BauertothePeople (B2P)

Wilhelm Geiger

B2P-Live | Regionale Selbstversorgung - Wie geht das?

13.03.2024 130 min

Zusammenfassung & Show Notes

Dieser Live-Podcast ist in Kooperation mit der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Wagram entstanden. Mehr zu Klar! in den Infos zur Folge.

Wie wichtig ist die Selbstversorgung im Kontext des Klimawandels? Was bedeutet "regionale Selbstversorgung" und was umfasst dieser Begriff im breiteren gesellschaftlichen Kontext? Und natürlich: Wie geht das eigentlich?

Wir haben all diese Fragen natürlich nicht abschließende beantwortet, wie es im Zuge einer guten Diskussion auch nicht das Ziel ist. Wir haben viele Perspektiven von Expertinnen und Bürgern an einen Tisch gebracht. Von den konkreten Anforderungen an die lokale Landwirtschaft, über die Möglichkeit einer regionalen Währung bis hin zur vielseitigen Bedeutung der regionalen Wertschöpfung für das kulturelle Leben in den Gemeinden.

Die beiden fixen Gäste am Tischen waren die freie Journalistin und Kulinarik-Expertin Sonja Planeta, die unter anderem mit dem Projekt "Essen vor Ort" Menschen rund um regionale Lebensmittel und regionales Handwerk zusammenbringt. Der zweite Fixstarter war Alfred Grand von der Grand Farm. Die Grand Farm ist ein Forschungs- und Demonstrationsbauernhof, der rund um die Themen Agroforst, Bodengesundheit und Market-Gardening praktische Forschung betreibt.

Und ab der Hälfte des Gespräches kam dann auch das Publikum ausführlich zu Wort. Zwei freie Stühle und zwei offene Mikros lagen am Tisch bereit, ein Achterl Wein winkte den mutigen Diskutantinnen als Belohnung.

Es war ein sachliches Gespräch auf Augenhöhe, mit unterschiedlichen und bisweilen auch überraschenden Aspekten rund um die regionale Selbstversorgung.

INFOS ZUR FOLGE
KLAR!-Wagram
https://klar-anpassungsregionen.at/regionen/klar-wagram
Essen vor Ort
https://www.essenvorort.at/
Grand Farm
https://grandfarm.at/

Transkript

Essen, Menschen, Landwirtschaft. Heute machen wir einen Live-Podcast vom Live-Podcast von Für Mit und Durch, was, wer, und, und alle und alles dazwischen und rundherum. Los geht's! Power to the people, and let me tell you about the power of the people. Music. And if you take away the power from the people, people are gonna rise up cause that's how people stand down. Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, ich darf mich ganz, ganz herzlich begrüßen und willkommen heißen im Namen der Kleinen Region Wagram, aber im Namen auch als Bürgermeister der Marke Meine Kirchberg am Wagram. 1999 hat sich die Kleine Region Wagram gegründet als Regionalverband der Region Wagram. 2015 durfte ich die Obmannschaft übernehmen und ab diesem Zeitpunkt haben wir die CHEM und die KLAR, die Klimaenergiemodellregion und die KLAR, die Klimaanpassungsregion in den Regionalverband eingegliedert. Das war mir ganz besonders wichtig. Warum? Weil genau zu diesem Thema, welches wir heute behandeln, mir und uns ganz, ganz wichtig war und ist und darf Ich darf Sie heute ganz willkommen heißen zum ersten Podcast in der kleinen Region Wagram an einem Schalttag. Und da möchte ich Sie ganz, ganz herzlich willkommen heißen. Ich möchte auch Danke sagen für die Organisation, den Chem-Manager und der Klar-Managerin, den Diplom-Engineer Tamutin und der Renate Holzmeier, die sozusagen im Hintergrund unglaubliche Arbeit schon die letzten Jahre leisten. Und darum freut es mich ganz besonders, dass aus heute so viele Gäste gekommen sind. Am Podium sind sozusagen unsere Vorzeige innovativen Projektträger, die wir die letzten Jahre begleiten durften. Der Grandgarten, ich meine, es ist nicht viel hinzuzufügen. Es wird heute noch ganz, ganz viel über dich, über euch gesprochen. Essen vor Ort. Ich habe das die letzten Jahre ein bisschen verfolgt, vielleicht gehöre ich auch ein bisschen dazu, so positiv denkende Spinner sind wichtig für die Region, sind wichtig für eine Marktgemeinde. Nur so kommen wir auch ein bisschen einen Schritt weiter. Die Region Wagram verfolge ich jetzt auch schon wirklich die letzten 30 Jahre und auch die Landwirtschaft hat die letzten Jahre viel auf Bio umgestellt, das heißt auch die Weinwirtschaft, die Landwirtschaft, das heißt dieses Thema ist uns wichtig Und darum freue ich mich ganz besonders, dass der Willi gekommen ist und möchte euch einen schönen Abend noch wünschen und gute Unterhaltung. Ja. Auch von meiner Seite ein herzliches Grüß Gott und schönen Abend. Mein Name ist Stefan Zermutian und ich bin im Bereich Klimaenergie, Klimawandelanpassung in der Region Wagram tätig. Und da arbeiten wir eben mit der Landwirtschaft, mit der Wirtschaft, mit den Gemeinden und der Zivilgesellschaft zusammen, um eben Projekte gemeinsam umzusetzen. Vielleicht wird sich der eine oder andere fragen, wie kommt es dazu, dass dieser Podcast heute stattfindet? Ich bin persönlich vor einigen Jahren in die Podcast-Welt eingetaucht. Eher zufällig bin ich auf das Format gestoßen und habe dabei Podcasts gefunden, die positiv daran gehen, Lösungen für aktuelle Fragestellungen zu diskutieren. Ich habe das inspirierend gefunden und finde es noch immer inspirierend, diesen Gegensatz zu den oft sehr trüben und unerfreulichen Nachrichten, die täglich auf uns einprasseln. Zu meinem Lieblings-Podcast gehört Power to the People, Er beschäftigt sich eben mit Perspektiven rund um Lebensmittel und den Menschen dahinter. Und ich habe mir bis jetzt fast alle Folgen von euch angehört und habe mir gedacht, da müssen wir doch einmal gemeinsam was machen bei uns in der Region. Und wenn ich so ins Publikum schaue und mir die Top-Platzierungen bei den bisherigen Podcast-Events von Ö3 anschaue, dann gibt es offenbar nicht nur mich als Fan, sondern viele andere. Ja, warum gerade Bauer to the People und ein landwirtschaftlicher Podcast? Keine Neuigkeit, wir sind eine landwirtschaftlich geprägte Region. Die acht Weinbaugemeinden des Wagrams und die Gartenstadt Tulln arbeiten in dem Regionalverband zusammen. Wir liegen im Herzen Niederösterreichs, im fruchtbaren Tullner Feld. Und wir sind uns bewusst, dass große Herausforderungen vor uns liegen. Und deswegen, der Obmann Franz Aigner hat es schon angesprochen, sind wir als Region Klima- und Energiemodellregion und Klimawandelanpassungsmodellregion besser kemm und klar, das geht leichter über die Lippen. Die Themen und Projekte sind breit gefächert, klimafitte Grünräume, Vorsorgemaßnahmen vor Extremereignissen bis hin zu landwirtschaftlichen Themen wie Begrünungen im Weinbau oder eben, wie heute, regionale Lebensmittelversorgung, die zu mehr Vielfalt, Unabhängigkeit und somit Resilienz beiträgt, also Widerstandsfähigkeit gegen Einflüsse von außen. Und da arbeiten wir mit allen innovativen, aktiven und interessierten Menschen zusammen. Wenn ich mir den Willi anschaue und mich anschaue, dann sehe ich eine Parallele zwischen ihm und mir. Nämlich, dass es immer einen Kümmerer braucht. Einen, der die Menschen zusammenbringt, damit gute Dinge entstehen können. Und deswegen freut es mich, dass heute so viele gekommen sind. Und ich glaube da werden sehr viele gute Dinge entstehen. Danke am Bürgermeister Obmann Franz Aigner, dass wir heute hier sein können. Danke an meine Kollegin Renate Holzmeier für die super Zusammenarbeit in der Vorbereitung. Danke Verena Schnatter fürs Fotografieren, an Willi für die Moderation. Und danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Podium und im Publikum. Ich freue mich auf den heutigen Abend, denn nur durchs Reden kommen die Leute zusammen. Genau, das werden wir jetzt machen. Ich habe eins. An mir hängt er. Ja, ich fühle mich noch stehen. Ich habe vorher gesagt, ich mache es eben wie dem steht oder im Sitzen. Jetzt fühle ich mich gerade noch stehen. Grüß euch, mein Name ist Wilhelm Geiger, ihr dürft bitte alle Willi sagen zu mir. Und jetzt ein paar Worte zu Bauer to the People. Wir sind 2021 mit Bauer to the People angetreten, weil wir bemerkt haben, dass wir uns immer mehr, wenn es rund um Lebensmittel geht, aber in der Gesellschaft generell, immer mehr in unsere Blasen zurückziehen, dass sich die Gesellschaft irgendwie anfängt, voneinander zu entfremden. Das betrifft, wie gesagt, das Thema Lebensmittel. Bauer to the People ist der Fokus auf Lebensmittel, betrifft, aber die Gesellschaft als Ganzes. Und ja, diese Blasen, in denen wir zunehmend leben, die sind nicht entstanden, weil wir Menschen vielleicht blöd sind, doof oder es vielleicht sogar böse meinen, sondern die Welt, in der wir leben, die wird immer schneller, die wird von Jahr zu Jahr schneller, teilweise von Tag zu Tag schneller, wenn man sich die Entwicklungen von der KI zum Beispiel anschaut. Und da ist es verständlich, dass wir Menschen uns Blasen schaffen, also Räume, die für uns begreifbar sind, Räume, die für uns erklärbar sind. Und Soxysin sind Blasen wahrscheinlich nicht Schlechtes, sondern die sind sogar etwas sehr, sehr Gutes für uns und wahrscheinlich sogar etwas sehr, sehr Überlebensnotwendiges. Eines muss uns in dem Kontext, glaube ich, aber auch klar sein, die Blasen sind wie alles andere in unserer Kultur und sollten es sein, nämlich veränderbar und veränderlich. Ja. Denn stellen wir uns vor, diese Blasen, in denen wir leben, die erstarren, die sind auf einmal ganz starr. Und wenn diese Blasen erstarren, dann erstarrt auch unsere Gesellschaft. Und so eine erstarrte Gesellschaft, wenn man sich das Bild einmal vorstellt, ist nichts, in der ich gerne leben möchte. Wir wollen also mit Bauer to the People, mit unserem Live-Podcast und mit unseren Formaten auf keinen Fall Blasen zum Platzen bringen, wie man so oft hört, sondern vielmehr die Brücken bauen zwischen den Blasen, sodass diese Blasen für sich veränderbar bleiben. Wir möchten Ideen austauschen, wir möchten Perspektiven austauschen von einer Blase zu der anderen und somit Veränderung ermöglichen und einen konstruktiven Zugang zu Veränderung auch schaffen. Das ist Power to the People. In einem Gespräch vor kurzem, das ich geführt habe im Rahmen einer Deutschland-Tour mit einem deutschen Landwirt, mit Michael Rehwer, hat er einen Satz gesagt, den ich absolut genial finde und der es irgendwie, finde ich, auch sehr auf den Punkt bringt. Ein Gespräch findet dann statt, wenn ich davon ausgehe, dass der andere Recht haben könnte. Finde ich einen extrem spannenden Satz, wo man darüber nachdenken kann. Und das ist auch der Zugang, mit dem wir an unsere Gespräche, an unser Wirken gehen. Eine Veranstaltung wie diese, ein Power-to-the-Bibel-Live-Podcast, ich liebe sie, ist ein solcher Ort des Zusammenkommens, hoffentlich außerhalb unserer Blasen, ein Ort, an dem ich für eine Weile zuhöre, hoffentlich heute ist ein Live-Podcast, deswegen Linus von Mikros, auch teilnehme diskutierend und in der Gewissheit, dass jemand andere im Laufe des Abends recht haben könnte. Und ja, es ist ein Ort für eben die neuen Ideen, Aha-Momente und ein Ort für die Veränderung. Heute geht es um regionale Selbstversorgung und bei mir am Tisch und da am Tisch sitzen zwei Expertinnen, mit denen wir heute darüber diskutieren werden. Aber bevor ich jetzt noch ein bisschen erkläre, was ist eigentlich ein Live-Podcast und was ist das Besondere an dem heutigen Format, würde ich die Sonja und ich Alfred bitten, dass ihr euch einfach ganz kurz in euren eigenen Worten vorstellt. Und Alfred, ich würde gerne mit dir anfangen. Okay, nachdem ich schon sehr alt bin und immer gelernt habe, Ladies first. Aber mittlerweile darf man das auch nicht mehr machen. Okay, dann fange ich an. Mein Name ist Alfred Grant, ich bin Biobauer aus Absdorf, ich bin Unternehmer. Ich sage immer, ich bin trained by earthworms, das heißt die Regenwürmer, die mich schon seit 25 Jahren beschäftigen im Sinne der Wurmkompostierung, aber auch natürlich als Bauer, sehr wichtig sind für mich, die haben mir geholfen, mehr über den Boden zu lernen, mehr über das Leben zu lernen. Und so bin ich dann 2006, haben wir die Landwirtschaft umgestellt auf Biolandwirtschaft und sind sehr stark auch mit der Forschung verbunden. Das heißt, wir haben unseren Betrieb weiterentwickelt in Richtung Forschungs- und Demonstrationsbauernhof. Und als solcher machen wir sehr viele Aktivitäten und da darf ich mich natürlich herzlich bedanken für die gute Zusammenarbeit mit der Region Wagram. Und da gibt es immer wieder Anknüpfungspunkte, wo wir da kooperieren können und ich freue mich schon sehr auf den heutigen Live-Podcast. Schön, ich auch. Sonja? Ja, mein Name ist Sonja Planeta, ich bin freie Journalistin mit Schwerpunkt Kulinarik. Ich komme ursprünglich aus Wien, bin jetzt das achte Jahr am Wagram. Durch den Wein hat es mich hierher verschlagen durch Zufall. Und was ich noch hier mache, seit ich hier bin in der Region, ich bin Mitgründerin, Mitveranstalterin der Kulinarik-Eventreihe Essen vor Ort. Das mache ich zusammen mit Susanne und Dieter Fritz, die das Gestaltungsbüro Struktiv in Engelmannsbrunn haben. Und das Ziel von Essen vor Ort ist, dass wir quasi an einem Tisch zusammenbringen, sowohl das, was großartige Leute, großartige Produzenten, die hier am Wagram ganz tolle Sachen entstehen lassen, die bringen wir am Tisch zusammen mit den Leuten, die die Begeisterung dafür genauso teilen wie wir. Also wir schauen einfach da, dass dem, was hier in der Region passiert, einfach noch mehr Aufmerksamkeit zuteil wird und das im Rahmen von Kulinarik-Veranstaltungen. Danke, Sonja. Tau, wie kalt das Mikro ausschaltet? Oder ist es okay? Ja, danke euch zwei. Und jetzt vielleicht ganz kurz zur Erklärung, was ist denn das heute für ein Format, so ein Live-Podcast? hast. Kurz gesagt, es ist ein Format, wo, man mitdiskutieren darf und mitdiskutieren soll und zwar nicht da vom Tisch aus, sondern direkt da bei uns am Tisch. Deswegen sind da zwei leere Sesseln und zwei Mikrofons oder Mikrofone. Im Lehrbuch steht für das Format heute der Titel Fishbowl. Es ist aber völlig wurscht, wie das Ding heißt, sondern viel wichtiger, dass wir es heute machen. Es geht folgendermaßen, wir diskutieren jetzt zu dritt das Thema regionale Selbstversorgung. Wie geht Geht das einfach mal an jetzt. Ich habe dafür drei Fragen vorbereitet. Das wird so circa 45 Minuten dauern. Und dann eröffne ich quasi die Fischbowl, obwohl das jetzt eher ausschaut wie ein Wok in Wirklichkeit. Und dann bitte ich euch, ihr kommt vor, wenn ihr Fragen habt, nehmt euch ein Mikrofon, setzt euch dazu und stellt eure Fragen und ihr könnt gerne sitzen bleiben. Es geht auch darum, was sagt der andere, was kommt dann für Antwort, möchte ich darauf noch was sagen. Also richtig mitdiskutieren, nicht nur Fragestelle und wieder reingehen. Bleibt so lange draußen sitzen, bis das Thema für euch erledigt ist und dann könnt ihr euch einfach wieder zurück an euren Tisch sitzen und dann kann jemand anderer rauskommen. Ja, ja, ja, natürlich, natürlich. Das wäre so quasi der Trick gewesen, um Anreize zu schaffen. Und ihr seht das vielleicht auf euren Tischen, beziehungsweise seht ihr es auf euren Tischen nicht. Da steht nämlich kein Wein. Wir haben da eine Flasche Wein. Und jeder, der dann rauskommt und bei uns mitdiskutieren kann, der darf natürlich auch dann fürs Mitdiskutieren ein Achterl mittrinken. Genau, es geht so lang. Geht dann einfach wieder zurück auf den Platz und sollte irgendwie beide Plätze besessen, sind, ihr habt was zu sagen, einfach kurzes Handzeichen, dann schaue ich, dass für euch ein Platz frei wird. Ganz, ganz wichtig, vielleicht noch zu den Spielregeln von heute, Bauer to the People generell, Bauer to the People steht für einen sachlichen, wertschätzenden und für einen lösungsorientierten Journalismus, der aber auch ein bisschen lustig sein darf. Denn spätestens seit dem Joachim Riegelnaz wissen wir, Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns gelegentlich einmal mal der Kragen platzt. Das sind Werte, die lege ich ganz, ganz hoch bei uns bei Bauer to the People an, die lege ich natürlich auch heute an unsere Gäste an und natürlich auch an euch als Publikum, sachlich, wertschätzend und lösungsorientiert, aber natürlich gerne auch hart in der Sache und im Thema. Und zum Schluss, bevor wir jetzt endlich loslegen und ich endlich zum Reden aufhören kann und ihr endlich was sagen könnt, ein Lieblingssatz, den ich mir von Ö1 geklaut habe. Sehr geehrtes Publikum, bitte denken Sie daran, Ihr Mobiltelefon am Ende der Veranstaltung wieder einzuschalten. So, jetzt würde ich gerne mit dir anfangen, Sonja. Die erste Frage. Thema ist ja heute regionale Selbstversorgung. Wie geht das? Was ist denn für dich überhaupt regionale Selbstversorgung? Weil wenn man über den Begriff nachdenkt, er wirkt aufs Erste relativ klar, aber wenn man dann länger irgendwie drüber nachdenkt, dann tut sich sehr, sehr viel auf. Was heißt der Begriff eigentlich für dich persönlich? Ja, ich glaube, genau wie du sagst, allein das Wort regional legt ja jeder anders aus. Jeder definiert die Region für sich anders, steckt das anders ab. Ich für mich fange schon einmal am Wagram an. Also das ist einmal zuerst die erste Region, die ich mir anschaue, wenn es darum geht, was gibt es hier an Produkten, was kann ich von hier beziehen. Das zieht sich auch dann ins Berufliche hinein, auch in die Kulinarik-Veranstaltung Essen vor Ort. Genau, also wir beginnen hier und was es dann quasi vor Ort jetzt in der Region nicht gibt, da gehe ich dann weiter mit den Kreisen. Ja, so zieht sich das dann immer weiter. Ja, es gehört für mich aber genauso auch dazu, Dinge selber zu machen. Also sich auch selbst zu versorgen, indem man selber was anbaut. Wir haben natürlich mit unserem Hof eine gute Basis. Wir haben den eben übernommen und da gab es schon Obstbäume und Beerensträucher und ein riesengroßes Gemüsebeet und wir haben noch Hochbeete dazu gebaut. Also das ist auch etwas, was mir persönlich sehr viel Spaß macht, da auch anzusetzen. Wo siehst du aktuell deine Rolle im Kontext der regionalen Selbstversorgung? Du hast ja gesagt, Essen vor Ort, ein Projekt, das ich glaube, sehr stark in diese Richtung geht. Was ist da deine Rolle in diesem Kontext? Ja, ich glaube, dass es da wahrscheinlich sogar mehrere Rollen gibt. Also zum einen natürlich die der Konsumentin und dann eben das Berufliche, sowohl mit dem Journalismus, also ich schreibe viel für Produzentinnen in der Region, Ich schreibe für über sie. Also da eigentlich auch diese Rolle der Kommunikatorin, das hinauszutragen, was gibt es eigentlich. Und dann glaube ich, das Essen fortzuhalten, ein bisschen das, was das verbindet. Also sowohl das zu konsumieren, als auch nach außen zu tragen, was gibt es überhaupt, was kann die Region, was bietet die. Also ich glaube, dass da so mehrere Rollen dann zusammenkommen. Jetzt war der Fokus sehr stark auf Lebensmittel und ich glaube, gedanklich ist er heute auch drauf. Müssen wir regional Selbstversorgung jetzt nur rein kulinarisch denken oder geht es da auch über den Begriff Kulinarik deiner Meinung nach hinaus? Das geht sicher darüber hinaus. So wie du sagst, beim Reden kommend leutsam ist unser Satz, ein bisschen beim Essen kommend leutsam. Das Essen ist, glaube ich, was relativ rasch verbindet und was eine leichte, also was keine große Hürde ist, um die Leute irgendwie für etwas zu begeistern. Aber wie du richtig sagst, es ist nicht nur die Kulinarik. Es gibt ja auch ein paar Gramm Produzenten, die andere Produkte herstellen, als jetzt etwas zu essen und etwas zu trinken. Und das ist auch das, was wir bei Essen vor Ort dann mit einfließen lassen. Wir haben also über dem eigentlich das Handwerk. Es ist Essen herstellen, also Lebensmittel herstellen, Wein herstellen, das ist alles ein Handwerk. Es ist aber genauso für uns wichtig, Was habe ich für Geschirr? Also wir arbeiten mit Keramikerinnen zusammen, wir arbeiten mit einer Tischlerei zusammen, die uns für unsere Veranstaltungen Tische und Bänke extra angefertigt hat. Wir arbeiten mit einem Kerzenmacher zusammen. Also es gibt ganz viele Aspekte natürlich, ganz unterschiedliche Lebensbereiche, in die dieses regionale Selbstversorgen hineinfließt. Das ist eigentlich regionales Handwerk, wenn ich dazu zuhöre. Genau, so als Überdruck. Geschirr, Möbel. Der Sepp Schellhorn hat irgendwann einmal gesagt in einem Interview, wenn der Wirt stirbt, stirbt auch der Handwerker. Das ist mir jetzt spontan wieder eingefallen. Die Frage ist, wann stirbt der Bauer? Die Frage ist, stirbt dann der Wirt, stirbt dann der Handwerker? Geht es wirklich im Kern um das regionale Handwerk als Kern des regionalen? Alfred, was ist da deine Sichtweise dazu? Und die Frage auch an dich, was ist für dich regionale Selbstversorgung? Ja, regionale Selbstversorgung oder regionale Lebensmittelversorgung, ich sehe es halt eher aus dem Lebensmittelbereich, also schon sehr fokussiert auf das Thema. Ich bin Bauer, wir machen einerseits Getreide, Linsen, Soja. Solche Sachen, Hanf, Mais, aber wir machen eben auch sehr viel Gemüse mit Direktvermarktung und das sehr regional. Also wir versuchen das wirklich auch gezielt sehr regional umzusetzen. Und da ist natürlich der Fokus am Lebensmittel. Aber als Bewirtschafter eines Forschungsbauernhofs versuchen wir das auch, auch die anderen Aspekte reinzunehmen, das eher systemisch auch zu sehen. Er sagt, okay, welche Vorteile, welchen Mehrwert bietet mir eine regionale Produktion, eine regionale Konsumation, die Unabhängigkeit von Stromversorgung zum Beispiel. Wir haben ja eine Marktgärtnerei, wo wir Gemüse machen und wir könnten also locker zwei, drei Wochen ohne Strom auch produzieren. Wir könnten unsere Kunden dann animieren, dass sie sagen, wir können das selbst, wenn wir keinen Diesel mehr hätten, müssen wir sagen, okay, müsst ihr euch das Gemüse mineral holen. Also in dieser Extremsituation wäre auch eine Produktion und eine Vermarktung hier noch möglich in dem System. Und was mir so gut gefällt an dem System und als Forschungsbauernhof, sind wir auf der Suche nach zukunftsfähigen Lebensmittelproduktionssystemen. Also das ist unsere Idee, unsere Aufgabe. Und da sind wir eben auf diese Marktgärtnerei gestoßen. Das heißt Gemüseproduktion, große Vielfalt, ganz kleine Flächen, sehr viel Handarbeit. Deswegen eben auch unabhängig von zum Beispiel Energieversorgung teilweise auch. Und da sehen wir eben auch diesen systemischen Ansatz. Das heißt, man hat einerseits natürlich einen Beitrag zum Klimaschutz, weil ich geringeren CO2-Footprint habe und geringere Transportkosten, weniger fossile Energie, kein Mineraldünger, Kompostanwendung und so weiter. Also von da einmal eine Klimaschutzmaßnahme. Man adaptiert sich aber gleichzeitig auch an den Klimawandel, weil wir verwenden Mulch, damit brauchen wir weniger Bewässerung und so weiter. Man erhält die Artenvielfalt, die Kulturartenvielfalt einerseits. Da in der Region gibt es ja auch die Achenoa zum Beispiel. Das heißt, viele verschiedene Kulturarten, aber auch viele verschiedene Kultursorten sozusagen anzuwenden. Aber auch gleichzeitig natürlich mit der Kulturartenvielfalt, mit Implementierung von Agroforst zum Beispiel, gibt es eben auch die Möglichkeit, ich unterstütze auch die Artenvielfalt an Insekten, Bestäubern, Nützlingen bis zum Rebhuhn. Also bis zu Vögeln und Wildtieren natürlich. Also auch das ist Teil der regionalen Lebensmittelversorgung, der regionalen Selbstversorgung, dass man das als regionale Arbeitsplätze zum Beispiel, also auch soziale Aspekte, die man reinnehmen kann. Dann als Demonstrationsbauernhof haben wir viele Schulen, Kindergärten aus der Region bei uns am Betrieb. Damit kann man wieder Bewusstsein schaffen und so weiter. Also das ist wirklich eine Spielwiese an Vielfalt. Und wer aus dem Publikum die nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO kennt, das sind diese 17 Ziele, die wir bis 2030 erfüllt haben wollen. Mit diesem System, mit diesem Produktionssystem, von dem ich gerade erzählt habe, mit dieser Markthärtnerei, berühren wir zwölf der 17 Entwicklungsziele. Und das ist halt cool. Das ist cool. Bleibe ich gleich dabei, du sagst, ihr forscht nach zukunftsfähigen Lösungen. Ist die Zukunft, jetzt waren wir ja quasi eine Phase, früher war ja alles regional oder sehr viel regional, dann kam die Phase Industrialisierung, Globalisierung, großes Schlagwort, dann war zwischendurch noch ein bisschen eine Lokalisierung. Ist die Zukunft jetzt dann wieder regional oder gar lokal? Müssen wir quasi wieder zurück ins Regionale? Es wird wahrscheinlich zwei Trends geben. Das eine wird ein Zustrom auch wieder zum Regionalen werden, wo man sich ein bisschen besinnt und zurückfindet und sagt, okay, was können wir auch aus der Vergangenheit lernen? Und das andere wird wahrscheinlich auch diese ewige Billig- und Marktmächte, wo wo durchaus auch wieder die Intensivierung der Landwirtschaft und so weiter auch Teil des Systems werden. Bleiben wird, sagen wir so. Also es wird jetzt nicht dieses, ja jetzt machen wir alles nur mehr regional und alles andere gibt es nicht mehr. Ich glaube, das wird nicht stattfinden. Aber ich glaube, Europa und speziell Österreich ist eine Region, wo man mehr auf Qualität setzt, wo man mehr eben versucht, nachhaltige oder sogar regenerative Lösungen dem Vorrang zu geben. Und was in Brasilien, in China oder in Australien passiert, kann man natürlich nur schwer beeinflussen. Aber wir versuchen halt, je kleiner die Region ist, umso mehr kann man natürlich auch machen, umso mehr Einfluss kann man haben. Sonja, du arbeitest mit deinen Projekten und auch mit dem, was du schreibst. Du schreibst ja für den Falstaff, glaube ich, schreibst du, oder? Und für andere Magazine. Du bist ja sehr nah am Konsumenten dran. Was hast du gemerkt, wie ist das Verhältnis der Konsumentinnen und Konsumenten zurzeit zum Thema Regional im Vergleich zu anderen Trends, also Trends, sag ich jetzt einmal Bio oder soziale Standards oder wie wichtig ist momentan die Regionalität? Welche Faktoren sind da wichtig und wie hat sich das auch entwickelt aus deiner Sicht über die letzten Jahre? Ich glaube, da sieht es schon viele in die Fahne heften. Ich habe immer das Gefühl, dass regional trotz allem in vielen Fällen so ein Marketing-Gag ist oder Schlagwort oder man sieht es halt dann als Privatperson umheftet, dass man halt irgendwie im Außen dann besser dasteht oder so. Weil das muss man halt dann haben oder traut sich dann nicht mehr sagen, dass man vielleicht nicht regional kauft oder doch dann auf andere Produkte zugreift. Ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, dass es vor zwei Jahren natürlich ganz stark alles gepusht wurde, diese Regionalität und es auch viel mehr in den Medien war. Wenn man sich ein bisschen umhört, bei den Produzentinnen selber flaut das schon auch wieder ab. Und auch wie der Alfred gesagt hat, ich glaube auch, auch dass das eine nicht das andere ablösen wird. Also auch das Bewusstsein zum Teil fehlt. Oder aber, wenn man es jetzt wirklich klein runterbricht auf dem Alltag, solange es einfach einfacher ist, ich setze mich ins Auto und fahre zum Supermarkt und es ist überhaupt kein Vorwurf. Also ich bin da zum Teil genauso. Das kann man überhaupt niemandem vorhalten. Solange das halt auch ist und das einfach einfacher ist, glaube ich, dass das andere wird auch seinen Platz nach wie vor haben und wird bleiben. Das ist vielleicht eine gute Überleitung zur zweiten Frage, die ich habe. Das andere wird bleiben, sagt sie. Der Block heißt im Endeffekt so, warum braucht es regionale Selbstversorgung überhaupt? Was spricht denn gegen einen internationalen Versorgungsmarkt? Was ist jetzt der große Wert eigentlich des hier hergestellten, bleiben wir jetzt vielleicht bei der Markthärtenreihe, bei Gemüse, was ist der Vorteil, es hier zu produzieren, Alfred? Naja, ich glaube, es gibt keine Vorteile, ich glaube, es gibt viele Vorteile. Also nicht einen einzigen. Plural, ja. Und beginnen wir bei ganz einleuchtenden Vorteilen wie der regionale Wertschöpfung. Das heißt, Lebensmittel, die hier produziert werden, ernähren natürlich auch Arbeitskräfte, ernähren Bauernfamilien. Das ist natürlich klar, wenn ich das regional umsetzen kann, ist das viel besser. Anderer Vorteil ist zum Beispiel auch, ich weiß, wie es produziert wird. Also ich sehe es ja und kann selbst entscheiden, okay, will ich von diesem Feld oder von diesem Feld hier meine Lebensmittel haben oder kommt das irgendwo in ein Packerl, wo ich nicht weiß, wo vielleicht sogar gar nicht draufsteht, wo das produziert worden ist und im Endeffekt das natürlich eine äußerst schwierige Situation ist, weil das ist vielleicht billig und man glaubt, ja, da ist jetzt eh eine bunte Kuh drauf, das ist eh super, das ist sicher in die Alpen, weil das Büdl ist ja da jetzt von den Bergen, produziert worden, in Wahrheit kommt das von irgendwo und das sind natürlich, Natürlich, wenn es außerhalb der Europäischen Union ist, ist es natürlich noch um vieles schlechter, weil sie ja gar nicht nach den Standards produziert werden, die wir in Europa ja doch relativ gute Standards haben. Ich würde es keine Länder nennen, aber es gibt viele verschiedene Länder, die außerhalb Europas liegen und schlechtere Standards haben. Aber selbst wenn es innerhalb Europas ist, Österreich hat schon eine sehr, sehr, sehr hohe Qualität in der Lebensmittelproduktion. Und da ist die Region Österreich, sage ich mal, auch schon mal extrem wichtig. Und dann kann ich noch entscheiden, okay, in welchen würde ich das jetzt, würde ich das in Bio haben oder würde ich das in Demeter haben oder würde ich das in konventioneller Qualität haben. Da kann ich dann noch einmal unterscheiden und noch einmal Bio, Bio Austria oder so wie wir jetzt zum Beispiel sind, sogar jetzt noch regenerativ Bio zertifiziert. Also welche Standards möchte ich da haben? Aber wenn ich jetzt da irgendwann einen Kuchen kaufe und da sind Eier drinnen, dann kann ich nicht mitentscheiden, sind die Eier aus einer Legebatterie mit Standards, die es in Österreich vor 50 Jahren nicht gegeben hat, weil sie so schlecht sind, oder sind das glückliche Bio-Freiland Hurra-Trarar-Eier. Sonja, glaubst du. Hurra, also glückliche Eier, wie auch immer, nach den größten regionalen und ethischen und sozialen Standards produziert, ist schön, man greift auch gerne hin und man konsumiert sie auch gern, denkst du, du hast es ja vorher schon erwähnt, dass dann am Ende des Tages diese Eier auch gekauft werden in einer signifikanten Menge, sodass sie dann auch regional produziert werden können, weil das Problem haben wir ja permanent, Das heißt ja Citizen-Consumer-Gap, glaube ich, der Bürger, die Bürgerin sagt ja ich, natürlich kaufe ich Bio und natürlich kaufe ich Regionalen, das ist mir ganz, ganz wichtig. An der Kasse schaut es dann oft ganz anders aus. Glaubst du dran? Du meinst, dass das dann noch dass wir das auch einlösen können, dass es dann auch wirklich gekauft wird? Ja, ich glaube, du hast das glaube ich eh schon gesagt. Also es ist am Ende entscheidender Preis, oder? Also es ist, es wäre schön, aber es hat natürlich, wenn man es vergleicht, es hat einfach einen anderen Preis und das werden viele danach dann kaufen. Ich bin da absolut bei Malfred. Also es ist dieses Thema der Unabhängigkeit zum einen, es ist auch auf der anderen Seite einfach dieses zu wissen, wo es herkommt und es gibt dann einfach oder mir jetzt auch persönlich ein gutes Gefühl, wenn man einfach weiß, wie es das hergestellt worden ist und je mehr man vielleicht hört, wie es anderswo zugeht und wie Sachen produziert werden und. Desto mehr komme ich zum Beispiel davon ab, dann diese Dinge zu kaufen und dann freue ich mich wieder, wenn ich weiß, okay, das gibt es in der Region genauso und das stellt derjenige her, ich kenne ihn vielleicht auch persönlich, was bei mir oft der Fall ist, durch die Arbeit einfach auch, und kann mir das auch anschauen und dann kann kann ich immer noch entscheiden, finde ich das jetzt super oder nicht. Also schmeckt es mir oder schmeckt es mir nicht, das muss ja nicht nur, weil es jetzt regional hergestellt wird, muss das ja vielleicht meinem persönlichen Geschmack jetzt nicht entsprechen, aber ja, nein, das ist, glaube ich, spielt da schon stark rein. Ich finde den Begriff immer noch selbstversorgend, faszinierend. Ich habe dann angefangen nachzudenken, angefangen nachzudenken über den Begriff und vielleicht schauen wir ein bisschen, versuchen wir dieses Wesen ein bisschen rauszuarbeiten. Ihr habt jetzt von Unabhängigkeit gesprochen, es ist wenn man die Selbstversorgungsgrade anschaut, die wir in Österreich haben, speziell wenn wir jetzt beim Gemüse waren, ich habe mir das rausgesucht für das Jahr 2021, 2022, bei Zwiebeln sind wir überversorgt, also da können wir ein bisschen mehr verbrauchen, noch weil wir wollen. Karotten, Möhren, steht da, ist eine deutsche Plattform gewesen. Sind 100% und alles andere sind wir unter 100%. Also wir sind ja von der Selbstversorgungsfähigkeit mit diesen Gemüsesorten, beim Fleisch ist es ein bisschen anders, sind wir ja eigentlich nicht selbstversorgungsfähig. Also geht es da bei Selbstversorgung wirklich jetzt eher um den Grad der Unabhängigkeit gegenüber ausländischen, gegen Importen? Oder geht es bei Selbstversorgung vielleicht auch mehr um die Bewahrung des heimischen Handwerkes? Oder was ist da aus eurer Sicht das wichtigste Element dieses Wesens von Selbstversorgung? Für uns war auch der Grund, in den Gemüsebau einzusteigen, weil wir sind erst 2019 eingestiegen und da eben mit diesem System der Marktgärtnerei eingestiegen, auch dieses Selbstversorgungsthema. Weil man hat natürlich auch immer wieder das Thema, wo ist der Preisdruck da, oft ist in der Landwirtschaft, gibt es Innovationen, jemand probiert was aus, sagen wir jetzt der Hausnummer Erdbeeren. Und dann sagen drei Jahre lang die Bauern, so ein Trottel Erdbeeren, das geht bei uns nicht. dann nach drei Jahren funktioniert es halbwegs, dann sagt man, das mit Erdbeeren, das geht eigentlich ganz gut, mache ich auch Erdbeeren und dann bricht der Markt wieder zusammen. Also das ist oft diese Fluktuation und deswegen waren wir wirklich auch auf der Suche nach einer Kategorie, wo es eben keine Selbstversorgung gibt in Österreich, das ist der Gemüsebereich, also da sind wir ca. Zu 50% selbstversorgt im Allgemeinen und noch dazu, wenn man sich jetzt anschaut, die Ernährungspyramide, wo müssen wir hin in Zukunft, Wir müssen mehr in Richtung pflanzliche Ernährung, wir müssen mehr in Richtung auch vom Gesundheitsaspekt her und für mich war es auch natürlich nicht schlecht, auch ein bisschen mehr Gemüse zu essen und ein besseres Gemüseangebot zu haben und deswegen war für uns auch die Entscheidung klar, wir gehen ins Gemüse. Einerseits, wir produzieren in Österreich nur die Hälfte von dem und wir machen jetzt mittlerweile auch Wintergemüse. Also bei uns gibt es jetzt auch Gemüse. Und noch dazu, in den nächsten 10, 20 Jahren muss sich der Gemüseverbrauch eigentlich verdoppeln oder verdreifachen. Und von daher gesehen war das für uns schon auch eine nationale Entscheidung. Man sagt, okay, Österreich, Eigenversorgungsgrad bei Gemüse ist halt schwach. Also bitte machen wir Gemüse. Aber du hast es quasi von der Nische her aufgerollt du hast geschaut, wo ist der Markt und hast gesagt, okay, das funktioniert da kann ich reingehen wenn man sich jetzt ein bisschen auch vom Wesen anschaut ich habe mir drei Punkte aufgeschrieben das eine ist so diese Unabhängigkeit gegenüber von Importen dass wir uns einfach selbst versorgen können mit Kalorien, mit Lebensmitteln auf der einen Seite, das andere ist wenn wir hier lokal produzieren das heißt, du sagst, fördern wir heimische Betriebe wenn du das Geschirr da kaufst, die Möbel da kaufst für Essen vor Ort, fördern wir heimische Betriebe Das heißt, wir sichern auch Arbeitsplätze. Und das andere, was mir in der Arbeit mit Bauer to the People ganz, ganz oft darunter kommt, das ist auch die Kultur, die verloren geht. Wenn man nämlich die Betriebe verliert, die Höfe aufhören, das Vereinsleben kommt zu mir liegen. Es gibt oft diese Geisterortschaften, wo im Prinzip nur noch Leute wohnen, die aber dann wieder pendeln, wo einfach alles, das kulturelle Leben zu mir liegen kommt. Und das war einfach dieses, wo ich mir gedacht habe beim Nachdenken über, was heißt eigentlich selbst zu sagen. Natürlich war man am Anfang beim Fleisch, beim Gemüse. Aber dann bin ich irgendwann einmal so im nächsten Schritt gekommen, kommen, das ist ja eine Kultur, das ist ja eine Wirtschaft, das sind ja Leute, da hängt ja ganz extrem viel dran. Wenn ich jetzt spontan drüber nachdenke, überfahre ich mich natürlich jetzt mit dieser Frage. Wo wird jetzt hier der. Die Schwerpunktesinnung, wo müsste man am meisten darauf achten eigentlich? Naja, wir sehen das als Forschungsbauernhof ganz stark. Wir wollten ja, also ich bin durch die Regenwürmer in diese Wissenschaft hineingekommen. Ich habe ja nur einen Fachschulabschluss, ich war nie auf einer Universität und bin aber durch die Arbeit mit den Regenwürmern zu BOKU gekommen eigentlich. Und da hat es angefangen mit den Forschungsprojekten und irgendwann haben wir dann so viele Forschungsprojekte gemacht, dass man gesagt hat, naja, eigentlich sind wir eh schon ein Forschungsbauernhof, aber wir wollen viel mehr mitreden in der Forschung. Das heißt, wir haben das dann gezielt gemacht und gesagt, wir sind ein Forschungsbauernhof. Dann haben wir gesagt, naja, es gibt ja viel Forschung, aber sie kommt in der Praxis nicht an. Das heißt, zweiter Punkt, wir werden ein Demonstrationsbauernhof. Und in dieser Demonstrationstätigkeit... Ihr zeigt ja nicht, ihr demonstriert nicht. Genau, wir produzieren und wir forschen, aber wir demonstrieren das auch und wir zeigen das her. Und das ist ganz wichtig, weil hier diese Verbindung zwischen Produzenten und Konsumenten wieder klappt. Das heißt, man kann den Menschen erklären, egal ob das jetzt ein Kindergartenkind ist, das rote Ruhm kostet oder ein Radicchio oder ein Ingwer von Seymours, bis zu Studenten, Erwachsenen, Ausflüglern, ganz egal, idealerweise auch Politiker natürlich, Entscheidungsträgern oder auch eben Berufskollegen. Wenn man sagt, man zeigt das her, was man macht und man kann drüber reden und irgendwer hat einmal gesagt, beim Reden kommen die Leute zusammen und deswegen glaube ich, ist das ein ganz wichtiger Beitrag auch. In der regionalen Produktion. Weil mit dem Gemüseimport aus wo auch immer her, mit dem kannst du nicht reden und kannst nicht sagen, okay, wie hast du das gemacht und was hast du da denkt dabei. Ich finde die Kommunikation da auch einen ganz wichtigen Aspekt. Also es ist ja bei uns in der Region auch so, dass du zum Teil die Produzentinnen ja gar nicht findest, weil sie nicht kommunizieren. Also entweder du weißt, dass es das gibt oder nicht. Also da tut sich viel überhören sagen. Und ich glaube, wenn man da, also die selber oder man ihnen hilft, dass sie da viel stärker in die Wahrnehmung kommen, glaube ich, bringt man da einiges in Bewegung. Wenn ich gar nicht weiß, dass da ein nordweiter Schweinezüchter ist, also wie soll man dann? Dann wird man nach wie vor in den Supermarkt zum Fleisch kaufen gehen wahrscheinlich. Deshalb glaube ich, dass dieser Kommunikationsaspekt ganz wichtiger ist. Wie sehr kriegst du diese kulturelle Komponente? natürlich, es hat ja nicht nur ein Kulinarik- und ein Kulturprojekt ja auch mit Essen fort. Wie stark wirkt diese Kulturkomponente auch rein in dem, was ihr tut? Ja, die wirkt sicher mit rein auch. Ja, wie wir gesagt haben, beim Essen kann man auch die Leute zahlen. Also du hast ja, oder dass man diese diese Handwerke am Leben hält und den Leuten auch zeigt, hey, das wird auch ganz anders hergestellt als jetzt in großen Mengen und so. Und... Es gibt ja, vielleicht zum dritten Punkt ein bisschen dazu kommen, es gibt ja sehr, sehr viele kleine Projekte, kleine, mittlere Projekte, die sich ja mit regionalen Produkten, regionaler Wertschöpfung, regionalem Market Gardening, wir haben ja auch Projekte hier, die es machen oder vielleicht einen Direktvermarktungsbetrieb haben, wo ja ganz viele regionale Produkte drinnen sind. Aber es ist halt immer so, diese Produkte sind eher immer in der Nische. Zum einen sind sie oft hochpreisig oder vielleicht auch schwer zu erreichen, aber es ist immer so ein bisschen nischig. Wie schafft man es denn, dass man diesen regionalen Aspekt, der offensichtlich so viele Vorteile hat, Kommunikation die regionale Vernetzung kulturelle Aspekte etc. Plus, dass es gute, hochwertige Lebensmittel sind, wie schafft man es denn, dass man da aus dieser Nische auch ein bisschen rauskommt, dass das nicht immer so, ich kaufe mir jetzt mal ich fahre jetzt zum Direktvermarkt, dann kaufe ich mir dort etwas Besonderes da leiste ich mir mal ein Stück Fleisch oder dort leiste ich mir mal ein Chutney, was die einkocht haben etc. Sondern wie schaffe ich es denn, dass ich mit dem in die Masse bin, weil am Ende vom Tag muss es ja doch das Ziel sein, wenn man diesen Wert hochschätzt und sagt, es ist gut, dass man das natürlich dann auch irgendwo in die Masse bringt, oder? Sagen wir jetzt einfach mal eine dichte Frage. Ich überlege gerade, ob es gelingen kann, etwas in die Masse zu bringen, muss ich ehrlich gestehen. Ich bin da noch unschlüssig. Ob es gelingt, so wie wir vorher gesagt haben, es würde das andere deshalb auch geben. Also wird er auch bleiben. Ja, ist ja kein Entweder-Oder, sondern ich hoffe, den Anteil auch zu erhöhen von regionalen Produkten. Wir haben ja wieder das Preisproblem, was wir vorher gesagt haben. Aber wie könnte man es denn schaffen, dass man diese regionalen Produkte über diese Nischengrenze hinaus und über die Menschen, die dann gerne darüber diskutieren, da sitzen und vielleicht heute ein paar Produkte mitgebracht haben. Wie schaffen wir es denn, dass wir da, ich würde gar nicht sagen, in die Supermärkte kommen, aber ein bisschen in die Breite kommen? Ja, naja, ich bin da voll bei der Sonne, also das ist nicht einfach. Ich glaube, es ist auch so ein Wertigkeitsthema. Jeder legt auf etwas anderes Wert. Die einen geben halt dann ihr Geld lieber fürs Essen aus, die anderen lieber für irgendeine Elektronik oder fürs Auto oder sowas. Und ich glaube, das muss man halt einfach mit einplanen. Es wird immer Leute geben, die da nicht so die Wertigkeit sehen und dann auch nicht bereit sind, halt viel Geld oder eher das für das auszugeben. Ich glaube, das ist halt auch mit drin. Ja, auch natürlich. Das ist natürlich ein Aspekt. Wir müssen versuchen, den Konsumenten auch dahingehend zu schulen. Das machen wir eben auch durch unsere Demonstrationstätigkeit. Versuchen wir, den Leuten zu erklären, okay, warum ist das? Was kann das? Warum ist das gut? Es ist nicht nur gut für die und für die Familie und es ist gesund, sondern es ist auch gut für die Umwelt, es ist gut für den Bodenaufbau, gut fürs Klima und so weiter. Also einerseits diese Bewusstseinsbildung beim Konsumenten, ganz wichtig, aber wie du richtig sagst, der Konsument entscheidet natürlich auch über die Brieftasche und sehr stark über die Brieftasche. Das heißt, das wird nicht die Silberpolle sein, zu sagen, okay, der Konsument ist schuld und der muss das jetzt machen. Wir brauchen auch die Politik, wir brauchen die Entscheidungsträger, wir brauchen das Regionalmanagement, wir brauchen die Politik, wir brauchen die Kammer, wir brauchen alle, sozusagen die Bauern. Alle müssen an einem Strang ziehen. Und das ist jetzt nicht nur bei der Lebensmittelversorgung so, leider ist ja dieser Planet durchaus zerstört. Steht vor ziemlich großen Herausforderungen. Oder der Planet eigentlich nicht, die Menschheit. Weil der Luft ist wurscht, ob es dreckig ist und das Wasser ist eigentlich auch egal, ob es sauber ist oder nicht. Wem es nicht egal sein darf, das sind wir. Nämlich dann, wenn wir wollen, dass die nächsten Generationen auch noch einen wunderschönen Planeten haben, dann müssen wir jetzt dafür sorgen und ziemlich schnell. Es gibt ziemlich viele Herausforderungen und die müssen wir alle lösen. Und das kennen wir nicht allein. Das können die Konsumenten nicht erlauben, das können die Bauern nicht erlauben. Das heißt, es braucht wirklich eine Vielzahl an Maßnahmen, es braucht politische Entscheidungen. Man muss sagen, okay, und das gibt es auch auf europäischer Ebene mittlerweile, dass man sagt, Lebensmittel raus aus der WTO-Vereinbarung, weil man macht da immer so schräge Deals und sagt, okay, ihr dürft euch eine Soja aus Brasilien liefern, aber nur, wenn wir unsere Autos dorthin schicken dürfen. Und da verliert die Landwirtschaft sehr oft diesen Deal, ist dann immer der Loser. Und das heißt, man muss versuchen, die Lebensmittelversorgung in Europa zu halten, regional zu halten, in Österreich zu halten oder in dieser kleinen Region zu halten. Und muss dann auch sagen, okay, wenn Lebensmittel importiert werden, ist okay, wenn du glaubst, du musst ein argentinisches Steak essen, weil es dir besser schmeckt, vollkommen okay. Aber erstens, das muss zu gleichen Bedingungen produziert werden wie in Europa, man muss die gleichen Standards erfüllen in der Produktion. Und zweitens, wenn wir nur europäisches Steak haben, dann haben wir 1000% Zoll drauf. Bei anderen Sachen geht es auch, dann kommen wir es dort auch. Da brauchen wir natürlich die politische Entscheidungsfreudigkeit. Und wo findet man die? Wo findet man die? Naja, da muss man natürlich einwirken auf die Entscheidungsträger im Endeffekt. Und das ist nicht die einzige Maßnahme. Es muss ein Bündel an Maßnahmen passieren, um etwas zu bewegen. Es gibt nicht so, der Konsument ist schuld. Natürlich muss ein Konsumenten versuchen. Den Wert von Lebensmitteln zu erklären, aber ob man das zu 100% gelingen wird, ist die Frage. Es wird vielleicht ein bisschen einen Anstieg geben, auf der anderen Seite so ein bisschen Zuckerbrot und Peitsche. Das ist im Endeffekt das, was notwendig sein wird. So eine provokante Frage, wer ist schuld? Ich enthalte mich meiner Meinung nach. Es gibt immer wieder die Aussagen, sehr prominent momentan, wie kann man diese Probleme lösen? Ja, der Konsument, die Konsumentin hat es mit ihrer Kaufentscheidung jedes Mal an der Kasse in der Hand, einen Produktionsauftrag für regionale oder für sonstige Lebensmittel zu geben. Was hältst du von dieser Sichtweise? Ich bin grundsätzlich kein Fan davon, jetzt irgendwann Schuldigen zu suchen. Das zieht sich durch alles. Darum geht es auch gar nicht, wer ist schuld und wer ist nicht schuld, sondern wie der Alfred gesagt hat, da spielen mehrere Faktoren rein, da sind mehrere Gruppen am Zug sein und alle an einen Strang ziehen. Ohne da jetzt irgendwen in den schwarzen Bett dazuzuschämen. Ja, wir haben ja einen bunten Strauß an Menschen mit sehr, sehr verschiedenen Professionen und Erfahrungen da im Publikum auch, also vielleicht ist das dann eine Frage, jetzt nicht nach dem Schuldigen natürlich, weil das ist auch nicht der Job von Bauer, zu den Bibelschuldigen zu suchen, sondern eher nach Lösungen zu suchen, wie kommen wir denn raus, weil ich bin jetzt bald 44 Jahre, seitdem ich denken kann, seitdem ich das Thema Nachhaltigkeit und Lebensmittel ein bisschen mehr interessiert, wir müssen mehr ins Tun kommen und es bräuchte politische, Entscheidungsfreudigkeit, was du jetzt glaube ich gesagt hast. Ja, ja. Kern tue ich es oft und es ist auch immer wieder in Diskussionen ein großes Thema. Nur ich habe das Gefühl, dass so richtig weitergehen tut nichts. Oder siehst du das, Alfred? Du bist ja sehr gut vernetzt mit politischen, mit europäischen Projekten. Siehst du da jetzt irgendwo eine Dynamik am Horizont, die uns da weiterhelfen könnte? Im Augenblick ist die Dynamik ein bisschen nachlassend, würde ich fast sagen. Es gibt ja den Green Deal und der ist jetzt aufgrund der bevorstehenden Europawahlen wird der jetzt zusehends ein bisschen verwässert. Ich hoffe, wenn die Wahlen vorbei sind, dass man dann wieder in die richtige Richtung schiebt und weiter in Richtung Pestizidreduktion und so weiter geht. Es war ja jetzt erst in den Medien ein großer Aufschrei. PFAS, also diese ewigen Chemikalien genannten, werden vermehrt in Pestiziden angewendet und landen auf unseren Feldern und im Endeffekt auch auf unseren Lebensmitteln. Und zwar in einer sehr hohen Menge. Es gibt auch in der Studie gegeben, von 100 Erdbeerproben waren 90, glaube ich, oder schlagen wir jetzt nicht, wenn es nicht stimmt, aber schon sehr ziemlich eigentlich beängstigend, Wo man eigentlich glaubt hat, der Pestizideinsatz sollte ja eigentlich zurückgehen. Und dann kommt man drauf, naja, vor 10 oder 20 Jahren war das kein Thema. Und heute findet man das, nämlich Sachen, die einfach nicht abbaut werden. Die heißen ja nicht immer sonst ewige Chemikalien. Und dann denkt man, das kann es nicht sein, dass man dann versucht. Solche Bemühungen auf europäischer Ebene untergräbt und sagt, nein, das brauchen wir nicht. Das ist halt, natürlich tue ich mir jetzt momentan leichter. Wenn ich sage, okay, Regeln, die ich nicht befolgen muss oder strengere Regeln, die kommen sollen, nein, die brauchen wir nicht, natürlich tue ich mir jetzt die nächsten paar Jahre leichter. Aber nur langfristig ist ja das klar, wo das hingeht. Das heißt, langfristig wird es schlechter. Und das ist so, wie wenn ich sage, ein Kind will nicht Schniere anbinden lernen. Ja, tut es sich zwei, drei Wochen halt, ist easy. Aber wenn es Schniere anbinden gelernt hat, dann tut es sich ein Leben lang oder rauf, kann, tut es sich ein Leben lang oder schwimmen kann, tut es sich ein Leben lang leicht. Und da ist es am Anfang ein wenig mühsam, aber dann kommt man durch und langfristig macht es Sinn. Und da kommt es mir auch so ein bisschen vor. Dann sagen sie, nein, das wollen wir nicht, das wollen wir nicht. Und kurzfristig eine Entlastung, langfristig eine Katastrophe. Sonja, wenn du jetzt in deinen Projekten arbeitest, ich denke jetzt wieder, sagen wir es, Essen vor Ort, danke dir, wie wichtig ist, wir haben jetzt viel über Selbstversorgung geredet, das Thema Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft ist ja auch ganz stark drinnen, auch seitens von Klima, Energie, Modell, Anpassungsregion, dass ich es jetzt richtig auszubringen, wo ist er? Da kommt er, er hat es eh nicht gehört. Wie wichtig ist denn dieses Thema, Nachhaltigkeit, wenn es um regionale Lebensmittel geht, wenn es um regionale Selbstversorgung geht und wie differenziert ist denn da die Sicht der Konsumenten, mit denen du zusammenarbeitest, auf dieses Thema Nachhaltigkeit? Ist das so pauschal, so Nachhaltigkeit ist wichtig oder gehst du so richtig rein, so Biodiversität und CO2 und Bodenaufbau etc., oder ist es, wie würdest du da? Also so ins Detail gehen wir nicht, also wie gesagt, bei uns ist es halt, wir schauen uns immer sehr lokal an, was ist da, sehr regional an, was ist da, es ist, wenn wir was in Bio-Qualität finden, dann freuen wir uns an Achsenhaus, muss aber nicht unbedingt heißen, dass wir das dann bevorzugen, also wenn es natürlich dann qualitativ oder wie auch immer dann nicht mithalten kann, dann, also es ist nicht nicht zwingend, dass wir dann nach Bio zum Beispiel gehen. Ähm, Also das ist ein sicherer Aspekt und es ist auch dieses regionale, bleibt bei uns auch dieser Gedanke, also im Groben dieser Nachhaltigkeitsgedanke, bleibt doch nur, weil wir es in der Region nicht haben, heißt das nicht, dass wir dann in den nächsten Supermarkt gehen oder ins nächste Möbelhaus. Also wir haben unsere Servietten zum Beispiel und unsere Schürzen, die wir verwenden, sind halt aus dem Burgenland im Blautrugverfahren hergestellt worden, aber einfach, weil wir nichts Vergleichbares hier in der Region haben. Aber da gehen wir dann eben auch nicht her ins nächste Möbelhaus und holen uns dort was. Also dieser Gedanke begleitet uns natürlich schon immer. Jetzt von den Gästen, die zu uns kommen, die teilen natürlich diese Herangehensweise, die wir haben. Es sind schon sehr offen die Leute und interessiert an dem. Ich glaube, sonst würden sie auch nicht kommen. Ich habe das Gefühl, sie lernen bei uns immer sehr viel dazu, selbst die, die einheimisch sind, lernen durch uns regionale Produzentinnen kennen, die sie vorher nicht kannten, also wussten dann zum Beispiel nicht, dass es nebenan dann eine Bierbrauerei gibt und so, also das merkt man schon. Und ich glaube, dass die Leute natürlich schon auch mit diesem Bewusstsein kommen und dieses Interesse haben an diesen nachhaltigen Sachen und so. Ich glaube nicht, dass sie, ich glaube so wie wir, aber nicht so extrem ins Detail wahrscheinlich reingehen. Aber da auf jeden Fall, ich glaube der Rumor hat es bei denen genauso wie bei uns im Kopf, eigentlich was nehme ich dazu, was verwende ich für Dinge, angefangen eben vom Essen bis zu anderen Produkten. Aber merkst du, dass es eventuell ein bisschen differenzierter wird in dem, was wichtig ist oder ist es eher so, es ist ein allgemeines Thema wichtig oder merkst du, dass, dadurch, dass es ja permanent, jetzt in den Medien ist es permanent auch ein Thema, es ist ja auch drückt, wo man dann sagt, es ist ja schon bald eine Bedrohung, jetzt speziell, wenn man Richtung Klimawandel denkt. Wird es da differenziert, oder ist es immer noch so ein eher diffuses Wollen und Gutfinden? Ja, ich glaube, dass das ja auch immer so in Wellen kommt, oder? Habe ich so ein bisschen das Gefühl. Wenn es einmal dann wieder medial irgendwas aufpoppt, irgendein Skandal, dann achtet man wieder viel mehr darauf, dann ist der Fokus da wieder drauf. Und dann ist das wieder irgendwann aus den Augen, aus dem Sinn, weißt du, und dann kommst du wieder wieder vielleicht in so alte Gewohnheiten rein oder sowas. Ich glaube, dass das so in Wellen verläuft. Also es verändert sich schon was, das glaube ich schon. Aber wie nachhaltig es vielleicht dann auch in den Köpfen bleibt, wenn ich jetzt oft davon spreche, von diesen Wellen, es muss ja nur irgendwas, was auch immer, passieren und du, ja, wie der Weihalfreud hat gesagt, du schaust dann aufs Geldbeutel und vielleicht ist irgendwas und dann zählt das wieder mehr als das, was man sich eigentlich vorher überlegt hat. Einen extrem spannenden Aspekt, der jetzt quasi beim Gespräch aufkommen ist, du hast es, glaube ich, gesagt, wir wissen oft nicht, wer du hast ja jetzt gerade gesagt, dass da nebenbei eine Brauerei ist oder sowas. Ich denke mir das auch teilweise, wenn ich so durch die Gegend fahre, und ich fahre, was weiß ich, heute bin ich aber mit dem Auto unterwegs, weil man öffentlich ist, sage ich mal, mittelleicht herzukommen, besonders mit Equipment. Und du fährst dann vorbei bei diversen Ortschaften, und da gibt es ja dann Direktvermarktungen dort, und der Bauer hat das, und da gab es einen Hofladen, aber du siehst das nicht. Besonders, wenn du jetzt aus Wien kommst, und jetzt, sage ich mal, nach Tirol fährst, hast du überhaupt keine Ahnung, außer es ist ein Riesenschüdel da oder sowas, aber du fährst wahrscheinlich an 99% von irgendwelchen besonderen, Herstellerinnen und Herstellern vorbei, weil du einfach nicht merkst, dass sie dort gerade waren. Und du vielleicht sogar wirklich was brauchst. Weil zum Beispiel einfach das Schild an der Hauswand fehlt, weil irgendein Hinweis fehlt, da kannst du jetzt rein, da ist jetzt ein Betrieb dahinter und da kannst du jetzt irgendwas holen. Es kommen natürlich diese Selbstversorgerhütten, die sich die Betriebe dann vor das Haus stellen, die werden natürlich immer mehr. Muss man da besser kennzeichnen oder wie schafft man denn das? Weil ich würde dann schon nochmal stehenbleiben, ich bleibe so auch stehen, wenn ich mir was sehe, aber ich würde wahrscheinlich öfter stehenbleiben, wenn ich sehen würde, wenn ich wüsste, dass das da ist oder was braucht es da? Siehst du das überhaupt so? Ich sehe das voll so. Ich habe es, glaube ich, vorher schon gesagt, man ist bei uns, man weiß bei uns auch vieles nicht, dass es die gibt. Auch wir lernen nach wie vor noch immer dazu an Produzenten gehen, aber weil es uns uns wer gesagt hat. Da gibt es jetzt einen, der baut Linsen an oder was auch immer, schaut euch den einmal an. Hätten wir so nie gefunden, weil es einfach keinen Auftritt gibt im Internet, wo immer man halt heutzutage seine Informationen zusammenholt. Das es einfach nicht gibt. Aber ich verstehe es auch, wenn man es nicht macht als Betrieb. Die haben einfach den Fokus auch woanders. Und es ist halt nicht jeder auch der Typ vielleicht, der das nach außen kommuniziert. Ja, oder der so. Ich würde es gegen Stefan schon schreiben. Ja. Das ist extra ein cooles Kult auch noch. Alfred, wie siehst du das? Naja, ich sehe das durchaus ein bisschen schwierig auch für den einzelnen Betrieb, weil während Corona war das natürlich irgendwie hip, dass man sagt, okay, das ist cool, jetzt gibt es einen Markt, die Leute sind daheim, die fahren mit dem Rad spazieren, dürfen wenigstens hin, aber in einen so einen Obhof-Verkaufsladen dürfen sie reingrochen sozusagen. Und da sind natürlich viele Hoffnungen geweckt worden, die sich auch jetzt wieder mit, ja. Der Mensch ist ja sehr vergesslich, also die Krise ist vorbei und hinter mir die Sintflut, ist wieder alles anders und auch die Obhofläden, glaube ich, sind durchaus auch wieder ein bisschen vereinsamt in letzter Zeit. Und ich glaube, man muss jetzt natürlich, jetzt kann man wieder sagen, der Konsument ist schuld, aber man muss den Konsument natürlich auch einfach machen. Das heißt, Kooperationen zum Beispiel werden gefragt hier. Wir starten gerade eine Initiative, wo wir Kooperation zwischen regionalen Betrieben hier aufbauen wollen. Einfach jetzt einmal seine Infrastruktur aufzubauen, Kühlmöglichkeiten zum Beispiel aufzubauen. Verarbeitungsmöglichkeiten und eventuell natürlich wäre das dann gleich logisch zu sagen, naja, wenn wir das Lebensmittel jetzt alle schon beieinander haben, warum hängt man nicht der Schülle aus und sagt, man kann das auch käuflicher werden. Und das ist glaube ich, sollte hier auch professioneller sein, die Vermarktung. Man hat den Bauern jahrzehntelang gesagt, du produzier und wir verkaufen das für dich. Leider ist das Modell in ein bisschen einer Sackgasse für die Bauern gekommen, weil heute gibst du irgendwas ab und drei Monate später sagt einer, was er bereit ist dafür zu zahlen. Meistens zu wenig und das ist halt nicht wirklich sinnerfüllend für einen Bauern, sowohl finanziell als auch als Unternehmer natürlich. Aber diese Vermarktung jetzt wieder neu zu lernen, direkt Vermarktung, wie spreche ich den Kunden an. Also das ist natürlich, da ist extrem viel Know-how dahinter. Wie bewirbe ich das? Wie stelle ich es dar? Wie soll das Etikett ausschauen? Welche Verpackung mache ich? Und da glaube ich, wären Kooperationen extrem hilfreich. Du hast das Corona gesagt. Hat es während Corona mehr Schütteln gegeben oder haben die Leute es dann einfach selber gefunden? Am Spazierengehen haben wir es selber gefunden. Haben wir es ja auch offensichtlich gefunden, dass es es gibt und war da dann das Angebot höher oder war das Interesse einfach auch seitens der Konsumenten höher, dass ich mir jetzt was suche? Sind wir auch wieder fauler geworden? Ich habe das Interesse da, das Klopapier war aus, man hat gemerkt, okay, gut. Das habe ich wieder heimgehabt. Es gibt ja auch Grenzen in der Versorgungslogistik, wenn ein Schiff im Suezkanal stecken bleibt, dann bricht gleich die halbe Weltwirtschaft zusammen. Also es könnten ja auch Probleme auftauchen, das hat man gemerkt, die Leute haben Zeit gehabt, Geld war vorhanden und damit war natürlich das für Attraktive. Es ist auch einfach mehr kommuniziert worden. Von allen Seiten ist gekommen, schaut einfach, dass ihr regional jetzt kauft. Ich finde, dass es viel präsenter war auch in der Kommunikation, in den Medien drinnen. Offensichtlich hat es ja funktioniert in der Zeit. Oder besser funktioniert. Die Landwirtschaft ist als kritische Infrastruktur eingestuft worden, was ja auch super war. Für das Image. Ah, okay, wir sind wichtig. Plötzlich waren die Bauern wichtig. Und das ist wieder ein bisschen verloren gegangen leider. Warum eigentlich? Tanja? Da sind wahrscheinlich andere Themen aufgepoppt. oder wie gesagt, da kommt so viel nach. Ja, ich finde jetzt, weil du gesagt hast, kritische Infrastruktur, das hat man vorher aufgeschrieben, das Wort Hierarchie, insofern, wir haben ja alle möglichen Dinge, die wir exportieren, also grundsätzlich ist so ein internationaler Warn-Ausdauer wahrscheinlich gar nicht schlecht. Man sagt, je stärker man wirtschaftlich vernetzt ist, desto weniger hat man sich gegenseitig in Schädel, weil dann hat man seinen Absatzmarkt ja auch kaputt, aber, gibt es so eine Art Hierarchie, wo man sagt, eigentlich Eigentlich müsste man schauen, dass man bei Lebensmitteln, vielleicht auch bei anderen Dingen, zu 100% Richtung Regionalität, sprich zur Selbstversorgung kommt, weil sollte dann wirklich einmal wieder, und Krieg ist vor der Haustüre mehr oder weniger, die Bedrohung ist so real wie schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr, wenn man dann darüber nachdenkt, was brauche ich eigentlich jetzt wirklich, sind Lebensmittel wahrscheinlich recht weit vorn, oder? Würde ich schon sagen, ja. Weil nach einer Woche nichts essen ist halt vorbei. Wäre eigentlich vom Wert her ziemlich hoch oben. Aber man sieht das nicht, weil das Angebot ist so groß, es ist eh alles da im Überfluss und damit sieht man es nicht. Und man denkt natürlich auch nicht gerne an die Krise und sagt, naja, was wäre wenn. Aber es hat ja zum Beispiel, ich weiß nicht, ob es das immer noch gibt, aber es hat im Getreidebereich eine Notfallreserve gegeben, wo der Staat gesagt hat, okay, wir müssen für, so nennt Hermann Hülfmer, eineinhalb Jahre, drei Jahre, muss Getreide vorgelagert werden. Und dafür hat es Geld ergeben, das ist investiert worden in Infrastruktur. Und so etwas wünsche ich mir auch in dem Bereich, wo ich sage. Regionale Lebensmittelversorgung im kleinen Bereich, da sollte man eigentlich auch investieren, weil dann, wenn wir es brauchen, sollte man es haben und nicht sagen so, und jetzt hätten wir gern in jeder, Ortschaft eine Markgärtnerei, die regionale Gemüseversorgung macht und in jeder Ortschaft einen mit Kier oder so. Und das wäre natürlich, deswegen ist da wieder dann natürlich der Appell an die Politik, sowohl regional, überregional, national, EU-weit, weil das war ja auch von der EU eine Vorgabe. Wir müssen wieder mehr regional produzieren, nicht nur Medikamente, sondern eben auch schauen, dass die Lebensmittelversorgung ist. In der Pandemie war ja das großes Thema. Das ist alles vergessen worden, aber sicher, es gibt jetzt andere Themen, es gibt den, Die Inflation, es gibt den Krieg, auch wichtig, aber Lebensmittel dabei nicht vergessen, bitte. So wie sich das anhört, müsste man theoretisch ja, die Frage ist, sollten Lebensmittel dann überhaupt am Markt, sollen es Marktgüter sein, wenn wir jetzt aus Österreich oder generell jedes Land für sich ja häufig lebensmittelautark sein sollte, sollten wir es dann dem Markt überlassen, die Lebensmittel zu produzieren oder sollte man da eher schauen, dass man das auch entsprechend, fördern will, dass man sicherstellen, dass Medikamente da sind, dass wir ein Maschinennetz haben, dass wir ein funktionierendes Stromnetz haben. Das sind ja auch Dinge, die man dann im Großen und Ganzen nicht unbedingt privatisiert. Wenn man will, dass man es selber in der Hand hat, müsste man das bei Lebensmitteln eigentlich mal überdenken. Ich glaube, da ist der Alfred eher der Experte oder der jetzt da. Naja, die Krisensicherheit auf jeden Fall. Es ist nicht die Idee, dass man sagt, jetzt wird der komplette Lebensmittelmarkt geregelt vom Staat. Das will kein Mensch. Aber eine gewisse Struktur hineinzubringen, das macht absolut Sinn. Und vor allem eben auch diese Krisensicherheit zu gewährleisten. Ich glaube, es ist jetzt ein guter Zeitpunkt, ein bisschen ins Publikum zu schauen, auf die Flasche Wein hier hinzuweisen, die da immer noch darauf wartet, getrunken zu werden. Ihr habt ja eure Gläser nähert und ich danke dir. Das heißt, wir stoßen dann mit euch an. Gibt es schon erste Fragen? Wer traut sich denn als erster vor und wer hat da was dazu zu sagen? Weil ich kann mir nicht vorstellen, dass kein von euch irgendwie eine Frage jucken würde. Und die ersten sind die glücklichen, die kriegen ein sauberes Glas. Die ersten kriegen ein sauberes Glas, die anderen müssen mit dem Strohhalm dann hinten nachdenken. Nachdem ich mit meinem Mikrofon... Bitte kurz sagen, wer du bist. Mit Mikro, bitte. Ich bin Greti Mayer. Und ich bin eine Lebensmitteltechnikerin, die sich seit 2016 mit nachhaltigen Themen beschäftigt. Und das machte mir viel, Projekte im Lebensmittelbereich zu starten, selbstständig, und mich von der bekannten großen Industrie zu verabschieden. Und ja, ich habe mit einer Küchenbühne in der Stadt angefangen und dann ein paar Jahre am Bauernhof hier in Kirbel am Wagram. Und jetzt beschäftige ich mich mit einem Verein, das Fermentarium heißt. Und ja, ich wollte gleich zu dieser Krisenzeit einstoßen und fragen, was denkt ihr, ob eine Währung, regionale Währung könnte uns helfen? Sie haben gesprochen über Systeme, wo jedes Dorf einen eigenen Gemüsegarten hat und das irgendwie schon von oben. Aber wie wäre es, wenn das Geld, das wir in der Region schaffen, auch hier bleibt? Die Leute sind motiviert, da zu zahlen, weil sie diese Währung zur Hand haben. Ich spreche nicht von nichts. Ich war am Samstag zu einer Zukunftskonferenz in Krems und der Obergrafendorf existiert schon. Ich bin sehr fasziniert von dieser Idee, weil diese Gemeinschaft Berge irgendwie nivelliert hat. irgendwie. Es ist definitiv, glaube ich, ein spannendes Thema. Wir reden ja von regionaler Selbstversorgung, dann wieder an Gemüsedach, dann vielleicht noch an andere Themen, aber Währung ist natürlich auch ein Thema, wo man darüber nachdenken kann, ob man sich da auch, ergänzend, wahrscheinlich zur bestehenden Währung auch regional selbst versorgen kann. Ist von euch jemand Expertin zum Thema regionale Währungen? Nein, leider nicht, aber ich habe einmal auch einen Podcast gehört zu dem Thema, Das war schon sehr spannend. Werbung für Podcasts. Es gibt schon sehr interessante Modelle, glaube ich. Aber wenn man schaut, in Tulln gibt es diesen Tullner Zehner oder irgendwas. Ich weiß nicht, wie erfolgreich das ist. Jede Stadt hat fast eine Währung für die Geschäfte, die im Zentrum sind. Aber dort bekommen sie zur Musikschule Geld von der Stadt und der Bürgermeister gibt das Geld in Währungsscheine. Und sie sagt, wie kann ich Instrumente und Kostüme davon kaufen? Und sagt, okay, sprich mit Leuten, gib eure Tauschen zu Eltern von Kindern, weil sie da wohnen und jetzt sind sie so weit, dass sie schon ein Geschäft haben, wo man regional essen kann. Irgendwie haben sie lukriert, diese Geld, die dort bleibt und man kann regional essen in einer eigenen Küche und, Und wer gibt die Währung aus, die Stadt in dem Fall? Ich kann nicht so viele Details, weil es war eine Präsentation, aber ich denke, in Obergrafendorf ist es nicht so weit von hier. Aber sicher, man muss nachdenken, was wäre, wenn wir diesen Preis, weil eigentlich jedes Mal, wenn wir essen, ich weiß, es ist ein politischer Akt. Welche Zutat habe ich ausgewählt? Und alles geht durch Geldböse. Ich will nachhaltig sein, aber schließlich muss ich meine ganze Familie ernähren. Also wir müssen eine Lösung finden, wo man diesen Preis überstehen kann. Und sagen, ich leiste mich, weil Essen ist eigentlich, so war es früher, rund um den Tisch, es war eine Ehrung. Für wer hat das gebaut, wer hat das gemacht? Es war eine Zelebrierung, das Essen zusammen für Feste und so. Und jetzt ist es nicht mehr so. Wir entfernen sehr viel von dem, was wir essen, weil es kommt sowieso von Unbekanntem, von weit weg. Und genauso schnell geht es auch in den Müllcontainer. Wir entfernen uns von dem, was uns zusammen als Gemeinschaft binden sollte. Weil rund um den Tisch bauen wir Gemeinschaften und wenn wir nicht mehr zusammen essen sind wir keine Gemeinschaft und ich habe auch gedacht, auch jetzt zum Beispiel, weil es eine nachhaltige Veranstaltung ist, wir haben. Traubensaft von und Apfelsaft von und es ist von unserer Gemeinde also diese Stolzheit, dass wir leisten, das zu euch zu geben oder dass wir ehren diese lokalen Produzenten Ich weiß nicht, ob wir regional essen, zumindest wenn es Wasser ist. Aber ja, meistens in dieser Konjunktur nicht mehr am Preis zu schauen, sondern besser weniger qualitativ als mehr. Dankeschön, danke Das funktioniert nur, wenn es Partnerbetriebe gibt zum Beispiel in Deutschland Du kannst mit diesem 10er nichts einkaufen nur bei Partnerbetrieben Das ist keine Währung, wo man dann in anderen Orten einkaufen kann Das funktioniert nur auf dem Gegenseitigen Ja, das ist wahr, aber Sie denken jetzt die Hunderte zu machen, also Sie haben so viele Vorteile anscheinend, dass jetzt denken an Hunderte, Wir brauchen es auf dem Podcast Kostas wegen. Muss ins Mikro rein. Entschuldigung. Es funktioniert nur, wenn ich Partnerbetriebe habe. Wenn ich außerhalb von Tulln kann ich mit diesem Geld nicht einkaufen. Weil ich brauche einen Partnerbetrieb dazu. Also wenn ein Gastronom nicht mitmacht, kann ich dort nicht essen gehen mit dem Geld. Da muss ich mir einen Euro zahlen. Und genauso beim Einkaufen. So funktioniert das. Klar, aber nicht 100%. Es ist nur ein Anfang. Danke. Ich glaube, das Ziel ist ja, dass möglichst viel mitmachen. Und das hat schon irgendwie einen Anreiz, also man tauscht ja diesen Euro 10er gegen, sag ich einmal 11, zum Beispiel 11, 11 diese Stadtwährung und damit habe ich als Konsument sozusagen einen Mehrwert und über das spielt sich das dann, über das spielt sich das ab. Klar, na klar, sonst nutzt es nichts, wenn ich nur drei Geschäfte habe in ganz Turin, Wenn die das machen, dann wird das besser. Ist klar. Grüß Gott. Grüß Gott. Ich bin der Matthias Holzer, bin Biolandwirt aus Großriedenthal, und auch Kammerobmann im Bezirk Thunerfeld. Und wir sind ganz zum Schluss, habt ihr... Habt ihr es eh ganz gut gesagt mit den Spekulationen mit Lebensmitteln. Das muss aufhören. Das hat der Bill Clinton schon gesagt, dass Spekulationen mit Lebensmitteln, dass das aufhören muss. Die Weltgetreideernte wird zweieinhalb Mal in Chicago auf der Börse gehandelt, ohne dass ein Produkt von A nach B geht. Und wenn man nicht wieder mit Waren das Geldverdienen anfängt in der Landwirtschaft, werden wir da auf keinen grünen Zweig kommen. Ich habe es auch gesagt, mit den Vorräten, also diese Interventionslager, die es einmal gegeben hat, wo quasi Geld vom Staat eingeschossen worden ist, dass man da Vorräte hält für Krisenzeiten, das gibt es leider nicht mehr, da hat man quasi diese Marktordnung aufgehoben. Wir sind einfach in Europa am freien Markt und dann hat man gesagt, wir brauchen da keine gestützten Preise mehr, der Preis bewegt sich auf und auf, jeder muss damit auskommen. Ich habe mir noch etwas aufgeschrieben, eine gute Lösung wäre mit der Regionalität, wenn man es auch so machen würde, bis bei diesen Energiegenossenschaften. Diese regionalen Energiegenossenschaften, die es auch gibt, wo man die Konsumenten, die Verarbeiter und die Produzenten in eine Genossenschaft mehr oder weniger verpackt. Und da kann man regional sicher einiges machen. Wie kann so eine Genossenschaft aussehen? Ja, es gibt dort einen Produzenten, einen Gemüseproduzenten, man hat dann einen Verarbeiter, die Produzenten sind am Verarbeiter beteiligt und die Konsumenten sind auch am Verarbeiter oder am Produzenten beteiligt. Also dass das mehr oder weniger eines wird. Ich glaube, es gibt ja in Südkorea da sehr gute Beispiele. Hansalim-Münze? Ja, genau. Hilf mir ein bisschen, mit den Zahlen habe ich es nicht so, aber ich glaube, das sind mehrere hunderttausend Konsumenten, Mitglieder. Konsumenten schon Millionen und... Für eins, zwei, viele. Eins, zwei, viele. Und das ist ein sehr erfolgreiches Konzept, wo die Produzenten einen sehr fairen Preis kriegen und das wie ein Supermarkt aufgebaut ist und die Leute auch mitarbeiten, also sowohl Produzenten als auch Konsumenten. Es gibt in Wien jetzt eine Initiative, die heißt, glaube ich, Mitmach... Mieler. Und wo man das auch kopieren will sozusagen, wo man das auch umsetzen will. Und das sind natürlich tolle Initiativen. Warum? Weil man den Konsumenten mitnimmt, weil die Leute kommen zusammen, die arbeiten nicht nur miteinander, die reden miteinander, da gibt es Bewusstseinsbildung, da gibt es einfach auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und damit nimmt man natürlich auch ein bisschen die Macht zurück aus dem Lebensmittelproduktionssystem in die Hand von Produzenten und Konsumenten Und vor allem macht man diese Verbindung zwischen Produzenten und Konsumenten viel stärker. Weil das ist ein Riesenproblem, das wir in der Landwirtschaft haben, dass es da oft eine sehr abstrakte Situation gibt, dass die Produzenten, die Bauern, sind auf der einen Seite und die Konsumenten auf der anderen Seite. Naja, was ist macht und was ist alles umbringt und was ist sowas alles. Und es gibt da keine Kommunikation dazwischen und das ist wirklich schade. Entschuldige. Ja, was momentan gerade entsteht, ist ja momentan das Armergütesiegel auf Getreide. Das ist ja ein ganz wichtiges Instrumentarium, das in Zukunft sein wird, das was ein Gütesiegel mehr oder weniger für die Landwirtschaft sein wird. Wo die Bäcker schon uns zusagen, dass sie wirklich auch darauf aufspringen, weil wenn man sich denkt. Dass 80% des Werzens, also dass wir eine Eigenversorgung mit österreichischen Werzen nur mit 80% haben und davon von diesen, Von diesen gesamten Wärzen, die wir haben, exportieren wir 80% in alle Welt oder hauptsächlich nach Italien. Und dann wird noch einiger fürs Futter verwendet und dann bleibt ein bisschen was für unser Produktgebäck über. Und es weiß fast keiner, dass eigentlich kaum in den konventionellen Samen österreichisch oder nicht viel österreichischer Wärzen drin ist. Und damit will man entgegenhalten, dass wir da jetzt auf das österreichische Getreide einen Gütesiegel schaffen. Das werden wir ja in der Landwirtschaft in Österreich eh zu 80 Prozent bei diesen Umweltmaßnahmen im ÖPUL mitmachen und da wirklich auch gut kontrolliert sind. Und wir auch wirklich gute Qualität haben und dass man das dann auch transparent macht, was ist dann wirklich ein österreichisches Säme? Weil laut Zollkodex ist schon so, wenn die Verarbeitung, also die Vermahlung und die Verarbeitung und das Gepäck, das was dann bochen wird, in Österreich stattfindet, ist automatisch ein österreichisches Säme, egal von wo der Wärtsen kommt. Und um dem entgegenzuhalten, schafft man jetzt Gott sei Dank, das arme Gütesiegel auf Getreide. Das ist ein ganz wichtiger Weg in Zukunft. Ja, vielleicht nochmal zurück vorher, weil du das angesprochen hast, die Hans-Salim-Stiftung. Ich denke, es wird in letzter Zeit ein Riesenthema Genossenschaften. Ich merke, ich habe gerade wieder von Familie geredet. Ganz Österreich gibt es solidarische Landwirtschaften. Die Genossenschaften kommen immer wieder stärker. Ich habe vor Kurzem schon mal versucht, so einen Artikel zu schreiben, die Genossen kommen wieder. In Südkorea hat es funktioniert, offensichtlich. Bei uns bleiben diese Initiativen meistens irgendwo so in den Kinderschuhen stecken und schaffen es nicht, über diese kritische Masse hinauszukommen. Und jetzt frage ich eine Runde, jetzt haben wir schon recht viele Leute am Tisch, es ist eh gut. Woran könnte es liegen, dass gerade bei uns diese Genossenschaften zwar immer wieder kommen, dann aber oft zerstreiten sie sich, was man so hört. Da gibt es dann irgendwie Uneinigkeiten, Aber sie schaffen es einfach nicht, dass sie so richtig diesen Sprung in die Wirksamkeit dann erschaffen. Ja leider ist eben auch mal oft dann jedem das Hemd näher wie der Rog, so sag ich jetzt einmal. Und dann ist oft einmal viel näher da und wird der eine ein bisschen mehr verkauft wie der andere. Und es ist leider auch eine nette Gesellschaft, die wir haben. Und es gibt eh ein altes Sprichwort, wie du drei Paaren unter einen Hut bringen musst. musst du zwei da schlagen. Also das ist leider auch so. Es ist ein altes Sprichwort und den schert man halt oft auch mal. Ach, schau, der Tisch ist selbst organisiert, ein System. Ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Rudi Holneder und ich mache den Solowee-Betrieb schon zehn Jahre. Und ich bin ungefähr 40 Jahre in der biologischen Landwirtschaft. Also ich habe mit 20 Jahren angefangen, mich biologisch zu ernähren. Dann bin ich jetzt schon 60. Ich glaube, du sagst, ich bin 40. Und ich habe die ersten Bio-Paaren noch eine Stunde gekannt. Und die haben praktisch, die politischen Rahmenbedingungen hat es da nicht gegeben. Die haben umgestellt, weil sie überzeugt waren, dass sie das nicht mehr wollen. Und die haben den Biolandbau begründet und nicht die anderen. Die anderen haben gesagt, das geht nicht. Ich kann mich noch erinnern, wie ich da mit meinen Nachbarn in Ulm-Osterreich, wo wir aufgewachsen sind, geredet haben. Ich hab gesagt, nein, ohne Konstitut geht nichts. Oder wie ich dann angefangen habe, jetzt esse ich kein Fleisch mehr. Nein, das geht ja nicht. Da kriegst du keine Kraft mehr. Also ich war sozusagen auch so ein Pionier, habe das einmal ausprobiert und es ist gut gegangen. Und ich glaube schon, also mir fehlt das in den letzten Jahren. Diese kritische Masse von Menschen. Diese kritische Masse von Menschen. Ich glaube nicht, dass die Politik da irgendwas macht. Auf das Vertrauen habe ich schon verloren, weil die sind von den Neoliberisten beeinflusst und sind abhängig von gewissen... Ich habe das Vertrauen verloren, sagen wir mal so. Und ich war da vor 20 Jahren bei einem Vortrag von Franz Alt, ich weiß nicht, ob den wer kennt von euch. Zukunftsforscher, der hat so Bücher geschrieben, der Jesus und seine Hauberer, und das war in Schlierbach, im Spess, da waren 200 Leute, und da ist gegangen, Biolandbau Q war das, wo geht der Biolandbau hin, und der hat einmal ganz klar gesagt, es wird sicher diese Entwicklung nicht gehen, dass wir jetzt 20% haben, 30%, 40%, und dann 50% und 60%, es wird, Es gibt immer wieder so Punkte, wo das System dann kippt und vor denen haben die Leute Angst. Vor allem die, die mit den Düngemitteln und mit den Spritzmitteln viel Geld verdienen. Der Bauer verdient das eh nicht. Der kriegt Almosen, meines Erachtens. Das Ö-Pult-Geld sind Almosen, dass er ein bisschen was hat. Genau, also das möchte ich nur einmal ein sagen. Und dann kann ich mal sagen, so mit der Solawi. wie? Solidarische Landwirtschaft für alle, die das nicht kennen. Ich war da in so einem Projekt, ich habe da viele Betriebe gesehen, in Deutschland, in Frankreich und. Eigentlich kommt das so, in Japan gibt es das und ist von Amerika gekommen, weil man muss sich einmal vorstellen, in Amerika gibt es keine kleinen Bauern mehr. Die müssen alle ein CSA machen, dass sie irgendwie leben können, sondern sonst gibt es nur mehr große Betriebe. Und diese Strukturen, das kommt, eigentlich sieht man das jetzt, dass das da in Europa auch wird. Dass die Bauern einfach aufhören, weil sie es nicht mehr schaffen oder weil sie sich nicht mehr das antun. Also, dass man sagt, okay. Für 30 Jahren, 1993 habe ich diesen Kurs gemacht, da hat es in Österreich nur 300.000 Betriebe geben. 300.000. Wie viele haben wir denn jetzt? Er hat zwischen 120.000 und 150.000 Betriebe in Österreich. 140.000. Ich war jetzt bei so einem Vortrag. Und wie viele Vollerwerbsbetriebe? Wie viele glaubst du es sind? 40.000. So wenig. Also, was wollen wir da? Das ist der Auftrag, den sich nicht die Politik stellt. Weil die Politik, die macht das nicht. Was wollen die Leute? Was wollen die Leute für Landwirtschaft in Österreich? Wir haben, ich habe ja viel schon gemacht in meinem Leben. Ich habe da so ein lokales Engagement nachhaltig entwickelt, hat dieser Lehrgang geheißen. Das war vor zehn Jahren. Und da haben wir dann praktisch jeder ein Abschlussprojekt machen müssen. Und da haben wir das, da waren wir zu dritt. Wo, von wo ernährt sich die Region? angefangen haben wir im Kulmland Kulmland ist regional da haben wir solche Veranstaltungen gemacht um zu schauen, von wo kommt das Essen her von wo das haben wir da auch gemacht, da hat einer das organisiert, da sind wir da heringesessen vor 10 Jahren, 2013. Da haben sie mich ausgelacht ich habe gesagt, ich mache jetzt Gemüse da haben sie mich ausgelacht du bist ja kein Bauer, haben sie zu mir gesagt weil ich einen halben Hektar Gemüse gemacht habe. Verstehst du? Das ist diese... Und wie ich angefangen habe, haben sie mich auch ausgelacht. Vor 40 Jahren? Nein, vor 10 Jahren. Vor 10 Jahren mit dem jetzt machst du das. Du hast vor 40 Jahren gesagt, damals hat es eine kritische Masse gegeben. Siehst du jetzt auch wieder eine kritische Masse, die sich wieder irgendwo bildet? Oder bist du eher skeptisch? Ich sehe im Moment, sehe ich das nicht. Ich war 2006 bei dieser Gentechnik-Demonstration da in Wien und da war der Josep Bove auch dort. Ich weiß nicht, ob ich dir was sage. Josep Bove Bauer aus Frankreich hat eine McDonalds-Filiale hingemacht. Haben sie ihn dann eingesperrt. Und der war wieder dort und hat gesagt, er wird das wieder machen, wenn es notwendig ist. Die geben nicht auf. Und das sehe ich da nicht in Österreich. Jeder hat seine Angst, dass er da etwas verlieren könnte. Und ich muss auch ehrlich sagen, es gibt schon... Noch kritische Menschen, das lässt man aber nicht. Weil zum Beispiel diese, wie heißen die mit der Milch, der Halbmeier, die Hoflieferanten da, die Fährermilch, ich war da bei einer Diskussion, die waren kritisch, die haben ständig einmal Kontrollen gehabt, die haben segiert, ihr kriegt kein Geld mehr von der Bank, also das hat man da ganz gut im Griff mit diesen ÖPUL-Geldern, diese kritischen Menschen werden dann... Da muss ich widersprechen. Die ÖPUL-Zahlungen sind schon dazu da, um Aufwendungen abzugelten. Wir machen ja was dafür. Es werden ja Biodiversitätsflächen gemacht dafür. Wir müssen Auflagen einhalten dafür. Und wir haben ja dann durch das einen geringeren Ertrag. Und durch das kriegen wir das ÖPUL-Geld. Also das sind keine Almosen nicht und weil du das angesprochen hast, das große Bauernsterben hast du eigentlich eher nur in den Gunstlagen, weil es sich dort mit den normalen Preisen, sage ich jetzt einmal, bei den landwirtschaftlichen Produkten nicht mehr ausgeht. Wenn man sich heute anschaut, dass man von 2022 bis heute im konventionellen Bereich Bereich der Maispreis um 60% gefallen ist, dann braucht der einfach irgendwo ein Ausgleichsgeld. Die Betriebe gab es alle dann nicht mehr. Irgendwo muss man irgendwo einen Preis ausgleichen. Es heißt ja eigentlich Preisausgleich. Das sind ja keine Förderungen und keine Almosen, die wir als Landwirte kreieren und vor allem nicht das ÖPUL-Geld. Das ÖPUL-Geld ist immer ein Geld, wo wir als Bauern eine Leistung erbringen. bringen. Das möchte ich da ganz klar gesagt haben. Ja, danke. Wir hätten da hinten noch eine Wortmeldung. Jetzt braucht man wieder einen Platz da am Tisch. Servus. Servus. Servus. Wer bist du? Bitte das Mikrofon nehmen. Wir haben ja nicht einen Podcast. Ich bin Sigi Datschl. Ich bin da vor 29 Jahren zugezogen und arbeite mit einigen, die da anwesend sind, an verschiedenen Projekten zusammen. Ich kann sagen, ich steffe das Thema der Bau in der Stadt. Das ist nämlich, wie ich nach Wien gezogen bin als Junge, habe ich am Karlsplatz Toppenambur angebaut. so in der Nacht hingegangen, schnell reingedrückt. Das hat damals noch kein Mensch gemacht. Angebaut. Heute ist das unter Urban Gardening bekannt. Ja, und da bin ich dann manchmal im Strafverzug gearbeitet, mit den Häftlingen auf Freigang gewesen und schnell vorbeigehüpft. Ausschaut, wie meine Topinambur da am Karlsplatz gewachsen sind. Mit wem? Mit den Häftlingen auf Freigang. Okay, ja. Habe ich dann einen kurzen Abstecher gemacht, da ins Gebüsch rein am Karlsplatz. Habe gesehen, die Topinambur überwachsen, wunderbar. Und warum ich das sage, ist, ich bin nach Kirchberg hergekommen und da hat sich eine Initiative entwickelt, wo das nicht bei den Top in Armburg geblieben ist, sondern ein Konzept geworden ist, für das wir 2015 den dritten Preis beim Europäischen Gartenpreis bekommen haben. Und zwar, dass wir den öffentlichen Raum, den Grünraum, der normalerweise mit verschiedensten Ziersträuchern, die überall relativ gleich sind, verpflanzt ist, dass wir den als Obstgarten gestalten. Das heißt, wenn man da jetzt rausgeht von der Veritas, kannst du verschiedenste Tafeltrauben verkosten beim nächsten Mal, bis wir uns zeitig sind. Aber du kannst im Prinzip bei uns ab Ende April, kannst du Beeren, Obst von der Wagramhalle verkosten. Du kannst, wenn du durch Kirchberg gehst, das nächste, wenn du bei uns zukommst, kann ich dir sagen, bei der S-Bahn-Parken-Reitanlage vorbei, Das ist die Idee, den öffentlichen Raum zu nutzen für, kann man sagen, die Bevölkerung, um eine entsprechende Umgebung zu schaffen. Aber das andere ist ganz bewusst ein Impuls für die Landwirtschaft. Und zwar ist das Konzept dahingehend, dass wir mittlerweile über 250 verschiedenste Obst- und Nussarten angepflanzt haben. Das heißt, wir probieren aus, was wächst ohne chemischen Pflanzenschutz. Was nicht mit chemischem Pflanzenschutz wächst, fliegt raus aus dem Sortiment. Und deswegen kontaktieren wir uns international Baumschulen und fragen, was bewährt es in der Praxis. Der Katalog, der gibt viel her. Oder was bei einer Chelsea Flower schon vorgestellt wird, das ist jetzt die neue Nuss und so. In Kirchberg kann man es ausprobieren und die Erfahrung geht wirklich international raus. Und das, was Landwirte mittlerweile davon profitieren, ist, dass wir über das Ländliche Fortbildungsinstitut hier Seminare haben, das wird genutzt von Referenten über Seminare zu alternativer Bärenobstanbau oder verschiedenste andere Produktionsweisen, und das andere ist, was entstanden ist, mittlerweile eine Kooperation mit der Obstweinbauschule und mit den landwirtschaftlichen Fachschulen, also wie ein Kirchberg, wir setzen auf die junge Generation. Da muss ich jetzt zwischen reinfragen. Ich bin ja praktisch in der Nähe vom Alchemistenpark und ich beobachte diese Menschen, die da kommen. Die gehen auch zu mir auf mein Feld und ich sage, hallo, grüß dich. Und so, ja, wir wollen es auch machen im Istenpark, ja, und die kommen von weit her, vom Vorberg, ja, aber die Kirchberger, die Kirchberger, die trauen sich da noch nicht ein, richtig wirklich so was nehmen, weißt du, ich hab dann, wir haben das so früher gemacht, dass wir gesagt haben, haben sie das schon gekostet, nein, das kostet man nicht. Also in der Region eher skeptischer beäugt als von weiter weg. Aber ich denke, bei einem wichtigen Thema, was der Rudi da reinbringt. Es hat gute Gründe, dass die Landwirtschaft konservativ ist. Wenn ich abhängig von einem Produkt, wo ich die Erfahrung habe, sage ich mir, ich habe 30 Jahre Weizensorte angebaut und jetzt soll ich wechseln auf eine, die ich nicht kenne. Da gehe ich ein hohes Risiko ein, nämlich ich kann verhungern. Das blenden wir heute aus. Aber das ist vor noch nicht langer Zeit in anderen Ländern so. Dass du völlig abhängig bist und der Umfeld von dem, was du anbaust, welche Sorten und welche Produktionsweisen. Das hat einfach die Kehrseite, dass man sich wahnsinnig schwer tut, Innovationen in der Landwirtschaft reinzubringen und dem scheitern für Entwicklungsprojekte. Und jetzt ist natürlich die Frage, wie kann man da aus diesem Dilemma raus? Das ist ein globales Dilemma. Und das, was sie zumindest gezeigt hat, ist, dass das Thema Obst eines ist, was einfach die Leute emotional total anspricht. Obst ist Emotion pur und über das kann man ganz viel Lebensmittelthematik spielen. Das zeigt sich einfach, was aus Kirchberg rausgekommen ist. Es ist ein Netzwerk von bekannten Vorreitern im Restaurantbereich, der Heinz Rettbauer, Steirer Ig oder James Perron in La Punte in Graubünden, die das aufgreifen, das Kirchberger Konzept, und die dann was auf die Speisekarten bringen und rund um ihre Gastronomie was anbauen. Und die brauchen natürlich dann Produzenten, Produzentinnen, die diese speziellen Sachen anbauen. Das ist eines unserer Elemente, die man in Kirchberg entwickelt hat. Du kannst gerne einmal tauschen, du kannst gerne einmal Platz tauschen. Also, hallo, ich bin die Irmi Hoheneder und ich habe auch, also, Frau, ich bin seit drei Jahren in Kirchberg und ich komme aus der Kinderbetreuung. Mikrofonwechsel. Und ich habe auch Leute beobachtet, und zwar die Kinder vom Schulzentrum gegenüber vom Alchemistenpark. Und ich finde es wunderschön, dass da die Volksschüler und Schüler von der Neuen Mittelschule sagen, schau, dort können wir auch Bären essen und da sind Bären und dort sind Bären und da sind auch noch Bären. Wie die Bären heißen, ist sekundär, aber die Kinder nehmen es als erstes an. Das ist meine Meinung zu Themen, die man ändern will, dass man nicht bei den Erwachsenen ansetzt. Klar braucht man die Politik, braucht die Regionalverwaltung und so weiter und so fort. Aber man braucht die Kinder, weil unter Umständen da auch Geld investiert wird, das nicht von der Familie kommen muss. Und weil es die Generation irgendwie leichter hat, das zu integrieren und umzusetzen. Ich habe die ganze Thematik, finde ich ganz spannend, ist nämlich irgendwie, wie man vorher so geredet hat, Selbstversorgung, die Zugänge zu der Selbstversorgung, also Ernährung, wirtschaftliche Selbstversorgung, also regionale Wertschöpfung. Jetzt kommt so eine politische Dimension auch noch ein bisschen dazu, dazu mit dem Anbauen, wie du gesagt hast, am Karlsgarten, Nutzung des öffentlichen Raums. Wie wichtig, Sonja, vielleicht jetzt mit Blick in deine Richtung, weil ihr habt ja auch ein bisschen was Aktionistisches mit dem, was ihr macht, wo ihr in freie Räume reingeht. Wie wichtig ist diese aktionistische Dimension von Selbstversorgung, damit man Bewusstsein schafft aus deiner Sicht und wie erfolgreich wart ihr da damit auch schon? Wir haben den Aspekt dahingehend drinnen, dass wir mit den Veranstaltungen einfach, an Orte sind, an die man sonst normalerweise nicht kommt, oder wenn man dort hinkommt, weil es dann doch ein öffentlicher Raum ist, dann hat man dort zumindest noch nicht gegessen Uns geht es darum, dass man einfach auch diese Seite der Region zeigt, also diese Plätze zeigt, also diese. Schönheit der Region einfach auch greifbar macht und den Leuten auch so vermittelt, wo bist du hier eigentlich wo du da jetzt dein Essen bekommst. Und das kommt schon sehr gut an. Und ich glaube, dass das auch ein Punkt ist, warum die Leute immer wieder kommen. Weil das da zu sehen oder zu wissen, ich kann da jetzt irgendwo rein, wo ich sonst nicht Zugang habe. Also dieser Aktionismus ist, glaube ich, schon etwas, was da reizt. Müsst man da aktionistischer sein? Noch mehr die öffentlichen Räume zurückgewinnen? Ich denke jetzt, ich schaue jetzt auf den Alfred, ich denke jetzt an Agroforst. Das ist jetzt natürlich ein Widersprung von mir, aber eine Wiese, die einfach nur gemalt ist oder einfach nur da ist und man könnte theoretisch ja am Blühstreifen oder sonst was machen, müsste man da als Bürger jetzt wieder politischer, aktiver werden und sagen, ich mache da jetzt einen Blühstreifen draus, ich drücke da jetzt wieder Samenbälle oder was, das fahren bei dir rein oder was, wie siehst du das? Nein, ich glaube, das ist extrem wichtig und das ist ja, wie ich zuerst schon gesagt habe, es ist einerseits, man hängt dem Konsumenten alles um, der Konsument ist schuld, weil er nicht das richtige Lebensmittel kauft oder die Politik ist schuld und da sind natürlich solche Initiativen wie Essen vor Ort oder so wie der Sigi macht mit dem Obst, die sind extrem wichtig, natürlich ist das zart und natürlich kann ich nicht von einem Jahr aufs andere sagen, jetzt so und jetzt habe ich wieder tausend Leute erreicht. Auf einen mittleren bis längeren Zeitraum ist es enorm wichtig, um die Bevölkerung mitzunehmen, um diesen Kontakt zwischen Produzenten und Konsumenten wieder zu verknüpfen. Früher hat es gegeben, da waren die alle, und bei der Straßenmeisterei hast du einen Baum gemietet für eine Saison, und dann hast du den Kirschenbaum, und den hast du dann geprokt, und dann hast du Schnapsbrände oder was damit. Den hast du gemietet. Den hast du gemietet, das kostet 50 Schilling, und dann hat der Baum dir gehört in dem Jahr. Jahre. Und so diesen Wert, und heute fallt alles runter und ist hin. Und diesen Wert für Lebensmittel zu schätzen, das sind eben so ein bisschen Guerilla-Marketing-Methoden, aber die sind höchst erfolgreich im Endeffekt. Das ist ganz wichtig, um das Bewusstsein zu schaffen. Genauso Essen vor Ort. Einfach sich hinzustellen und zu sagen, wir zaubern ein Menü und das ist aus lauter regionalen Produkten hergestellt. Wie du sagst, wie die Sonne sagt. Das ist okay. Kein Mensch hat gewusst, dass es Biert aus der Region gibt, dass es die Nuss aus der Region gibt. Wo kommt denn das her? Entschuldigung, das ist noch etwas einfacher. Ich habe vorher ganz am Anfang in den Aha-Momenten geredet. Ich glaube Baum mieten, habe ich jetzt gerade gesehen, das war ein Aha-Moment. Gleich bei ein paar Leuten ist das gegangen, ein paar haben genickt und so. Spannendes Ding. Kurz bevor du, Stefan, du kommst wieder in eine andere Richtung, dann okay. Zu dem Thema, was die machen, ist ja, sie präsentieren das wahnsinnig schön. Und es geht darum, die Lebensmittel wieder in ihrer Schönheit zu präsentieren. In ihrer Frische, in ihrer Schönheit, in ihren Farben. Und das den Leuten nahezubringen. Und das ist die Erfahrung, das kommt einfach an, wenn das schön zubereitet ist, arrangiert ist. Und das ist was, wie man Obst machen bei allen Veranstaltungen. Und ich bin in verschiedenen Ländern unterwegs und jetzt demnächst in Zürich bei der Schweizer Rückversicherung. Riesen machen wir mal Schweizer Kollege Dominik Flamm und ich. Sind wir dort eingeladen. Dann werden wir die neuen Exoten präsentieren, also diese neuen Konzepte. Da geht es um Ernährungssicherheit und die sind total interessiert daran. Und Reden ist eines, aber das, was ich mitbringen werde, sind die Früchte, frische, getrocknete. Und wenn es was umsonst gibt, das heißt, wir machen die Veranstaltungen immer mit Verkostung dabei. Die Leute kommen, ja, und da merkt man richtig, da macht es Klick im Kopf, ja. Wenn ich was im Mund habe, wenn das schmeckt und da bin ich zuerst skeptisch, das verändert das Denken und das, denke ich, ist genau die Chance für so Initiativen, Essen vor Ort oder auch, wenn man zum Allfeu runtergeht, einfach das schaut wahnsinnig schön aus, diese. Vielfalt, ja, und das nimmt die Leute mit, also was Positives. Du sagst jetzt, Vielfalt schaut schön aus, schmeckt gut, muss das notwendigerweise regional sein, weil Essen vor Ort impliziert ja quasi regional. Ist es wichtig, dass es regional ist oder Oder geht es da um andere Faktoren? Ja, nämlich, wir holen die ganze Welt nach Kirchberg. Das heißt, das Thema Neuexoten, das ist mittlerweile der Fachterminus, wir bringen das alles her, was bei uns überhaupt wachsen kann. Also mein Thema ist so Obst und Nüsse, Baumfrüchte, aber das andere kann ich genauso machen mit den verschiedenen Getreidesorten. Und da sitzen Pioniere auch da herinnen, die Getreidesorten ausprobieren und das präsentieren und dass das einen Namen hat, einen klingenden, das hebt das raus und das macht Essen einfach wieder spannend und das gemeinsame Genießen und dann auch mal was wieder kostenlos kriegen, das bringt die Leute zusammen. Zusätzlich, Entschuldigung, dass ich jetzt da reingrätsch. Stefan, Stefan, schau geduldig aus. Zusätzlich ist dieser regionale Wert hat ja auch ein Landschaftselement. Das heißt, wenn ich jetzt da einen Baum habe, einen Obstbaum, dann habe ich ja nicht nur ein Lebensmittel produziert, sondern ich habe ein Landschaftselement, ich habe was für die Bienen gemacht, ich habe was für die Bestäuber gemacht, für die Nützlinge, ich habe was für das Wild gemacht, für die Rebhändler, für den Seeadler. Das hat einfach eine ganz andere Dimension, ob der Baum jetzt in der Region Wagram steht oder ob der in der Türkei steht oder in Ägypten. Darf ich? Brauchst du dich? Grüß dich, ich bin der Stefan Nimmervoll, ich bin Redakteur beim Blick ins Land. Das ist ein Landwirtschaftsmagazin, das größte agrarische Monatsmagazin in Österreich. Und ich möchte den Sigi in einer Sache kurz widersprechen. Und zwar mache ich seit zehn Jahren ein Junglandwirtemagazin in unserem Hof. Wir sind ja Kollegen, Willi, Bianca, also Agrarjournalisten. Und wie ich damit angefangen habe, war es Ziel, gute Projekte von jungen Landwirten zu finden und vorzustellen. Da hast du, wenn du was gehört hast, unbedingt hin müssen, weil es nicht viel gegeben hat. Mittlerweile gibt es hinter jedem Misthaufen und in jedem Dorf drei gute Konzepte. Wo junge Bauern sich was überlegen und wirklich gute Sachen auf die Füße stellen. Also ich glaube, da darf man nicht zu pessimistisch sein. Es ist jetzt ein bisschen nach dem Regional- und Direktvermarktung und als mögliche zu Corona-Zeiten total gehypt worden ist, ist jetzt ein bisschen die Gegenbewegung wieder, aber macht sich keine Sorgen, das wird wieder kommen und es wird ein vernünftiges Mittelmaß geben. Das ist das eine, was ich kurz auf den Einwand mit konservativ, natürlich konservativ, positiv konservativ, aber es gibt so viele leibende Sachen und wir können gerne einmal sich austauschen, was ihr da alles zeigen möchtet, wenn ihr Zeit habt. Eine Einladung, eine Live-Einladung. Und das Zweite, wegen dem ich mich eigentlich hergesetzt habe, ich darf auf einmal Kommandant in meiner Ortschaft in Eichelmannsbrunn sein und in der Funktion habe ich schon erlebt, dass bei der Regionalität einfach die Menschen den Unterschied machen. Du brauchst Leute, die anzahlen. Und die Konzepte umsetzen wollen. Da ist sicher ein Absterb der Alfred einer. Da ist in Kirchberg der Sigi einer. Und wir haben bei uns im Dorf halt den Dieter Fritz, der ein Kamerad von mir ist, der mit der Sonja und mit der Susi seiner Frau Essen vor Ort macht. Und der hat gesagt, wenn du Kommandant wirst, dann mache ich die Kuchel beim Feuerwehrfest. Und es ist beides so eingetreten. Und seitdem haben wir das zweite Mal jetzt vorhin gesagt gehabt, der FireWave ist nur mit regionalen Sachen. Das heißt, wir nehmen zuerst die Dinge, die wir im Dorf haben. Was wir im Dorf nicht haben, nehmen wir in der Gemeinde. Was wir in der Gemeinde nicht haben, nehmen wir in der Region. Und erst wenn es gar nichts gibt, dürfen sie ein bisschen weiter weg sein. Und das sind alles Produkte, die unverarbeitet sind. Also keine fertig und halb fertig Produkte. sondern wir dann selber ein paar Mal schneiden, haben es dadurch auch billiger als wir es eigentlich kaufen könnten als verarbeitetes Produkt und funktionieren tut das nur wenn halt einer da ist der sich darum kümmert und die Leute brauchen wir und die Leute müssen wir hüten und gießen und schauen dass es mehr werden weil. Der Mensch halt von sich aus sehr faul ist und eher lieber zum Piller rennt als dass er sich andere Sachen selber irgendwo zusammenträgt. Und da sind sicher solche Institutionen, wie es die Feuerwehr ist, auch gefordert. Es gibt so viele Feuerwehrfeste in Niederösterreich und in Österreich, wo so viel an billigen Sachen, wo man nicht weiß, was her ist, verkocht wird. Und ich würde sagen, von allen, dass es geht, dass es mit überschaubarem Aufwand geht. Wir haben, der Toni Eckert sitzt da herin, Andere Lieferanten, von denen wir die Erdapfel haben, von denen wir das Getreide, alte Getreidesorten haben. Es gibt überall die Möglichkeit, du brauchst dich dann, dass ich kümmere drum. Wir haben vorher gehabt, die Frage gestellt, wie wichtig diese kulturelle Dimension von der Selbstversorgung ist, weil wenn das Ortsleben ausstirbt, du sagst, Feuerwehrkommandant, das ist ja Vereinsleben, von dem du sprichst. Die Kümmerer, die sind ja in einer lebendigen Gemeinde, weil auch Kümmerer allein an einer Gemeinde, die sonst eher eine Durchzugsgemeinde ist, wird auch nicht wirklich viel reißen. Wie wichtig ist da, wie siehst du das jetzt aus deiner Sicht? Du schreibst ja viel über Landwirtschaft, du bewegst ja viel in diesen Gemeinden. Wie wichtig ist denn dieser. Kulturelle Aspekt und wie gefährlich ist es, dass uns der abhanden kommt, wenn wir da nicht drauf schauen? Also es ist ja heute eh schon mal angesprochen worden. Regionalität, das ist nicht nur das Stück Brot oder der Abwehr oder sonst irgendwas, sondern das ist auch alles, was hinten dranhängt, dass wer lebt davon, dass sich wer kümmert darum, dass eine Kulturlandschaft da ist, die heute noch nicht so intensiv diskutiert worden ist, die ganz wichtig auch ist. Und als Werbekommentar in Zürich ist es auch so, dass ich jeden Tag erlebe, wie wenig Leute mir daheim sind. Wir sind halt ein Weinviertler-Dorf, wo es nicht mehr viel Bauern gibt oder vielleicht in unserem Dorf eh noch ein bisschen mehr als in anderen Ortschaften. Aber wenn alle fort sind und und ist heute um 11 Uhr mit der Oktis-Arene, dann hast du ein paar Schichtarbeiter und ein paar Pensionisten. Und das ist genauso Regionalität, dass wir schauen, dass wir diese Strukturen aufrechterhalten, dass die Gesellschaft einfach funktioniert. Wolltest du noch was sagen? Nein, wir müssen weggehen. Die Blickachse. Grüß Gott, wer bist du? Grüß Gott, ich bin die Gerda Bär, ich bin Winzerin und bin Bäuerinnenfunktionärin und würde gerne die Idee von der Irmi aufgreifen mit den Kindern. Und zwar, wir Bäuerinnen machen in den Schulen, 1. und 2. Klasse Volksschule, die Schulaktions Tage und da zeigen wir deinen Kindern, in der Schule, wie man zum Beispiel jetzt, Erdapfel verarbeiten kann, wie man jetzt da wirklich eine Suppe macht aus Karotten, aus dem Püree, aus diesen Sachen, weil viele wissen das gar nicht. Ich glaube, es gibt nur die Backelsuppen. Wirklich? Tatsächlich, in der Schule wissen sehr viele nicht, dass man Suppen aus dem Gemüse macht. Direkt aus dem Gemüse? Direkt aus dem Gemüse, natürlich. Und das ist eigentlich schade. Und da sind wir schon bemüht, dass wir das weiterbringen können. Und dann hat es eigentlich, was sehr schade ist, haben wir bundesweit von den Bäuerinnen ein Projekt gehabt, dass wir wieder ein Fach Ernährung in der Schule einführen könnten. Das finde ich ganz, ganz wichtig. Leider hat uns das der Minister Fassl am Domes antrat. Dem war was anderes wichtiger. War schon sehr weit gediegen. Vielleicht gibt es nochmal eine Chance, solche Ideen aufzugreifen und das wirklich wieder auf einen Weg zu bringen, dass Kinder, Kinder sind wichtig, das sind die Nächsten, kochen lernen. Also normal kochen lernen, nicht jetzt die gehobene Küche oder so, aber das Wissen, dass man Erdäpfel verkochen kann, Erdäpfeltag machen kann. Und da sind wir eigentlich Bäuerinnen jetzt der Chance, dass wir das machen können. Wir bieten auch Kochkurse an. Momentan gibt es den Kochkurs Erdäpfelverarbeitung, wie man Erdäpfeltag macht. Ist ein günstiges Essen und sehr, sehr gut. Das ist nur so leicht, einen guten Erdäpfeltag. Zum Beispiel, also alle herzlich eingeladen, unsere Kurse zu besuchen. Alfred, jetzt, weil Thema Bildung, du bist in Europa viel unterwegs, du bist zumindest ein Europa-Experte. Na ja. Wenn er Na ja sagt, dann wissen wir, dass es eigentlich ein Ja ist. Wie stark ist eigentlich das Thema Bildung, speziell frühkindliche Bildung oder Kinder-Jugendlichen-Bildung in so Projekten verankert auch? Weil offensichtlich, wir hören es ja wirklich an vielen Ecken, wir müssen bei der Jugend wieder ansetzen, wenn wir die Werte auch langfristig in einer Gesellschaft etablieren wollen, wie wichtig siehst du das in diesen Projekten auch verankert? Also wie weit das in den einzelnen Mitgliedsländern verankert ist, kann ich nicht sagen. Da bin ich nicht Experte, oder bin überhaupt kein Experte in dem Bereich. Aber es ist natürlich extrem wichtig, die Jugend ist die Zukunft und ich glaube auch, dass man dort einen ansetzen muss, mittelfristig. Aber ich darf Ich darf gerade in einer Fokusgruppe, einer EP Agri-Fokusgruppe zu dem Regenerative Landwirtschaft mitarbeiten und da haben wir gerade ein paar Recherchen durchgeführt. Das Problem in der Landwirtschaft ist auch die demografische Aufteilung. Das heißt, wir haben, das sind Daten, die kommen von Eurostat, die. Betriebsleiter bis 35 Jahre sind 6,5% in Europa. Das heißt, die Jungen sind eine, ich will nicht sagen verschwindende Minderheit, aber eine sehr geringe Minderheit. Und die Betriebsleiter 55 plus machen, schlag mich nicht, 56% aus. Also wir sind einfach überaltert in der Landwirtschaft. Jetzt wenn ich natürlich was erreichen will, in einer relativ kurzfristigen Zeit, Zeit, dann muss ich eigentlich bei der Erwachsenenbildung auch ansetzen und nicht nur auf die Jungen setzen. Weil die Jungen, na klar, das dauert ja 15, 20 Jahre, bis die dann dort sind, wo die die Entscheidungen tragen, oder 10, 15 Jahre. Aber wir haben eine sehr starke Überalterung in der Landwirtschaft und wir müssen auch die Betriebsleiter mitnehmen, die 40, 50, 55 Jahre alt sind, weil viele davon noch 10, 15 Jahre tätig sein werden. Also da ist noch nicht spät. Da ist noch nicht spät, genau. Aber die Überalterung gibt natürlich auch das System her, überhaupt, wie es jetzt da ist, dass du natürlich immer spät in Pension gehen kannst und als Betriebsleiter ganz einfach kann ein Betrieb erst übergeben, wenn ich in Pension gehe. Also das ergibt sich eigentlich auch aus dem Außer, aber das stimmt. Das sind natürlich sehr, sehr wenige Junge. Sonja, Angebot für Kinderessen vor Ort? Das haben wir auch dabei. Das war eigentlich von Anfang an der Gedanke, auch der bei uns mitgekommen ist, dass wir nicht nur bei den Erwachsenen ansetzen, also die zu den Events dann kommen, sondern auch für die Kinder was anbieten wollen und wir reinvestieren das, was wir bei den Events verdienen, investieren wir in Kinderworkshops, die wir ausrichten. Und. Und das zu ganz unterschiedlichen Themen. Also wir waren letztes Jahr mit den Kindern eben in Quöl in der Kerzenmanufaktur. Die Kinder haben dort gesehen, wie werden Kerzen eigentlich noch wirklich handgezogen, hergestellt, durften dort dann auch Kerzen eben färben, eigene Fackeln machen. Wir waren auch schon im Alchemistenpark mit den Kindern, die haben dort direkt dann was pflücken können, verarbeiten können, haben so sicher Joghurt gemacht. Also ganz unterschiedliche Aspekte, ja, auch dieses Handwerksthema überhaupt kommt da rein, ja, um ihnen eben auch zu zeigen, was bedeutet Regionalität, ja, was gibt es in der Region überhaupt. Und das kommt super gut an und das ist bei uns so, dass die Kinder kostenlos teilnehmen können und eben wir das finanzieren, weil wir gesagt haben, vielleicht gibt es ja eben Familien, die das gerne hätten für ihre Kinder, es happert aber vielleicht eben am Finanziellen und diese Hürde nehmen wir ihnen. Und ich würde sagen, Kinder her, uns ist das echt wichtig, ihnen das auch zu vermitteln und die Kosten, die tragen wir. Siehst du auch diese sag ich mal leichten, wie sag ich es denn jetzt Defizite ist das falsche Wort aber so ein bisschen, Entfremdetheit der Kinder auch vom Handwerk so wie wir es jetzt gerade gehört haben die Gemüsesuppen kommt eh aus dem Backhall, Kerzen, oh Kerzen wird so und so gemacht Es gibt viele AHA-Erlebnisse in den Workshops auch für die Kinder, so wie es die Erwachsenen das dann bei den Essveranstaltungen haben diese AHA-Erlebnisse haben das genauso die Kinder aber auch wie die Irmi gesagt hat Die sind wahnsinnig offen für das und sehr zugänglich und checken das alles gleich und lassen sich da voll drauf ein. Und ich habe das auch bei meiner Tochter gesehen, die dann auch bei einer Kräuterwanderung mitgemacht hat. Und dann geht die bei uns durch den Garten und sagt, ah, das ist das und das Grau, das ist super, wenn man mal einen Insektenstich hat und wie sie das dann auch weiter anwendet. Also das ist total, also für mich wahnsinnig schön zu sehen, wie die Kinder das dann auch umsetzen und annehmen. Einen neuen Gast am Tisch, Stefan, und dann werden wir uns langsam dem Ende zuwenden, weil dann können wir dann alle auch Wein trinken, nicht nur die, was hier außertraut am Tisch. Servus, wer bist du? Guten Abend, ich bin der Hermann Damm aus Absauf, ziemlich in der Nähe vom Alfred. Ich bin Bauer in Unruhe, das heißt, ich bin in Pension oder in Reichweite, weil ich Gott sei Dank sehr viel mithelfen darf am Betrieb. Ich bin eigentlich nur gekommen, weil ich ein Achtel wein wollte. Nein, Spaß beiseite. Ich habe für mich zwei Fragen, die heute aufgeworfen sind, oder Themen, eine Antwort für mich gefunden. Das erste war, warum vielleicht jetzt Corona, das will ich fast nicht mehr hören, aber eben nach der Zeit nicht mehr vielleicht so viel regional eingekauft wird. Für mich ist ganz klar, weil die Leute wieder fortfahren können. Und man braucht ja nur schauen, wie viele Autos vor Supermärkten stehen in den Bezirkshauptstädten. Ganz klar, dort hat er einen anderen Preis meistens. Und es ist ja schon durchgekommen, dass bei vielen Konsumenten, und das sind wir alle, die Qualität nicht immer im Vordergrund steht. Und vom Schmecken, wenn die Erdbeeren aus Brasilien. Wenn es reif ist, fast genauso gut schmeckt wie die vor Ort, weil er selber Kakao hat und er den Vergleich nicht kennt, schmeckt ihm die Erdbeere dort auch. Und mit dem müssen wir leben. Also wie gesagt, für mich ist, wenn die Leute jetzt wieder mobil sein dürfen, jetzt kauft er wieder dort ein, wo er hinfährt. Und jeder sind wir Konsumenten. Und das Zweite ist, glaube ich, österreichisches Problem, weil ein paar Mal die Frage von dir gestellt worden ist, als wer ist schuld oder wer könnte da schuld sein zu verschiedenen Themen. Das ist, glaube ich, ein typisches österreichisches Problem. Wir suchen immer einen Schuldigen. Dass unsere Welt heute so ist, wie sie ist, das sind wir schuld. Wir Menschen leben auf dem Planeten. Wir fahren in Urlaub. Wir fliegen mit dem Lager fort. Wir fahren mit dem Kreuzfahrtschiff. Wir nehmen das alles in Anspruch. Wir verbauen die Flächen. Nicht die Politik oder irgendwer. Sondern wir selber, jeder Einzelne. Und ich glaube, wenn wir das nicht einmal in unsere Köpfe drin haben und sagen, nein, der ist schuld und der muss sich ändern und der muss sich ändern und der, ich nicht, ich bin nicht der Gute, dann werden wir das Problem nicht in den Griff kriegen. Und ich glaube, vergessen dürfen wir auch nicht. Dass große Politik nicht in Österreich gemacht wird. Wir sind gut unterwegs, alle miteinander, wie wir sind, aber dass wir halt viel auch zur Kenntnis nehmen müssen, auch in der Landwirtschaft, in der Produktion. Wenn man Fotos anschaut, ich glaube, die kennen alle, weil die Tierhaltung da nicht so angesprochen worden ist, wenn man Kino oder Japan 10, 15 hohe Ställe, da glaubt man das, wenn man das erste Mal sieht, das ist ein Hotel oder ein Wohnhaus, dort werden Schweine produziert. Nicht wie in Österreich gehalten. Weil wir haben in Österreich das schärfste und strengste Tierschutzgesetz in Europa. Alles ist verbesserungswürdig, bin ich offen, keine Frage, aber immer angemessen und so, dass beide damit umgehen können. Wie gesagt, immer einen Schuldigen suchen ist schlimm und ich war doch auch einige Zeit in der Interessensvertretung tätig. Da habe ich immer mit dem Problem gekämpft zwischen den Gruppierungen, ob jetzt biologisch produziert wird oder konventionell. Der biologische hat gesagt, die Pestizide und, und, und, das sind die Pesen. Der konventionelle hat wieder gesagt, du bringst so nicht so viel zusammen, da kannst du die Welt nicht ernähren. Wir brauchen beide Richtungen und wir haben Gott sei Dank beide Richtungen, nur, Herr Leider, ich glaube, im letzten Jahr waren es über 900 Betriebe, die wieder zurückgestiegen sind, weil auch biologische Landwirtschaft, wie es der Matthias Holzer gesagt hat, einen Ausgleich braucht für die Produktionserschwernisse, die es gibt, weil ja in der Regel der Ertrag ein bisschen schwächer ist und ich glaube, das ist vielen vielleicht auch nicht bewusst, dass die gesamte Landwirtschaft in Österreich Ausgleiche kriegt, egal wie reproduziert, da ist halt nur die Auflage und die Summe unterschiedlich. Und die brauchen wir auch, weil wir haben jetzt alle bio oder Oder konventionell. Tiefere Preise, gerade beim Getreide, was wir es vorhin EU-Beiträge gehabt haben. Noch immer. Und wenn wir sich heute anschauen, wenn man einkaufen geht, was kosten die Produkte? Und dann sagen wir, das Lebensmittel ist so teuer, das muss noch billiger werden. Und deswegen jetzt eine Frage in den Raum, was, glaube ich, ganz wichtig ist, aus meiner Sicht, es wird ja stark schon propagiert und verhandelt, die Kennzeichnung. Da waren, Fred hat das angeschnitten, wenn ich ein Produkt kaufe, wenn ich ein Klick habe, steht noch drauf, aus jedem Kuchen aus einem großen Konzern enthält Flüssigeier. Aber dass die Flüssigeier zu 90% aus Käfighaltung aus China oder aus Weißrussland sind, wo heute noch mehr Händler drin sind, als wir jemals in Österreich, wie es noch erlaubt wurde, einen Käfig gekauft haben, das interessiert sehr viele Konsumenten nicht, wenn das Produkt halbwegs schmeckt und der Preis passt. Und das Traurige ist, er findet es gar nicht außer. Er kann das Etikett lesen, wenn nur draufsteht, enthält flüssiger er, wie soll er das hinterfragen? Und wenn man eben schon gemacht, wenn man einen Marktleiter fragt in einem Supermarkt oder in einer Handelskette, die wissen es gar nicht. Aktionsbutter mal, wo ist denn die Aktionsbutter her? Da ist drauf gestanden, nur Aktionsbutter. Ich kaufe nur österreichische Aktionsbutter. Das Das weiß ich nicht, da müssen Sie den Geschäftsleiter fragen. Nach einer halben Stunde ist mir das nicht gelungen, den Geschäftsleiter zu erreichen, wo eine Handelskette in Tulln ist gar nicht weit weg. Und ich sage, das ist das Problem, dass der Konsument nicht auf einfache Art und Weise, egal wo, ob es beim Essen ist, ob es beim Einkaufen ist, nicht feststellen kann, wo kommt das her. Und wenn wir das nicht hinbringen, dann haben wir Probleme mit der regionalen Versorgung, weil viele Betriebe oder Produzenten dann hoffentlich nicht, aber vielleicht auch wieder nach vielen Mühen das Handlach schmeißen. Ich mache das, weil ich leben will davon. Weil es geht an jeder Arbeiten, weil er Einkommen braucht und das will. Und jeder bäuerliche Betrieb braucht ein Einkommen, dass er seine Familie erhalten kann. Und warum, weil die Frage auch gekommen ist, warum wir so wenig Vollerwerbsbetriebe haben. Wir haben sehr viele Zuerwerbsbetriebe und das darf ich erklären. Ein Zuerwerbsbetrieb ist, wenn der Mann oder die Frau 100% Bauer ist oder Bäuerin ist und der Ehepartner oder der Partner geht außerlandwirtschaftlich arbeiten, dann ist er kein Vollerwerbsbetrieb mehr, auch wenn er 300 Hektar Land bewirtschaftet, der Mann oder die Frau. Und das ist die Definition, da müssen wir ein bisschen aufpassen. Also wir haben weit mehr Vollerwerbsbetriebe, wenn wir es so sehen. Aber je nach Produktionsweise oder wenn ich Philosoph bin, durch Mechanisierung, durch Aushilfen, Maschinenring, Lohnverfahren und, und, und, weil sie machen ja viel, jeder hat nicht, du machst ja, beim Raps nimmst du ja auch Lohn in Anspruch, weil es ja Sinn macht, wenn jemand eine Maschine hat und die ist ausgelost und deswegen ist die Statistik oft ganz eine andere. Lass mich da ganz kurz zwischen was reinfragen, bevor wir dann langsam Richtung, Richtung, Richtung, nein, Nein, nein, bleib da, dich fragen, und zwar, du hast jetzt auch am Anfang von deinem Statement jetzt gesagt. Die Schuldzuweisungen dauern da nicht, weil es soll jeder selber ein bisschen in die Hand nehmen. Das ist jetzt für mich so noch eine Dimension, die wir uns jetzt eingebracht haben bei der Selbstversorgung, nämlich die Selbstermächtigung, ein bisschen in der Region selbst tätig zu werden. Jetzt, wenn man jetzt keine Schuld zuweist und einen Schuldigen sucht, was heißt für dich vielleicht in einem kurzen Beispiel, also nicht zu ausrufen jetzt, was ist denn das so selbst tätig werden? Wo kann ich jetzt, wenn ich jetzt nicht Landwirt bin und eine Aktion setze, wo kann ich als Konsument oder als interessierter Bürger jetzt selbst tätig werden? Wo würdest du das sehen? Beim Leben, beim Konsumieren, ist für mich ganz einfach, österreichische Produkte zu kaufen. Die wirklich aus Österreich sind, weil ich kriege nicht alles regional. Das ist klar. Der Vorarlberger wird auf 2000 Meter wahrscheinlich nur kurze Zeit an Salonen abbauen können. Der muss ihn wo einkaufen, dass er kriegt, was uns da friert. Also das ist einmal der erste Weg. Also in der freien Natur wäre nicht was zu tun. Der braucht einen Tunnel oder was. Ja, aber da frage ich auch wieder, ein Plastiktunnel drüber, ja, okay, ist in den Raum gestellt. Aber nein, ich glaube, mir fällt es nicht. Ich kann einmal nur wo ich die Möglichkeit habe, mit Lebensmitteln österreichische Produkte kaufen. Wenn ich irgendein Zungarnieren oder irgendwas einmal haben will, ist ja auch nicht verboten. Oder eine Banane, die werden wir dabei noch nicht in Österreich produzieren. Und nein, die zweite Stufe ist, so regional wie möglich einkaufen. Aber es ist wieder im Endeffekt das, wo ich als Konsument oder als Bürger die Kraft habe, was zu tun, sagst du, ist eigentlich jetzt auch wieder nur an der Kasse. Quasi mit der Kaufentscheidung. Mit dem, glaube ich, das können wir nicht wegleugnen. Ja, aber gibt es nebenbei auch noch was, wo ich was machen kann? Weil das ist so quasi das Eklat. Wenn ich es einkaufe, dann gebe ich, wie es so schön heißt, den Produktionsauftrag. Aber siehst du nebenher auch noch Möglichkeiten, wie man es in der Region tätig werden kann oder irgendwas machen kann, wenn man nicht selber als Produzent ist und irgendwie Systeme umstellt. Ja, der Stefan hat es angeschnitten, auch im Vereinsleben tätig werden, mehr einbringen in der Öffentlichkeit, und und und, nicht nur bei Vereinen und Organisationen. Ich weiß, viele hören das Thema nicht gerne, aber es sind einige Kommunalvertreter da und auch Regionalpolitiker. Es ist auch wichtig, dass wir uns alle in die Politik auch einbringen, weil sonst Sonst kriegen wir das vorgesetzt von denen, die dort sitzen. Und das nutzt mich, ich schimpfe nichts. Und wenn ich bei der Wahl sage, es wird sich schon sehen, und wird eine andere Gruppierung stärker, freuen sich die anderen. Die schreien vorher, und dann gibt es wieder ein Parlamentarium, wo du zwei Drittel mehr herbringst, und da kann einer allein, wenn es nicht in Niederösterreich war, da hat ein namhafter Politiker gesagt, ich kann was entscheiden, weil ich habe die Mehrheit. Ob es immer gut war, ist eine andere Frage. Aber ich sage, so funktioniert Demokratie. Und vielleicht noch einen Satz von mir, mir, weiß nicht von wer das war, war sicher ein gescheiter Mensch, der hat gesagt, in der Demokratie entscheidet die Mehrheit, nicht die Klügerin. Und das müssen wir leider zur Kenntnis nehmen. Wenn wir den Topf den anderen überlassen, dann... Muss uns das recht sein, was uns die vorsetzt. Und das fängt regional in den Vereinen und in der Gemeinde an. Das ist vielleicht auch zur Regionalität. Auch da einbringen. Wir müssen leider, leider Gottes, langsam zum Ende kommen. Wir sind jetzt schon über der Zeit. Wie lang? Wie lang? Kurz. Eine Minute versprochen. Weil jetzt das Thema war, wie kann ich mich einbringen? Also bei meinem Solar-W-Betrieb kannst du mithelfen und mitmachen. Also du kannst dich aktiv beteiligen an diesem Prozess und mittun und schauen, was da passiert und lernen. Es geht ums Lernen. Das ist da heute gar nicht angesprochen worden, dass man ja was lernen kann. Kann man sicher beim Alfred auch machen, dass man da was lernt über Marktgärtnerei. Bei mir kann man das auch lernen. Genau, das möchte ich nur sagen. Bei mir kannst du auch Selbsterrnter werden. Genau, das waren jetzt im Prinzip eh zwei sehr ähnliche Appelle, nämlich an den aktiven Bürgern, die aktive Bürgerin, sich da aktiv auch einzubringen im politischen, was immer das politische ist, sehr breiter Begriff. Stefan, du hast doch mal Platz genommen. Du hast noch ein paar Worte an uns. Ja, danke. Ja, das war eine spannende Diskussion und was man, glaube ich, zusammenfassend sagen kann, wir haben alle sehr schwierige Rahmenbedingungen, in denen wir uns bewegen. Ich kann auf die eingehen, die ich als Regionalmanager habe. Wir arbeiten, wie ich schon gesagt habe, an vielen unterschiedlichen Projekten und ich höre eben oft, das bringt ja gar nichts. Das, was ich tue als Einzelner, das ist ja maximal ein Tropfen vom heißen Stein, weil tief da drüben und so weiter. Und ich denke mir dann immer, Man muss einmal im eigenen Bereich anfangen und die anderen anstecken. Wir haben da gute Beispiele gehört von der Feuerwehr zum Beispiel oder von den Schulen, die anderen mitnehmen. Und das kann ich nur, wenn ich selbst vorlebe und meine Kreise ziehe. In der Region, in der Regionsarbeit halten wir das so, dass wir mit denen zusammenarbeiten, die bereit dazu sind, die aktiv mitarbeiten wollen. Ich nenne es immer so ein bisschen die Koalition der Willigen. Und wenn da etwas Gutes entsteht, und da sitzen ja sehr, sehr viele im Raum herinnen, mit denen wir schon Projekte gemacht haben, was gemeinsam gemacht haben, dann kann auch etwas Gutes entstehen und dann kann man auch diejenigen überzeugen, die vielleicht noch nicht von Anfang an dabei waren und so an Bord waren. Eins möchte ich noch sagen, auch die Kommunikation ist angesprochen worden. Wir geben von der Region Wagram das Regionsmagazin Neuland heraus. raus. Das ist eben seit 2016, seit eben der Franz eigener Obmann war, haben wir das umgestellt. Und das ist mittlerweile die 16. Ausgabe, die Sonja Planeter. Schreibt da mit. Wir haben auch in der 16. Ausgabe etwas über den lebendigen Boden, da haben wir den Alfred auch drinnen und viele andere dazu. Und da versuchen wir auch, das Unentdeckte der Region vor den Vorhang zu holen. Handwerker wurden angesprochen, sind da drinnen. Es gibt eine Handwerkertour. Wir haben eine Seite mit regionalen Produkten. Und wir sind beieinander gesessen, am Anfang haben wir uns gedacht, naja, für ein paar Ausgaben haben wir schon einen Stoff, das geht schon. Und dann müssen wir halt nachdenken ein bisschen und irgendwann müssen wir uns ein neues Konzept überlegen. Mittlerweile machen wir das acht Jahre und uns geht es noch immer nicht aus. Immer noch fällt etwas auf, da sieht man, wie viel noch entdeckenswert ist. Und zum Abschluss. Ich glaube, das geht jetzt nicht nur mir so, wenn ich so in die Runde hineingehört habe, in Diskussionen. Aber bei der Regionsarbeit ist es so, das ist halt das Bohren harter Bretter. Und deswegen gibt es mich in der Region, gibt es uns, Regionsmanager, die das machen. Und da gibt es in jeder Disziplin, in jedem Bereich, gibt es auch solche Bohrer, die die Bretter bohren. Und irgendwann sind wir durchs Brettl durch. Du warst schon ein Kümmerer am Anfang, jetzt bist du ein Bohrer. Super. Jetzt haben wir Schluss. Oder die andere. Vielleicht keimt ja der eine oder der andere demnächst auf, schlägt Wurzeln und wächst zu irgendwas heran, was auch immer das dann ist. Fazit, regionale Selbstversorgung, wie geht das? Wir haben diese Frage heute natürlich nicht beantwortet. Und ich finde, dass das ganz gut so ist. Denn spätestens morgen werden wir wieder darüber diskutieren, was könnte sein, was könnte es nicht sein und was könnte man wieder anders machen. Aber genau um das geht es im Endeffekt, dass wir uns austauschen, dass wir Ideen austauschen und vielleicht ein bisschen inspiriert nach Hause gehen und morgen dann wieder ganz was anderes machen und irgendwie weiter daran arbeiten. In diesem Sinne, vielen Dank, dass du dabei warst. Alfred, du schläfst eh schon halbwegs ein. Das gibt meins. Ich hoffe, es war spannend, weil es wurde mir gemeint. Und jetzt gibt es Wein, glaube ich. Gemein reimt sich Wein. Und alles, was sich reimt, ist gut in diesem Sinne. Danke fürs Dabeisein. Music.

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