich sagen, man muss sich hin und wieder zusammenreißen und sagen, das gehört halt dazu, das muss ich jetzt halt durch. Aber es gibt natürlich auch Tage, wo ich mich am liebsten einfach verstecken würde. Muss ich auch ganz ehrlich sagen. Wir reden jetzt immer von der Message, die du nochmal zusammenfassst. Was ist die Mission von Christian Wachler in der Außenkommunikation? Kannst du das in zwei, drei Sätzen zusammenfassen? Hast du da so ein Ding oder ist das ein emotionales Humzoo, das was dann in so einem Sinne ergibt? oder kannst du das beschreiben in ein paar Sätze? In der Außenkommunikation. Ja, was ist so dein Message? Also du kommunizierst, du bist auf Facebook, du bist auf Instagram, du bist da, du kritisierst gewisse Strukturen, gewisse Systeme. Was ist deine Mission? Kannst du das zusammenfassen? Hm. Ich hab das Gefühl, jeder weiß so ein bisschen, aber so richtig gesagt hast du es glaube ich? Ich glaube, es war irgendwie wieder mal so, im 150-Jahr-Rhythmus war ja irgendwie wieder mal, oder 160-Jahr, war wieder mal so eine Zeit für eine kleine Bauernbefreiung, ne? Na, ich bin... wie soll ich sagen? Ich bin sehr gerne frei. Also ich lasse mir äußerst ungern... Ich hab wahrscheinlich ein bisschen ein Problem mit... Autorität. Das ist das gescheite Wort, genau. Ich hab aber ein Problem mit so Sachen, wo jemand durch seine Funktion Autorität erlangt. Oder ich kann mir von dem her so irgendwas erzählen lassen und den Dateniker mal nach dem nächsten Schwammerlplatz fragen. Wenn man da wirklich eine Autorität hat, ist das ganz was anderes. Und die findet halt einfach, dass man... Es geht glaube ich schon, unterm Strich geht es um die Angst. Freiheit, Angst... Angst vor der Freiheit. Freiheit vor der Angst, irgendwann einmal, weil er schlecht wird. Genau, genau. Ich glaube, dass das das Thema ist, dass man mir halt vorkommt, im Jahr 2023, in einer. Gesellschaft, wo es einem so gut geht, dass man da trotzdem immer wieder mit diesen Problemen konfrontiert wird, von irgendwelchen Abhängigkeiten, Erpressbarkeiten und so weiter. Und in der Landwirtschaft sind wir da gerade wieder in der Richtung unterwegs, die nix besser ist als die echte Leihweitschaft. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was jetzt eigentlich der Mission ist? Das ist eine echt gute Frage. Mir kommt so vor, du versuchst es jetzt gerade so auf einen Punkt zu bringen, was so der Mission ist. Ich habe da keine Mission. Freiheit. Findet die Wahl, er rettet nimmer. Forget the whale, save the cowboys. Das geben wir da als Aufgabe bis zu unserem nächsten Podcast bei der Folge 144 dann wieder mit. Also Christian Bartl überlegt sich, was jetzt eigentlich seine Mission ist. Wir haben einen ersten Anhaltspunkt, der liegt irgendwo bei der Bauernbefreiung und beim freien Bauer. Schauen wir mal, was da... Nein, ich glaube, am besten zusammengefasst, das war eines von meinen allerersten Social Media Postings. Nein, wenn Unrecht zurecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Und das halte ich hoch, weil das hat mein Vater auch einmal gesagt, man hat es zwar so nicht so viel verbunden, aber derzeit passiert sehr, sehr viel Unrecht. Und wenn wir alle immer nur wegschauen und immer, kommen wir nicht weiter. Da vielleicht passt da jetzt meine Frage nach einem von dir so geliebten Begriff, den es da einfach umgehängt haben, den Wutbauern. Das ist ja ein bisschen ungefragt quasi so dein Aufhänger. Deine kleine Zeitung, ja. Danke drauf. Wie geht es dir auch mit dem Begriff Heid? Und wenn du es jetzt aus der kommunikativen Perspektive siehst, mit der Wirkmächtigkeit dieses Begriffes, hättest du mit dem Begriff Bergbauer oder Mutbauer oder sonst irgendwas genauso viel erreichen können, jetzt auch in der Sache, wie mit diesem Prädikat Wutbauer, das dann doch sehr griffig, populär und irgendwo aufpolarisierend und aufreibend ist. Also hat das nicht auch was Gutes wieder? Das mag schon sein, ja. Der Zweck heiligt die Mittel. Das mag schon sein. Dort bei der ganzen Ding, eh man keine Ahnung vom Wutwirt, Wutoma, Wutpensionist, Wutarzt, Wutbauer, das Ding, dass man, find ich halt, mit diesem Wut den einen sofort diskreditieren probiert. Wenn man streitet, wenn man halt debattiert, wer streitet hat ein Unrecht, wenn man laut wird und da der Debatt irgendwo wütend und zornig ist, bis in der Familie oder der Beziehung, Da schmeißt man sich oder bei der Arbeit da schmeißt man sich Sachen auf den Kopf, die man in der Sekunde, wenn's gesagt worden ist, eigentlich schon niemand so sagen würde. Und ich mach die Sachen aber schon ernst. Das hört sich auf jeden Fall an, das so. Ja, und damit finde ich halt, dass das halt reißerisch klingt. Das mag schon sein, da bin ich bei dir. Aber ich find's halt immer ein bissl so, auf die Art den kann ich nicht ganz ernst nehmen, weil es ist ein Schreier. Ja. Weißt du, aber halt die lernen nur so... Hast du das Gefühl, dass man dich deswegen zum Teil nicht ernst genommen hat? Oder ist dann quasi die Person hinter dem Begriff dann stärker gewesen als der Begriff selber? Nein, das glaube ich in meinem Fall schon, aber bei anderen nicht. Wo dann der Begriff mit einem Schlitten fährt? Genau. Und man quasi immer den Begriff hinterherjagt? Okay. Hast du das bewusst geschaut, dass das irgendwie abwirft wieder oder hinter dir läuft? Das wird nicht los. Wird's nicht los? Das ist wie Fußputzen, das heißt, zahlt sich. Und irgendwann gewohnt man sich an den Fußspitzen oder sowas. Pulver. Hast du das Gefühl, dass du mit deiner, ich hab vorher schon gesagt, politischen Arbeit, du bist ja jetzt eigentlich eine politische Figur, politisch im Sinne von gesellschaftlich verändernd, nicht jetzt parteipolitisch, hast du das Gefühl, dass du mit deiner politischen Arbeit und mit deiner politischen Mission, wenn man so will, schon was wirklich verändert hast? Oder nicht? Ja, klar. Und dann noch, warum, frage ich dann auch noch. Aber jetzt fragen wir mal was, ne? Ja, genau. Ich glaub, man muss manchmal die Leute vor den Kopf stoßen und damit hinbenutzen, hat mal irgendwer gescheiter gesagt. Otto Eichls oder so, irgend so ein Philosoph. Nein, äh... Wo ich glaub ich schon, eben... ...seien wir wieder bei der Hoffnung und wieder irgendwie das Angst nehmen, dass wir... Ich krieg schon oft das Dings, das sagst du, keine Ahnung, ich find das cool, was wird jetzt, ich hab mir irgendwas abgeschaut, dann geht es vielleicht über irgendetwas anderes. Und dann lange, wenn das einer tut, dann haben wir schon mehr als zuerst. Also da glaube ich schon, so steht das Tropfen hält den Stein. Da müssen wir halt einfach dranbleiben. Und halt immer wieder ein bisschen Input in das Ding schmeißen, so auf die Art aber wieder ein bisschen probieren, ja zum Denken anregen. Wie groß sind deine Windräder, gegen die du da quasi anreitest? Ja, in Zeiten der globalen Verblödung hätte ich jetzt was gesagt, nicht? Hast du Hoffnung, dass du mit deiner Arbeit relevant bist? Ich weiß nicht. So wie jeder, so wie ihr das da macht und jeder, der sich irgendwie engagiert und hin und wieder eine Meinung vertritt und was dazu sagt, ist ein wichtiger Teil vom großen Ganzen. Ob das jetzt der Tropfen ist, der das zum Überlaufen bringt, das glaube ich nicht. Aber dass er halt mithilft, dass das Fasl voll wird. Also da glaube ich schon. Ja steht ein Tropfen, hält den Stein. Also du hast das Gefühl der Wirksamkeit mit dem, was du tust zumindest. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, eigentlich ist mir das komplett wurscht. Es ist eher eine Selbsttherapie, weil ich mich sonst zerreiße. Weil bei manchen Sachen einfach muss ich was sagen, weil sonst zählt es mich. Und das hat mein Vater immer gesagt, was gesagt werden muss, gehört gesagt. Fertig. Ob es den anderen jetzt passt oder nicht. Und ich muss mir auch keine Sachen gefallen lassen. Der Papa hat das auch so gehandhabt? Ja. Also das ist das Haus vom Papa eigentlich? Ja, ein paar. Wir waren immer eine sehr politische Familie. Was politisch im Sinne von? Meine Vorgänger waren natürlich auch politisch in Funktionen dementsprechend engagiert, aber auch generell war Politik immer ein wichtiges Thema. Bei uns hat es keine Zeit im Bett gegeben, bei uns hat es kein Mittagstisch gegeben, ohne Nachrichten oder so etwas. Das war immer alle, von mütterlicher Seite, väterlicher Seite, die waren da alle sehr, sehr... Wie lange steht der Tisch da? 30 Jahre, glaube ich. Ja. Der hat schon ein paar Diskussionen mitgemacht. Als kleiner Bub bist du da gegenüber gesessen, oder? Genau. Dann hast du ein paar aufdiskutiert. Genau. Und dann zugelassen, wie die Grasen sozusagen debattieren. Hat dir das inspiriert? War das ein Ding? Bist du als kleiner auch schon eingestiegen? Du bist jetzt der erste... Der Kalb, der nicht schlafen will, wenn er nachdenken muss. Nein, aber es wird sicherlich ein Thema geworden sein. Bei uns ist immer diskutiert worden. Und das heißt, so wie wir auch oft debattieren, bei uns ist oft heiß und ding gestritten worden. Ja, gestritten auch, aber das glaube ich haben wir da schon irgendwie immer gehabt, dass wir dann auf einander in die Bärs ist. Also es war ein Streiten, hart in der Sache, aber wie geht der Spruch weiter? Hart in der Sache... Lieb in der... Lieber... Liebkosung... Nein... Nein, hart in der Sache... Weich im Kern... Danke, schreibt's uns! Ja, das Ding halt, nicht? Nein, das war immer so. Und das möchte ich auch so weiter, und das probiere ich auch bei den Praktikanten und bei den ganzen Leuten, die da sind. Du weißt eh, wie es bei uns abläuft, dass halt sehr, sehr viel debattiert wird und das ja spannend ist. Und das war ja, das war für mich absolut erschreckend, weil ich einen Flashback gehabt habe nach Corona. Ja, einen Flashback habe ich nämlich gehabt auf meine Milchbauernzeit, während, nach Corona. Weil wie die Lockdowns, der Lockdown, die erste Grobe und so, dass dann alles wieder aufgegangen ist, dann sind wieder die ersten Leute gekommen und dann ist mir aufgefallen, dass ich mich echt beim Denken hart tue. Also, dass man jetzt in der Diskussion sich wieder anstrengen muss, dass man irgendwie diskutieren kann. Und auch, dass man wieder, so blöd das klingen mag, dass man redet und formuliert. Ach so, weil man es nicht getan hat in der Zeit. Weil man es nicht getan hat, weil es waren einfach drei, vier, fünf Monate gefüllt. Mit wenig Unterhaltungen. Komplett. Komplett. Bist du aus der Übung gekommen? Ja, und da hab ich einen Flashback gehabt in meiner Nachbarzeit. Weil mit weinbüsten reden. Und nachher glaub i, jetzt ohne dass i irgendwie blöd um jetzt käme, aber dass das schon a Problem is, was wir Bauern ham, wo wir oft reden, wir können ned für uns selbst reden. Mhm. Weil wir die Routine au ned ham. Weißt? Also das is so, von der Lebensrealität her. Die Frau geht arbeiten, keine Ahnung, du bist den ganzen Tag am Bauernhof, scheiß drum und drum, hast vielleicht die Kinder oder die Großeltern oder den oder irgendwie, die magst eh ned, und da und hinter und für. Und du bist immer so im Kokstum, im eigenen Saft davong. Bei mir kommt jetzt das Wort Stammtisch, also fast impulsiv, aber gibt's den nicht? Ist das nicht so quasi der Ort, wo man sich dann die Sachen halt ausredet, oder gibt's den in der Form einfach nicht mehr, oder hast du die Funktion nicht mehr? Ich weiß nicht, ob es sowas noch gibt. Wir waren nie Gasthausgäste. Wir haben die Welt immer da gehabt. Oder halt andere Leute. Das war immer da. Also die Notwendigkeit war nicht. Achso stimmt, ihr habt solche Gäste auch immer, quasi andere Perspektive reingekriegt. Tut einem das gut, so einen kleinen Gasbetrieb dabei zu haben? Fluch und Segen. Nein, definitiv. Definitiv. Also du lernst so viele unterschiedliche Dinge, wenn du dich auf das halt ein bisschen einlässt. Und wenn das halt so mehr oder so halblustig wie bei uns abläuft, dass du halt irgendwie immer schaust auf die Art, du kannst Gas geben als Freund, oder man, wurscht weil man gerade da ist, man lernt so viele unterschiedliche Lebensrealitäten kennen, was dich selber einfach so weiterbringt und wo ich mir dann oft denke, über wie viele Sachen eben diese dämliche mündiger Konsument und blablabla Diskussion, wo du sagst, Alter, versetzt die in die Lebensrealität für die Leute rein, wie das du tust und umgekehrt. Und das, glaube ich, geht uns schon durch diese... Ja, eigentlich schon soziale Isolation, wie es heute in der modernen Landwirtschaft ist, schon verloren. Wir sind am Handy, wir sind bei WhatsApp vernetzt und hinter und vor, alles gut, wir telefonieren. Ich sitze mit RTK am Traktor und schweiß da oben und da unten oder tu ich irgendwelche anderen, keine Ahnung. Aber ich bin die meiste Zeit allein. Jetzt gibt's, gerade in der Kommunikation wird ganz oft gesagt, dass jetzt die Landwirtinnen und Landwirte, Ihr Schicksal soll wieder in die Hand nehmen müssen und die Landwirtschaft muss entweder für sich selbst sprechen, das hört man ganz, ganz oft. Ist es wirklich so, dass jetzt jeder Landwirt oder jede Landwirtin da draußen jetzt wieder, keine Ahnung, das Handy in die Hand nehmen muss und Social Media Expertin sein muss und Kommunikationsexpertin sein muss? Ist das wirklich, ich hab das Gefühl, das ist ein bisschen so eine Forderung. Hey, Leute, kommuniziert wieder drüber, sonst dürft ihr euch nicht wundern, wenn es jemand anderes für euch tut. Oder wie siehst du das? Muss jetzt jeder wieder... Vor drei bis fünf Jahren hätte ich gesagt, ja, definitiv. Heute sage ich, am Arsch. Aha, also gut, so meinungskonsistent. Warum? Woher der Wandel? Was war die Erkenntnis? Weil das halt wieder einmal nicht so einfach ist. Wieso soll ich als jemand, der... Ferkelerzeug, Rindermeister ist und in einem Gütesiegelprogramm oder in irgendeinem Schlachthof liefert, wieso soll ich für irgendwelche anderen Öffentlichkeitsarbeit machen, wenn ich einfach ein Radler der Lieferketten bin? Weiß mein Vater das im Hirn oder wieso? Wenn ich heute ein Social Media Posting mache und die haben 2000 Likes, dann weiß ich ganz genau, dass sich das bei mir am Ende des Tages im Geschäft, quasi im Betrieb widerspiegelt. Also die, ich glaube das wird sich generell, so wie sich die Betriebe auseinander dividieren werden, dass die einen, die halt in diesem Rohstofferzeiger-Modus, bleiben, die werden halt immer größer werden. Das passt. Und die anderen müssen sich diversifizieren. Und da gehört das halt dazu. Das heißt, man hat das ja bei Corona gesehen. Einmal hat jeder geglaubt, ich kann mir eine Milchkartel ausstellen, bin der große Direktvermarkter und das läuft halt selber. Das geht, wenn sonst nichts mehr da ist. Aber sobald das wieder normal wird, musst du halt, so blöd das klingt, die als Produzent als Marke etablieren. Es ist notwendig in der Direktvermarktung, dass du das tust, komm her mal, ich muss das mit durchrichten, weil das macht gerade ein bisschen so ein eigenes Ding, so wie du, ja, aber, hahaha, das war eine kleine Seite, super schön, gell. Und das heißt, Direktvermarktung, absolute Notwendigkeit, Kommunikation, Teil des Betriebskonzeptes, aber außerhalb, quasi wenn du jetzt Ackerbauer bist und einfach Ackerfrüchte produzierst, kannst du das machen, wenn du das willst, aber es ist jetzt nicht so eine Forderung, du musst das jetzt machen für deinen Stand oder für was auch immer. Du musst das Lagerhaus mehr zahlen für deinen Sohn, aber wenn du jetzt irgendwie die geilste Insta-Story aller Zeiten hast, Woher kommt denn die Forderung? Ich hab das Gefühl, das ist so ein bisschen zu momentan der Mainstream. Ja, ich glaube aber, dass das aus der... da hat es ja mal so ein Ding gegeben, früher war es so eine Organisation... Landwirtschaftskammer. Ich hab gewusst, jetzt kommt wieder irgendeine Breitseite, ja, okay. Die zumindest die Interessen gegenüber dem Gesetzgeber und sozusagen der kritischen Öffentlichkeit vertreten müsste. Wir kommen oft vor, dass das aus dieser Richtung kommt, weil sie selber sehen, das ist uns komplett entglitten, da kann man nimmer drüber. Wir sind entmarktet worden für die Marketingagenturen, die beim großen Handel stehen. Die natürlich da der Millionenbudget einwaschen, weil sie einfach wissen, jetzt milli-Dingsbums ein Marktanteil, was ich in anderen Riesen wegnehme, ist mir mit der anderen wert. Also da, das ist eine ziemlich außer Kontroll geratene Debatte, finde ich. Also da tut man halt irgendwie so Schaum schlagen. Ich finde das total super, ich schaue hin und wieder gerne irgendwelche Kanäle an, irgendwelche Typen, die halt für den Wirtmarkt in Brandenburg Getreide erzeugen, weil ich halt das interessant finde. Ja, Aber der hat von dem gar nix, im Regelfall, in der Direktvermarktung, wenn ich halt irgendwas anderes tue. Oder auch vermutlich, sag ich mal, wenn ich jetzt, keine Ahnung, Zuchtvieh verkaufen will, dann muss ich das halt dementsprechend aufbereiten. An der Zielgruppe. An die Käufer. An der Zielgruppe. Ich mach jetzt im Extremfall, ich wage jetzt einmal fast zu behaupten, dass ein Krammelschmalz von einem Alpenschwein für die meisten Leute nicht von einem normalen Schwein oder von Duraboli oder irgendwas anerkannt wird. Der verbindet mit dem Ding halt die Emotion, die Geschichte, die er bei uns miterleben kann. Und das ist cool, weil das ist auch, das schaut ja oft sehr, sehr lustig aus. Und wir lassen uns das natürlich auch zahlen, ist gar keine Frage. Aber wie oft, dass wir irgendwo zugeblären, weil es viel feigelt. Also das, glaube ich, hätte ich vor ein paar Jahren, wenn ich glaubt, dass wir das alle tun müssen. Mittlerweile denke ich mir, ich zahle bei Zwangsmitgliedschaften für so viele Organisationen mit, dann suchen die bitte was da. Also Auftrag an die Organisationen, aber die kommunizieren ja eh. Also ist ja nicht so, dass die nicht kommunizieren, kommunizieren sie falsch? Oder zu wenig aus deiner Sicht? Wer kommuniziert? So geht's auch bei Marketing. Ich sag's nicht. Ja. Oder du hast's gedacht, wenn's genau gesehen. Nein, das ist nicht mein Wunsch. Nein, zum Beispiel, ja, er. Er. Es wird ja kommuniziert. Ja. Müsste sich da was ändern? Das ist die Frage. Kann man das pauschal sagen? Oder ist es nicht immer wieder ein relativ individuelles... Da sind wir wahrscheinlich wieder beim Fluch von den total unterschiedlichen Betrieben und dieser heterogenen Landwirtschaft. Wenn die AMA Marketing oder irgendwer ein Video hier zu einem modernen Milchviehbetrieb macht, dann fühlen sie so und so viel Prozent komplett ausgeschlossen und verarscht, weil sie sagen, das haben wir nicht, das wollen wir nicht und so weiter. Also das ist schon eine Challenge. Also ich glaube eher, dass man da vielleicht wieder so in die Richtung gehen müsste, dass man sagt, du keine Ahnung, ich liefere jetzt zu dir mal eine Karriere von mir aus, und die sucht sich irgendwie eine Art Botschafter oder irgendwie Leute in ihrer Lieferantengruppen und macht mit denen eine Art Kommunikationsstrategie. Sowas glaube ich noch eher, dass man ein bisschen so über die Ende... Ja. Aufteilt und gezielter kommuniziert. Zielgruppen, spezifischere Kommunikation. Gut. Aber es ist, puh, das war immer schwierig, Stoff führen für den nächsten Podcast. Aber grundsätzlich, ich kann es nur jetzt aus meiner Sicht, wenn du da bestehen willst, musst du dich als Marke definieren. Wir plätteln immer das Beispiel, dass mein Teppats Feng Shui billigst darf, ein chinesen Handy, was unterm Strich doppelt so viel kann wie ein iPhone, wo nur die Hälfte kostet, Aber das will keiner. Weil mit dem iPhone verbindet, da bin ich halt der Chef. Oder mit keine Ahnung, alle möglichen anderen Sachen. Im Status. Wahrscheinlich, ja. Es geht um die Geschichte hinter dem Produkt. Und nicht um das Produkt an sich. Das Produkt an sich, dass das gut sein muss, über das brauchen wir gar nicht reden. Aber es muss auch die Geschichte dahinter und das Ganze drumherum passen. Und ich glaube, dass man für das sozusagen mehr einpreisen kann, als für das Produkt an sich. Aber ist eine Geschichte eine richtige Geschichte? Also es gibt ja den Unterschied zwischen einer Geschichte und einem Geschichtl. Ja. Das ist ja, glaube ich, die Grundthematik, dass keiner mehr weiß, was eine Geschichte und was ein Geschichtl ist, weil woher sollte man es denn wissen? Wer ist denn eine vertrauenswürdige Quelle, der man glaubt, wo man sagt, das ist jetzt... Das ist gut, das ist gut, weil ich glaube, da sprichst du jetzt was an, das ist genau das von der offiziellen Kommunikation, dass viele der Konsumenten sagen, das sind Geschichteln. Das glauben wir nicht. Wenn ich einmal Geschichteln trage, bin ich weg. Weil ich habe jeden Tag den strengsten Kontrollator als der Kunde. Auch wenn sich der arme redlich bemüht. Der Kunde ist noch strenger oder was? Ja, wenn dem das nicht gefällt, bin ich weg. Also bis jetzt passen die Kontrollen sozusagen? Nein, im Großen und Ganzen sind wir ganz zufrieden. Sag, wie ist eigentlich, jetzt haben wir quasi immer so die Perspektive, weil jetzt sind wir Österreich oder die Welt, der globale Weltstar Christian Bachler, wie geht es dir da in der Region, wie ist da die Reaktion? Bist du da jetzt ein Star? Bist du da jetzt normal geblieben oder wieder zur Normalität zurückgekehrt? Du kriegst nicht die Leute an den Winken, die bei uns vorbeifahren oder wie ist das in einer unmittelbaren Region? Du, wir haben glaube ich mit den meisten ein relativ korrektes Verhältnis. Die Dinge mit den Propheten und eigenem Land und so kann man ja auch bestätigen zum Teil. Grundsätzlich glaube ich, sind einige, die vorher sehr meisten Debatten zerrissen haben, profitieren jetzt nicht unwesentlich von uns und somit legt sich das eigentlich. Also es ist unterm Strich stabil. Ja, aber es ist in der Zeit vorher natürlich ein Thema. Also mit so Geschichten begibst du dich natürlich in eine gewisse Isolation, sage ich mal. Weil du bist in so einem Kurderfeld halt der Spinner. Und aus dem Spinner wird dann... Das weiß ich nicht, das ist mir auch komplett wurscht. Hat die Region selbst profitiert durch diese Geschichte? Touristisch etc. Merkt man da was, dass mehr Leute die Region selbst entdeckt haben und nicht nur die? Ich glaub schon, dass wir da was da dran haben. Obwohl es... Sämtliche Stellen, ja, mehr oder weniger das Ganze konsequent ignoriert haben und nicht irgendwie probiert haben, den Vorteil für alle zu nutzen, aber das ist halt so am Land. Aber ja, ich glaube mittlerweile haben wir durch und wir bringen nach wie vor einige Nächtigungen in die Region rundherum. Also ein paar leben ganz gut mit. Ja? Oder kriegst du einen Anteil? Bevor wir jetzt noch in die Zukunft schauen, letzte Frage, wie hat sich jetzt eigentlich, und das interessiert vielleicht auch viele Menschen, die Freundschaft von Bauer und dem Bobo weiterentwickelt? Plant ihr schon gemeinsame Urlaube oder eine WG im Alter oder fliegen schon wieder die Fetzen? Wie schaut's aus? Eine WG im Alter? Ja, kann das sein. Kleinkumpachler machen auch eine Weiters-WG. Das ist eine gute Freundschaft, eine Freundschaft in der man sich auch oft debattiert, genau das Thema. Man sagt, mit dem kann ich nicht, mit dem falle ich nicht. In der man sich gegenseitig dadurch, dass man halt da auf Social Media und so weiter, auch wenn ich präsent sein, hin und wieder sage, das war gut. Und irgendwann sage ich, bist du angekrennt, tu das nicht. Also eigentlich ganz so stinknormale Freundschaft. Genau, aber keine WG. Okay. Sehr schön. Wie schaut es für das nächste Jahr aus bei dir? Was sind die Pläne? Was kannst du dir noch vorstellen, was du quasi in den nächsten Jahren noch machst? Gibt es da so etwas, was du schon verraten kannst? Weiter das mit der Wirtschaft. Und gleichzeitig schrumpfen und Geschwindigkeit rausnehmen, oder? An der zweiten Million arbeiten, bei der ersten ist nichts geworden. Nein, hoffentlich, dass wir alle gesund bleiben, dass das alles so weitergeht, wie es derzeit läuft. Es läuft im Moment wirklich gut. Wir haben natürlich ein paar Ideen, vor allem was die Kooperation mit Natalie und Co. angeht, wie wir das weiterentwickeln. Das ist eben auch ein Thema, was man bei dem Ganzen immer ein bisschen vergisst und was da auch wieder mal wichtig ist zum Dankesagen, dass ich halt mein Radiogesicht hin und wieder nicht nur ins Radio, sondern auch in andere Sachen stecken darf, muss tun, dass da aber sehr, sehr viele fleißige Hände im Hintergrund sind, ohne die das Ganze nie so weit gekommen war und ohne die das morgen gar war. Und das fängt vom Praktikanten an bis über die ganzen Freunde und alles, was halt so und umschwirrt. Das große Ganze sozusagen macht es aus. Und an dem möchte wir weiterarbeiten. Mir hat ehrlich gesagt der 40er ein bisschen zu schaffen gemacht. Was, 40 wirst du schon? Weiß nicht, man sieht es mir nicht an, aber ja. Das ist das Lichtding in Bulgarien, das ist noch nicht ganz, aber ja. Schau, schau, schau. Also der 40er, ja? Mitleif-Crazy oder was? Nein, so ein bisschen so ein Orientierungsding, keine Ahnung, wie tu ich weiter? Brauchen wir dann noch ein Bier oder? 43er, was soll ich sagen? Ja, na so Ying und Yang, was da? Und wo komme ich her, wo gehe ich hin, was ziehe ich dabei an? Die Fragen nehmen wir uns gar nicht so still. Nein, jetzt hören wir auf zum Blödel. Die Frage ist einfach, machen wir jetzt den Schritt noch einmal, dass wir sagen, wir halten zumindest den Level, bauen das vielleicht noch ein bisschen aus und schauen, dass wir zumindest Ohrkraft dazu kriegen, fix. Wie weit kannst du das ausbauen? Was heißt ausbauen? Heißt das dann, zubauen oder mehr Tiere, einfach die Intensität erhöhen oder mehr automatisieren? Nein, nein, also es wäre, wir hätten ja wieder, sage ich, ein paar Tiere mehr, da würde es schon gehen, das Ganze. Das Potenzial von einem Partnerbetrieb, sage ich mal, ist auch noch nicht ganz ausgeschöpft. Wir haben Sachen, die, eben der ganze pflanzliche Bereich ist ein Riesenthema, der halt derzeit immer ein bisschen davon abhängt, wie es einem arbeitskostenmäßig steht. Da sind wir jetzt halt ein bisschen am Hin- und Herschirmen. Aber wir haben keine großartige finanzielle Investition, sondern warum investieren wir in Leute? Einer meiner Lieblingspraktikanten vor ein paar Jahren hat gesagt, wir müssen den Maschinen die Arbeit wegnehmen. An dem sind wir wieder genau bei der sozialen Isolation. Ob es schwierig ist, ob es Sache ist, aber unterm Strich mit Menschen zu arbeiten ist lustiger, als wir mit Maschinen, zumindest für mich. Für Automatisierungsschritte werden wir bei dir am Hof wahrscheinlich nicht miterleben. Nein, überhaupt nicht. Du warst ja damals knapp davor, dass du die Landwirtschaft aufgibst und sagst, leckt mich, gehen wir. Ist jetzt quasi eingeschlagen, die Landwirtschaft, oder ist es immer noch möglich, dass du in ein paar Jahren sagst, ist nicht, oder bist du jetzt auf ewig Landwirt? Ist das jetzt für dich endlich beendet? Ich glaub, das Gefühl, dass man, Alter, ich hör mit dem Schaß auf, es interessiert mich einfach nicht mehr, das kennt, glaub ich, jeder in dem Geschäft, weil es ungefähr dreimal am Tag vorkommt. Ja, ich wollt auch schon mit dem Podcast anfangen. Ja, eben, aber unterm Strich, wenn das Positive überwiegt, also ich bin absolut, gute Dinge und wie soll's, wollen wir irgendwas ändern? Es ist alles gut. Also diese Geschichten sind Gott sei Dank vom Tisch. Also Landwirt forever. Ja im Sinne habe ich schon. Wir haben schon Zeit, dass wir da ein paar Säle reinnehmen. Wenn wir jetzt mit dir so in die Zukunft schauen, wo steht denn die Landwirtschaft in Österreich in 10 bis 20 Jahren? Ich weiß, du bist immer alles mit einer Hoffnung. Wie siehst du die Entwicklung? Ja da fällt es dann echt als Optimist auch schwer. Weil im Moment glaube ich. Es wird zum Strukturbruch kommen. Also das, was in den anderen Ländern schon passiert ist, wird... Strukturbruch heißt? Ja, das, was wir jetzt als Strukturwandel merken, dass das halt so... Strukturwandel heißt? ...klarerweise geht, sondern wirklich rauscht. Was meinst du? Ja, dass halt wirklich ganze Regionen vermutlich landwirtschaftlich nicht mehr wiederzuerkennen sein werden. Weil die Bauern aufhören, meinst du? Ja, unter anderem, ja. Beschreib es in wenigen Sätzen, was das heißt, für jemanden, der jetzt unter Strukturwandel ist. Was, wenn man die nächste Förderperiode, zum Beispiel, wenn man jetzt immer wieder in Hintergrundrauschen hört, nicht mehr finanzierbar sein wird. Was, wenn ein Mitgliedsland jetzt schon während der aktuellen Periode sagt, man hört dahinter wieder so Hintergrundrauschen aus Deutschland, dass die letzten zwei Jahre der laufenden Periode nicht mehr ausfinanzierbar sind. Was passiert dann? Was passiert dann mit dem, egal ob konventionell oder Biobauern, der im Einkommen deutlich über 50 Prozent öffentliche Gelder hat? Wir reden von der Förderperiode, die auf wie viele Jahre? Sieben Jahre? Fünf Jahre. Fünf Jahre. Also immer so ein Fünf-Jahres-Plan. Heute nehmen wir es halt GAP. Die GAP, ja. Genau. Also das ist ein Riesenthema. Und da sind wir heute in einer absolut unguten Situation. Ich meine, die Förderungen oder die Subventionen an sich sind jetzt schon mal ein Riesenthema. Wie ich vor 20 Jahren übernommen habe, habe ich mit deutlich weniger Fläche wie jetzt doppelt so viele Subventionen bekommen bei einem Drittel der Auflagen. Auch wenn ich jetzt alles ausnutzen würde, dann hätte ich immer noch die Hälfte von damals. Da reden wir aber nicht von irgendwas, dass wir jetzt 10% Inflation haben oder gefühlt 20. Wo ist irgendwo eine Indexanpassung? Gar nichts ist nicht da. Wo ist die Kaufkraft? Da brauchst du dich noch nicht zu wundern, dass man eine ganze Branche konsequent unter Druck bringt, dass sie eben bereitwillig dann irgendwann die Immobilien zur Verfügung stellt, die die Bauwirtschaft und die Kreditwirtschaft braucht, damit sie unser Hamsterrad weiterfährt. Und das ist schon ein Thema, dass man, da hat mich vorher gesehen bei einer Lesung, da hab ich mir gedacht, boah, da brauchst du Aufgaben. Du hast dich wieder gevibriert ein bisschen. Ja, da hab ich mich gefragt, ich kann sofort wieder her. Du kannst heute in diesem komischen Kreditsystem, in dieser kreditbasierten Wirtschaft, in der wir stehen, eine Branche komplett hypen, downfallen lassen, eine Branche komplett ignorieren. Und wenn du jetzt hernimmst, was würde passieren, wenn keiner mehr diese sinnlosen neuen großen Stahlbauten finanzieren würde? Würde keiner machen, weil sie relativ gut besichert sind, oder? Eben. Das ist ja dein Argument im Endeffekt. Eben, ne? Wann werden die Menschen da draufgeheimert, dass wir konsequent dahinter das Licht geführt werden? Und dass wir alle miteinander, und wurscht aber das Bauer, das Konsument, die meisten von uns, also zumindest 90 Prozent, in einem System leben, arbeiten, spülen, in dem wir nur verlieren können, in dem der Gewinner vorprogrammiert ist. Und das wird, glaube ich, die spannende Frage der nächsten fünf Jahre werden. Was passiert, wenn immer mehr drauf kommen, dass ein paar wenige auf Kosten von uns alle ins Haus und rausleben? Und das ist jetzt eben keine Verschwörungstheorie. Was passiert, wenn jetzt, durch welche Gründe auch immer, jetzt hört man schon langsam die Wirtschaftsweisen, die vor ein paar Monaten noch gesagt haben, Rezession ist ganz, ganz weit weg. Und die sind ja übrigens dieselben, die auch ein paar Monate vorher gesagt haben, Inflation Das ist überhaupt kein Thema, das kommt nicht. Alles safe. Was passiert, wenn jetzt das weitergeht, dass die Zinsen nach oben gehen, die Einkommen stagnieren, weil sie nicht mehr nachkommen? Und dann, das passiert, was vor 15 Jahren in Amerika war, dass auf einmal so viele Immobilien auf den Markt kommen. Erkünstelte Blasen. Wir haben die Bauwirtschaft jetzt nicht nur durch die Corona-Hüfen komplett aufgeblasen. Wir wissen, dass das ein totaler Wachstumsmotor ist, dass alles dranhängt, also ein Leitsystem. Was passiert, wenn das zusammenbricht? Wenn dann auf einmal die Bank kommt und sagt, du, jetzt hauen wir das Haus raus. Und die zehn Nachbarn gleich mit, weil die schauen alle blau aus. Was tut das? Das wird uns zreißen. Da haben wir das, was 2008, 2009 in Amerika passiert, das steht uns bevor, ist meine Befürchtung. Und da denke ich mir, Alter, können wir dann irgendwie noch einen Wandel friedlich hinkriegen? Oder fahren wir einfach so lang zu, wie bis... Das ist jetzt eine gesamtgesellschaftliche Perspektive, die du da jetzt einnimmst. Das betrifft ja dann nicht nur die Landwirtschaft, sondern betrifft ja dann... Weite Teile des Landes. Und sie betrifft, aber die Landwirtschaft finde ich dann im Endeffekt doppelt stark, weil sie eben für den gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, sprich der Kohle, komplett abhängt. Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen. Du meinst jetzt über Subventionen? Genau. Und die werden dann, dann setzt man über einen Sparstift an und dann auf die Art kommt's. Weil es jetzt schon zu wenig ist. Unterm Strich immer, natürlich der grüne Bericht mit irgendwelchen zurechtbogenen Daten, sagt zumindest für das letzte Jahr was anderes. Okay, ihr seid ein positiver Ausreißer, aber keine Ahnung, wenn ich vorher 50 Prozent von Einkommen verliere und dann 20 Prozent mehr, dann habe ich auch immer noch weniger als zuerst. Warte mal, gleich nachrechnen. Ja. Was kann man dagegen tun? Gibt's da ein Rezept oder ist das jetzt eigentlich schon so die self-fulfilling. Prophecy? Bildung, Aufklärung. Der, der noch nicht reinsteckt, lässt sich auch nicht einhusen. Christian, was würdest du aus heutiger Sicht dem Christian von vor 10 Jahren für einen Ratschlag geben? Sei nicht so deppert. Und wenn er dann fragt, was meinst du? Verdächtchen. Einsegen, wenn man einen Kampf verloren hat und im Zweifelsfall lieber früh genug eingeschneiden, bevor es Wut hat. Also rechtzeitig. Ja. Okay. Und jetzt machen wir nochmal ein Gedankenexperiment. Andererseits hätte ich da nicht umgedacht. Nicht? Aber. Ja. Also was jetzt? Was darfst du mir jetzt sagen? Nein, sei nicht so deppert. Sei nicht so deppert. Einen schneiden bevor es wuchert. Und was glaubst du, wird der Christian von in 10 Jahren von der Druckschale kommen Und was würde dir heute raten? Ja, der Plan war, dass der sagt, yo. Alles passt. Alles passt. Aber was glaubst du, kommt da sonst noch so? Die Frage habe ich mir jetzt extra für dich ausgedacht. Ja, ich merke es ja. Das kann man nicht sagen. Das kann man nicht sagen. Nein, wie gesagt, im besten Fall hat es gepasst. Hat gepasst. Wir haben damals, glaube ich, die Folge 16 vor gefühlt 200 Jahren, glaube ich, auch damit abgeschlossen, dass du irgendwie eine Message an die Community abgibst. Was wäre denn deine heutige Message an die Community? Damals war es Scheiß-Techniks, jetzt musst du was Neues sehen lassen. Die Welt ist nicht so schlecht, wie es hin und wieder ausschaut. Prost, du hast nichts mehr drin, aber du stoßt ihn symbolisch trotzdem an. Hat mich gefreut. Und Scheiß-Techniks, oder? Aufgeben wird der Brief, ne? Music.

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