BauertothePeople (B2P)

Wilhelm Geiger

B2P056 Martin Rohla - Tugend, Geld und Nachhaltigkeit

... und wie das alles zusammenhängt

05.06.2022 133 min

Zusammenfassung & Show Notes

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Ob er immer schon hoch hinaus wollte, hat er nicht gesagt. Unabhängig sein und keinen Chef haben, das war ihm jedoch bald wichtig. Trotzdem hat der schon in jungen Jahren das Fliegen gelernt. Gleich von fünf Schulen ist er geflogen und trotzdem scheint Martin Rohla den richtigen Bogen dann doch noch herausbekommen zu haben.
 
Gut, ein Maserl, wie er sagt, hat er dann schon auch gehabt. In einem Land wie Österreich geboren zu sein und noch dazu in eine Familie, die einem viele Möglichkeiten eröffnen kann, sei ein Lotto 6er sondergleichen gewesen und ist es noch.
 
Die Regeln und die Konvention, die sind des Martins Sache nicht. Geleitet wird er aus einer Mischung aus Verwegenheit, früh gelernten Tugenden und dem Gespür für gute Geschäfte. So solide seine Investments durchdacht und die betriebswirtschaftlichen Hausaufgaben dabei auch gemacht sind. Der grinsende Lausbub aus frühen Jahren scheint in der inzwischen tugendhaften Seniorität des bald 60-jährigen Unternehmers immer noch augenzwinkernd mitzuschwingen.
 
So ernsthaft und erfolgreich er seine nachhaltigen Investitionen und Unternehmen auch betreibt, er könne sich von allen trennen. Wirklich ans Herz wachsen würde ihm das Geschäft nicht, dieser Platz ist seiner Familie vorbehalten.
 
Die Investitionen in die Lebensmittel-Unternehmen seien jedoch kein Schwerpunkt, wie viele (auch wir) fälschlich aus der Distanz vermuten. Martin hält mit seiner Goodshares Consulting GmbH viele Beteiligungen, nur ein paar davon haben den Fokus primär auf Lebensmittel oder Gastronomie. Der Markt ist so hart umkämpft, wie kaum ein anderer. Durch die Emotionalität des Themas Essens stechen diese Beteiligungen in der Öffentlichkeit aber besonders hervor, erklärt uns Martin. 
 
Was einen Menschen, der beim bloßen Anblick einer Schaufel schon als verletzungsgefährdet gilt, dennoch zum Bio-Landwirten macht, das erfahrt ihr auch in dieser Folge des Podcasts. Und wir können das „Specktrum“ entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette wieder um einen völlig neuen Aspekt erweitern: die erste Perspektive eines Investors.

VERNETZEN 
 
 
MUSIK 
Leit hoits zamm – Haindling 
Power to the People – Junior Kelly 
 
 
… und ein bisserl selbst gesungen 😊 
 
Durchs Reden kommen die Leut´ zamm! 

Transkript

Martin
00:00:00
Ein lustiges Event in Luxemburg ähm ähm in der in der Sekunde ich investiere in kein Unternehmen mehr, wo ein Gründer länger ist fünf Jahre Corporate war, weil sie dann das Unternehmertum abtrainiert bekommen haben, eine ganz essenzielle Geschichte.
Intro_Outro
00:00:16
Einleitung
00:00:40
In dieser Bauer to the Bibel Episode haben wir mit dem Martin Rohler gesprochen. Der Martin ist Investor und Biolandwirt, das erfahren wir von ihm in dieser Folge. Der Martin ist unter anderem in Unternehmen wie die Swing Kitchen oder Habibi und Habara investiert, aber auch in eine ganze Reihe anderer Unternehmen. Also auch diese Woche wieder eine völlig neue Perspektive eines ganz anderen Akteurs entlang der Lebensmittel Wertschöpfungske. Und jetzt noch die Sache in eigener Sache, heute wieder mal zwei Sachen sind. Sache Nummer eins, ihr könnt Bauer to the People natürlich unterstützen. Wie das geht, das findet ihr bei uns auf der Webseite unter der Rubrik unterstützt uns. Sache zwei, ihr könnt bei natürlich auch, machen. Schreib deinen Aufsatz, schreib eure Gedanken nieder, schreibt eine kurze Reportage über Dinge, die euch wichtig sind und die irgendetwas mit, ja, mit unserer Lebensmittel Wertschöpfungskette, tun haben. Wenn's nach mir geht, ich würde euch äh Sache eins um Sache zwei empfehlen. Aber das bleibt natürlich euch überlassen. Ja und jetzt viel Spaß mit der aktuellen Folge.
Willy
00:02:11
Martin, du bist das ich gewohnt wahrscheinlich. Interviews. Ja. Wir, Ernick.
Martin
00:02:19
Hauptsache ich langweile mich nicht selber. Also es hängt sonst auch in Fragen ab.
Willy
00:02:24
Ja, das ist doch ein guter Start, guter Start in die Folge.
Martin
00:02:27
Äh von euren Fragen.
Willy
00:02:28
Ja, no Presur.
Bianca
00:02:32
Bin meistens tief entspannt.
Willy
00:02:34
Genau. Ja äh wir sind wieder wieder auf Sendung. Äh neuer, neuer Gast und dieses Mal ein komplett äh, neuer Abschnitt entlang der Lebensmittel, Wertschöpfungskette Ähm wir schauen uns heute die Perspektive ja eines Investors an. Also wir sind ja nicht nur entlang wir sprechen ja nicht nur mit Landwirten und Produzenten, sondern wir versuchen ja im Podcast auch äh, Mit allen Menschen, die irgendwie äh mit der Lebensmittel Wertschöpfungskette zu tun haben, zu sprechen und deren Perspektiven abzuholen. Heute sind wir bei Martin Roller. Servus Martin.
Martin
00:03:06
Grüßt euch.
Willy
00:03:07
Und äh ja wir werden heute, wie schon gesagt, die Perspektive eines Investors ein bisschen näher beleuchten. Bevor wir dazu kommen, äh, kurz noch einmal zu uns beiden. Ähm wir haben ja heute wieder dabei die charmante äh markante und äh heute rasend langsam angereiste Bianca Blasel aka.
Bianca
00:03:29
Gummistiefel, du bist ein Martin, stellt mir Käsewurst und Wein und ich muss immer warten, wie du mich anmoderierst, ob ich hasse bin oder nicht.
Martin
00:03:38
Frage, ob du gleichzeitig kauen und sprechen kannst.
Willy
00:03:42
Ja, also es wird es wird gejausnet, ähm was was essen wir da eigentlich.
Martin
00:03:47
Irgendwelche Resten aus dem Kühlschrank.
Willy
00:03:48
Rässel aus dem Kühlschrank.
Bianca
00:03:49
Ist mein Lieblingsessen.
Willy
00:03:50
Okay, also Martin nimmt gleich das Ende des Podcasts vorweg. Ähm ja, äh Martin Roller ähm vielleicht vielen Menschen höchstwahrscheinlich bekannt äh der breiten, der breiten Masse, sage ich jetzt einmal, äh aus dem aus dem Format 2 Minuten zwei Millionen äh eine Show, wo Investoren auf Start-ups treffen und äh ja schauen, ob da wo's geht, ob man zusammenkommt. Ähm über das wollen wir heute aber nur eher am Rande sprechen, sondern äh Martin Roller Ist äh wie ich schon am Anfang gesagt habe, äh zum einen Investor investiert in Unternehmen, ähm ist aber auch äh Biolandwirt und äh ganz interessante Kombination aus alldem.
Bianca
00:04:29
Mag aber keine Schaufeln.
Willy
00:04:30
Keine Schaufel auf das kann man vielleicht auch noch hier. Martin schaut schon. Der der Landwirt mit der Angst vor den Schaufeln, aber äh wie's bei uns halt grundsätzlich so ist im Podcast, äh wir sind, zu sehr vordergründigen interessiert, sondern an der Person selber, an dem Warum, die Person das tut, was sie tut, warum sie sich dafür entschieden hat für diesen Lebensweg und deswegen werden wir äh heute wieder anfangen mit Martin bei dir ganz, ganz vorne, und ähm in der Kindheit und Jugend und äh vielleicht ganz am Anfang, Vielleicht du bist es wahrscheinlich hier gewohnt, dass das Bitchen ähm vielleicht sagst du ganz kurz, wer du bist und dann würden wir dann mit äh mit unseren Fragen beginnen.
Martin
00:05:18
Ich bin der Martin Roller. Ich glaube, das ist gesagt, was soll ich jetzt äh für uns noch sagen, wer ich bin.
Willy
00:05:25
Was du wichtig findest.
Martin
00:05:26
Ich bin im 60. Lebensjahr. Ich bin gerade 95und geworden, wird eben nicht nur Investor, wie du gesagt hast, was eben so eine Wirklichkeit sind, Äh von den circa 30 Beteiligungen, die wir in der Gutchance haben, die Hälfte Gründungen von eigenen Ideen, wo ich Ideen hatte, wo ich gesagt habe, dass das setzen wir um und, Die andere Hälfte sind sind Ideen anderer. Ich würde sagen, das das hält sich die die Waage immer, dass wir eigene Ideen haben, die wir realisieren, oder halt, dass ich ein ein Projekt höre, das mir gefällt, wo ich dann gerne einsteige und irgendwie versuche zu helfen, Dinge ins Leben zu rufen. Das ist in Wirklichkeit die Definition.
Willy
00:06:08
Ähm ja wie fangen wir mal ganz vorne an bei dir, ähm wie hat bei dir alles begonnen? Wie bist du aufgewachsen, wir sind der Überzeugung, dass es auch wichtig ist, woher die Menschen kommen, wie sie wie Lebensweg begonnen hat weil.
Martin
00:06:23
Sie sind eine sehr äh sehr wichtige äh sind eine sehr wichtige Erkenntnis. Das haben wir eh schon vorher kurz erwähnt bei dem bei dem Intro, dass ich halt ähm. Glaube, dass äh, Dieses Maßel in dem Land wie Österreich geboren worden zu sein und noch dazu dann innerhalb dieses Landes in eine Familie, die dir viele Möglichkeiten bieten kann. Lotto sechser Song der gleichen ist und den hatte ich und dass du halt dann die Verantwortung hast darauf auch so zu reagieren dass du, versucht Menschen äh zu helfen, die nicht den Maßler gehabt haben und deshalb diese diese schöne äh schöne äh Gegenüberstellung von den Begriff des Hochmuts mit Demut und Demut heißt in dem Fall nicht in der in der Ecke knien auf Erbsen und irgendwie sich selbst, sondern einfach, darauf zu reagieren mit Empathie und Einfühlungsvermögen und Loyalität mit mit Menschen, die nicht den Mantel gehabt haben und das ist etwas, was mich schon, schon relativ, früh begonnen hat irgendwie zu denken zu geben ähm und seitdem versuche ich halt bei möglichst vielem, was ich tue, auch einen Impact zu haben, der eine Wirkung über das äh über das reinökonomische Hinaus hat.
Willy
00:07:41
Ist spannend, dass du sagst, äh du hast eine Maske gehabt, dass ich halt das ganz selten, dass Menschen, sage ich mal, offen auch zugeben, dass das irgendwie quasi oft Glück gehabt haben oder wie du sagst der Maßel ähm was ist genau dieses Maßel und ähm wann bist du äh bewusst worden, dass du dieses Maß gehabt hast, weil du das von Anfang an klar der erst, Erst nach und nach.
Martin
00:08:03
Ja ich habe das Glück gehabt, dass ich dass ich obwohl obwohl das meine Eltern haben sich scheiden lassen, da war ich zehn und beide Eltern waren dreimal verheiratet, aber die waren trotzdem zwei oder die die Mutter lebt noch, sind zwei extrem lässige, coole und liebevolle Menschen gewesen, der Vater Ungarnflüchtling, das zu Fuß äh der 56 zu Fuß über über die Grenze gekommen. Mit mit einer mit einer sehr schwierigen Vergangenheit, weil eben das das das Kind einer Offiziersfamilie und selbst noch Offizier gewesen im zweiten Weltkrieg und ähm ähm dann verfolgt von den Kommunisten und revolutionär 56 und studiert in Budapest, ähm Technik, ähm und musste sich das Studium selbst verdienen durch das Abladen von Lastenkränen, weil die Familie verfolgt war und eingesperrt war und und das also wilde Geschichten und ähm ähm, aber dennoch und und hängt im Bild der Papi war mit sechs Jahren in der Militärakademie in in Ungarn und war bis er 18 war von 6 bis 18, erzogen militärisch ja und hat natürlich die unglaublichsten Sachen erlebt und wird trotzdem ein wahnsinnig liebevoller, cooler Typ.
Bianca
00:09:27
Sich das aus.
Martin
00:09:28
Große Frage. Wenn du das das Bild anschaust, da sind 60 knechtete, junge die irgendwie äh so, dass dort erleben wir, es war Militärakademie in in den 30er Jahren und von den 60 Buben schon 59 todernst und eine Nacht.
Bianca
00:09:48
Das war dein Vater.
Martin
00:09:53
Und der ist halt geflohen 56 aus Ungarn und hat meine Mutter hat hat dann gleich das hängt ihm im Büro, ähm ähm hat uns im Jenner 57 angefangen zu arbeiten bei der universale Bau, einer Baufirma, die damals die größte Baufirma war Österreich sind immer gegangen ist aus dem Flüchtlingslager heraus spazieren durch die Stadt Wien und sieht eine Baustelle und und baust Datikern und und Ingenieur geht hin und fragt, ob er eine Arbeit bekommt und die sagen, ja kriegst du? Und dann war sein erster Amelie Zettel, weil da steht Diplomingenieur Nikolaus Roller arbeitet als Betonierer. Dort angefangen als Betonierer. War natürlich aber schon wissend, dass das ein ist, ja. Und und und ging in Pension aus Vorstandsdirektor von dieser gleichen Baufirma, hat hat nie gewechselt dort.
Willy
00:10:48
Der Papa ist mit mit nichts zeichnen, mit leeren mit leeren Händen.
Martin
00:10:52
Nichts mit nichts, also wirklich nur mit nur mit löchrigen Schuhen, weil eben weil ihm irgendwie eine eine ähm ähm wohlmeinende Mitarbeiterin, Flüchtlingslagers, wo er war, seine Heizung gestellt hat und die hatten dann Löcher. Das war's ja und musste alles zur Überraschung verheiratet in Ungarn, hatte auch einen einen Sohn dort, ja und musste alles zurücklassen, weil er, Ähm zwar 6undachtzig war ja ein Fernsehbericht, 30 Jahre lang Revolution in Ungarn und auf einmal kommt eine von einem Panzer im Russischen, wo die Ungarn drauf sind und mit den Fahnen wacheln und Gewehr in der Hand haben, das war mein Vater. Da gab's irgendwie einen einen Film, der wo du siehst, wie der Papi gegen die Kommunisten gekämpft hat, Und das war halt, das war halt und da musste fliehen und dann und dann ist auch eine eine wilde Geschichte. Dann wurde er verhaftet von dem Kommunisten. Eingesperrt und also muss das eigenes Grab schaufeln und sogar auf die Dinge. Und ähm ein Freund seines Vaters und mein Großvater ist Flugzeug abgestürzt, der war Fliegeroffizier wie mein Vater sechs Jahre alt war und ein ehemaliger Kriegskamerad meines Großvaters sieht auf einer Liste der Kommunisten, Dass der Nikolaus Rohler verhaftet worden ist, ja? Und sagt, als irgendwie letzte letzte Hilfestellung meinem alten Freund Mikros gegenüber, ähm unterschreibe ich einen Befehl, das dir freigelassen wird. Und schickt ihm aber gleichzeitig einen Kasiber, einen Zettel ins Gefängnis und sagt, du bist jetzt, du wirst freigelassen nach zwei Tagen suchen sie dich wieder, Schaut, dass du so rasch wie möglich anbaust. Ja? Und dann ist halt der Papi so rasch wie möglich zur Grenze, ne und ähm ähm und und ging über die Grenze und hat hatte immer hatte immer deutsche Kindermädel und sprach sehr sehr gut Deutsch. Und ist über die Grenze zu Fuß und dann schießen ihm die Russen nach und er haut sich hinter einen Schneehaufen und schreit, halt stehen bleiben oder schieße und die Kommunisten dachten, da sind bereits die österreichischen Grenzsoldaten.
Bianca
00:13:13
Das musst du mal einfallen.
Martin
00:13:14
Über die Grenze. Und das ist und und das ist halt diese wilde Geschichte, wie der Vater 56 über die Grenze kam.
Bianca
00:13:22
Dich diese Geschichte irgendwie also sichtlich sehr geprägt und und inwiefern und was hat dich noch geprägt? Was hat denn den Jungen den kleinen Martin Roller geprägt.
Martin
00:13:32
Also diese Geschichte, die die haben wir natürlich erst erzählt bekommen, wie wir größer waren. Das war in der Jugend kein Thema. Aber aber äh was will ich, das kann man nicht sagen. Es gibt jetzt nicht viel in der Jugendwische, dass irgend vielen kleinen Teilen, was die jetzt wirklich prägt, das weiß im Nachhinein nicht. Wir haben halt, wir haben mit meine Mutter kennengelernt und ähm, Die kam aus einer eines der großen Familie mit mit mit also vielen Onkeln und Cousins und Dings und äh und und wo wir bei den Jungen verbracht haben in einem Haus in der Hinterbrüll, und äh also das das war alles alles prägend, aber was dich jetzt wirklich prägt, das weißt du im Nachhinein nicht.
Bianca
00:14:18
Ich könnt's zum Beispiel ziemlich genau festmachen. Ne, spannend.
Willy
00:14:25
Was waren so deine deine ersten ja sage ich mal, Ziele, was wolltest du als junger Mensch werden? Wer äh was was waren so deine deine ersten großen, großen Themen? Warst du von Anfang an so ich möchte was zurückgeben, weil die Feuerwehr ja schon gefragt, wann hast du erkannt, dass du einen Maßen gehabt hast, ne? Und ähm.
Martin
00:14:45
Bekannt auch durch die Mutter, die die eben aus aus einer Familie kommt, die sehr katholisch ist und die sehr auch äh immer immer sehr zelebriert hat, wo sie herkommt, Dings und da gab's immer den Spruch, was du erbt von deinen Vätern ein Wirbelsäule, um es zu besitzen, von Goethe, ne. Heißt immer, immer wenn wir irgendwie großkoschert waren, hat's geheißen. Zu besitzen nie nie auf etwas stolz sein darfst oder dich verlassen darf darauf was du geschenkt bekommen hast, sondern tun sollst dafür Das heißt jetzt nicht äh nicht unbedingt, dass dass du dass du also wir wir sind sehr großzügig erzogen worden. Also wir wirken also das das heißt die, die das das äh das Arbeiten, per se, aber dass dass sich Bewusstsein, dass es für alles irgendwie auch eine andere Seite gibt.
Bianca
00:15:48
Äh der Willi hat jetzt recherchiert, du bist aus wie vielen Schulen geflogen. Und hast dann mit zwanzig mit warte ich muss das jetzt nachschauen mit sieben äh vier Rändern moturiert äh das.
Martin
00:16:04
Vierrad.
Bianca
00:16:05
Hä? Also es ist sie gerade ausgegangen.
Martin
00:16:09
Wirklich gut recherchiert, muss ich sagen.
Bianca
00:16:12
Das holt mich sehr ab, weil äh meine Schulkarriere war eh nicht erfolgreich. Äh wie, wie und warum und wie es denn das aus dir geworden, was du heute bist.
Martin
00:16:23
Net das war das war ich war halt ein ich war halt ein grauenhaftes Kind. Ich war halt wir wir waren halt ähm ich habe einen Bruder mit Matthias das und für ihre jünger als ich und das war meine Eltern haben haben sich scheiden lassen, da war ich zehn und der Matthias war sechs und da habe ich natürlich wieder Strukturen aufgelöst auch, und ähm ähm, Mich hat halt die Schule nicht nicht interessiert und hast du noch dazu kam, dass dieses Glück ich bin ein Jahrgang dreihundertsechzig und kriege so fünfzehn, 16 Jahre alt war, ist Wien aufgewacht, Das war so Ende der siebziger Anfang der achtziger war eine saucoole.
Bianca
00:16:58
Lustige, dass meine Mutter zählt genau dasselbe, ja.
Martin
00:17:01
Da ist irgendwie der der war in Wirklichkeit, das war ein graues Loch und auf einmal war gab's halt coole Lokale und Dings und ich ähm ähm bin relativ früh habe ich angefangen auszugehen und war dann war dann halt in den ganzen Lokalen unterwegs und war auch Türsteher und Discjockey und Dings dann später, ja.
Bianca
00:17:21
Jockey.
Martin
00:17:23
Und ähm aber also alle alle möglichen äh paar Sachen hat halt die Schule nicht interessiert. Ich bin halt aus allen Schulen rausgeflogen äh weil ich halt auch war und meine arme Mutter hat da also ist nicht gelitten darunter natürlich. Da hat er immer wieder eine Schule gefunden, die mich genommen hat und die War dann der Pressbaum, aber auch nur darum, weil ich eine eine Tante hatte, die Klosterfrau war.
Willy
00:17:50
Beziehungen von ganz oben.
Martin
00:17:57
Marius sagt eben Martin aus der 14. Schule rausgeflogen schaue, ob nicht das Gehör entnimmt und dann beginne ich in sein bin aber dann da auch durchgeflogen wieder und habe eben dann eben glaube ich dritten Anlauf, Mit 20 Jahren und eben stolzerweise, aber es muss zu den fünf Fächern antreten zu Matura und ich musste in sieben Fächern antreten, weil ich zwei Fetzen gehabt habe in der 8. Klasse und hatte 7 genügend, aber auch das erst im dritten Anlauf.
Bianca
00:18:27
Aber bis zum Schluss geblieben, oder? Du hast es durchgezogen.
Willy
00:18:31
Woher kommt das, das widerspenstige von Anfang an gewesen oder ist es? Was war das.
Martin
00:18:35
Ähm ähm, Es war, das war auch ein bissel auch die Erziehung vom Vater der der in Wirklichkeit äh nicht sehr konventionell war, der uns schon mit 15 Jahren hat Auto fahren lassen konnten. Wir durften Auto fahren mit zehn schon. Gelernt auf irgendwelchen Fahrstraßen. Der Papi hat uns wenn ihm die Zigaretten ausgegangen sind mit 15 und ich bin in Wien ins Auto gestiegen und bin Skikaufen gefahren, ja. Ja
Bianca
00:19:05
In den 80ern oder? Das war die Achtziger.
Martin
00:19:08
Ihnen 70ern, also da da unter und sein Motto war eine rote Ampel ist ein Vorschlag. Ein erwachsener Mensch kann entscheiden, ob er fährt oder nicht. Irgendwie für die Grundhaltung vom vom Buffets und das und das hat uns geprägt irgendwie, dass wir halt mit mit ähm ähm Autoritäten in, die nicht immer akzeptieren.
Willy
00:19:32
Ja? Was war die Rolle der Mutter? Gegenpol oder.
Martin
00:19:36
Die ist eine sehr sehr coole Person, die die, Ähm das hat eben nicht nicht geklappt und haben sich entscheiden lassen mit zehn war und dann gab's noch andere Ehemänner aber die die Mami ist wahrscheinlich dort der liebevollste Mensch, den ich kenne, die einfach also ganz, ganz cool ist.
Willy
00:19:58
Okay, also dann Seiten so richtig Regeln brechen, Regeln hinterfragen, aber gleichzeitig auch gut behütet oder und.
Martin
00:20:04
Aber das kam von beiden Seiten. Das kam von das kam von beiden Seiten, dass dass man irgendwie äh der der Lieblingsspruch meiner Mutter ist. So dass du dass du dass das ja, dass du dich ja nicht bemühen sollst, das allen recht zu machen.
Willy
00:20:22
Würdest du sagen, dass ähm in diesen in dieser Erziehung auch in dieser Kindheit schon noch ein bissel der der die Wurzeln deines Unternehmertums liegen, weil es wird jetzt leicht gesagt, oder? Ist.
Martin
00:20:36
Ja sicher. Das ist diese dieser dieser Trank, da nach unabhängig zu sein und und keiner Chef zu haben und keine Autorität zu haben und um seinen eigenen eigenes Ding zu machen, das das kommt sicher sehr auch von der Grundhaltung bei der Familien her, sowohl von der Vaterfamilie, also von der Die.
Bianca
00:20:59
Inwiefern.
Martin
00:21:04
Waren halt waren halt äh Äh geht auch aus einem bei der Mutterfamilie aus einem Selbstverständnis, dass halt eine sehr alte Familie schon lange gibt und und die halt gesagt haben, wir wir machen uns eigenen Regeln. Ja, dass dies halt auch seine negativen Seiten.
Willy
00:21:27
Ähm hat's in deinem Leben dann neben deinen Eltern offensichtlich auch andere, sage ich mal, prägende Menschen geben, prägende Erlebnisse, wo du sagst, das war das hat man im Leben so an hat mich in die Richtung geschubst vielleicht äh die die ich da eingeschlagen habe oder ist das dann erst später gekommen zu deinem.
Martin
00:21:46
Dauernd bringende Erlebnisse. Also wenn wenn du wenn du irgendwie natürlich war die Scheidung der Eltern war schon traumatisch ein bissel auch also als Kind mitbekommen nicht immer lustig ja, am am also das ist das ist aber wobei wir nehmen Eltern damit extrem gut umgegangen sind. Ich habe gesagt, Wenn wir unseren Kindern schon kein gutes Beispiel sein können oder kein gutes Vorbild sein können, dann sind wir ihnen zumindest ein gutes, schlechtes Vorbild haben extrem offen mit uns über über alles geredet. Das ist was wir immer, wo wir das ganz offen diskutiert, wer hat wann welchen Fehler gemacht im Umgang mit den anderen? Ja und das war und das war und darum glaube ich, führe ich jetzt seit 30 Jahren eine großartige Ehe und beim Bruder Matthias auch seit eben mit mit Tina. Ähm ähm weil wir weil wir unsere Eltern uns als Gutes, schlechtes Beispiel nehmen konnten, weil sie das auch so so wollten proaktiv.
Bianca
00:22:49
Also sie haben auch bewusst mit euch so offen darüber gesprochen und dadurch seids ihr zu dem geworden.
Martin
00:22:54
Jede Frage, die wir hatten ehrlich beantwortet, ähm ähm und das war schon, das war schon extrem hilfreich. Wenn meine meine Frau sagt ihr so wie mein mein Vater hat bei der Hochzeitsrede vor 30 Jahren 30 Jahren ne, hat er hat eine unglaublich tolle Rede gehalten aus dem Stegreif heraus, Hat gesagt, das Geheimnis einer funktionierenden Beziehung ist die Fähigkeit zum Schritt zurück. Das gerade, wenn man ein Sturschädel ist und wenn man glaubt, immer immer Recht zu haben, das ist nicht der Stärke, nicht der Stärkere, der ist, der das letzte Wort hat, sondern der ist, der die Fähigkeit hat, nachzugehen.
Willy
00:23:36
Der Esel fällt ihm.
Martin
00:23:38
So so ungefähr, ja. Das war also das und das war und das war das war eine sehr das war und die Madeleine meine Frau sagt du das immer wieder vor, dass er, daran, was der Abbau gesagt hat oder Hochzeit.
Bianca
00:23:50
Muss es dir vorsagen.
Martin
00:23:52
Oft.
Willy
00:23:54
Sag ähm du hast uns ja vorher im Gespräch, das gibt's ja dann auch auf Video äh schon gesagt, dass dass du fälschlicherweise oft damit äh assoziiert wirst, dass du ja in in dem Bereich Food, Lebensmittel, Landwirtschaft investierst, aber dennoch tust du es ähm, gab's in deiner äh Jugend irgendwo Berührungspunkte, wo dich das geprägt hat, Thema Landwirtschaft, Thema Essen, dass du da einen besonderen Bezug hergestellt hast oder ist es erst später dann durchs durchs Essen selbst kommen.
Martin
00:24:21
Gab's keinen Kontakt, ne. Ich glaube ähm.
Bianca
00:24:25
An einem Stück Parmesan. Schon oder?
Martin
00:24:29
Nein, da gab's keine keine besonderen dringenden Erlebnisse. Es wurde uns immer wurden wurde, Familien essen, zelebriert, wurde immer schön aufgedeckt und und Ding und das war schon immer eine, eine wesentlich Sache, dass man gemeinsam beim Tisch sitzt und wir sind ich bin erzogen worden ähm muss ich beim Essen, Ringe unter den Achseln haben musste, dass man dass man die Ellenbogen zusammenhaltet.
Bianca
00:24:58
Bei mir war's Brockhaus. Ich habe Grill und Flash.
Martin
00:25:01
Dings und und dass man das von und keiner darf das Besteck in die Hand nehmen, bevor ich Die Mutter beginnt zu essen und Gnade dir Gott, du machst es und wenn eine wenn eine der Damen am Tisch aufsteht, musst du auch aufstehen, das war so wie das von uns und eine Flasche darf ja nicht am Tisch stehen, also solche, das wurde sehr äh sehr zelebriert bei uns. Irgendwie, irgendwie schön und gepflegt essen, aber aber meine Mutter konnte am besten Paradiessoße mit Nudeln kochen, also kochen konnte sie nicht, ja, aber.
Bianca
00:25:39
Ich habe grad wirklich also meine meine Großeltern, Das war dann wahrscheinlich deine Elterngeneration waren für mich prägend, also ich hatte den den Brockhaus am Kopf und unter beiden Armen Tee trinken und und und quasi Jause-Essen gelernt und äh wehe mir, ich habe nicht aufgegessen, was am Teller war, dann was überhaupt.
Martin
00:25:57
Genau das. Das ging gar nicht, ja und und, der Spieler wenn wenn ein Serviettenring unter den Achseln runterfällt, dann gibt's keine Nachspeise die gab's immer immer trotzdem oder das Wald so diese dass das Waldi die Art und Weise wie halt wie halt das wie das gemeinsam essen selber und das habe ich genauso mit meinen Kindern auch gemacht.
Bianca
00:26:16
Die auch diese Wettnang unter den Namen wirklich.
Martin
00:26:18
Na klar. Aber auch mit diesem spielerischen, also nie nie irgendwie böse ernst gemeint, sondern spielerisch dass man halt lernt, sich bei Tisch zu benehmen anständig, ja. Das war der Hintergrund, ja.
Willy
00:26:30
Okay. Sorg ähm jetzt bist du Hast du, dass du eine wilde Jugend. Ja, wir haben das mit den Schulen schon gehört und ähm mit der Endstation dann dem Sakric Coeur. Die haben dich auch nicht ganz, bändigt, sage ich mal, aber du weißt, bist du dann im Leben durchaus erfolgreich worden? Was was war dann. Das Auslösende Ereignis, dass du dann aus dieser wilden Phase auch des Türstehers, des DJs, äh dann doch, äh sage ich mal, eine stabile Laufbahn eingeschlagen hast oder ist das überhaupt so?
Martin
00:27:04
Na wir haben ich ich habe ja dann studiert ja und das unser äh äh BWL aber nicht das Interesse, sondern weil es weil's einfach damals alle gemacht haben, dass der Weg des Jingsten Widerstandes war und kam nach den ersten, zwei Semestern drauf, dass ich irgendwie, keine einzige Prüfung gemacht habe und dass ich nur unterwegs war und nicht ein und ich bekam mit 18 Jahren eine eigene kleine Wohnung und konnte alleine leben und oder Taschengeld Dass ich, dass ich auch ein ich habe immer gearbeitet nebenbei, aber es war so, dass das Grundrauschen war da, das meine ich ja damit mit diesem Glück, dass du Eltern aus dir das geben konnten.
Willy
00:27:45
Gewisse Sorgenfreiheit, oder?
Martin
00:27:47
Und und konnte zwischen 20 und 21 nicht einschlafen, ohne dass die Vögel zwitschern, draußen, weil sie aufwachen, weil wir jede Nacht unterwegs gewesen sind. Also eine eine tolle Zeit. Und kann man drauf nach dem 1. Jahr, dass das mit der Uni so nix wird und bin dann gegangen nach Lien zu studieren, ja und habe mich dort im Entenheimer, genommen und bin jeden Tag am Montagabend gefahren nach und am Donnerstagabend zurück.
Bianca
00:28:16
Mhm da müssen die Züge noch länger. Das ist eine Dreiviertelstunde nach links.
Martin
00:28:18
Kleinen Viert gehabt nach Linz, habe dann an diesen drei Tagen studiert und das dann relativ konsequent, und und das ging sich bestens aus und habe dann und habe dann eigentlich mein Mensch, mein Studium, wenn ich die Nettostudienzeit nehme, in Mindestzeit gemacht, Mein Bruder Matthias lustigerweise der ist Arzt, der war genauso grauenhaft in der Schule wie ich dort, auch im Mindestzeit Medizin studiert, Also wir wir haben dann irgendwie irgendwie dann ist uns der Knopf aufgegangen irgendwie, dass man halt immer den Weg des geringsten Widerstandes suchen, natürlich. Also ich ja nicht ehrgeizig sein. Das war auch so eine Erziehungsde eine lustige Erziehungsmaßnahme meiner Eltern, für meine beide Eltern war, waren, waren ehrgeizige Menschen grauenhaft. Ja, Ehrgeiz ist eine verachtenswerte Eigenschaft, nach Ehre zu geizen, Dass du dass du du definierst dich nicht dadurch, was andere Menschen sagen über dich, dass du die Ehre erwirbst, ja? So und du ziehst dein Ding durch, aber nimm ja nicht Rücksicht darauf, äh äh ob du dir damit Ehre und Anführungs, und das war und das war, Ähm also wir haben das dann gemacht, der gesagt haben, jetzt müssen wir halt und darum waren waren gute Noten und so weiter waren wir uns kein Thema.
Bianca
00:29:38
Aber habt ihr, sowohl du als auch dein Bruder das studiert, aber aus Interesse oder aus aus Gründen des geringsten Widerstands.
Martin
00:29:47
Medizin ja und da sind sehr guter Gynäkologik geworden ähm ähm und äh und ich als BWL weil's weil's halt bewählbar. Weil's mir wurscht war damals. Interessiert hätte mich Geschichte und Germanistik solche Sachen hätte, hätte mir Spaß gemacht. Aber aber das das war halt brotlos und war ich schon so praxisnah, dass ich mir überlegt habe, irgendwas zu studieren. Was arbeiten kann.
Bianca
00:30:20
Damit und auch was verdienen damit.
Martin
00:30:22
Und ich habe immer dann gearbeitet. Ich habe also das war auch also vielleicht prägend. Mein Vater war im, wir mussten, der Matthias und ich mit 15 und mit 15 und 16 haben wir im Sommer gearbeitet, zwei Monate am Bau. Die Hilfsarbeiter der Hilfsarbeiter. Und nicht in seiner Firma, sondern in der Firma, wo die Leute nicht wussten, wir sind die Söhne vom Direktor. Und haben da und haben da echt Hennen gelernt. Ja also das war und und haben gutes Geld verdient, aber das war mit 15 und 16 früh. Wir haben immer ich habe immer irgendwelche Jobs gehabt, nicht? Weil Limousine Driver und und war bei der Driver von von ich bin gefahren mit Freddie Mercury und mit Rod Stuart Window.
Bianca
00:31:09
Man dazu.
Martin
00:31:11
Wo du gutes Geld verdienen konntest, ja und wo du wo du dir die Zeit einteilen konntest und da gab's halt den, im Hilton was weiß ich. Ich rede jetzt von Mitte der achtziger.
Bianca
00:31:23
Es klingt nach Mitte der achtziger Jahre.
Martin
00:31:26
Und, Äh haben wir halt irgendwelche arabischen Shakes oder amerikanische Mutti-Millionäre mit dem mit der Limousine durch Österreich geführt und haben dann irgendwelche Rolexuhren als Trinkgeld bekommen und das und das war und, und das war halt einer der Jobs, Das war also und dann halt alles mögliche und dadurch habe ich halt gegen gearbeitet bei bei Kellner und und alles mögliche.
Willy
00:31:51
Mhm. Ähm gut, also du machst nur was sagen.
Bianca
00:31:57
Eher kurzer Zwischenfrage. Wenn man jetzt anfängt, also wir haben schon gelernt, ähm Discjockey für die jüngeren Zuhörer, das ist der DJ. Düdelsteher, Limousinen Driver, Baustellenhacker. Ähm wo war der Anfang deiner Karriere? Was war da der Fokus, was war die Richtung, wer wie.
Martin
00:32:15
Das äh ich ich habe dann ich habe dann also immer wieder ähm äh so Sommerjobs gehabt, Hatte natürlich wieder das Glück, der Familie dass ich halt wenn wenn ich irgendwo was hacklen wollte, dann kannte entweder einer meiner Onkeln oder mein Vater kannte immer irgendjemanden irgendwo ja und so und so war dann das war glaube ich neunzehnundachtzig, Ähm fragt mich dein Vater, was ich im Sommer machen möchte, also irgendwie Mai oder Juni und ich sage ihm, weil ich keine Antwort wusste, du, ich möchte irgendwie bei einer Bank in New York arbeiten. Und da sagt er okay, ja und ich war eine Woche später beim beim Otto Karl Finsterwalder, dem Vorstandsdirektor der Kreditanstalt-Bank-Verein, Auslandsvorstand und ich und und sagt okay, du möchtest gehen, New York ähm in drei Wochen fliegst du, drei Monate lang ein Genie machen bei der und ähm, aber nicht darum, weil's mich interessiert hat, sondern weil ich halt in den Sommerjob wollte.
Willy
00:33:23
Und New York in.
Martin
00:33:24
New York, das war natürlich in 80 Jahren saucool. Da bin ich. Ich werde nie vergessen, den Tag, wo ich da lande und und mein Gebäck ist geblieben irgendwie in Brüssel und ich, sind allein mit dem Taxi gefahren über die Brooklyn Bridge gerade nach New York und habe gewusst, ich wohne irgendwie in der 86. Straße und das ist das war das war ein unvergesslicher Tag dann der erste Tag zu Fuß gehen von der sechsundzwanzig, runter nach Downtown und zurück. Also es war seitdem liebe ich diese Stadt, ja und war dann dort drei Monate lang und habe halt, in Wirklichkeit habe ich, gefaulenzt. Ich war sicher jede Nacht unterwegs und war sicher von von fünf Tagen mindestens ein bis 2 nicht im Büro, völlig, weil ich irgendwie anders machen.
Willy
00:34:09
Wieder in deine alten Muster zurück verfallen oder was?
Martin
00:34:13
Und habe damals und habe dort festgestellt, ich bin nicht kompatibel mit großen Strukturen.
Willy
00:34:18
Was heißt das? Und wie wie.
Martin
00:34:23
Billig, weil's mir auf die Nerven geht, wenn mir jemand sagt, was ich tun soll oder oder weil, Das das ich habe mich da echt wohl gefühlt. Das wusste ich auch schon vorher von den anderen. Ich habe bei einer Versicherung gearbeitet, wo ein anderer Onkel im Vorstand war und das das das geht sich nicht aus. Und ähm ähm und dann habe ich halt mit einem mit einem, türkischen Freund, den ich irgendwie in der Disco kennengelernt habe, irgendwie habe ich habe ich einen Textilhandel gegründet.
Willy
00:34:53
Aha. Warum Textilien.
Bianca
00:34:54
Dass die in der Disco kennengelernt und dann habt ihr euch gedacht, Textilhandel.
Martin
00:34:58
Wurden wegen Freunde und der war lustig und dann ein lustiger Typ und und der den ein ein Türke, der an ihm studiert hatte und dann sagt er, du pass auf, er möchte jetzt einen, eine, eine, eine Boutique aufmachen und dann Vater hatte, hatte zu tun mit der Shopping-City Süd, der hat ja da gebaut und und kanntet den Durchsieg, den Eigentümer und sagt ihm, du hör's auf, mein Sohn braucht ein Geschäft bekam ich ein Geschäft in mit irgendwie 25 oder 26 Jahren in der SCS und habe dem türkischen Freund da angefangen Textilien zu äh zu verkaufen.
Willy
00:35:34
Ihr habt seinen lustigen Namen gehabt, glaube ich, ge.
Martin
00:35:35
Tomate, ja. Wobei mich Mode nie interessiert hat und bis heute nicht interessiert. Äh ich hasse es, ja. Ähm ähm aber das das war halt damals eine eine erste Möglichkeit, irgendwie selbst Unternehmen zu gründen.
Willy
00:35:51
Ist es dir und das haben wir schon voll im im Kern drinnen. Äh du hast das erst Textilien gemacht, warst dann bei der Apotheke, da kommen wir dann eh noch drauf ein bisschen. Ähm geht's dir, Investieren oder um etwas aufzubauen, was treibt dich, was da hast du schon angefangen. Was hat dich davon Anfang an getrieben dort und da und dort, wo du drinnen warst, einzusteigen? Was war da da der Kern, Motivation.
Martin
00:36:16
Weil es immer, immer ganz interessant ist, selbst was ins Leben zu rufen und nicht irgendwo auf ein Trittbrett zu steigen und mitzufahren und das ist das ist das erste, weil du dann halt nur den eigenen Chef bist und das und keinen sagt, was du zu tun hast. Und ja eigentlich das war die und was es genau ist, weil wir immer ob das jetzt Fetzen sind oder ob das ist, Apotheken oder äh ich habe mal eine EDV-Firma gegründet in den neunziger Jahren für Apotheken EDV. Da war nicht am bald Marktführer in Österreich, auch was es war, war mir immer völlig brunzen. Es hat ja nur alles auch sein Ablaufdatum. Wenn irgendwie, wenn's funktioniert, dann langweilt's mich dann rasch. Also.
Bianca
00:37:05
A okay.
Martin
00:37:07
Also da da habe ich dann habe ich oft, bevor es das Wort Exit gab, habe ich dann gesagt, okay, also wenn wenn ich wenn wenn sich eine Gelegenheit und ich habe dann angefangen Sachen Bordell auch zuzumachen, ist ja bald, also ich nicht nur ein eine Firma gegründet habe, sondern dann noch eine andere.
Willy
00:37:23
War das Ziel, also jetzt näher wir uns ja ganz ganz schnell Gucci aus dem investieren, einsteigen, aussteigen, aufbauen. Ähm war das von Anfang an klar, dass das der Weg wird oder hat dich das da quasi so aus den Einzelschritten ergeben?
Martin
00:37:39
Du kannst überhaupt nie irgendwas planen, was länger als ein Jahr oder zwei Jahre jeder, der das glaubt, darum bin ich auch so bei bei Business im Businessplan ist wahnsinnig wichtig, du deine deine Idee und deine Vision auf Zahlenebene widerspiegelst, aber du darfst nie daran glauben, dass die Zahlen eintreten werden auch. Weil weil weil es wird immer alles ganz anders, was du glaubst. Das ist und das ist sowieso die die wichtigste Erkenntnis, dass du überhaupt nichts langfristig vorhersehen kannst oder planen kannst.
Willy
00:38:13
Spannend, wenn wir uns die Frage aufgeschrieben, wie gehst du mit der Auswahl deiner Investitionen äh wie gehst du da ran? Wie bewertest du diese und jetzt hast du irgendwie gesagt du bewertest zwar aber glaubst net dran.
Martin
00:38:27
Ich glaube nicht an eine langfristige Planbarkeit. Ich glaube daran, dass eine Idee äh gut ist und Substanz und Potenzial hat, ja aber ich investiere nur in Projekte, wo die wo die Gründer, sind, ihre Strategie sofort eine neunzig Grad Haken zu schlagen, weil du kommst, du kommst erst durch Ton drauf, was geht und was nicht, Das ist und die und also die die größten äh Fehlgriffe waren Investments in Unternehmen, Gründer äh Leute waren, die lang in großen Unternehmen gearbeitet haben, weil du dort die Flexibilität dir ab, trainiert wird. Du kannst, du kannst in einer Sekunde, wo du Corporate bist, wird jeder Fehler bestraft. Leute und die Leute, die Karriere machen wollen, die müssen aufpassen, dass sie keine Fehler machen, weil oben, oben gibt's hundert Leute, die ich nicht drauflassen wollen und unten gibt's hundert Leute darauf, warten, dass du einen Fehler machst, damit sie deinem Sesselbein sehen können, ja? Das heißt du wirst du wirst zu ähm ähm dazu zogen ja nicht entscheidungsfreudig zu sein, Unternehmertum das Allerwichtigste ist Entscheidungsfreude. Dass du eine Entscheidung triffst und es dir scheißegal ist, ob's ob sie richtig oder falsch ist. Du bemühst dich die Richtige zu treffen. Aber du weißt genau, wenn sie falsch war, dann ändert sich halt. Und ich muss mich von niemandem rechtfertigen, Und das ist ein Kunde, wo du länger, wir hatten mal ein lustiges Event in Luxemburg in der in der Sekunde ich investiere in kein Unternehmen mehr, wo ein Gründer länger als fünf Jahre Corporate war, weil sie dann das Unternehmertum abtrainiert bekommen haben, eine ganz essenzielle Geschichte.
Bianca
00:40:07
Ich habe tatsächlich, deshalb hat's mich gerade kurz gerissen, diesen Spruch let's cross the Bridge when we are there, ist mir von Kindesbeinen an. Erzählt worden, aber mit mit einer und so das das war das ist bis heute was Schönes. Ähm mein Onkel, der Mensch, der uns das beigebracht hat, äh lebt nicht mehr, aber wir sind alle so ähm aufgewachsen, Und für mich hat das aber auch dieses ähm. Schauen wir mal, dann sind wir eh. Das die Wienerische Version davon. Aber was macht das mit einem Unternehmer oder ist das das Kerngeschäft von einem Unternehmer, weil.
Martin
00:40:43
Dass ich das in Wahrheit das Kerngeschäft. Das ist jetzt jetzt zitiere ich wieder meinen Vater, der gesagt hat, ein äh die Definition von Intelligenz ist ganz einfach. Das sind Menschen, die das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden können. Auf den Punkt. Beschäftigt dich nicht mit Dingen, die nicht wesentlich sind. Und das ist diese Unterscheidung, musst du treffen, da gibt's das, gibt's diesen wunderbaren Eisenhower Quadranten, wo du unterteilst Dinge nach wichtig und dringend wichtig, dringend, nicht wichtig, dringend, wichtig, nicht dringend und ist das Gleiche, Ähm, Das heißt, wenn du dich beschäftigst, wenn du versuchst zu weit in die Zukunft vorauszuschauen, beschäftigst du dich mit Dingen, die nicht wesentlich sind. Ja, wer tut, wer du nicht wissen kannst, was in einem Jahr sein wird, sondern du du musst die Entscheidungen treffen, wo du hier und jetzt der Überzeugung bist, dass sie richtig ist, aber allzu lang vorauszuplanen funktioniert nie. Es ist es kommt immer anders als du glaubst.
Bianca
00:41:48
Woher weiß ich das? Wie kann ich das einordnen.
Martin
00:41:51
Das ist eine eine Mischung aus Intelligenz, Erfahrung ähm und Gefühl.
Willy
00:41:59
Jetzt ähm jetzt investierst du ja, du baust Unternehmen auf, ja und und und, Jetzt hast du vorher gesagt, das die Textilien waren da eigentlich wurscht. Aber du baust dir so ein Unternehmen auf und das das du siehst es dann wachsen und es wechselt dann vielleicht sogar ein bissel ans Herz, ja? Es ist ja dein Baby, das du jetzt aufgebaut hast. Ist es da net schwer ähm diese Babys dann immer wieder in die Freiheit zu entlassen.
Martin
00:42:25
Also aber es geht nicht alles gut, was ich mache. Es gehen auch viele Dinge nicht jedes Projekt war erfolgreich. Viele Dinge mussten wir auch zu Grabe tragen, wo sich dann die Frage gar nicht stellt, wer die Sache stirbt von selber, ja? Also das Erste und und das zweite ist, das ist schon schon ein Glück, ich trenne mich leicht von Dingen, mir wächst sehr wenig ans Herz. Ja also wenn ich wenn ich wenn ich ähm, Bin ich bin das sehr sehr unemotional, ja. Wenn wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt, dann lasse ich's sein.
Bianca
00:43:00
Aber was wächst dir dann ans Herz?
Willy
00:43:03
Was braucht's dafür.
Martin
00:43:05
Familie. Das ist das Einzige, was mir ans Herz wächst, ist ist meine oder gewachsen ist, ist meine Frau und meine Kinder und und alles andere, meine meine, Autos oder oder meine Häuser oder Dings, ja ich verkaufe das sofort, wenn's irgendwie ein Typ daherkommt, immer ein gutes Geld zahlt, bin ich hier raus aus der, geh weg und mach das nächste aus. Obwohl ich das wahnsinnig viel liebe und Dings jedes einzelne Stück habe ich mir ausgesucht und steht da, wenn ich das wollte. Aber das mache ich wahnsinnig gerne noch einmal woanders.
Bianca
00:43:43
Wie kommt das.
Willy
00:43:44
Das ist ja.
Bianca
00:43:45
Bist du auch nicht.
Willy
00:43:48
Ist es, ist es aber eine Eigenschaft, die man braucht, wenn man, wenn man, wenn man wenn man in West ist, dass man sich von Dingen trennen kann.
Martin
00:43:55
Das ist die Art und Weise, wie ich das Geschäft angehe, ist ja atypisch völlig. Ja? Ich bin ja kein professioneller VC Fond oder ich investiere das eigene Geld ja. Ich muss niemanden Rechenschaft geben, ich ich also dass das ist ja dazu wie ich das mache, Das ist ja, das ist er nicht, dass er keine Regel wie wie man es macht. Sondern das ist eine absurde Geschichte in Wirklichkeit. Also das ist ja das ist ja keinerlei also es hat keinerlei Allgemeingültigkeit, Und aber aber ich glaube schon, dass in das ein echter Investor, ja, sich selbstverständlich trennen muss von Dingen und an Projekte, die er unterstützt, dürfen ihm nicht ans Herz wachsen, sonst wird sonst triffst du keine klare Entscheidung.
Bianca
00:44:43
Aber dürfen sie dir dann nicht schonen eigentlich ans Herz wachsen, weil du ja eigentlich.
Martin
00:44:48
Ja, aber aber ich habe aber aber aber das das ich geb's auch gern weiter und andere Leute ist auch gut machen. Muss ja nicht mir gehören alles.
Bianca
00:44:59
Ich würde dir gerne die Frage stellen, an dieser Stelle, weil's sehr gut passt, inwieweit machst du mit dem, was du tust, auch eine Art zumindestens von Sachpolitik, weil du ja mit jedem, jede Entscheidung, die du triffst, jede Investment, das du machst, jeden Schritt, den du gehst, ähm etwas von deiner Persönlichkeit und dem, was du ja damit erreichen willst, in deinem Fall ist es, wir haben gelernt äh Nachhaltigkeit und irgendwie was was weitergeben, Und auch äh anderen Menschen was zurückgeben, inwiefern ist das auch politisch oder ist es das überhaupt.
Martin
00:45:28
Natürlich ist das alles, was wir tun und alles, was was ich auch tue, ist natürlich am Ende des Tages, politisch im Sinne von parteipolitisch aber gesellschaftspolitisch also weil es einen einen Impact haben soll, der eben aus dieser ich ich glaube sehr, bin Katholik und praktizierend und glaube sehr jeden Sonntag in die Messe. Ich glaube sehr an diese drei göttlichen Tugenden glaube ich liebe Hoffnung. Aber das heißt jetzt nicht glaube an einen Herrgott oder ich glaube daran, dass ich in der Macht des Menschen liegt, die Dinge zum Besseren zu wenden, die Hoffnung, dass es ihm gelingt und die Erkenntnis, da es nur mit Nächstenliebe funktioniert, das hat eine Religion nix zu tun und das ergänze ich dann gerne, sind 3 göttlichen Tugenden, da gibt's die vier Kardinal-Tugenden, Tapferkeit, kennen Sie sicher. Tapferkeit, Gerechtigkeit, Klugheit, Bescheidenheit. Diesen sieben uralten und die Kardinal der katholischen Kirche zu tun, die jetzt schon äh definiert, ja ähm ähm die heißen Kardinal Tugenden, weil allumfassend ja? Wenn du durch diesen sieben alten Tugenden äh dein Lebensgerüst zusammenbaust, dann kannst du nix falsch machen in Wirklichkeit Das ist und das ist also die die ähm. Etwas, was halt, was in Wirklichkeit meinen Entscheidungsgrundlagen sind. So das ist das ist das ist versuche ich doch ernst zu nehmen.
Bianca
00:47:01
Wie haben sich diese sieben Tugenden in dir so verfestigt, weil es kommt ja nicht von irgendwoher.
Martin
00:47:10
Erstens einmal also weil wir, halt schon eine äh also Glaube hat für uns immer eine Rolle gespielt, Haben wir jetzt jetzt das Reiz nicht jetzt irgendwie big Gottes Kirchen rennen, aber aber doch der Glaube daran, dass es Dinge gibt zwischen Himmel und Erde, die halt Himmels sind und nicht Erde sind. Und ähm ähm und das war immer irgendwie Teil meines Lebens. Und das hat und dann und dann und dann beschäftigt und habe ich ich habe immer ich habe immer irrsinnig viel gelesen auch und ich beschäftigt mit mit Dingen die die Antwort sein sollen darauf warum wir das tun was wir tun ja und nun, triffst dort halt früher oder später auf den Philosophen, ne und dann.
Willy
00:48:03
Ja, aber ist dieses Nachdenken es fällt mir jetzt schwer zu äh zu sehen, dass dieses Nachdenken während einer wilden Phase in der Schule gekommen ist oder in der Zeit des des Fortgehens als Türsteher. Wo wo wo wo hat's angefangen dich zu greifen, dich zu prägen und äh in dir zu wirken?
Martin
00:48:20
Das war immer das war immer, ich ich habe eine ich habe eine wunderbare Tante gehabt, die, eine Cousine meines Großvaters war und seine Geliebte auch wilde Geschichte und die war, Die die war also die kam aus einer äh russischen Familie, habe Österreicherin äh war eine der ersten Frauen, die den Führerschein gemacht haben in Deutschland, und hat dann also hat fünf Sprachen gesprochen, fließend und die hat uns als Kindern gegeben schon, ja, sagt so, ihr seid jetzt fünfzehn, da sind das äh sind die beiden wichtigsten Bücher von Russen und von Franzosen und von Englern und die Lize jetzt. Das war und die die waren humanistisch gebildeter Mensch und die hat uns natürlich schon, geprägtes Kind. Also wir haben uns immer wir wir sind auch als Kinder in in die Oper gegangen und ins Theater und Dings und das war schon schon ein wesentlicher Bestandteil unserer Erziehung irgendwie ähm ähm Bildung, humanistische Bildung.
Willy
00:49:27
Mhm. Ähm versuchen wir mal die die zwei Stränge, die da jetzt im im Raum stehen. Ähm, das was wir jetzt grad gesprochen haben, auch deine deine die Werte, deine Werte und dann der der Weg aus Investor ganz am Anfang über die über, über die Apotheke, über die den den Textilhandel, den du aufgebaut hast. Ähm irgendwann ist dann auf deiner Agenda das Thema Nachhaltigkeit, Ökologie, vielleicht sagst du's dann selber, welche welche Dinge sind. Wie ist das aus dem entstanden ein bissel.
Martin
00:49:54
Aber, abgezeichnet hat. Das die hinterfragst, warum tust du das, was du tust, ja? Und dann ähm, Und als Unternehmer, ja, willst du mal Geld verdienen, ja? Und das treibt dich am Anfang an. Das heißt, du bist erfolgreich, wenn du ein Projekt gut machst, dass du Kohle verdienst damit? Und wenn du drauf gekommen bist, dass du das alles gut kannst, dann ähm. Ähm und durch das Glück hast, dass du gewisse Dinge gut gegangen sind oder du halt geerbt hast oder sonst irgendwas, dass du dann fragst, okay, was gibt's denn sonst noch? Und dann fragst du dich relativ bald einmal, du mit deiner eigenen Kraft noch anderes tun kannst. Und das war halt dann die diese und wie ich begonnen habe mich zu beschäftigen mit dem Thema hat eben eben 2tausendfünf wo wir die Apotheke gegründet haben in der Kuppendorfer Straße. Um ein damaliger Komponent ähm ähm da saßen wir in Italien am Strand und haben einen Sand geraucht und er sagt mir, du Lohas. Was ist los hier? Sagt der, du, jetzt habe ich gerade gesen, Lifestyle of Health und sagst den Ability. Was sagt er, du unternehmen Apotheker, neues Leitthema. Ich tue das Kind da was Super, das machen wir, und das wird die erste Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit vor 17 Jahren.
Bianca
00:51:27
Apotheke.
Martin
00:51:28
Mit einer Apotheke. Apotheke, die eine der ältesten Apotheken Wiens war, die Apotheke zum Maria-Held erkranken. Die hundertste was, haben wir dann einen haben wir einen Namen erfunden Charles, ja? Haben dazu Tiersten Geschichten erfunden, wo wir warum herrscht diesen Scheiß Apotheke? Wir haben gesagt, ähm das ist ganz einfach, aber es hat, Camilla-Parker-Bowls hat in den 60er Jahren in Wien studiert. In der Apotheke gearbeitet als Apothekenhilferin. Und damals der Prinz Charles ist schon heimlich besucht. Im Nachtdienstzimmer hinten haben sie sich immer heimlich getroffen in der Nacht. Und um daran zu erinnern, haben wir gesagt, wir taufen die Boutique zu uns. Natürlich erst aber die Leute haben sich geliebt die Geschichte, ja. Und das war und und ähm, dann war das Leitthema Lohas und darum eben dieses diese Bio-Kosmetik-Geschichte und das Ärztezentrum für für und, und das bekam dann die Eigendynamik gesagt, okay was heißt eigentlich das? Und dann äh beschäftigt dann habe ich mich halt beschäftigt damit und dann.
Bianca
00:52:39
Es ist eigentlich nur so eine Marketingschmerz.
Martin
00:52:41
Marketing ist eigentlich eine basisch gescheite Idee, diese Emotion, ökonomische Verantwortung, ökologisch und soziales alles was ich tue, darf nicht nur die Wirkung haben, dass ich viel Geld verdiene damit, sondern das muss auch ein das hat andere Wirkungen auch noch, weil du hast Mitarbeiter und du und du und du bewegst halt da und das und in Wirklichkeit musst du dir überlegen auch, dass das, was du bewegst, möglichst gut ist und möglichst effizient ist. Auch im Sinne, dass du dass du Gutes tust, damit unter und das war wieder der Connex zu Glaube, Liebe, Hoffnung.
Willy
00:53:18
Aber im Anfang wie die Bianca oder wie du selber gesagt hast, war's eher Marketing Marketing nach und nach ist es dann entstanden, dass du dass du nachhaltigere solche Canon schätzen gelernt hast, definier bitte deinen Worten A, was ist Nachhaltigkeit äh für dich äh und äh woran hast du dann erkannt, dass das Ding an sich schon einen Wert hat für sich?
Martin
00:53:40
Na das ist äh also das ist wirklich schon ökonomische Verantwortung, ökologische und soziale, vor allem als Unternehmer. Das ist ja das Social Entrepreneurship ist ein völlig blöder Begriff, falsch übersetzt wird, nämlich asozial, aber nicht sozial, es heißt gesellschaftlich. Ja und jedes Unternehmertum ist gesellschaftlich und ähm ähm und dieser Kunde, wo das dann abstrahierst und definierst, dann fragst du dich bei allem, was du tust, was ist der soziale Impact, den ich habe und da ist der chronische Impact, den ich habe, ne. Und und das war halt dann, Eine weitere Größe bei den oder eine eine, Grundlage bei unseren Entscheidungen. Zu allererst einmal muss es ökonomisch funktionieren, sonst bettelst du immer um Geld, damit du, damit du dein Projekt am Leben halten kannst und dann musst du aber auch dir anschauen, wie geht's den ökologisch und oder sozial. Da ist die Uhrdefinition von Aral und die haben wir dann, wie wir uns beschäftigt haben in das Apotheke, relativ rasch und mein ist ein super gescheit, Typ immer, also mein Ex-Kompanie immer noch einer meiner besten Freunde, Die haben das sehr viel darüber nachgedacht und gesprochen auch und dann und dann kam's eben zum Kauf der Biolandwirtschaft. Dann haben wir verkauft äh die Apotheke zum Weinberg im 19. Bezirk. Ich hatte mal sechs Apotheken gleichzeitig.
Bianca
00:55:03
Warum Apotheken? Ganz kurz.
Martin
00:55:05
Weil du in in der Familie, weil weil in der Familie mein Stiefvater der dritte Mann meiner meiner Mutter hatte eine kleine Pharmafirma und in der Apotheke am 12. Bezirk, und die habe ich und damals habe bin ich eingestiegen in die Pharmafirma, habe habe dir was sofort verkauft, ja, weil weil da gab's so ein Angebot, uns hat mich eh nicht interessiert, der Blödsinn. Dann ähm habe ich aber die Apotheke übernommen dort und habe zum ab den ersten Apotheken-Roboter da eingebaut und so weiter und habe dann gegründete Apotheken EV-Firma, wo wir Wirtschaft programmieren haben lassen für Apotheken. Wo dann also sehr rasch Marktführer waren in Österreich mit Apothekensoftware, und ähm und dann habe ich dann habe ich mich so geärgert über die Apotheker, weil das eine die so äh Kunden misshandelt, aber es waren Kundenmisshandlungsanstalten, das Glück, haben, dass wir Umsätze machen, wie die Rezepte ausstellen. Ja, anstatt, dass sie Dienstleister sind. Da habe ich halt gekauft aus Zoren, die aus der Apotheke, ähm ähm und und habe gesagt, da machen wir jetzt einen Dienstleistungsbetrieb drauf und und neunzehn neunundneunzig, Apotheke zum Weinberg gekauft vom 19. Bezirk Ecke Künzinger Straße, dort dann habe ich gegründet, dass das eine Privatuniversität für traditionelle chinesische Medizin und ein Ärztezentrum und die Apotheke haben wir umgebaut, haben wir das Nachbarhaus gekauft und die Boutique transferiert und die Maßgabe an der Architekten war, Wenn Leute in die Apotheke reingehen dürfen sie nicht erkennen, dass das eine Boutique ist. Haben schon damals riesige Screens an die Wand gemacht, wo halt Naturfilme gelaufen sind und Wasserfälle und also war völlig ja.
Bianca
00:56:57
Dieser Apotheke bin ich aufgewachsen, also deshalb vielleicht ist das mein Bildername ja hm ich dachte das gehört so.
Martin
00:57:04
Wunderbarer Zufall. Also die und die haben wir und da haben wir halt dort das das ganze Eck, das Armbruchstag, also das Eckhaus, Ich habe das Haus gekauft. Ich habe diese völligen Irren DCM-Ärzte gefunden, die uns gegründet haben dort, ja. Und das war und das war halt äh die erste Spielwiese, ja.
Bianca
00:57:28
Das war die erste Spielwiese, aber aus der aus dem Zufall heraus, dass da ein Stiefvater ähm in diesem Bereich tätig war. Also das Thema Thema war wurscht, aber Nachhaltigkeit wichtig und und.
Martin
00:57:40
Vornachhaltige. Vorm Thema Nachhaltigkeit von den 90er Jahren sondern das das war halt und aus der Erkenntnis, dass dass das eine Dienstleistungswüste ist, wo du, wenn du in diese Branche hineingehst und auf Dienstleistung geht und das war Dienstleistung kommt von dienen und leisten in der Reihenfolge und Apotheker waren weder bereit fürs einen noch das andere, aber wenn du dann eine Apotheke hast, wo das passiert, ja, Geschäft sein muss und und das nämlich vor allem technisches Ding, du hast die Apothekenproblem, dass 70 Prozent des Umsatzes Kassenumsatz ist und 30Prozent Privatumsatz ist, aber das Geld verdienst du nicht im Kastenumsatz, sondern mit dem Privatumsatz. Den Kaufumsatz habe ich den Rezepten und wirklich etwas meine Maßgabe und alle Angestellten von das Rezept, Ist euer Flugzettel, wo der Arzt euch den Kunden schickt in der Apotheke, drauf steht, nicht dass ihr was ihr möglichst wortlos aus dem Radl aus dem Laden rauszieht und über die Bude schmeißt, sondern was ihr dazu verkaufen könnt. Steht da schon da, nicht nur das, was sie abgeben müssen, sondern das, was sie zum Antibiotikum des Magenschutzmittel, und so haben wir's geschafft bei allen Apotheken, die ich gekauft habe, aus 70:30 sehr rasch 50:50 zu machen, was in ihrer Unterschied ist, Das war halt das Geschäftsmodell dahin.
Willy
00:59:07
Okay ähm ja jetzt möchte ich dann a bis.
Bianca
00:59:10
Ich fühle mich gerade auf die letzten 30 Jahre zurückversetzt apothekentechnisch verarscht, aber das ist okay, das ist zwar subtil.
Willy
00:59:19
Äh für unsere Hörerinnen und Hörer, ähm wie sieht's mit Martin Roller? Ähm er ist äh ja, ich sage jetzt nochmal, Investor, aber auch Bio-Landwirt und äh um den Condex a bissel zum und warum grad äh Bauer heute mit dem Martin Roller spricht. Hier ist ähm einen, du hast es vorher schon kurz erwähnt, äh kam dann auf einmal die Biolandwirtschaft zum anderen nenne ich jetzt einmal ein paar Wort oder die Stadtmühle, ah Stadtflucht Bergmülle, das ist immer, dass es richtig sagt. Das sind ja doch alles ähm vielleicht gehen wir da mal kurz drauf ein, alles Unternehmen, die sich, mehr oder weniger mit Landwirtschaft, Lebensmittel, Gastronomie, Essen Beschäftigen. Äh wie kam's dazu zu diesem doch Schwerpunkt in deiner in deiner Arbeit, ne.
Martin
01:00:05
Wenn ich sage, ich habe eine 30 Beteiligungen, dann haben vier damit zu tun, mit Gastron, also das ist kein Schwerpunkt, ja. Ich habe noch andere auch Keto, diese ketogenen Schokoriegeln, wo ich beteiligt bin und also aber ähm, Es ist kein Schwerpunkt, Das hört sich doch Zufall ergeben, weil halt wir die Staatsvolkwelle gegründet haben, weil das halt da war und weil wir halt diese Idee gehabt haben einen Platz zu schaffen, wo die Leute, nämlich angeschlossen an die Landwirtschaft, wo wir das verkochen was hier rundherum kreicht und vielleicht, weil ich so ein ähnliches Projekt kenne in Sardinien schon seit Ewigkeiten, wo er da gehst du hin, um auf der Welt neben dem Flughafen Bergero und du gehst da rein und auf einmal hast du, hast du eine ein wunderbares Areal, wo, wo du Kellner hast im weißen Hemd und Krawatte und Dings, aber du hast keine Speisekarte, sonst setz dich hin und bekommst einen Gang nach dem anderen, gerade das, was die grad frisch haben. Ja und gemacht haben, wunderbarer Platz. Und da. Habe ich gedacht, so was müsste man machen in Österreich. Wenn du jetzt eh schon eine Landwirtschaft haben und die so nahezu Wien ist? Wo eine Landwirtschaft beginnt Sachen am Teller zu verkaufen aufgrund der Wertschöpfung, weil wir dann die die Wertschöpfungs die da haben wir kennen Zwischenhändler zwischen Produzent und Endkonsument, sondern der Erde ziehen verkaufen wir mit der höchsten Preissteigerung am Teller selber.
Willy
01:01:44
Nee, aber warum warum ist dir das wichtig? Warum erstens mal, warum kam es zur Landwirtschaft? Weil plötzlich Biolandwirt?
Martin
01:01:51
Weil ich das nachhaltiges Thema war irgendwie spannend und dann und dann ähm habe ich verkaufte Apotheken, und nach und dann haben dann war eben, das hat unser Lebenskonzept gut gepasst, oft ein bissel weiter raus aus der Stadt zu gehen und dann war halt die Bergmühle da und die haben wir gekauft und dann haben wir halt daraus dann konnte ich dazukaufen während des Umbaus noch noch ecker und und dann äh war ich auf der mich, ich mich anmelden als Biolandwirt und auf einmal war ich Biolandwir.
Willy
01:02:22
Wie kommt man drauf, dass man sich einfach dazukauft?
Martin
01:02:28
Wenn ich das hier schon kaufe und da unter waren schon zehn Hektar dabei, die Reitanlage dabei und Dings und dann und dann habe ich halt erfahren, dass das zufälligerweise es Leute gibt, die grad Ecker verkaufen, was hier ganz selten passiert. Never mit so einer Pounity. Ja du du musst dort und wenn du das ist die eine Regel, wenn du den Nachbarn kaufen kannst, dann kaufen. Und das war und das war und.
Bianca
01:02:54
Landwirtschaft bis heute ein Leitthema.
Martin
01:02:56
Ja musst du, musst du. Und dann oder und da konnte ich halt hier hier nach und nach aus den zehn Hektar vierzig Hektar machen. Angefangen mit die alten Gemüsesorten anzubauen, verkaufen am Collitermarkt und das war halt alles alles kein Geschäft und irgendwann einmal als Unternehmer stört dich das dann, wenn du diesen viel Zeit dich beschäftigst mit etwas, wo du Geld verbrennst, Geld verdienst. Das war dann okay, wie können wir da aus auf seiner Geldverbrennungsmaschine eine etwas machen, wo das Geld verdient und so kam's zur Staatsflucht Bergenmühle, was mein erstes Gasttrojekt war in Wirklichkeit. Zum ersten Mal, dass ich irgendwas getan habe mit Lebensmittel oder Gast.
Willy
01:03:40
Aber Martin, ich bin noch immer nicht ganz, ich bin noch immer nicht ganz zufrieden oder nicht ganz glücklich. Ähm.
Martin
01:03:46
Das tut mir aber leid.
Willy
01:03:47
Das denke ich mal, dass er die ganze Zeit glaube ich jetzt jeder gehört. Ähm aber habts ihr euch dann mit der Entscheidung aufs Land zu ziehen tatsächlich auch für die Landwirtschaft entschieden oder ist das einfach wirklich wieder so es ist halt jetzt so, jetzt mache ich's halt.
Martin
01:04:00
Eigentlich war der Deal mit deiner Frau, das heißt Landchen und am das wir, also es gab dass wir maximal eine Stunde von Wien entfernt. Zweitens, eine Eigenjagd dabei. Und drittens, weil ich gerne jagen gehe und drittens ähm Platz für zwei Pferde, ja. Werde über den reitet. Und das wurde die keine Eigenjagd dabei, aber Platz für 70 Pferde.
Willy
01:04:32
Also das kammer bissel anders.
Bianca
01:04:33
Das ist jetzt für das ist jetzt für dich ein mieser Deal irgendwie.
Willy
01:04:36
Man muss ja neunzig Grad trinken jederzeit, ne, ne?
Martin
01:04:39
Nö okay, wurscht und da bekam ich halt die Gemeindejagd dazu. Dann ging's, aber wir das Haus kenne ich seit den achtziger Jahren, weil ich einmal mit der Tochter des ehemaligen Besitzes in gehabt habe in den achtziger Jahren. Und ich war hier schon, ich war hier schon neunzehnhundertfünfundachtzig, ja, aber da war doch ein Wirtshaus hier, ja.
Willy
01:05:03
Aber da ist noch kein Plan gehabt, dass das irgendwann nur übernimmst oder? Nein.
Martin
01:05:07
Aber dann aber dann aber dann kommt die Geschichte dann lerne ich meine Frau kennen im 1990 zu Pfingsten und wir haben auch in und sie sagt mir, dass sie Pferde gerne hat und die sagt, da kenne ich, da kenne ich ein Restaurant am Land.
Bianca
01:05:25
Die zwei verkuppelt.
Martin
01:05:26
Kronberghof und am da machen wir halt einen Sonntagausflug hin, saßen wir eine Woche nach dem Kennenlernen, hier da draußen, ja, am Wirtshaustisch, ja und ähm, und die sagt schau, so möchte ich gerne mal leben, Was würdet ihr von mir? Ich habe die gerade erst kennengelernt und sie meinte die Pferde und nicht mich natürlich. Und dann wurde das ernster und ich habe geheiratet Dings und irgendwie 15 Jahre später, Versuchst du was am Land und dann hörst du, dass der Kronberg hofft, dass der Eigentümer das Ding verkauft, und so kamen wir zurück hierher, ja und haben das Haus gekauft, Wo wir saßen, 18 Jahre vorher und die sagt, so möchte sich gerne mal leben. Und das war halt ein Zufall, der halt lustig ist, ja. Und so kam das und dann habe ich gesagt, okay, das ist irgendwie das ist ka Zufall, Und so und darum haben wir halt das und und dann ergab halt eins das andere.
Bianca
01:06:38
Aber das ist dann ja schon sehr viel auch Herzenssache oder? Das ist ja nicht nur Investment.
Martin
01:06:43
Ja bei jeder also für mich zumindest ist jede Sache Herzenssache. Also das ist ich man trifft nicht rein rationale Entscheidungen. Das sind Irrglaube.
Willy
01:06:54
Wie ja nach und nach bist du dann in die Landwirtschaft reingewachsen, hast du nach vorn die Nachbarn aufgekauft und äh dann ist es in die in die äh Stadtflucht Bergmühle gegangen, ja? Ähm war das der erste Schritt in die.
Bianca
01:07:07
Dessen äh selbstproduzierten Wein und der Martin grad einschenkt oder sich selber.
Martin
01:07:11
Ich bin jetzt aufmerksam, dass.
Willy
01:07:13
Aber danke schön, danke.
Bianca
01:07:17
Genau so soll sowas laufen. Danke Matze.
Willy
01:07:20
Aber was waren so jetzt diese, gehen wir nochmal durch die einzelnen Schritte so in die Landwirtschaft bis zur Startmühle äh.
Martin
01:07:26
Merkt ihr das endlich?
Willy
01:07:27
Ich krieg's. Jawoll, Entschuldigung.
Bianca
01:07:30
Willi? Ja, sicher.
Willy
01:07:31
Okay. Prost. Prost. Aber. Du hast dann du hast dir dann vorher schon ein bissel so zum Philosophieren angefangen, Überlebensmittel, über die äh den direkten Bezug der Lebensmittel aus der Region. Ist es dann so nach und nach kommen oder wie hat sich das dann alles.
Martin
01:07:52
Gab's eben diese Agentur in Sardinien, ja? Schamandra, wo wir halt seit seit Jahrzehnten hinpilgern und äh ähm, war ich, da war ich da habe mir das gekauft gehabt hier und ich bin im Sommer wieder wieder dort und der warmen, mit uns Freunde der Tobias Moretti und die Julia mit ihren Kindern waren bei uns in Sardinien zwei Wochen lang. Die den die kenne ich seit Ewigkeiten, die sind wechselseitig Paten unserer Töchter, und ähm, ähm und der Tobias ist ja für mich viel mehr Bio-Landwirt als äh Schauspieler, weil ich kenne den halt von seinem in Ranken bei Innsbruck.
Willy
01:08:33
Landwirt.
Martin
01:08:34
Aber aber der ist echt, also der ist nicht so äh der ist wirklich, ja.
Willy
01:08:38
Die meisten kennen nur Schauspieler.
Martin
01:08:39
Ja, aber aber aber ich kann es ja schon äh schon vorher lange äh und oder äh und ähm ich ich nahm den jetzt überhaupt nicht, war ein Schauspieler, sondern ist halt coolen Typen. Ähm, Die hat einen echten Freund geworden ist von mir und ne ähm und wir waren verdienen dort im Samantra und und der Tobias hat halt in Rang, gebaut, Opa von seinem Hof, der prachtvoll ist. Ein ein Gebäude. Soll ich was wüssten da oben? Sagt er, ja, wenn ich einmal in Pension bin, dann sollen die Leute zu mir kommen und das Essen, was die Julia sein, seine Frau produziert und wir produzieren. Da macht der Berg Zucchini und der Rindsviecher und so weiter. Und dann gehen wir gemeinsam mit Formande in Sardine und hast gesagt, schau genau das will ich machen, genau das ist das, ja. Und dann und dann kaufen wir das das Ding hier, gibt ein Foto draußen von von dem ersten über das Haus übernehmen, wo 30 Freunde da waren unter Tobias und Julia auch und so weiter und der sagt du und das mach doch du jetzt das Mantra, Und dann hat hatte ich einen einen Plan für das Areal der Stadtfluss okay, dann dann denken wir's groß und wollte für eine Mole West. Kennst du das am. West hierher bauen, ja und habe da ich habe da viel Geld verblasen an Architekten, wir hatten schon die Baugenehmigungen. Diese Dings und im letzten Augenblick springt mir die Bank ab, die Finanzierung sollte. Damals hieß das Projekt hieß das Projekt Rab und.
Willy
01:10:18
Raab und.
Bianca
01:10:19
Warum?
Willy
01:10:21
Und Bruno Kreiske. Aber aha, eh.
Bianca
01:10:23
Ah ja.
Martin
01:10:25
Weil wir vorher waren in in in ihn in Washington mal und da gibt's und da gab's ein äh das erste Bio-Restaurant in Washington, das da ist Linking, Und die haben damals schon gehabt an an der Wand, die war so 2tausend9 oder zehn, Zum ersten viele Messages mit und Bier und Dings ein saucooles Rista. Sage ich okay, diese Idee aufnehmend, Wir machen das hier, eine Agentur, die irgendwie schräg ist und wir nennen die auch noch Politikern, nachdem sie und ähm, Das war dann springt mir die Bank ab und das musste das Projekt kübeln, ja. Aber das schon so viel Krebs hineingeflossen gewesen, und dingst euch dann irgendwann mal saß ich da immer, sagt er so, Lasse ich dort sterben oder machen wir da doch was draus? Ja und dann und dann kam eben die Idee der Schlachtsuch Bergmühle, dieses, jetzt nicht dort groß zu denken, sondern aus den existenten, alten Gebäuden, ja, das Notwendigste zu machen, wird hier die Gastroküche ausgebaut, die Kugel da draußen herum, okay, heute wir äh die die gleiche Polenpartie, die jetzt drüben arbeitet, die gleichen Leute nehmt das Klumpen und baut das da drüben ein. Dann haben wir und das war aber ein Schweinestall und Autowerkstatt. Da war kein Strom drinnen und kein Dings und kein Kanal und dann haben wir das da hineingefuhrwerkt, Strom, Strom und Gas und Kanal und so weiter ohne jede Genehmigung. Und da wirkt so, jetzt machen wir, machen wir die Akkuturismus, ne. Und so passiert dir das, und dann haben wir dann kam es eben dazu zu irgendwie machen und dann und, und die Gründungväter sind eben der Tobias und der Alex Wester, der den Biofisch gemacht hat, der der auch schon damals dabei sagt, du wir müssen mit meinem Bio-Fisch was tun, ja und das und immer diese Idee, das Amanda, dieser Akidourismus in Satin folgend, Die sind sehr schön platzieren, prachtvoller Platz da drüben sind, ja? Ja, dieses dieses äh Glücksfall schon einen Platz zu haben. Wo zwei Zäune rundherum sind, der total versteckt ist, der sich eröffnet, erst dann wenn du reingehst, wo du in ihrem Blick hast, wo du diese komischen alten Gebäude hast, wo du 20 Minuten nach Wien fährst, die Schnellbahn vor der Nase hast, wo du fast 30 Minuten bis zum, und das war dann immer wenn Konzept funktioniert dann nur mit diesem Setting. Noch dazu wie es Biolandwirtschaft. Mit Prüfungshilfe mit der Arche Noah alte Sachen anbauen, damals, mit Arche Noah ich habe da hunderttausende Euro verblasen ja indem ich Boden angebaut habe. Ich war der größte Bohnenbauer Österreichs.
Willy
01:13:16
A Bohnen. Aha.
Martin
01:13:17
Von der Vielfalt. Ja, wir hatten 70 Bohnensorten mit. Ich hatte eine Diplom-Ingenieur angestellt von der zwei Jahre lang, der nichts anderes als Saatguterhaltung gemacht hat. Völlig absurd.
Bianca
01:13:30
Wie kann man mit Bohnen 100.000 Euro verblasen?
Martin
01:13:33
War mal, war mal Gerüste und Brunnen anzubauen. Dazu dann unterschiedliche Sorten und dann hat das Personal, dass das macht und das das war das war so und und einen Mitarbeiter, den ich den ich durchfüttere zwei Jahre, der in Wirklichkeit, keine kein echten Wertschöpfung gehabt hat, weil auch dem Polen nichts wurde, weil die haben wir einzeln verkauft am Markt selber, um um drei Euro neunzig das Kilo, vergiss es.
Willy
01:14:02
Eine Geschichte, woran sie ist gescheitert. Was war dann ausschlaggebend, dass es dass es nicht funktioniert hat.
Martin
01:14:07
Welt das keinen Marktwelt in Wirklichkeit, wir halt den Fehler gemacht haben, den viele Startups und Unternehmensgründer machen, dass sie zu einer Idee haben, aber sich nicht mit dem Markt beschäftigen, Bohne ist nun einmal kein attraktives Lebensmittel. Das kannst du dir schönreden, tausend Mal, aber die Bohne ist jetzt net besonders sexy, und du kannst doch nicht wahnsinnig viel machen draus. Ja also du kannst mit Soßen veredeln und irgendwie anders und und wir haben dann, wir haben Pasten gemacht daraus und also die unmöglichsten Dinge gemacht daraus, aber der Markt ist zu klein.
Bianca
01:14:51
Ja, du kannst also ich glaube äh Tierfutter, also Bohnen bezogen auf Tierfutter, ist lukrativer als auf Menschenfutter.
Martin
01:14:56
Das ist.
Willy
01:14:57
Wo stehen die Gerüchte heute?
Martin
01:14:59
Sind alle schon längst verschrottet.
Bianca
01:15:02
Verharzt in der Stadt flucht.
Martin
01:15:04
Das war halt das war und dann wurde ich halt auf der Not eine Tugend gemacht dann und dann kam die Umaussetzung der Akaturismus-Idee, ja? Die eigentlich der Tobias hatte und aber das Amanda denen kennend und diesen Platz hier habend sagen okay, da machen wir jetzt eine eine Akademismus, wo eine Biolandwirtschaft, die Sachen, die, rundherum kreuchen und fleuchen nach dem Motto was du vom Kirchturm aus sehen kannst, die Sachen verkocht, aber das halt High End, mit einem äh Service darf, den ich dem Do und Co abgeworben hatte damals und das Ganze ähm halt diese Gradwanderung zwischen abgefuckt und Schwäbisch Schick aber doch sehr hohe Servicequalität.
Bianca
01:15:52
Vorerst du's gesagt äh was denke ich sehr wichtig war, was ist denn die Grundidee der Stadt Fluchtbergmühle.
Martin
01:16:01
Ja die das ist im Namen, das sind Verein und das ist wo der heißt Verein für Kochen und Muse im Grünen, das wird den Leuten und das und das kann doch jedes Vereinsmitglied in die Küche gehen und mitkochen, dass wir halt den Leuten nahebringen, wo das Fressen herkommt, dass sie in sich hineinschaufeln, auch nachvollziehbar machen. Und das Ganze kombiniert aber mit mit ohne ohne jeden Tuck oder Stress. Eher eher so absichtslos, und das Ganze kann nicht mit mit dem Thema Muße, wo wir halt diese schöne Aristoteles Definition von Musse, die Zeit für sich selber, nachdem man sich erholt hat von dem Winde des Alltages und halt dein Setting schaffen, wo die Leute einfach sich wohlfühlen und und ähm ähm halt doppelt genießen das gute Essen, Wo sie wissen, wo's herkommt, mitteilt ähm sich entspannen können.
Bianca
01:17:04
Jetzt sind seit diesem Gedanken und dieser Grundidee zehn Jahre vergangen. Was ist von dem noch über?
Martin
01:17:12
Das ist das Schöne, es ist noch es ist es ist alles noch da. Das werden wir jedes Jahr neu erfinden. Jedes Jahr findet sich die Stadtflucht neu. Äh je ja klar, Das Leben ist Veränderung, wenn du sagst, das ist etwas du du musst du musst ununterbrochen schauen, was was ich noch neues tut, ja. Das ist das, was was uns die größte Freude ist, dass ich dass die Stadtflucht, Bergmühle eigentlich diese diese Grundidee, dass das auch dadurch entdeckt worden ist als Eventlocation und so weiter. Wir können uns nicht direkt voranfragen. Die Leute lieben diesen Platz. Herkommt, kommt rein und sagt, das ist absurde Starn, das ist also das ist sowas gibt überhaupt und gibt's gibt's das ist so ein ähnliches, Und andere Sachen, ja. Ähm ähm so was gibt's kein zweites Mal. So sieht die Stadt Bergmühle kenn ich kein zweites Projekt, egal wo, ja, auch nicht diese Lucky Punches hatte einen so schönen Platz, so nahezu einer coolen Stadt wie Wien, äh mit der Möglichkeit, dass ein das eben dass ich halt, Auch äh das Ganze durchzuziehen drei Jahre lang, ohne dass es Gewinn abwirft, ja. Das ist ein, Das war in Lotto sechser, der nächste Lotto Sechser.
Willy
01:18:43
Würdest du dich, Bergmühle auch ähm langfristig ohne Gewinn äh äh betreiben oder ist dann schon letztendlich äh nach einer gewissen Zeit die Gewinnschwelle zu erreichen gewesen.
Martin
01:18:58
Nein, weil weil ich Unternehmer bin und weil ich weil es irgendwann äh dir keinen Spaß macht, wenn du etwas quer finanzieren musst, Der Gewinn fließt nicht in meine Tasche von da drüben. Das ist reinvestiert in andere Sachen. Das ist ja nicht das ist es muss profitabel sein, dass es aus sich heraus leben kann, heißt aber nicht, dass ich reich werde damit, sondern das heißt damit, dass das Ding stabil funktioniert. Ich habe immer viel zu viel Personal drüben. Ich könnte das viel, viel Personal schärfer führen, ähm ähm und wir und diese Vereinssonntage sind eine Geldverbrennungs und dergleichen, dass das die Leute fressen können, was sie wollen, HRN von gemacht um 93 Euro, Knie aus, ja? Das quer finanziert durch die Hochzeiten, ja? Aber aber ich will zumindest nicht noch Geld hineinsteck.
Willy
01:19:54
Ähm haben wir vorher das Thema Nachhaltigkeit gehabt und immer dieser Frage, die bist wahrscheinlich oft gestellt kriegen, die ist aber trotzdem trotzdem wichtig. Ähm ist äh Prinzip die Gewinnschwelle oder die Profitabilität immer das Ende auch von von jeglichen Bestrebungen der Nachhaltigkeit, also kein nachhaltige nur so weit gehen wie der Gewinn geht oder wie bringt man diese beiden Themen Zukunftsfähig ineinander und zueinander.
Martin
01:20:20
Musst du immer unterscheiden zwischen ähm Nachhaltigkeit per se, nachhaltigen Unternehmertum. Sekunde, wo du von von Social Entrepeneurship im Sinne von gesellschaftlich oder redest. Ich bin Unternehmer, da musst du Gewinn machen, weil sonst bist du, weil sonst geht das System nur draußen, heißt Kapitalismus. Leider oder Gott sei Dank, whatever. Aber als Unternehmer. Bist du musst du profitabel sein. Weil sonst gehst du pleite und dann isst kannst du so nachhaltig sein und so tolle, soziale und oder ökologische Impacts haben wie kein anderer, aber dann hörst du auf, weil dir das Geld ausgeht, Das darfst du einfach nicht das Geld ausgeben. Und warum musst du ein Geschäftsmodell haben, das profitabel ist. Nicht damit man selber damit reich wird, sondern damit das das Ding aus sich herauslebt, Faktoriere nicht wie atmen. Das heißt du musst einfach so viele Faktoren stellen, dass du atmen kannst.
Bianca
01:21:28
Dass sie sich am Ende vom Monat vom Jahr ausgeht.
Martin
01:21:30
Das ist gar messerscharf eine Bilanz und ein Businessplan und wir sind da, Wir haben Controlling-System, es gibt kein Wochenende, wo ich nichts von den Geschäftsführern drüben bekomme, eine Abrechnung, die ich haargenau weiß, wie war das Wochenende und am, wo ich gegensteuern kann, wenn's einmal, wenn du einmal zu viel Verlust machst, das ist kein Unternehmertum, Das ist leider Gott.
Willy
01:21:59
Stellt man das äh die Gesellschaft da an, Unternehmen teilweise zu hohe Erwartungen in der Hoffnung, dass dass dass Unternehmer Unternehmen und Vistoren es dann schon richten werden? Das Thema Nachhaltigkeit.
Martin
01:22:10
Nein, gar nicht. Das ist das ist die die da wechselt, da gerade passiert da draußen, und das ist ein wir reden ja alle so wahnsinnig gern von der was nicht funktioniert und so ungern von dem was funktioniert. Äh wir leben gerade abgesehen von allen anderen, ähm nicht nicht so freundlichen Dingen, aber eine höchst erfreuliche Dinge. Wir erleben eine Revolution des Kapitalismus. Weil es weil es keine Unternehmen mehr geben wird, die erfolgreich sein wollen oder können, die nicht ganz klar ähm Auskunft geben über ihren sozialen und oder ökologischen Impact, Nicht darum, weil weil das Auto Gutmenschen wären, aber weil wir erleben vier Faktoren, dass das eine ist, dass der Konsument, die Keule in seiner Geldbörse entdeckt hat, ausgelöst durch Lichtgestalt mit Trump und Thunberg, so die die beiden Gegenpole abdeckten corona drauf als Brandbeschleuniger ähm Ding. Also das da da das einfach der Konsument weiser kann durch eine einfache Kaufentscheidung etwas verändern. Und das spüren die Unternehmen, ja und das spüren vor allem die Investoren, weil alle großen VCs und alle Private Equity-Fonds dieser Welt, die Black Rocks und so weiter, die auf den Milliarden sitzen, ja? Investieren, Fast alle nicht mehr in Unternehmen, die nicht eine klare Strategie haben, was ihr sozialen und oder ökologischen Impact betrifft. Weil sie nicht mehr glauben daran, dass das Geschäftsmodell funktioniert langfristig, dritten Faktor hast du, dass du dass die Kräfte wirken, unglaublich viele Vorschriften gibt, ab nächstem Jahr muss müssen Kapitalgesellschaften ab, glaube ich, 300 Mitarbeiter CSR-Berichte schreiben. Da schreiben die dann da rein, nix machen und die ist eine brutale Keule, die müssen alle, weil sie CO2-Zertifikate es wird, du wirst gezwungen dazu, nachhaltig zu agieren als Unternehmen, auch auch vom auch auch was die Steuergesetzgebung äh alles. Am am und der vierte Faktor fast der wenigste. Du kriegst keine guten Mitarbeiter mehr, wenn du ihnen keinen Purpos gibst. Das heißt, alle Unternehmen wissen, sie sie werden, keinen Erfolg haben, gute Mitarbeiter, motivierte Mitarbeiter zu haben, wenn sie ihnen nicht einen einen Sinn geben ihres Tuns. Das ist und da passiert grad eine mega großartige Revolution des Kapitalismus. Und das ist und das ist und bin der festen Überzeugung, dass dass alle Geschäftsmodelle die sich nicht wohl überlegen, wo ihre Impact sind, scheitern werden.
Willy
01:25:01
Mhm. Frage, die die die beschäftigt mich immer wieder im Nachdenken nach, das mir persönlich auch recht wichtig äh das Verhältnis von ähm privatem Kapital, also Kapitalismus sage ich jetzt einfach einmal äh und und dem Staat, Und können's anders sagen als privat gehandelte Güter und um Gemeingütern. Ähm weil du ja auch jetzt im Bereich Lebensmittel investierst und wir merken's ja jetzt zurzeit äh durch den durch den Ukraine-Konflikt, der ja zurzeit äh äh dies der Ukraine-Krieg, ja? Wie wichtig es ist die die die regionale Selbstversorgung also das Lebensmittel quasi möglichst in in der Region im Land angebaut werden wegen der Selbstversorgung. Ähm wo siehst du die Grenzen dessen, wo der Markt, Kapitalismus, der Investor, des Unternehmen tätig sein kann und wo würdest du sagen, ist so die Grenze hin zu dem, was man als Gemeingut sieht, wo wo nicht spekuliert werden sollte, wo nicht investiert werden sollte, wo nicht sage ich jetzt mal die Gewinn die Rendite darüber entscheiden soll, ob es äh produziert wird oder nicht produziert wird. Wo siehst du da grob die Grenzen oder wie siehst du das?
Martin
01:26:11
Ich tue mal mit mit der Frage schwer. Ich verstehe die Frage nicht wirklich. Nochmal stellen? Ich ich habe jetzt nicht wirklich verstand.
Willy
01:26:19
Okay ähm sagen wir mal so, die ähm Lebensmittel Selbstversorgung im Land? Würdest du jetzt.
Martin
01:26:25
Lebensmittel was heißt das?
Willy
01:26:28
Wollen wir die Selbstversorgung eines Landes mit Lebensmitteln? Wollen wir dies als Gemeingut sehen, so als Grund.
Martin
01:26:33
Sein Land sich selbst, dass ein Land zu viel produziert, dass alle Einwohner des Landes leben können, von dem, was das Land produziert.
Willy
01:26:40
Zumindest im Rahmen der Möglichkeiten, die es gibt, genau dass man sich selbst versorgen kann, dass man eben nicht auf internationale äh äh Liefer.
Martin
01:26:47
Das ist doch eine das das kann das geht ja nicht. Funktionieren. Wir sollen ein Land wo du wo du wo du wo du keinen Ackerbau betreiben kannst. Ich hab's versorgen können, soll ein Land, wo's wo's eine Wüste gibt oder sonst was. Du musst importieren. Das ist das ist eine Illusion. Das ist das ist das ist, Trommel von heißen Eisflut schon, das ist das ist also ein Land und vor allem Länder sind da nicht entstanden aufgrund von, natürlichen Begebenheiten, die findet entstanden aufgrund von politischen Gegeneinander, die Grenzen eines Landes haben sich ja nicht dadurch ergeben, weil ein weil die Bevölkerung autark leben wollte, weil's irgendwelche Kriege gegeben hat oder und oder irgendwelche Entscheidungen die Grenze läuft jetzt da und dann hat auf einmal, das eine Land ist völlig furchtbar in Ackerböden unterwegs ist Wüste. Die Frage ist ob, weiß ich weiß ich weil es weil es nicht möglich ist ja und es ist auch kein kein Ziel, das irgendwie eine Relevanz hat.
Willy
01:28:02
Mhm. Wozu? Mhm. Nehmen wir vielleicht da anders.
Bianca
01:28:05
Ich glaube, das war einfach das das Ziel, diese Frage, genau das. Trans zu machen.
Willy
01:28:10
Vielleicht ein anderes Beispiel. Äh in Berlin war's immer so, dass die die staatliche Wasserversorgung privatisiert wurde. Äh das Thema Wasser generell a hoch äh hoch äh hoch äh äh brisantes Thema, wo das auch diskutiert wird, also die Gemeingüter, Allmände et cetera ähm, Soll zum Beispiel äh Wasser generell soll drauf, Sollte es am Markt gehandelt werden, weil es knapp bis gut wird vielleicht auch in der Zukunft oder soll es etwas sein, das außerhalb des Marktes. Gibt's da da irgendwo Güter und deswegen habe ich auch das Thema Lebens angesprochen, die wos äh nicht äh die Markt äh der Marktloge unterliegen sollten.
Martin
01:28:45
Das kann ich dir nicht beantworten. Wahrscheinlich jetzt gefühlsmäßig soll's auf jeden Fall Güter geben, Nicht der Marktlogik unterworfen sind und die allgemein zugänglich sind, ja. Aber ähm, kann ich dir keine konkrete Antwort geben. Ich habe umso älter ich wäre umso mehr leiste ich mir auch den Look keine Meinung zu haben. Also ich hab's gehabt, zu manchen Dingen einfach Terroristen so wahnsinnig nerven Leute, die ich mit Meinungen und dann kommst du, drei Fragen, sie haben keine Ahnung, wovon sie sprechen, in Wirklichkeit sie wollen eine Meinung haben und die laut auszahlen, darum also weiß ich nicht.
Willy
01:29:31
Ja, wir sind auch der der Podcast ohne Meinungszwang, von dem her völlig in Ordnung.
Bianca
01:29:35
Ich find's auch am am sympathischsten und auch im Umkehrschluss haben seriössten, wenn jemand sagt, es tut mir leid, dazu weiß ich zu wenig, dazu habe ich keine Meinung.
Martin
01:29:44
Also ich würde mal sagen, ja, also es es muss irgendwie gewisse Güter müssen müssen äh rein demokratisch verteilt werden, aber ähm. Ich habe jetzt da keine konkreten Idee.
Willy
01:30:03
Wir waren Passend zum Thema wir waren ja in der Staatsflucht äh Bergmühle und das war sozusagen der Anfang deiner landwirtschaftlichen und kulinarischen, auch als als Unternehmer. Inzwischen sind andere Unternehmen dazugekommen, äh andere Beteiligungen. Äh natürlich auch außerhalb des Foodbereiches, aber uns interessiert uns einmal die im im Lebensmittelbereich. Ähm warum hast du dich dann in diese Richtung auch orientiert oder ist das wirklich alles nur zufällig?
Martin
01:30:33
Ich habe also die die ist halt entstanden organisch aus erzählt vorher, warum und wieso, und wurde halt dann auch auch profitabel, weil entdeckt worden sind als Location für Hochzeiten und sonstige Veranstaltungen und dann ähm sagt euch das Experiment Selbstversorgung, etwas?
Bianca
01:30:59
Ja.
Willy
01:31:00
Danke, ja?
Martin
01:31:04
Ist mir vor über sechs, sieben Jahren da Michel Hartle über den Weg gelaufen, linksradikale Socke, der irgendwie sich im Burgenland einen Hof angelacht hat und dort selbst gelebt hat, und das war Liebe auf den ersten Blick. Ich hab den der Michael hat dann hier in diesem Haus gewohnt zwei Jahre lang, hat er bekam ein Zimmer im zweiten Stock, und und war halt irgendwie so zu die komplette Gegenwelt und ich fand das auch gut, meine Kinder mit jemanden zu sitzen und Dings, der irgendwie äh ein ein linksradikaler Typ ist, aber das stimmt nicht, der Michael ist er ist ein total subsupper gescheiter, sehr pragmatischer Ding, aber der alles, was er macht, super konsequent durchzieht, ja? Und radikal Veganer. Und ich bin Jagdaufseher und habe gesagt, pass auf. Aber gleichzeitig war der Michael Unteroffizier bei der deutschen Armee mit zwei Afghanistaneinsätzen, Der hat der hat und dann habe ich ihn mitgenommen als U-Booter zur Jagdversammlungen hier, wo die ganzen, und dann untertrifft der nämlich radikal Aktivist war, der wirklich also der der hat der der hat also Pelzfarmen angezündet und so weiter. Zwei ganz spannend und da war also ich lieb den Michel heute noch sehr und der war hier und war halt er war für die von uns allen habe ich ihm halt Kopftuch gegeben, Ähm und äh ähm und der sagt immer eines Tages, du, ein Freund von mir, macht gerade einen äh einen veganen Burgerladen auf sich. Was heute schönes? Ja der Charlie Schillinger hat die hat hat den Großmuggel, Gasthaus und der hat das umgebaut zum veganen Gasthaus und ähm und der macht einen Burgerladen auf und dem ist gerade der Investor abgesprungen. Dann sei ich gut auf einmal hin und waren beim Schillinger in Großmude und haben uns das angeschaut, und der ist ja.
Bianca
01:33:19
Nicht persönlich, wir kennen die Swing Kitchen.
Willy
01:33:21
Vielleicht noch nicht, ne?
Martin
01:33:24
Total super. Und dann ähm sehe ich gut, da steige ich ein. Habe denen mitfinanziert, die erste Swing Kitchen in der ähm in der Schottenfeldgasse im Bezirk, Und und bin da beteiligt mit zehn Prozent und deswegen Kitchen und dann ähm hat das super funktioniert und dann habe ich als Investor, gemacht expandieren, so rasch es geht oder wir sehen das Konzept funktioniert und zwar super aufgezogen das war wirklich eins der Projekte Wo ein Typ der der Charlie beschäftigt, wird der Rene 15 Jahre lang mit der Idee einen Systemgastronomischen Burgerladen, einen veganen zu machen, um seine Ideen, nämlich des Tierschützer, ja. Ähm um, die Idee des Veganismus ähm massentauglich zu machen, ne und beißt sich ja überhaupt nicht mit mit meinem Jagen, ja, weil wir sehen uns ja auch als Jäger, als als ähm Naturerhalt.
Bianca
01:34:26
Da sagt der Charlie zu der Idee.
Martin
01:34:28
Natürlich nicht, aber das ist immer wurscht, ja? Und dann und dann haben wir gemacht, ähm habe ich gemacht mit meiner Tochter Mia, den Selbstversuch des Jägerners. Wir haben drei Monate lang gelebt, ausschließlich von wild, das wir selbst geschossen haben. Und.
Willy
01:34:44
Ach so, ja oder Reh, ja. Okay, ja.
Martin
01:34:48
Ähm ähm und das war jetzt wenn du dich beschäftigst, bitte dir das Organismus, das hat ja auch äh eine ganz einen relevanten, Hintergrund, weil weil weil industrielle Tierhaltung der größte Umweltverbesser von allen ist. Alles was dort 70 Prozent der weltweiten Ackerflächen werden benutzt, um Tierfutter zu produzieren und die Menschenfutter zu produzieren.
Bianca
01:35:15
Sechziger, das ist okay. Es ist auch noch viel.
Martin
01:35:16
Zu frühstücken, ja, 50 Prozent des weltweiten Wasserverbrauchs geht drauf für Tierindustrie, nämlich nicht nur für Tränken, auch für die Reinigung und die 50 Prozent. Du hast diesen absurden Energiekoefizienten von 9 zu 1, dass du wenn du ein Rindschnitzel frisst, äh wurde in der Friedviech neun Mal die Kalorien hineingefüttert, die du einmal zu dir nimmst. Und dann sind natürlich die alles, alles, was an Flatulisten und und es ist es ist viel, viel schlimmer als als die Autoabgase. Heißt also.
Bianca
01:35:54
Am Ende des Tages die große Frage und und äh bei dir ist hier glaube ich äh, auf auf fruchtbaren Boden wie du ein Tier hältst und wie das lebt oder wenn die Kuh das frisst, wofür sie eigentlich gebaut wäre, nämlich Gras, Grünland, Wiesen, was wir, net fressen können, da tun wir uns schwer, weil wir keine Wiederkäuer sind.
Martin
01:36:13
Das Thema stimmt haargenau damit nur ein technisches Problem dabei ja aber prinzipiell von industrieller Tierhalt, das Beton ist auf industriell, ja. Ähm ähm das heißt und da kannst du da kannst du, wenn du verzichtest auf auf Produkte aus in der Tierhaltung machst du einen Unterschied. Aber das 15 Filialen schon in der Schweiz und in Berlin und in Österreich sechs oder sieben und Dings her. 70 Prozent der Kunden sind nicht Veganer, 70 Prozent unserer Kunden sind Fleischesser, die regelmäßig auf den Konsum von Produkten aus Tierhaltung verzichten wollen. Das ist ein irrer Impact, der irre Impakt.
Bianca
01:37:01
Aber wollen sie tatsächlich ähm auf den Konsum von tierischen Produkten verzichten oder finden sie halt einfach die Burger gut.
Martin
01:37:08
Völlig wurscht, ist doch völlig wurscht ja. Ähm ähm weil es weil es da und und viele warum muss ich's tun, aber 70 Prozent der Leute dort sind keine Veganer. Und das ist mir völlig uninteressant, einen Veganat, zu radikalisieren, sondern lustig ist es und einen Impact hast du, wenn du Leute, die sonst einen Fleischburger essen würden, dazu bringst du den pflanzlichen Burger zu essen.
Bianca
01:37:37
Impact hat's immer aus der Bubble raus. Wenn du aus der Bubble rauskommt, das ist der Blase.
Martin
01:37:43
Und das fasziniert okay da steige ich ein und dann habe ich gespürt ob das Ding funktioniert und das muss ich jetzt abheben Verzeihung.
Hintergrundtrack Zitat
01:37:54
Willy
01:37:59
Wir sind schon wieder auf Sendung.
Martin
01:38:01
Äh also genau und und das Spannende, dass wir, Dort am am einen großen Impact haben, weil unsere Kunden nicht die Veganer sind, sondern und das und da bin ich dann eingestiegen und habe gesehen, das funktioniert und dann war halt, Das ist halt dann der, Vorteil vielleicht für äh Typen mit den Charlie, wo andere Leute auch dabei waren, die aber keine erfahrenen Unternehmerinvestoren sind, dass natürlich ähm wenn du jemanden wie mich an Bord hast, der sein Leben lang nichts anderes macht als als Never Mission Opportunity und so weiter und ich habe gesehen, dass dir dann rennt, über die Maßen großer Kinder expandieren, so rasch wie möglich den zweiten, dritten und vierten, ja? Total verschlafen. Und dann sofort Gesellschaft auf Versammlung sagt, Und ich bin dort der drittgrößte Einzelgesellschafter, sagt so, wir müssen sofort Geld aufstellen und sofort den zweiten Laden aufmachen und den dritten und Franchise und Dings, ja? Und habe die wirklich mit äh mit der Hundspeitschen eingetrieben, dann wirst du sofort den zweiten aufgemacht und den dritten die waren alle unsicher, haben noch einmal nachinvestiert und nachinvestiert und Dings und und dann ähm. Und darum über die Swing Kitchen wirklich groß werden. Die wird das wird dann das wird ein das wird eines der eines der großen Erfolgsgeschichten Österreich sein weil wir eben jetzt am, Ähm. Einen Vor einem Jahr einen großen Investum erstmal fremdes Geld hier eingenommen haben. Die Familie Krombacher gehört, die ähm 8 Millionen Euro Cash gegeben haben, damit wir innerhalb von zwei Jahren zehn Filialen aufsperren, noch dazu. Und so ganz klar und ähm da habe ich halt auch die Investoren aufgetrieben und die PMP in London, die Investmentbank, wo mein Sohn jetzt arbeitet, die die ähm ähm das Racing gemacht haben und aber, war halt und dann sind so Typen wie ich gut für ein Startup, gelernt haben Erfahrung, wo wann musst du, wann darf keine Sekunde vergehen? Dieses Fenster ist offen für zwei Sekunden und da schließt sich.
Willy
01:40:25
Äh mich mich treibt die Frage, was passiert denn dann, weil die Idee sehr gut an sich, ja? Sie wird ja aufgenommen. Was ist wenn jetzt ein Joa-Wort, wenn das jetzt verschlaf, was passiert dann?
Martin
01:40:33
Hat ein anderer auch diese Idee, dann findest du den guten zweiten Standort nicht, dann springen die eventuell Leute ab, dann decke hunderttausend, Variablen, die du überhaupt nicht kennst oder abschätzt, ja, aber du jetzt passt grad alles. Und du weißt dann nicht, in einem Jahr dann passt eben nicht mehr alles, wo du weißt gar nicht, warum es nicht war, wenn du das, wenn du das riechst, ja, dann musst du sofort reagieren.
Bianca
01:40:59
Aber woher weiß ich dann, wie ich reagiere und was ich mache?
Martin
01:41:02
Deshalb weißt du dann aus der Erfahrung, weil du schon Projekte öfter ins Leben gerufen hast und öfter und du weißt, okay, jetzt musst du Vollgas geben, jetzt musst du die Kohle aufstellen, jetzt musst du das Team aufstellen, jetzt musst, Expansionsfreude haben, jetzt musst du äh das ist ich habe dem Unternehmertum, das ist Whisky taking, du du musst du musst sein, du musst es lieben ins Risiko zu gehen, ohne dem geht überhaupt nix.
Willy
01:41:29
Spürst du das im im Bauch, im Kopf? Wo spürst du das, dass.
Martin
01:41:33
Zahlen anschau und dann reingeh und sehe wie spürst du dann einfach. Und ich täusche mich auch oft, aber das ist aber das ist so ähm ähm aber aber aber äh aber wenn ich mich täusch, dann mache ich halt ganz top. Bald nix, ne. Aber du musst es starten. Du musst du musst sagen, jetzt gehen wir.
Bianca
01:41:58
Es heißt ja auch Unternehmen und nicht nix tun.
Willy
01:42:02
Und ja gut, jetzt haben wir bei der Swing Kitchen. Dann ist weitergegangen und du bist in der in einer österreichischen Zeitschrift im Februar dieses Jahres gefragt worden, welches Projekt denn momentan am meisten am Herzen liegt oder ich glaube am Herzen war die Frage. Äh hast du gesagt, der Kastelkreisler. Oder so. Das was dir am meisten bindet oder fasziniert. Ich weiß jetzt den genauen Wortlaut nicht mehr. Ähm.
Martin
01:42:23
Das Projekt, das mich am meisten beschäftigt seit sechs Jahren schon und so über die Maßen und eine Geldverbrennung von der gleichen ist, wieso wie wir. Das ist also diese Flüchtlingsintegrationslokal, das wir also jetzt schon fünf Restaurants gegründet haben und das ähm ähm dass wir eben in der haben wir gemacht, dass Host und Stadt posten, wo wir halt 115 mit einer Karre des gemeinsamen Bussi weiße Flüchtlinge aus den Flüchtlingslagern hergekarrt haben und dieses Clubareal zu öffnen, auch für Menschen, die halt wirklich Entspannung brauchen. Ähm. Und ein stand die Idee ein ein ein Restaurant aufzusperren, das halt Flüchtlinge ausbildet und denen die mögliche zum Unternehmertum gibt, ja und das ist, also in Wirklichkeit habe ich durch alle meine Stunden aufgebüßt dabei, weil das ist weil das ist das erste echte Gastro, wo ich wo ich ähm abgesehen aus Zuschauer aus der ersten Reihe mich selbst mit Details beschäftigen musste, weil wir das für das nämlich Zuschauer, in der ersten Reihe, ja einfach das schwerste Geschäft der Welt, was wir da was wir dort, Geld verbrannt haben, ist ein Wahnsinn, ja. Aber wir haben damit auch mit Expansion reagiert darauf. Also das haben wir gesagt, okay, es geht nicht gut größer werden, noch ein zweites noch ein Drittel und jetzt sind wir grad beim Turnaround oder wir waren beim Turnaround vor, im das Jahr 2019 war super schon und dann kommt Corona und davon sehe ich dann dein Ding aber aber jetzt schaffen wir es wieder aber das halt auch nur mit einem total die ganze Zeit. Und da ist aber da hängt mein Herz dran, weil wir halt da einen ihren Impact haben, auch nämlich einen ihren sozialen Impact, weniger darum, weil wir so viele Flüchtlinge helfen auf die Bayern zu kommen, aber weil du den Österreichern die Angst vorm Fremden nehmen, tausend Gäste pro Tag haben in Anpfiff Restaurants und die gehen rein und dann, verwirrt das syrische den Schweinsbraten und die afghanische Kellnerin schenkt den Wein ein und auf einmal geht der FPÖ-Wähler nach Hause und sagt dem Gemeindebaunachbarn herrscht das dann eh ganz leer. Hätte. Und damit nimmst du den Leuten die Angst. Dabei ist der.
Willy
01:44:48
Und das ist jetzt sowohl ökonomisch inzwischen als auch äh da kommt alles zusammen oder? Das das ist.
Martin
01:44:54
Geld verdienen, aber aber was auch Wurst, aber da geht's darum, dass wir das jetzt zum das habe ich am Leben gehalten, sieben Jahre lang, durch dauernd zuschießen. Jetzt muss es sich von selbst erhalten. Das schaut jetzt.
Bianca
01:45:10
Aber wo ist äh die Grenze? Also wo ist äh die Linie, wo du sagst das ist halt dein Herzensprojekt, okay? Für dich sehe ich das aus und wo sagst du Alter jetzt ist jetzt.
Martin
01:45:22
Also also wäre das nicht, dass hätte ich schon vor drei, vier Jahren zugesperrt wieder, Aber weil das halt, weil das halt einen solchen Impact hat und auch so ein Potential noch hat, wir sind jetzt bei Plus mit unseren humosten und Salaten drinnen und ähm ähm haben mit den das Geschirr produziert. Das ist nicht nette und und das hat noch so viel Potenzial das erste Mal das Keramik eine ein Brand produziert hat.
Willy
01:45:49
Ähm ich habe oft ich also ich persönlich habe schon oft gefragt, ich bin immer wieder in den Medien. Was genau ist, Herr Bibinha, weil.
Martin
01:45:58
Das ist ein ein Restaurant wo du wo du ähm ähm Österreichisch eutalische Fusionsküche bekommst. Das heißt, da gibt's viel Wild zum Beispiel alles, was sich in der Jagdschieße kommt da hin oder weil das halt so eine Ergänzung ist, so eine unerwartete zum äh zum Orientalischen. Habibi und Tabarer heißt die Möglichkeit Freund und Freund, hat Bibi das Arabische Wort für Freund, das der jüdische Wiener Dialekt für Freund und Wirklichkeit die gleiche Wortwurzel, ein hebräisches Wort, das wurde Herr Bibi und wurde Havara. Wo wirst nachher drauf.
Willy
01:46:37
Aha.
Martin
01:46:38
Wo wirst du nachher draufkamen, ne und dann ähm ähm und, das ist eigentlich gegründet worden als als ähm, äh Unternehmer habe für Flüchtlinge, dass für Flüchtlinge ausbilden, da zu Unternehmer werden zu können. Ja und das sind bei den Neunerinnen sind sind oft auch schon Flüchtlinge beteiligt an der Gesellschaft.
Willy
01:47:02
Da gibt's sowohl ein gastronomisches Lokal, aber Gemeinschaftsgastronomischen Betrieb.
Martin
01:47:06
Na, da gibt's fünf fünf Lokale, die schon sind, lauter gute Standorte und sieben Sternplatz im Bezirk in der, 1ten Bezirk in dem zweiten Bezirk und was weiß ich wo noch und ähm äh und die machen auch viel viel Catering und das aber aber Restaurant Geschäft ist ein Horror. Habe ich vorige Woche, unterschriebenen Vertrag wieder wieder ein Geschäftsführer ist die ehemalige Geschäftsführerin von allen Ikea Restaurants, die von Systemgastronomie wirklich eine Ahnung hat, ja und die und die Selbstmigrationshintergrund hat, und dich die neue Chefin vorbeurteilt.
Willy
01:47:46
Kann es sein, dass ähm, die die Investments, weil ich habe jetzt so ein bissel rausgeholt, du hast zu vorher gesagt, Familie, also die Familie ist das, was dir wirklich ans Herz gewachsen ist. Ist außenrum, von dem kannst du dich trennen, ja. Kann es sein, dass das A, du hast das selber gesagt, das hat Bibis am ehesten noch drankommt an etwas, äh an dem dein Herz hängt und ähm san Lebensmittelprojekte eher.
Martin
01:48:09
Es regnet ein Herz dran, aber ich muss es nicht haben. Wenn wenn jemand kommt, der sagt, du, ich nehme dir das ab und ich mach's gescheit weiter. Nimm's schenk. Ich wusste nicht weil ich schon so weit ist, da ist schon eine solche Kraft zu kommen und wenn das jemand macht und ich vertraue, dass es auch kann, ja, tausende darum habe ich jetzt hier all alles da umgedreht und ein externes Berater, die man vorhat, weil ich kann's ja nicht. Ich habe ja keine Ahnung, wie darfst du funktioniert, darum brauche ich externe Spezialisten, die es können.
Bianca
01:48:43
Du kennst die Menschen und bringst sie zusammen, die es können.
Willy
01:48:46
Super. Ähm schauen wir vielleicht äh ein bissle in die Zukunft. Es gibt ähm du hast noch einige andere Gastronomieprojekte. Ähm es könnte sein, dass in der Zukunft noch ein Schwerpunkt daraus wird? Im Gegenteil. Im Gegenteil.
Martin
01:48:58
Einem Gegenteil. Ich habe geschworen, ich mache nix mehr in Gastro.
Bianca
01:49:02
Es ist a bissel blöd, weil alle Menschen, mit denen wir reden, die mit Gastronomie zu tun haben ähm sagen fast das Gleiche oder zumindestens tu es net, das ist einfach arg.
Martin
01:49:14
Nur wiederholen Finger weg.
Willy
01:49:17
Finger weg äh Essen generell, Landwirtschaft auch oder ähm im Lebensmittelbereich äh orientierst du dich da doch noch ein bissl weiter. Kann nix lebens.
Martin
01:49:30
Gute Frage. Ich hatte mich hatte gestern Gesellschaft hat Meeting mit mit Kito, mit den Keto Schoko, wo ich den Heinrich Brock habe, der war auch bei mir so vor mir in der Show, ne? Wir hatten im. Mit mit Ketofabrik, die einen ketogenen Schokoriegel an den Markt gebracht haben, wo ich eingestiegen bin über die Fernsehsendung. Ähm. Da eben gestern Gesellschaftsversammlung und habe den Heinrich gebeten dabei zu sein, weil der halt ein echter Profi ist. Und das ist mit einem. Haben wir auch gemerkt bei der Show äh dass das da unglaublich viele. Unglaublich viele Start-ups, die irgendwie den das den hundert Eistee den biologischen rechtsgedrehten Äste machen oder die im im Bergwerk Stollen gezogenen Pilze oder, Ähm, Gewürze aus Thailand oder was ist es ist wir haben wir haben unter den 80 bis 100 Pitches in den Shows Kicher 20 bis 30 Prozent Foodgeschichten dabei, hä? Aber das ist umkämpft, das merkt er überhaupt, es ist so ein so ein brutaler Innovationskampf auch. Also das weil weil es einen einfach ständig Neuerfindungen gibt und jeder, der sie hat, glaubt natürlich daran, durch alle Welt niederreißt wird, glaube ich. Aber gab's gestern gesehen bei diesem einen Projekt, dass das sehr gut geht, aber es gibt andere, die ähnlich gut gehen, Machen ihre zwei, 3 Millionen Euro Umsatz, aber Geld verbrennen die ganze Zeit. Ist, weil es eben ähm unverdrängungswettbewerbs Sondergerechnet ist und Lebensmittelkonzerne, und unterworfen ist, die halt einfach gewisse Preise ähm. Nicht festsetzen, aber machen müssen, sehr falscher Vorwurf oft wird, weil doch die müssen sich an am am Markt orientieren, bringt überhaupt nix für jetzt einen einen äh biologischen Schokoriegel 1 Euro zuzuverlangen, wenn der Konsument das nicht zahlt einfach, weil dann bleibst du da drauf sitzen. Ja und du hast also das ist immer diese Kalkulationsfrage, was kostet dich ein Produkt in der Produktion? Was verkauft du's an an den LEH und um was verkauft der? Ja und wenn Sie das nicht ausgeht, vergiss es, vergiss es, Direktvertrieb, das ist klein-Klein, ja? Davon kann vielleicht einer leben, wenn er's wirklich gut macht, das mit einem Produkt, das du direkt vertreibst, alleine leben, wenn du's supergut machst, kannst du deine Familie erhalten, ja? Aber du kannst nie nie größer werden, Das führt zu diesem Thema von von dir vorher was was die Rindviecher betrifft auf der Weide ihr grünes Gras fressen ne. Joa eben. Die Welt braucht eine ein eine Milliarde Prinz Viecher und wenn das dürfte grünen Wiese leben lässt, fährst du vielleicht tausend. Aber damit ernährst du die Leute nicht, Es geht ja darum, dass der Menschen ernähren musst und das ja auch dass das natürlichste und biologischste Fleisch ist Wildfleisch. Für das ist ein ist ein freilebendes, ein freilebendes, unabhängige Kreatur, die die nicht gezüchtet wird, die sich selbst entscheidet, was es, wann, wo frisst. Das ist ja das das lebt dann ab der Freiheit. Jedes Wildschwein, jeder Hirsche, denkt sich. Ähm ähm äh, Aber du wirst niemals relevant einen relevanten Anteil der Menschen ernähren können durch Wildfleisch. Weil's zu wenig ist, weil das wird immer ein Luxusprodukt, Luxus, weil's zu teuer ist, sondern weil's halt so wenig, aber du musst ernähren, 8 Milliarden Menschen, ja, davon kannst du ernähren, eine Million mit Wildfleisch, mit die mit dem ökologisch das sieht ja auch die die diesen Effekt, die nach nachdem sie nicht gefüttert werden, gilt ja auch zur Kostenfaktor, neun zu eins ist nicht einmal 9:1 nicht einmal es ist glaube ich bei Huhn ist es 3,5 zu 1, was an Energien eingefüttert wird und was du zu dir nimmst, Schweine ist glaube ich sechs zu eins, Berlin ist es 9:1 für Wild, ist 0 zu eins.
Bianca
01:54:23
Sie holen sich halt, was sie brauchen.
Martin
01:54:25
Sie sie fressen den Menschen nix weg. Ja also nur das Wildfleisch ist es ökologisch mit Abstand ja wertvollste Fleisch, aber niemals irgendwie auch nur ansatzweise eine relevante Rolle spielen, ja, in in Neuseeland züchten sie es, aber dann bist du in dieser, bist du in dieser Geschichte.
Hintergrundtrack Zitat
01:54:45
Martin
01:54:49
Das heißt, es ist ähm noch ein Bein.
Bianca
01:54:53
Oh je, definitiv die Weinflasche.
Willy
01:54:56
Pause. So, wir hatten wieder ein kleines Intermezzo, aber wir waren äh ganz sachlich beim Wild, ja.
Martin
01:55:17
Oh
Willy
01:55:26
Prost. Wir stoßen wieder an.
Martin
01:55:29
Eben bei dass das ökologisch, wertvollste Fleisch ist, ja, aber halt das Problem der Menge hat. Oder genug ernähren kannst. Es geht halt nur mit deinem industriellen Zugang.
Bianca
01:55:56
Ihr momentan so wie wir aufgestellt sind, jo. Ähm und da würde ich ganz gerne.
Willy
01:56:02
Zwischenfrage vielleicht noch. Ähm du hast gesagt, wild und auf die Frage feuerst du immer noch gesagt, gute Frage, ob du in der Zukunft auch in diese Richtung investierst. Wie, hast du das gesagt.
Martin
01:56:11
Also nein. Außer es kommt wirklich was her, wo ich glaube, das ist jetzt vorher nicht, ob jetzt wirklich eine geniale, die daherkommt, ja. Mich so so überzeugt im Augenblick, da ist eine geniale Idee ist, ja. Vielleicht auch nicht, dass es das auch wird, ja, aber ähm nämlich in der im Erfolg, aber prinzipiell war die Erfahrung auch aus dem Gespräch mit Heinrich Bockhop gestern, dem der Foodspezialist in Österreich ist, du hast Georg Klopper, der hat eine Produktion gehabt, die Kutschummühle, ein super gescheiter Typ, der der also auch die auch alle alle Start-ups für die Rewe betreut und eigentlich ist großartig. Der Spezialist in Österreich, mit dem ist sie reden. Der ist ein toller Gesprächspart. Ähm der was was es betrifft neue Food-Projekte auf den Markt zu bringen und erfolgreich zu machen. Ähm das ist eine so heiß umkämpfter Markt. Äh wo du so einem einem Kostendiktat unterworfen bist, in Wirklichkeit, außer du möchtest das klein machen für dich selber oder Familie oder Dinge direkt vom Markt aber, ein echtes das ist kein Projekt für einen Investor, weil wir eine Skalierung brauchen immer, brauchte Eskalierung, ne? Und alles, was du wirst du nicht skalieren kannst, interessiert uns einfach nicht, ja? Weil dann, weil dann spende ich dem lieber einem entgelt das das erleben, dass er das Ding so weit bringen kann, dass er leben konnte. Was ich übrigens bei zwei Minuten eh oft der Fall ist, dass wir einsteigen genau wissen, unsere Kohle ist weg, aber wir aber wir stecken sie rein, weil wir einem Projekt ins Leben helfen dadurch, wo sich vielleicht eine Familie dadurch, ja? Aber. Und Food ist natürlich super, super kompliziert.
Bianca
01:58:06
Aber warum grade diese.
Martin
01:58:12
Markt zu groß ist. Jeder Mensch muss jeden Tag essen.
Bianca
01:58:19
Aber ist es nicht was Gutes, weil der Markt dann unglaublich groß und vielfältig ist?
Martin
01:58:24
Ja aber aber es ist gleichzeitig der Wettbewerb auch groß und darum ist es ja so überall da, wo du einen großen Wettbewerb hast, musst du halt besonders gescheit sein oder besonders günstig sein oder sonst was du mit Erfolg hast und das ist das ist das einerseits gut, weil es natürlich viele Möglichkeiten gibt, aber aber ähm nehmen wir nämlich rein aufgrund der Menge, Aber es ist kompliziert, wenn es genauso gleichzeitig viel mehr Wettbewerb. Für jede Wünsche, schaut's euch an, was alles in den Lebensmitteln und das geht nur über den LEH, sondern vergessen ein Ding äh aus den manchen Ausnahmen irgendwie erfolgreich zu machen über einen Internetvertrieb oder sowas ja. Konsument kauft nach äh im LEH ein, ja. Und ähm ähm und da ist halt einfach, geh mal in, geh mal in die Supermärkte rein. Wie viel wie viel Eistees es da gibt, ja? Darum liebe ich den Hofer, solche zum Hofer, da gibt's auch eine Erste.
Bianca
01:59:27
Auch bei den Lebensmitteln.
Willy
01:59:30
Mhm, also das du hast das Wort jetzt Kaliberkei, dürfte einer der der wesentlichen Faktoren sein, um um, Vielleicht ist auch aus Überleitung Bianca Tubols vor was fragen wir vielleicht, was hier die Überleitung Richtung Zukunft, oder? Ähm wo denkst du denn, dass das ähm.
Bianca
01:59:49
Gott sei Dank habe ich eine neue Uhr geschenkt. Das ist auch so.
Willy
01:59:54
Das war grad meine App, Entschuldigung, das war die Uhr. Wo wo denkst du denn? Ja, danke. Ähm wo denkst du denn, ähm dass in Zukunft äh der der Sektor, der Lebensmittelbereich äh sich hinentwickelt wird. Jetzt raus aus dem aus dem Wort vielleicht Skalierbarkeit. Ist die Zukunft die Systemgastronomie, das System deskalierbaren Systeme oder? Wo siehst du, dass die Reise hingehen wird in den nächsten zehn, fuffzehn Jahren?
Martin
02:00:19
Also das kann ich nur glauben. Ich ich würde jetzt dazu.
Willy
02:00:23
Wissen sprechen oder.
Martin
02:00:24
Wieder wieder ein wieder zu sagen, ich habe äh keine Ahnung und keine Meinung dazu.
Willy
02:00:30
Bitte net.
Martin
02:00:31
Weil ich es, weil ich es nicht wissen kann, ja und ich kann's nur glauben und ich ähm also. Als Gastronom erfolgreich zu sein geht nur glaube ich, mit zwei Strategien. Das eine ist Systemgastronomie. Das halt einfach die Kosten total runterfährst in Produktion Personal, dass du einfach, der eine der geht geht gibt's nur darum, dass du bei der Gastro die alte Regel dreißig30 10, die könnt ihr sicher, ja, Personalkosten, 30 Prozent waren 1 und 30 Prozent sonstige zehn Prozent Gewinn. Nachdem es kein Unternehmen mehr gibt, das unter 40 Prozent Totalkosten läuft, ist der Gewinn bereits weg. Das ist, auf null äh und das reicht halt nicht, ja. Und ähm.
Willy
02:01:24
Das Zweite. Ja. Na, du hast gesagt, das ist das Erste ist die ganze System, dass du.
Martin
02:01:28
Und das ist und das ist du musst schauen, dass du mit dem Personalkosten runterkommst auf deine 30 und den wahren Einsatz auf unter 30 kriegst und dann, Und dann geht's und das geht nur noch mit Systemgastronomie. Ne oder mit extrem hohen Preisen, Dass du halt das nicht nicht auf der Kosten, dass du nicht jetzt auf der Kostenseite das machst, sondern dass du auf der anderen Seite, dass du deinen Umsatz erhöhst und die Spannen erhöhst, dadurch, dass du extrem teuer wirst, und darum sind wir auch alle wirklichen High-End-Restaurants so wahnsinnig teuer, weil sie's brauchen. Äh weil du weil du weil du weil du kannst ja nicht Spanier erhöhen, entweder auf der auf der Kostenseite oder auf der Seite oben, und ähm also das was funktionieren wird glaube ich äh sind sind super Systemgastro, und und super High End super teure Sachen, die dies halt auffangen, dadurch dass sie Leute haben, die hingehen und sich leisten können für ein Abendessen, 500 Euro pro Person auszugeben, Das ist das ist also das die Luft ganz dünn, ja. Alles in der Mitte, ja? Jeder, der das nächste schicke Lokal aufhauen und irgendwelche spezielle Art zum Bergungs verkauft oder die nächste Tapas-Bar oder was immer viel Glück.
Willy
02:02:53
Jacke, deine Frage wäre gewesen.
Bianca
02:02:53
Meine Frage, darf ich mal eine Frage stellen, Ca.
Willy
02:02:57
Ja? Deine Frage, die Frage, Lieblingsfrage. Na den noch nicht, weil dann würde die vorher noch fragen, ob's ob's ob's du dich an äh in deiner Entscheidung auch an Trends äh orientierst. So ich gebe dir Zukunftsforschung et cetera, die großen Megatrends, die was die wo so kommen wie, sich äh kuratiertes Essen zum Beispiel. Äh was weiß ich, schaut man auf das, orientiert man sich da oder gar net? Gar net.
Martin
02:03:22
Also ich in ich zumindest nicht.
Bianca
02:03:24
Orientierst du dich dann? Deinen Entscheidungen.
Martin
02:03:29
Na ja, nach also jetzt ob ich also, ob ich jetzt Senf ein neues Projekt ins Leben rufe wie wie sehr es mich emotional interessiert und und ob ich dann wenn wenn wir, die Excels aufmachen, zu rechnen beginnen, ob wir auch eine Chance sehen, dass es erfolgreich wird, ja? Also zuerst mal kommt die Begeisterung für ein Projekt und dann kommen die Zahlen. Und bleib Sachen, wo ich einsteige, wie sehr brennen die Gründer für ihre Idee, Dann kommen die Zahlen äh glaube ich dann, dass ich rechnet und bei den Zahlen gehört auch natürlich gibt's den Markt dafür und da muss der Gründer muss eine gescheite Marktrecherche gemacht haben. Da muss einfach wirklich eine Marktanalyse gemacht haben, wo weiß oder, versuche zu wissen, gibt's den Konsumenten überhaupt, der das kaufen wird, das Ding.
Willy
02:04:22
Jetzt Bianca, liebe Bianca, stellt die Frage der Fragen.
Martin
02:04:26
Figur aufgeregt.
Willy
02:04:28
Ist gut. Jetzt.
Bianca
02:04:30
Es ist okay. Ähm liebe Martin, Dieselfrei ist nicht ohne Grund meine Lieblingsfrage, weil ich immer auf die Perspektiven gespannt bin. Wenn du in einer Welt lebst, in einer utopischen, in der alles geht, in der du dir alles wünschen kannst Wie würdest du denn unseren Lebensmittel und Landwirtschaftsbereich oder vielleicht in deiner äh in deiner Perspektive, weil du so viel andere Dinge auch tust, wie würdest du unsere Welt verändern?
Martin
02:04:54
Was den Lebensmittelbereich betrifft. Hm. Ist eine gute Frage. Was in der in der besten und idealsten aller Welt.
Bianca
02:05:13
In alle, die du dir wünschen kannst und so gestalten kannst, wie du sie möchtest.
Martin
02:05:19
Unter den gleichen, ich muss noch einmal Fragen stellen, dass ich die anderen unter den gleichen Spielregeln, dass du, dass es ähm Menschen das eine Menge Menschen gibt, die er gehören Nicht sagen, ich möchte das.
Bianca
02:05:32
Oh ja, du kannst dir die Spielregeln aussuchen.
Martin
02:05:34
Sagen, ich ich möchte, dass die Menschen, die gebratenen Tauben ins Wald fliegen. Das ist keine relevante, aber das ist keine keine Show schon eine eine eine konkrete Antwort.
Willy
02:05:42
Ja. Ja. Ja schon.
Bianca
02:05:43
Ja. Es ist beides gut, aber konkret ist schön und dann kannst du ganz schlaraffenlandig werden, wenn du möchtest.
Martin
02:05:50
Schaut da bin ich halt zu, jetzt jetzt wieder wieder zu Fakten getrieben, um, um um darauf eine fantasievolle Antwort zu geben. Habe ich gesagt, es gibt acht Milliarden Menschen auf der Welt. Es werden ja erfreulicherweise wir wissen, äh langt's einem nicht mehr. Wir haben noch einen Peak in 2tausendfünfzig ungefähr, wo wo wir auf zehn Milliarden sein werden und dann dann flacht's. Langsam ab gegen nächsten 1hundert Wechsel auf 8 bis neun demografischen ganz wichtig, zu wissen, äh damit du gegen die Schwarzmaler gegenhalten kannst. Wir sagen ja die Bevölkerungsexplosion und wie sollst du im Moment sehen? Es gibt bei top so viele Menschen völlig stimmt einfach nicht, wir wir werden die 8 Milliarden, die acht bis zehn Milliarden sind also das du musst acht Milliarden Menschen ernähren. Du brauchst du Produktionsmethoden, die große Mengen an Nahrung produzieren. Ja, die große Menge an Nahrung produzieren, die genug Eiweiß und Kohlenhydrate haben. Also das heißt, das heißt, das Problem muss einmal gelöst werden, wie man wie wie sättigst du die Leute. Ja? Wahrscheinlich wird innovativen Produktionsmethoden arbeiten müssen und auch mit auch mit wirklich in innovativen ähm. Produkten, Ich habe mich zum Spiel sehr beschäftigt mit mit Insekten. Ich habe mich sehr äh sehr beschäftigt mit allem, was Insekten ist. Ich habe die Tage gehabt, das Zirb da gehabt, das Ding und schon, Ich habe schon vor zehn Jahren hier Gast geschickt gehabt mit denen, die das Insektenmedien das wird net funktionieren, weil uns Kraus davor. Muss noch sehr viel Wasser runter fließen bis sich statt eine Nuss eine Grille essen möchte. Ja das ist das ist einfach, glaube ich nicht, dass das die die Frage ist, was ist mit In-vitro ähm produziertem Fleisch? Ja, vielleicht ist das eine ein eine Lösung, Ähm aber will man das auch essen? Es ist jetzt kannst du trennen, Lustgewinn bei Essen vom vom faktischen Bedarf des Kalorien, Zuschusses, ne? Wobe geht's besser? Geht's um geht's um Kalorien, geht's um Energiegewinnung leben zu können oder geht's darum, dass es euch dir Spaß macht? Das ist äh.
Bianca
02:08:11
Darauf an, wo auf der Welt du zu Hause bist oder? Kommt drauf an, wo auf der Welt du zu Hause bist, ob du das Glück hast, dass wo wir leben, zu sagen okay, das ist Genuss, das ist Spaß, das ist was Schönes oder du halt bist, wo es tatsächlich um die Kalorien geht und.
Martin
02:08:25
Ja, aber aber du kennst von Hans Rostling perfekt. Ja? Hast du gelesen auch? Wir wir hatten vor 30 Jahren 1,3 Milliarden Menschen von Hunger bedroht heute mit 300 Millionen. Das kann gleichzeitig viel besser und schlecht sein, ja. Das heißt, das Thema.
Bianca
02:08:44
Das heißt dir deine Mutter beigebracht oder? Das hat dir deine Mutter beigebracht.
Martin
02:08:49
Russland geschrieben. Uns Menschen fehlt die Kapazität im Hirn zu erkennen, dass etwas gleichzeitig viel besser und schlecht sein kann. Allein, wenn ich das aussprech's glaube ich, es gibt daran etwas nicht, aber stimmt das total, ja. Das heißt, äh das stimmt einfach nicht, ja. Es können sich die meisten Menschen aussuchen heute, meisten Menschen können sich aussuchen, nämlich die meisten wenn du sagst es sind noch 30300 Millionen von Hunger bedroht von 8 Milliarden, äh dann dann gibt's dazwischen, da gibt's die nächste Milliarde, die sich noch nicht wirklich aussuchen kann, ja, aber 70 bis 80 Prozent können die Wahl treffen, was sie essen. Auf auf Lust, auf Geschmack ausgerichtet, aufpassen zu dieser Tendenz dazu, digitale dramatischer darzustellen also sie sind nach dem Motto es ist so schön aufregend aufgeregt zu sein, ne? Ähm. Also also darum also ich ich glaube schon, dass es äh ähm wenn's um Luftgewinn geht, nämlich dadurch dass du etwas isst, was dir gut schmeckt, dass das wahrscheinlich das Ausschlaggebende Kriterium sein wird. Dass du ein Produkt erfindest, das die Menschheit ein Produkt erfindet, das Massen ernähren kann und trotzdem eine Lustgewinn auch hat.
Willy
02:10:15
Ich glaube, das war die Antwort, oder? Ja. Okay. Super.
Bianca
02:10:18
Ja, absolut. Das war sie. Willi, also ich weiß es jetzt schon halb, aber du wolltest den Martin auch noch.
Willy
02:10:27
Ja Martin ich würde dich gerne fragen wenn ich jetzt da in deinem Haus beginne den Kühlschrank zu suchen wo immer der auch ist und ich finde öffne und reinschaue was finde ich denn darin.
Martin
02:10:40
Du findest vier Kühlschränke, ne? Du findest. Du findest und du findest äh Weiden und Bier und Gemüse und ähm ähm.
Willy
02:10:56
Bier an.
Martin
02:10:57
Alle möglichen alle möglichen aber auch du findest hier nicht viele, weil weil wir seit, Kinder ausgezogen sind eigentlich nicht nicht mehr so viel Sachen hier haben.
Willy
02:11:11
Ähm, Der deutsche Soziologe Harald Delta hat vor kurzem ein Buch geschrieben, das heißt Nachruf auf mich selbst. Ähm was äh würdest denn du, wenn du das auch schreiben würdest, in deinen eigenen Nachruf schreiben, was würdest du da gerne drin stehen haben?
Martin
02:11:27
Einen Nachruf. Keine Ahnung, wo solche Sachen da denke ich nicht nach. Was sollen was tunst, was die Leute sagen sollen über mich?
Willy
02:11:41
Nur was du willst, dass die Leute von was du von dir übrigbleibt, was sie von dir denken, was von dir übrig bleibt, was über dich gesagt wird.
Martin
02:11:58
Weiß ich nicht. Interessiert mich nicht.
Willy
02:12:01
Interessiert mich nicht.
Martin
02:12:06
Für mich wirklich hat für mich keine keine könnt's nachdenken, interessiert mich eigentlich nicht wirkt schon ja möchte ich möchte dass ich es durchaus durch das nächsten liebender Menschenerin glaubt dass, dass jemand, der das glaube, liebe Hoffnung ernst genommen hat, ja. Aber das ist das ist zu zu wenig konkret wahrscheinlich für euch.
Willy
02:12:31
Ja das ist es gibt es gibt kein.
Martin
02:12:34
Äh das ist, dass ich mir mir wichtig, dass ich, dass ich ähm. Dass ich als als Mensch ähm der der die Prinzipien die Predigt auch durch dene gelebt hat.
Bianca
02:12:52
Und jetzt würde ich gerne es aussortieren die letzte Frage, die eine stellen nämlich bevor wir angefangen haben aufzunehmen. Hast du gesagt, stellt's mir Fragen, die mich nicht selbst langweilen. Ganz ehrlich, ist das gelungen?
Martin
02:13:04
Das ist gelungen. Habt sie gut gemacht, ja.
Intro_Outro
02:13:05
Willy
02:13:07
Net wissen, tschüss.

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